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Das höllische Hotel

Kurzbeschreibung
GeschichteErotik, Action / P18 / Mix
08.01.2022
05.06.2022
6
35.646
2
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08.01.2022 4.852
 
Das höllische Hotel
Wie von der Tarantel gestochen hetzte Luzifer durch die Flure des verfluchten Hotels. Er traute sich nicht, seine Flügel zu zeigen, um zu entkommen, denn er wollte den zahlreichen Dämonen und Höllenkreaturen, die hier wohnten, nicht noch einen Anlass bieten, ihn mit Hohn, Spott und Morddrohungen zu verfolgen. Alles was auch nur entfernt an ein reines, oder gar himmlisches Wesen erinnerte, hätten diese Biester bei lebendigem Leib zerrissen! Aber auch ohne die seidigen Rabenschwingen bot Luzifer genug Gründe, um eine Jagd auf sich herauszufordern: Er war im Verhältnis zu den meisten Bewohnern des Hazbin Hotels winzig mit seinen schmächtigen 166 cm und er war zu hübsch!

Er lief hier Höllenkreaturen in die Arme, die aufrecht gehenden Hunden, Spinnen, Schlangen oder Vögeln ähnlich sahen, Dämonen mit Fernsehern anstatt Köpfen, Klaviertasten anstelle von Zähnen, Uhrwerken als Organen oder rauchigen Gesellen, deren Körper sich nach unten hin in Nebel auflösten.

Zunächst war er mit der grausigen Erscheinung der Hotelgäste noch klar gekommen. Doch dann hatte ihn einer angesprochen und nach seinem Namen gefragt. Da fand Luzifer heraus, dass das einzige, das hier in diesem Höllenhotel noch mehr Aufruhr verursachte, als sein hübsches Gesicht, sein Name war. Mit ohrenbetäubendem Krakeelen ließ der Dämon, der den kleinen Italiener angesprochen hatte, das ganze Stockwerk wissen, dass sich ein Ketzer unter ihnen befand; ein Hoheitsverräter, der sich für seine teuflische Majestät persönlich hielt! Seit diesem Vorfall rannte Luzifer, denn irgendein Witzbold vom Zockertisch hatte sich das Vergnügen nicht nehmen lassen, ein Kopfgeld auszusetzen für denjenigen, welcher ihm das kleine lebensmüde Püppchen brächte, das so große Töne spuckte.

In seiner Hast und Panik hatte sich der Gargoyle inzwischen vollkommen verlaufen. Dieses Hotel war nicht nur von Teufeln bewohnt, sondern auch teuflisch verwinkelt! Allein durch seine Größe hatte er die Verfolger ein paar mal ins Leere laufen lassen können, indem er sich hinter hohen Vasen, in dunklen Treppennischen, hinter Vorhängen und Wandteppichen versteckte. So richtig sicher wäre er wahrscheinlich in einem Lüftungsschacht gewesen. Aber wenn die Hotelgäste schon Monster waren, wollte er die hier ansässigen Ratten und Spinnen lieber nicht kennenlernen. Nein! Er hatte nur eine Chance sich zu retten. Er musste denjenigen finden, der ihn hier her gebracht hatte!

Für einen Moment frei von Verfolgern, schlich Luzifer durch die blutroten Gänge auf der Suche nach ihm. Er hielt sich dicht an den mit filigranem Goldmuster verzierten Tapeten und huschte, wo immer es möglich war, von Deckung zu Deckung.

„Da ist er, Leute!“

Der Ausruf der unmenschlichen Stimme fuhr dem Gamer durch Mark und Bein. Sofort stürzte er aus seinem Versteck und rannte in die entgegengesetzte Richtung des Rufers. Darauf bedacht, auf dem langen Teppichläufer nicht zu stolpern oder zu rutschen, wetzte er um eine Biegung und bremste seinen Lauf scharf ab. In der Mitte des Flurs keine vier Meter vor ihm stand eine Gruppe der über zwei Meter großen Dämonen beisammen und unterhielte sich rauchend. Denen wollte er sicher nicht zwischen die klauen- und krallenbewehrten Beine laufen. Aber wohin dann. Er wich unsicher an die Kante der Biegung zurück. Es gab keinen anderen Weg! Und die tobsüchtigen Höllenwesen streckten schon ihre langen, dürren Finger nach ihm aus.

Der Gargoyle sank in die Hocke und verdichtete sich zu Stein. Sein Körper erstarrte zur wunderschönen, lebensechten Charoit Statue. Die goblinoiden Dämonen packten ihn und stemmten ihn zu sechst über ihren Köpfen in die Höhe, um ihn gackernd und schreiend davonzutragen. Luzifer wusste sich nicht besser zu helfen, als in dieser Gestalt zu verharren. So konnten sie ihm wenigstens nicht die Glieder ausreißen, oder ihm das Fleisch von den Knochen nagen mit ihren großen, spitzen Zähnen. Die Meute brachte ihn zu einem auf ungesunde Weise plüschig wirkenden Eulendämon mit Monokel und Umhang. Oder waren das seine auf dem Rücken gefalteten Flügel, die nur den Eindruck eines Umhangs erweckten, weil sie fast schwarz waren? So wie der Dämon auf seinem Stuhl hockte, wirkte er fast quadratisch mit seinen breiten Schultern und dem tief auf die Brust gesenkten Kopf.

Kaum war die Meute nahe genug heran, streckte er eine riesige dreifingrige Kralle aus und ergriff die Statue damit um die schmalen, violetten Schultern. Es klackte, als die verhornten Krallen auf die glatte Oberfläche des Edelsteins trafen.

„Ist er das? Er kam mir vorhin viel zappeliger vor.“, argwöhnte der Dämon und kam Luzifer mit seinem krummen Raubvogelschnabel bedrohlich nahe.

„Er ist es, Sir! Er ist es! Wir haben selbst gesehen, wie er sich verwandelt hat!“, beteuerten die Goblinoiden mit heraushängenden Zungen, geifernd nach ihrer Belohnung. Ein grauenvolles Quietschen erklang, als der Dämon seine Kralle fester um Luzifers steinernen Leib schloss und die rasiermesserscharfen Spitzen über die feine Oberfläche schabten.

„Wenn er es nicht ist, dann wird er sich auch nicht wehren, wenn ich die Statue zerstöre.“, schlussfolgerte der Eulendämon mit rauchiger Stimme und seine Augen begannen auf einmal weiß zu glühen. Luzifer gab seine Verteidigung auf und wurde in der Klaue des Monsters wieder zu Fleisch und Blut. Jetzt spürte er die Gewalt, die in dem Griff des Ungeheuers lag und ihn fast zerquetschte. Er bekam kaum Luft. Atemlos stieß er hervor:

„Ich bin es! Sie haben recht! Hör auf, du komischer Kauz! Tot bin ich nichts mehr wert!“

Ein Lichtblitz spiegelte sich in dem Monokel des Vogels und die gefiederten Backen kräuselten sich hinter dem scharfen Schnabel zu einem höhnischen Lächeln. Der Dämon warf den Gamer in die Arme der goblinoiden Meute zurück.

„Fesselt ihn. Dann kriegt ihr eure Belohnung.“

Unzählige kleine Hände griffen nach Luzifers schlanken Gliedern und schienen nichts an ihm unbetatscht lassen zu wollen, bis sie ihn mit Hilfe irgendwelcher Stofffetzen verschnürt hatten. Der Eulendämon öffnete mit der Klaue eine Truhe, die am Boden neben seinem Stuhl stand und die Meute warf Luzifer unsanft hinein. Dann wechselte ein Beutel den Besitzer und die kreischenden, gackernden Stimmen entfernten sich. Luzifers Atmung ging rasch und flach. Er musste die Beine anziehen, um in die Truhe zu passen. Wenn dieses Höllenvieh jetzt einfach den Deckel über ihm Schloss und mit der Truhe das Hotel verließ… Luzifer kam ja mit vielem zurecht, aber in den paar Stunden, die er jetzt in diesem Hotel verweilte, hatte er eines gründlich gelernt: Er wollte nicht in dieser Hölle bleiben!

„Mach das ja nicht, du Vogel! Ich gehöre zu jemandem, der dir den gefiederten Arsch bis zum Zäpfchen aufreißt, wenn ...“, an dieser Stelle verstummte Luzifers Schandmaul, weil der mörderische Schnabel der Bestie plötzlich direkt auf sein Gesicht zuschoss.

„Willst du einen Knebel haben, du Rohrspatz? Huh? Willst du?“, drohte die rauchige Stimme mehrere Oktaven höher als zuvor, was der Eule den Anschein von Hysterie gab. Luzifer drückte sich tiefer in die Truhe, im instinktiven Versuch, dem Schnabel auszuweichen, und schüttelte hektisch den Kopf. Der eulenhafte Kopf zog sich langsam wieder zurück und das Gefieder des Dämons glättete sich. Dann knarzte der Truhendeckel, als die Krallen des Biestes daran zogen, um sie zu schließen. Panisch bewegte sich Luzifer in dem engen Gefängnis, doch da hielt die Klaue inne. Der Dämon war angesprochen worden und für einen Moment abgelenkt. Luzifer sah einen pelzigen, dünnen Spinnendämon in weiß und pink. Die gewölbte Brust und die Attitüde ließen ihn weiblich wirken, aber die Stimme schnarrte einige Tonlagen zu tief. Luzifer hatte nicht die Ruhe und den Kopf, um dem Gespräch zu lauschen, sondern prägte sich die Details seines Gefängnisses ein, solange er noch Licht dazu hatte. Der Spinnendämon schien der Eule einen Deal aufschwatzen zu wollen, aber das Angebot machte den Eulendämon zunehmend ärgerlicher, bis er den anderen barsch wegschickte. Eingeschnappt stöckelte die Spinne davon, aber nicht ohne dem Undankbaren einen derben Fluch angedeihen zu lassen. Der hübsche Italiener starrte verängstigt in das aufgebrachte Raubvogelgesicht des Hotelgastes, bis jener den Truhendeckel endgültig schloss.


Luzifer begann augenblicklich damit, sich in seinen Stricken zu winden. Er war ziemlich beweglich und schmal. Dennoch dauerte es sehr lange und war anstrengend. Die Luft in der Truhe wurde immer schlechter. Luzifer stieß sich mehrfach den Kopf, die Schultern, die Knie, Hüfte und Ellbogen an dem massiven Holz, bis er endlich eine Hand aus dem Stoff gezerrt hatte. Der Rest war dann nur noch eine Frage der Zeit. Als alle seine Glieder wieder frei waren, suchte er mit den Fingerspitzen, nach der abgenutzten Stelle im Holz, die er sich gemerkt hatte. Er fand sie und kratzte daran herum, bis er vorsichtig einen langen Splitter herausgelöst hatte. Dann tastete er mit der freien Hand nach dem metallenen Schlüsselloch der Truhe und führte den langen Holzsplitter ein. Vorsichtshalber lauschte er auf die gedämpften Geräusche die von draußen kamen. Nichts Verdächtiges zu hören. Also machte er sich daran, das Schloss zu knacken.

Plötzlich fuhr ein Ruck durch die Truhe. Luzifer wurde schmerzhaft gegen die engen Holzwände geschleudert, zog aber gerade noch rechtzeitig den Kopf ein, bevor er sich wieder stieß. Als die Truhe wieder stillstand, wartete er noch einige Sekunden, bevor er weitermachte. Hastig tastete der Dieb nach seinem improvisierten Dietrich und musste frustriert feststellen, dass der Splitter im Schloss abgebrochen war. Mit einer fast übermenschlichen Engelsgeduld stocherte der Italiener mit dem erhaltenen Splitterende im Schlüsselloch, bis er den abgebrochenen Teil daraus entfernt hatte und versuchte dann erneut, das Schloss zu knacken.

Schließlich klickte es leise und der Deckel ließ sich anheben. Vorsichtig spähte Luzifer durch einen hauchdünnen Schlitz nach draußen. Jetzt hörte er die Geräusche um die Truhe herum wesentlich deutlicher. Er erkannte die Stimme seines Kidnappers, der sich am Rouletttisch in einem Spiel zu befinden schien. Und dann sah er ihn auch. Er hockte mehr als zwei Meter weit von der Truhe entfernt immer noch auf demselben Stuhl. Luzifer öffnete den Deckel ein Stück weiter und sah um die Ecken. Ein rot-schwarz-weißer Teufel, nur halb so groß wie der Eulendämon, saß auf einem Hocker direkt neben der Truhe und hatte seinen langen roten Schwanz darum gelegt. Der Eulendämon hatte die Truhe samt Inhalt offenbar als Spieleinsatz gesetzt und verloren. Danach war die Truhe dem neuen Besitzer zugeschoben worden. Der Imp schien glücklicherweise ganz in das Spiel vertieft zu sein und wähnte sich mit dem Schwanz um die Truhe seines Eigentums sicher genug, sodass er nicht bemerkte, wie Luzifer leise und vorsichtig seinem hölzernen Gefängnis entstieg und sich heimlich aus dem Staub machte.


Offenbar war inzwischen irgendwas los, weswegen sich so gut wie niemand in den Gängen aufhielt. Vielleicht saßen die alle an den Spieltischen oder in irgendwelchen Shows. Luzifer blieb jedenfalls relativ unbehelligt als er sich wieder auf die Suche nach Aeneas machte. Endlich glaubte er in einem sehr breiten Flur mit Fenstern auf der rechten und Flügeltüren auf der Linken Seite, einen bekannten strohblonden Schopf zu erkennen. Der lavendelfarbene Mantel und die hochhackigen schwarzen Stiefel mit den Schleifchen stimmten auch. Also nahm Luzifer seinen Mut zusammen und rief:

„Jack.“

Keine Reaktion. Luzifer schlich näher.

„Jack!“

Keine Reaktion. Luzifer fluchte.

„Jérôme!“

Die Gestalt am anderen Ende des Flurs verschwamm vor Luzifers Blick und plötzlich war der Gang leer.

„Was?! Gottverfluchter Sucker!“

„Du hast mich gerufen?“

Die hohe ätzende Stimme erklang knapp über Luzifers rechter Schulter. Vor Schreck machte der Gargoyle einen Satz nach vorne, blieb mit dem Bein an irgendwas hängen und fiel auf den blutroten Teppich des Hotels. Mit grimmiger Miene drehte sich der Italiener auf dem Fußboden um und starrte dem Franzosen ins bleiche Antlitz. Jérôme stand mit süffisantem Lächeln und spöttisch vornüber gebeugter Haltung auf einen albernen Spazierstock in schwarz und gold gestützt und blinzelte affektiert auf Luzifer herab, ohne ihm die Hand zu reichen oder sich dafür zu entschuldigen, dass er es gewesen war, der Luzifer mit seinem Stock zu Fall gebracht hatte.

Luzifer fluchte und rappelte sich auf.

„Toll gemacht, du Hohlzahn! Hast du den Bonzen gesehen?“, fragte er, als er wieder stand.

Jérômes süffisantes Lächeln erweiterte sich zu einem boshaften Grinsen, das seine beiden scharfen Reißzähne zeigte.

„Lass mich raten. Er sagte dir, du sollst im Zimmer bleiben, hab ich recht? Aber du bist natürlich ausgebrochen und streunst herum, nicht wahr? Du kannst einfach nicht hören. Aber so wie du aussiehst, hast du dafür schon einiges fühlen müssen, nehme ich an.“

Er packte Luzifer mit einer verblüffend schnellen Bewegung im Nacken und zog ihn nah an sich heran. Dann strich er ihm mit der Hand, die den Stock hielt, eine zerzauste lila Strähne zurecht. Sobald Luzifer kapiert hatte, was abging, stemmte er beide Hände von unten gegen Jérômes dünne Arme und drückte sie nach oben weg. Dann boxte er den Vampir vor die Brust, um nachdrücklich Abstand zu gewinnen.

„Hör auf mit dem Scheiß!“, herrschte Luzifer den Franzosen an, „Weißt du jetzt wo er ist, oder nicht?“

Aber Jérôme grinste nur weiter sein überlegenes Raubtiergrinsen.

„Weißt du, oben in der Welt magst du sein Schmuckstück gewesen sein. Aber in der Hölle, überlebt man nur, wenn man verrückt ist, abartig, blutgierig und hemmungslos triebgesteuert. Hier bin ich sein Prinz und du bist das dreckige, kleine Geheimnis, das man im Zimmer einsperrt. Gewöhn‘ dich lieber dran, sonst passiert dir noch was.“

Er griff nach Luzifers Gesicht und hielt ihn gewaltsam fest.

„Dein glattes Puppengesicht bringt dir hier nur den Tod!“, spöttelte er und lachte hämisch. Luzifer riss sich ein weiteres Mal los, obwohl es weh tat.

„Schön für dich! Hoffentlich vergisst er dich hier, wenn er übermorgen wieder geht, damit du es richtig genießen kannst!“, gab er ebenso hämisch zurück. Dem Vampir verging das Grinsen. Wutentbrannt hob er den Spazierstock, als wolle er Luzifer damit schlagen. Da gingen hinter dem Gargoyle die Flügeltüren auf und große, eindrucksvolle Dämonen strömten in den Gang. Luzifer hörte den Tumult und drehte sich um. Da war er! Zwei Türen von Luzifer entfernt trat Aeneas aus dem Konferenzsaal und richtete sich ein Jackett, das ziemlich gut ins allgemeine Ambiente passte.

Endlich!, dachte Luzifer und wollte auf den Paten zugehen, da erwischte ihn Jérôme von hinten mit dem Stock. Der Schlag stieß den Italiener brutal gegen die Wand, sodass er schmerzerfüllt knurrend mitansehen musste, wie der Vampir wie selbstverständlich an die Seite des Gorgonen stolzierte. Luzifer schluckte den Schmerz. Er hatte jetzt wichtigere Probleme. Der muskelbepackte, erfahrene Gorgone nahm sich zwischen all den Dämonen recht gut aus. Er bildete im Größenverhältnis ein solides Mittelmaß, und stand ihnen auch im Aussehen in nichts nach. Dennoch stach er für Luzifer deutlich aus der Menge hervor. Er musste ihn erreichen. Sich für seinen Ausbruch aus dem Zimmer entschuldigen und ihn bitten, dass er ihn dorthin zurückbrachte. Ärgerlicherweise hatte Jérôme nämlich mit allem was er gesagt hatte recht.

Tapfer ging der kleine Italiener auf seinen riesenhaften Gönner zu, schlängelte sich durch die sich bewegende Menge und wich langen Vogelstelzen sowie drängelnden Dämonen und knurrenden Höllenhunden aus. Die Angst, die ihn dabei beschlich, war kaum zu ertragen. Aber sie war nichts im Vergleich zu dem Gefühl, das ihn kalt erwischte, als er keinen Meter mehr von Aeneas entfernt stand und ansetzte seinen Namen zu rufen. Der Gorgone wandte ihm das weiße Gesicht zu. Ein brutaler Zug lag um seinen bleichen Mund. Luzifer erstarrte und fühlte die eisige Kälte der Zurückweisung in seine Brust sickern. Aber es war mehr als nur Zurückweisung, die er von den Zügen seines Gönners ablas. Es war blanke Ablehnung! Eine grausame Drohung! Der Ausdruck auf dem kalkweißen Gesicht wies Luzifer an, es bei Todesstrafe nicht zu wagen, Aeneas anzusprechen. Unter diesen Umständen war es für Luzifer natürlich nicht mehr sicher, sich überhaupt auf diesem Flur aufzuhalten. Eingeschüchtert und verängstigt trat er den Rückzug an und kauerte sich schließlich in eine Nische in einem verlassenen Sackgassenflur.

Verhurte Scheiße!, dachte er. Was jetzt? Er wartete. Doch dann überkam ihn die Angst, hier zurückgelassen zu werden, Aeneas überhaupt nicht mehr wiederzufinden. Er musste zumindest an ihm dran bleiben!

Glücklicherweise war Aeneas noch nicht weit gekommen, weil einige Dämonen das Gespräch mit ihm suchten. Jérôme schwänzelte, wie ein Schoßhund, um den Gorgonen herum, biss kleinere Dämonen weg und wurde dafür mit beiläufigem Handauflegen belohnt. Viele der großen, einflussreichen Höllenwesen, die an dieser Tagung teilnahmen, hatten Höllenhunde oder ein kleines Gefolge aus niederen Dämonen bei sich, sodass Aeneas ohne den Vampir tatsächlich an Status eingebüßt hätte. Luzifer verstand die Zusammenhänge, während er durch ein Treppengeländer hindurch dem Treiben zusah. Hätte Luzifer ihn inmitten der hochrangigen Mächtigen da unten angesprochen, hätte das dem Ansehen des Gorgonen schaden können. Es war genau, wie Jérôme gesagt hatte: Schönheit war verpönt. Und sich etwas Schönes zum Vergnügen zu halten, glich wirklich einem dreckigen, kleinen Geheimnis, das man besser versteckte.

„Du scheiß Arschloch. Warum hast du Wichser mich hierher mitgenommen?!“, fluchte der Gamer leise vor sich hin, während er den Paten inmitten all dieser furchteinflößenden Kreaturen im Auge behielt. Er schlich ihm mehrere Stunden nach, bis Aeneas endlich auch Jérôme entließ und schließlich alleine durch die Flure ging. Plötzlich erkannte Luzifer den Bereich des Gebäudes wieder, indem sie sich jetzt befanden. Hier war das Zimmer, in dem er hätte bleiben sollen!!

Aeneas blieb auf dem Gang stehen, schloss eine der Türen auf, die davon abgingen und trat hindurch ohne die Tür hinter sich wieder zu schließen. Luzifer nahm diese Geste als Chance. Dennoch rannte er und beeilte sich, durch die offene Tür zu flitzen, bevor es sich der Gorgone doch noch anders überlegte.


Luzifer fand Aeneas auf einem Bein am Boden kniend, wo er sich gerade die Schuhe auszog, um sie gegen bequemere zu tauschen. Wie von einer magnetischen Gewalt, bestehend aus Angst und Abhängigkeit, gezogen, lief der Gargoyle auf das riesenhafte, mythologische Monster zu und blieb erst kurz vor ihm stehen. Kniend war Aeneas gerade mal einen halben Kopf kleiner als der Italiener.

„Beeindruckend.“, grollte der Albino ohne aufzusehen und zog mit nahezu gewalttätiger Geste den Knoten seiner Schnürsenkel fest, „Du lebst noch.“

Luzifer folgte seiner ersten Eingebung und die vielen Jahre mit Aeneas ließen es genau die richtige sein. Zu oft hatte sich Luzifer für diversen Ungehorsam entschuldigen müssen, damit Aeneas ihn wieder in Schutz nahm. Die bloßen Worte waren restlos abgenutzt. Darum bedurfte es inzwischen eindrücklicher Gesten und kleiner Opfer. Er fiel vor seinem Gönner auf die Knie, legte die vergleichsweise zierlich wirkenden Hände auf dessen muskulöse Oberschenkel und kam dem Gesicht des Griechen mit Stirn und Nase entgegen. Aeneas reagierte sofort und senkte sein schlangenbewehrtes Haupt. Die schöne, glatte, von seidigem lila Haar überschattete Stirn Luzifers drückte sich, begleitet von schelmisch aufblickenden, violetten Edelsteinaugen, gegen die von tiefen Furchen durchzogene, kalkweiße, schuppige Stirn des Griechen. In der Hoffnung, die kleine Vertraulichkeit würde ausreichen, Aeneas daran zu erinnern, wozu er ihn bei sich behielt, verharrte der hübsche Kerl in dieser Pose. Als von Aeneas aber keine Reaktion kam, die Gnade signalisiert hätte, breitete Luzifer vorsichtshalber seine engelsgleichen Flügel aus. Das seidig glänzende, dunkle Gefieder raschelte leise und komplettierte Luzifers Erscheinung zu dem meisterhaften Kunstwerk, als das sein Bildhauer ihn einst geschaffen hatte.

Endlich atmete der Grieche schwer ein und nahm Luzifers Geste an, indem er ihm die enorme Hand in den schmalen Nacken legte und mit dem Daumen streichelnd über dessen langes Haar fuhr. Er war offensichtlich froh darüber, dass der kleine Idiot noch lebte, auch wenn er ihn bedenkenlos seinem Ruf in der Hölle geopfert hätte. Sein unbedachter Ausflug hätte deutlich schlimmer enden können.

„Warum hast du mich hergeschleppt?“, fragte Luzifer leise und trotz dieses seltenen, einträchtigen Moments vorwurfsvoll, „Die fressen mich hier.“

Aeneas drückte seinen großen, groben Adlerzinken gegen die kleine freche Stupsnase des Italieners und zuckte leicht mit der Schuppenlinie, die er anstelle einer Augenbraue besaß.

„Warum gehorchst du mir nicht?“, fragte er zurück.

Daraufhin behielten beide ihre Geheimnisse und Gründe für sich.

Luzifer befreite sich aus dem zärtlichen Griff des Gorgonen, bevor der riesenhafte Kerl womöglich noch zärtlicher wurde und setzte sich auf seine Fersen, wodurch ihre Oberkörper wieder Abstand zueinander gewannen.

„Noch zwei Tage im Zimmer ohne Konsole halte ich nicht aus, Mann. Ich muss was spielen, sonst werd‘ ich verrückt.“, murrte er verlangend. Aeneas band sich den Turnschuh zu Ende und meinte kaltherzig: „Für deinen Ungehorsam sollte ich dich bis zur Abreise ans Bett fesseln.“

„Vorschlag: Du darfst mich heute Nacht fesseln und besorgst mir dafür für den Rest der Zeit ne Konsole. Deal?“, versuchte es Luzifer anders. Aeneas lachte trocken.

„Wenn ich dich fesseln will, dann tue ich es. Dazu brauche ich deine Erlaubnis nicht.“

In diesem Moment wurden beide von einem seltsam unsteten, orangefarbenen Licht abgelenkt, das plötzlich den Raum erfüllte. Ebenso wie ein beißender Geruch nach Abgasen und Diesel. Aeneas stand auf. Luzifer starrte mit überrascht gehobenen Augenbrauen zur Tür. Der Dämon, der dort stand, hatte kein Gesicht im herkömmlichen Sinne. Es bestand aus schwarzem Qualm, in dem zwei gelb glühende Punkte die Augen und ein glimmender Schwaden den wütend verzogenen Mund anzeigten. Der orangefarbene Schein kam von den lodernden Flammen, die das pechschwarze Gesicht einrahmten und im Kragen der dunkelroten Lederjacke des Typen verschwanden. Auf der Jacke befanden sich Applikationen der Hells Angles. Zu dem Outfit gehörte außerdem eine lederne Hose, ebenfalls in dunkelrot, schwarze Motorradschuhe und schwarze Lederhandschuhe. Zumindest die linke Hand trug einen Handschuh, die andere war ein qualmendes Auspuffrohr. Als der Bikerdämon jetzt loskeifte klang seine Stimme wie Motorengeheul.

„Du hast einen Cherub hier eingeschleust?! Arbeitest du etwa für die Gegenseite?!?!“ Noch bevor ihm irgendwer antworten konnte wuchs in seiner Hand ein Teleskopschlagstock aus Metall in grotesker Übergröße. Luzifer wich routiniert an die hinterste Wand des Zimmers zurück. Bei dem was sich hier anbahnte, wollte er lieber nur Zuschauer, statt Beteiligter, sein.

„Beruhige dich Glan.“, forderte Aeneas ohne sich zu rechtfertigen.

„Beruhigen?! Drauf geschissen, Lefkitís! Ich hatte mir gerade überlegt, das Risiko mit dir einzugehen! Doch über dich Geschäfte in der Oberwelt zu machen! Obwohl wir dir dort hin nicht folgen können, um sicherzustellen, dass du uns nicht über‘n Tisch ziehst! Und jetzt finde ich dich hier mit …“, er gab ein Geräusch von sich wie ein abgewürgter Motor, der mit Maschinenöl gurgelt, „…einem abgefuckten Engel!“, das Heulen der Motorenstimme überschlug sich fast vor Ekel.

„Ich lege keinen Wert auf Geschäftspartner, die mich in meinen Privaträumen überfallen!“, wies Aeneas ihn zurecht. Der wandelnde Motorradunfall lachte auf. Es klang wie das Stottern eines Dieselmotors.

"Der Albino mit der schwarzen Seele, Pah! Der Teufelspaktierer! Der heißeste Draht für Geschäfte in der neutralen Zone! Wenn ich mit dir fertig bin, wird dein Ruf hier unten so gründlich ruiniert sein, dass du dich nicht mal nach deinem Tod wieder hier runter traust!“, drohte Glan und schwang bedrohlich den ausgefahrenen Schlagstock. Die Flammen, die seinen Kopf und Hals bildeten, spiegelten sich flackernd in dem blanken Metall.

„Aber zuerst rotte ich das heilige Geflügel aus!“, heulte er und spurtete auf Luzifer los. Er war unheimlich schnell, als würde er wirklich von einem Motor angetrieben.

Aeneas sprang ihm mit einem Satz in den Weg und fing den Schlag ab. Der Motorraddämon prügelte wie von Sinnen auf den Griechen ein, während aus seinem Auspuffarm vermehrt schwarzer Qualm austrat und dem Gorgonen die Sicht nahm. Er erkannte Glans Position nur durch dessen lodernde Flammen und konnte den Schlagstock nur deshalb immer wieder mit bloßen Armen abwehren, weil das orangefarbene Licht das Metall aufblitzen ließ. Nur der besonderen Beschaffenheit seiner Augen hatte es Aeneas zu verdanken, dass er sie nicht tränend zukneifen musste, bei all dem Qualm. Ganz im Gegensatz zu Luzifer, der in der hinteren Zimmerecke erbärmlich zu Husten anfing, aber dann in seine Edelsteinform wechselte.

Der Kampf bewegte sich durch das ganze Zimmer und zerstörte die erstaunlich liebevoll arrangierte Einrichtung. Durch Glans Eigenart schwelte bald das Bettzeug, kokelte der Vorhang und qualmte der Teppich, Vasen zerbrachen, Glühbirnen zersprangen und Teile der Tapete färbten sich schwarz vom Ruß.

Aeneas fing einen Schlag ab, der ihn rückwärts gegen einen Beistelltisch stolpern ließ, der unter seinem Gewicht splitternd an der Wand zerbarst. Glan nutzte die Gelegenheit sich wieder auf Luzifer zu stürzen. Doch Aeneas spurtete ihm nach und packte den Kragen der Lederjacke, wodurch seine Finger tief in die Flammen eintauchten. Er zog den Dämon zurück und schleuderte ihn zu Boden, bevor der natürliche Hitzeschutz seiner dicken, ledernen Haut von der Lohe aufgezehrt wurde. Dann trat er Glan mit dem Fuß auf die Brust, um ihn unten zu halten. Die Dielen des Zimmers fingen Feuer. Glan lachte röhrend auf und riss sich die Jacke auf. Eine Stichflamme schlug Aeneas von der blanken Brust her entgegen und er musste zurückweichen. Der Dämon kam wieder auf die Beine und setzte Aeneas mit erhobenem Schlagstock nach. Aus seinem schwarzen Gesicht strahlte das hämische Vergnügen eine Existenz zu zerstören, egal auf welche Weise. Aeneas sprang ihm entgegen, mitten in die Flammen und ergriff mit der Rechten den Schlagstock. Er zog die Waffe herunter, drehte Glan den Rücken zu, klemmte dessen Waffenarm unter dem Bizeps ein und verdrehte das in schwarze Leder gehüllte Handgelenk, bis es knackte und den Schlagstock losließ. Sofort riss der Grieche den Stahl aus den schlaffen Fingern, nahm ihn in beide Hände und zerbrach ihn an den Teleskopgliedern in mehrere Einzelteile, die er dann achtlos fallen ließ. Glan knatterte erbost und hob seinen Auspuff um damit zuzuschlagen. Aeneas tauchte mit einiger Mühe unter dem Angriff weg, packte den Dämon an den dunkelroten Ärmeln seiner Lederjacke und verdrehte sie hinter Glans Rücken, sodass der Motorraddämon gründlich festsaß. Vor Ärger ließ er seine Flammen noch stärker lodern und Aeneas musste das Gesicht abwenden, bevor die Gläser seiner Designerschutzbrille sprangen. Mit Gewalt zerrte er seinen lichterloh brennenden Gegner mit sich ins Bad, drückte ihn vornüber in die Wanne und hielt ihm schließlich den Wasserstrahl der Brause über den Kopf. Der Motorraddämon zischte, dampfte und schrie. Erst stieß er derbe Verwünschungen und Drohungen aus, dann aber flehte er kläglich, Aeneas solle aufhören, Gnade walten lassen. Er versuchte sogar zu verhandeln.

„Das … lass uns darüber reden … ich schwöre … ich sage niemandem etwas …“, gluckerte und gurgelte er verzweifelt. Aber der Grieche hörte nicht auf, bis an Glan kein einziger Funke mehr glühte. Selbst seine Augen und sein Mund erloschen. Erst als er komplett zu Asche zerfallen und als schwarzes Rinnsal im Abfluss verschwunden war, ließ Aeneas von ihm ab. Jetzt war nur noch die Lederkleidung und das leblose Auspuffrohr von Glan übrig. Aeneas würde sie schnellstmöglich entsorgen müssen. Im Hazbin Hotel jemanden umzubringen war ganz und gar nicht okay!

Wortlos trat der Hüne aus dem Badezimmer und schätzte das Maß an Zerstörung im Zimmer mit den Augen ab. Es war ein rußfleckiges, schwelendes Trümmerfeld.

"Du brennst.", bemerkte Luzifer trocken. Die Hände tief in den Taschen seiner kurzen Gammlerhose, kickte er ein gebrochenes Tischbein zur Seite und stellte sich lässig neben den wesentlich Größeren. Aeneas sah an sich herunter und bemerkte, dass sein Hemd über der Brust und an den Ärmeln Löcher aufwies, deren glimmende Ränder immer mehr des dunklen Stoffes fraßen. Gemächlich knöpfte er das teure Kleidungsstück auf, knüllte es zusammen und warf es dort auf den Boden, wo die Dielenbretter Feuer gefangen hatten. Anschließend fütterte er die auflodernden Flammen mit diversen brennbaren Trümmerstücken der Einrichtung, bevor er zum Hörer des Hoteltelefons griff und Jérômes Durchwahl eingab.

Kurz darauf stolzierte der Vampir durch die noch immer geöffnete Tür ins Zimmer. Interessiert betrachtete er das Chaos und die zwei Gestalten, die auf dem brennenden Boden herum saßen, wie um ein Lagerfeuer. Auf Aeneas‘ Anweisung hin schloss der Vampir die Tür und setzte sich dazu.

„Wir müssen die Reste loswerden. Jackdaws Geschwindigkeit ist der Schlüssel, aber er kann das Hotel nicht verlassen. Vorschläge?“, fasste Aeneas den Grund ihres kleinen, intimen Kriegsrats zusammen. Glans Überreste lagen neben ihm auf dem Boden. Jérôme besah sich den kleinen Haufen und schnupperte daran. Plötzlich zeigte sich auf Luzifers unheilvoll beleuchtetem Gesicht ein teuflisches Lächeln, das beinahe sofort zu einem verschlagenen Grinsen wurde.

„Ich habe einen Vorschlag. Aber nur im Tausch für eine Konsole!“


Als Glan am nächsten Tag nicht zur Tagung erschien, interessierte das niemanden, außer der Hoteldirektion, die den Vermissten suchen ließ. Überall, wo Glan am Vortag noch gesehen worden war, wurden die Zimmer, Koffer und Schränke durchsucht, wofür sich Charlie tausendfach entschuldigte und jedem Gast, der dadurch belästigt wurde, einen Präsentkorb hinterließ. Aeneas meldete die Verwüstung in seinem Zimmer am frühen Morgen als nächtlichen Anschlag des Motorraddämons. Luzifer und Jérôme bestätigten gegenseitig ihre Aussage, Glan wäre in das Zimmer eingedrungen, hätte Luzifer für einen Cherub gehalten und rasend vor Zorn das Zimmer zerlegt. Luzifer sei dem Anschlag nur mit knapper Not entkommen, indem er es geschafft habe, auf den Gang und in Jérômes Zimmer zu fliehen, wo ihn der Motorraddämon nicht mehr gefunden hätte. Dass Aeneas, nach dessen eigener und Luzifers Aussage, zur fraglichen Zeit nicht in seinem Zimmer gewesen war, bestätigten zahlreiche Unbeteiligte, die den Gorgonen im hoteleigenen Fitnessstudio trainieren gesehen hatten. Damit steckten die Ermittlungen erst einmal fest, aber Charlie dankte den Dreien für ihre Aussagen und schenkte ihnen Gutscheine für das Buffet.

Zwei Tage später gewann erneut jemand eine Holztruhe von dem Eulendämon am Roulettetisch. Doch als der Gewinner sie triumphierend öffnete, lag darin die Bikerkleidung und der Auspuff des verloschenen Motorraddämons Glan. Der Eulendämon war Charlie ohnehin schon negativ aufgefallen, weil der arme, kleine, hilflose und verängstigte Gargoyle mit den lieben Augen ihr ganz nebenbei von der Hetzjagd quer durch das Hotel berichtete, die der Dämon auf ihn veranstaltet hatte. Prompt wurde der Verdächtige festgesetzt und so bald wie möglich der zuständigen Dämonenhoheit vorgeführt, die über den Fall Recht sprechen sollte. Zu dieser Zeit befand sich Aeneas mit seinen Jungs längst wieder in der Welt der Lebenden.
 
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