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Geschwister Zeit

von myWorld23
Kurzbeschreibung
OneshotFamilie / P12 / Gen
Evie Frye Jacob Frye
08.01.2022
08.01.2022
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2.367
 
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Evie Frye kletterte gerade eine Hauswand hoch und seufzte leicht, wieso musste sie immer hinter ihrem Bruder her räumen. Jacob hatte ihr heute morgen im Zug noch gesagt das er ein paar Einkäufe erledigen musste und nicht vor heute Nachmittag wieder da sein würde.

Nun war es schon früher Abend und keiner hatte den jüngeren Frye-Zwilling gesehen. Wieso hatte Evie die Befürchtung das Jacob seine Nase wieder in irgendwelchem Ärger steckten hatte.

In einem schnelleren Tempo rannte sie immer weiter und sprang von einem  Hausdach zum nächsten. Manchmal hasste sie es nach London gekommen zu sein, diese Stadt war viel zu groß und es war nicht unüblich das sich die Geschwister tagelang nicht sahen. „Ich schwöre dir Jacob wenn ich dich wieder aus irgendeinem Pub schleifen muss.“ murmelte die einundzwanzigjährige ein wenig mürrisch.

So schnell wie sie die Hauswand herauf geklettert war, so schnell kletterte sie wieder hinab und bog um die nächste Ecke. Als sie auf einmal mit jemanden zusammen stieß und sich ihre Muskeln ein wenig anspannten. „Verzeihen sie Sir.“ entschuldigte die Assassinin sich und blickte zu dem Mann in den sie gerannt war. „Oh Sergeant Abberline.“ begrüßte sie ihn freundlich und lächelte. Der Polizist strich sich seine Weste glatt und nickte der jungen Dame zu. „Ms Frye.“ erklang es ein wenig verwundert von dem älteren Mann. „Schon der zweite Frye dem ich so begegne.“ murmelte er danach ein wenig genervt und da wurde Evies Aufmerksamkeit wach.

„Das heißt sie haben eine Ahnung wo mein Bruder ist?“ erkundigte sich Evie freundlich und sah Frederick an das er leicht genervt war. Der Sergeant nickte und deutet die Straße hinter ihm entlang. „Ja vor ein paar Minuten bin ich ihm begegnet. Er hatte es sehr eilig und hatte einige Sachen dabei.“, er schüttelte den Kopf über den anderen Assassinen.

„Hatte er gesagt wohin er genau wollte? Ich suche ihn schon eine weile und hoffe das ich ihm keinen Vortrag halten muss.“ seufzte die junge Attentäterin und erhielt nur ein Kopfschütteln den Polizisten. „Tut mir Leid Ms Frye aber alles was ich weiß ist, dass er noch hektischer als sonst wirkte.“ antwortete Frederick und war im Begriff weiter zu gehen, denn er hatte noch einiges zu tun. „Dennoch vielen dank und einen schönen Tag noch.“ verabschiedete Evie sich ganz schnell und fing an nun etwas schneller die Straße hinab zu laufen.

Wenn Abberline ihrem Bruder erst vor ein paar Minuten begegnet war konnte er nicht all zu weit gekommen sein, vielleicht könnte Evie ihn nun schneller finden. Nach einigen Metern konnte sie tatsächlich den ihr bekannten Zylinder ihres Bruders in der Menschenmaße erkennen, gekonnt drängelte sie an den Menschen vorbei.

„Jacob.“ rief sie als sie sich sicher war das er in Hörweite war und schon drehte ihr Bruder seinen Kopf um und grinste ein wenig nervös. „Evie was machst du den hier?“ er klang sehr überrascht und ein anderes Geräusch war zuhören. „Ich suche dich schon die ganze Zeit Jacob. Hattest du nicht gesagt das du heute Nachmittag wieder im Zug sein würdest?“ stellte sie ihn nun zur Rede und betrachtete die Tasche die Jacob versuchte ein wenig ungeschickt zu verstecken. „Was ist das Jacob?“ fragte sie nun weiter deutet auf die Tasche und versuchte danach zu greifen.

„Ich habe wirklich keine Zeit tut mir leid Schwesterherz. Ich verspreche ich bin bald wieder im Zug.“ platze es Jacob heraus und zog hastig die Tasche näher zu sich heran. Dann rannte er einfach los und schon bald bog er in die nächste Gasse.

Evie kannte ihren Bruder viel zu gut, sie erkannte sofort das etwas nicht stimmte. Sie überlegte ob sie ihm weiter folgen sollte, um nach zuschauen was er vorhatte und es interessierte sie sehr was sich in dieser Tasche befand. Doch sie wusste auch das Jacob alles versuchen würde damit Evie ihm nicht länger verfolgen könnte, er war schon immer sehr geschickt gewesen wenn er schnell vor jemanden flüchten musste.

Jacob atmete ein wenig erleichtert aus, als er merkte das seine Schwester ihm nicht länger folgte. Er hatte sich für heute Abend etwas besonderes überlegt. Evie und Henry hatten beschlossen bald nach Indien aufzubrechen und wussten noch nicht  wann oder ob sie je wieder nach Britannien kommen würden.

Er hatte etwas zu essen besorgt, zusammen mit Evie´s Lieblings Wein und eine Decke damit es nicht zu kalt werden würde wenn die beiden Zwillinge auf dem Glockenturm des Big Ben sitzen und die Aussicht genießen würden. Jacob wollte es als Überraschung vor Evie geheim halten, aber der Assassine wusste das dies nicht so leicht war. Seine Schwester war immer sehr neugierig gewesen und fand Wege von Jacobs Machenschaften Wind zubekommen, er scherzte manchmal das sie eine großartige Spionin sein könnte.

Schnell lief Jacob weiter und erreichte sein Ziel, der Big Ben. Es war beeindruckend wie groß dieser Glockenturm war und die Aussicht von oben über die Stadt war herrlich das wusste Jacob. Aber er musste nun überlegen wie er am besten alle Sachen unbeschadet nach oben bekam. Er schnallte sich die Tasche  um und überprüfte ob sie auch richtig verschlossen war, er wollte nicht das auf einmal eine Flasche Wein herab fiel und jemanden traf.

Dann kletterte er schnell über den Zaun, sah sich hastig um damit ihn auch niemand sah und zielte mit dem Greifhacken seiner Versteckten Klinge auf die Spitze des Turmes . Der Michanissmus löste sich und schon raste der Assassine in einem schnellen Tempo die Mauer des Turmes hoch.

Sicher landete er mit seinen dreckigen Stiefeln auf der Plattform und schaute sich um, alles war noch genau wie er es hinterlassen hatte. Was ihn nicht wundert, denn wer sollte schon hier rauf kommen, er konnte es aber auch nur dank seines Trainings und seines Seilwerfers.

Er zog seine Taschenuhr hervor und erkannte das er noch genug Zeit hatte, alles vorzubereiten. Evie würde sich sicher freuen und es wäre einen Möglichkeit nochmal einen schönen Abend mit seiner Schwester zu verbringen. Gesagt, getan und schon sehr bald stand alles bereit nun musste er nur noch seine Schwester überzeugen.

Mit einem einfachen Sprung von der Turmspitze aus landete er in einem Heuhaufen wie er es seit Jahren kannte. Dabei dachte der einundzwanzigjährige nach welche Ausrede er sich dieses mal einfallen lassen würde. Es wurde bereits dunkel und der Attentäter erhöhte  sein Tempo nochmal ein wenig um schneller nach Hause zukommen.

Bald schon erkannte er den Zug der auf den Gleisen entlang fuhr, sicher könnte er den nächsten Bahnhof vor ihm erreichen aber das war nicht seine Art. Jacob liebte es wenn der Wind durch seine Haare wehte und das Adrenalin in seinen Wehen pumpte. Also sprang er gekonnt auf das Dach des Zuges, während dieser noch fuhr und kletterte in den nächsten Wagon.

Dort wurde er von einigen Rooks begrüßt, die bereits ein wenig tranken und sie jubelte ein wenig als ihr Anführer sie begrüßte. „Guten Abend Jungs. Ihr seit schon ordentlich dabei wie ich sehe.“ und klopfte Gus auf die Schulter. „Klar wir trinken bis wir umfallen.“ lachte Max und leerte sein Glas Whiskey. Dabei viel Jacob ein Junge auf der sich Augenscheinlich ein wenig unwohl fühlte. „Was ist mit ihm?“ Jacob deutet auf den schwarzhaarigen der ein wenig zusammen zuckte als er angesprochen wurde. „Das ist Oliver, er ist neu und noch ein wenig schüchtern.“ lachte Gus  seinem Boss ins Gesicht.

„Oh na dann Willkommen bei den Rooks Junge.“ Jacob schlenderte zu Oliver und kolpfte auch ihm kräftig auf die Schulter. „Danke Sir.“ antwortete er in einem ruhigen Ton der Jacob zum schmunzeln brachte. „Du kannst mich Jacob nennen oder Boss aber mit Sir brauchst du hier nicht ankommen.“ lachte er und machte sich ohne weiter Zeit zu verschwenden zum nächsten Abteil auf.

Im Hintergrund hörte er die Jungs weiter lachen und jubeln, amüsiert schüttelte er seinen Kopf und klopfte bei der Tür des nächsten Wagons an. „Evie bist du da?“ rief er und öffnete die Tür. Seine braunen Augen durchflogen den Raum und er sah wie seine Schwester, mal wieder ihren Blick in ein Buch vertieft hatte. Auch Henry saß auf einem Sessel, ebenfalls sein Blick auf das Buch in seinem Schoß gerichtet und neben ihm eine Tasse Tee. „Ihr beiden Bücherwürmer.“ lachte Jacob und lief mit einem breiten grinsen auf seine Schwester zu. Henry hob seinen Blick kurz und grüßte den anderen Assassinen mit einem lächeln, jedoch ignorierte Jacob die Geste seines zukünftigen Schwagers einfach.

Jacob verdrehte die Augen als er vor seiner Schwester stand und diese ihren Kopf immer noch nicht gehoben hatte. „Hallo Evie Frye.“ meinte er nun leicht genervt und schnipste vor dem Gesicht seiner Schwester. Diese zuckte ein wenig zusammen und richtete nun ihre blau-grünen Augen auf den Mann vor ihr und sie seufzte. „Entschuldige was meintest du Jacob?“ sie legte den Kopf ein wenig schief.

Sie fragte sich was ihr Bruder jetzt schon wieder von ihr wollte, er sah doch das sie gerade am lesen war und dabei wollte sie nicht gerne gestört werden. „Ich habe da einen Auftrag für uns also los komm schon.“ schnell drehte sich Jacob um und machte sich auf den Zug wieder zu verlassen, jedoch blieb er stehen als er merkte das Evie ihm nicht folgte. „Jacob ich lese gerade etwas sehr interessantes. Ich bin sicher was auch immer es ist, du schaffst das schon und das ohne halb London ins Chaos zustürzen.“ gerade wollte sie sich wieder ihrem Buch zu wenden als dieses von Jacob einfach weggezogen wurde.

„Jacob gib mir mein Buch zurück!“ protestierte sie und sprang schon fast aus dem Sessel auf. Doch ihr Bruder schüttelte nur den Kopf und warf das Buch Henry zu, der es ein wenig verwirrt aber noch rechtzeitig auffing. „Nein keine Chance ich brauche deine Hilfe also jetzt komm. Greenie wird das doch sicher nicht stören.“ zuckte er mit den Schultern und sah nun Henry an. Dieser war selbst ein wenig von Jacobs Auftritt verwundert, wann kam es schon vor das Jacob um Evies Hilfe bittet. Aber der Indische Assassine nickte seiner Verlobte zu und gab ihr still zu verstehen das sie mit ihrem Bruder gehen sollte.

Seufzend folgte Evie ihrem Bruder der kaum zu bremsen war. Innerlich fragte Evie sich was das für ein Auftrag sein soll, es war der letzte Tag des Jahres und er neigte sich dem Ende zu.
„Kannst du mir bitte sagen was das für ein Auftrag ist Jacob?“ erkundigte sich die braunhaarige Frau nochmals doch wie auch zuvor erhielt sie keine Antwort ihres Zwillings.

Beide nahmen sich eine Kutsche und Jacob übernahm die Zügel. Evie musste sich ein wenig festhalten den ihr Bruder hatte nicht den angenehmsten Fahrstiel, aber es würde nichts bring ihn zu kritisieren er würde es nicht ändern. So raste Jacob mit der Kutsche quer durch London bis er auf einmal abbremste und die Kutsche ein wenig unsanft zum stehen kam.

„Der Big Ben? Was ist hier los Jacob?“ die Attentäterin verstand nun gar nichts mehr. Was sollte das für ein Auftrag sein, oder hatte Jacob mal wieder gelogen. Dies hatte er ein oder zweimal getan als sie Kinder waren, aber als sie älter wurden ließ er es bleiben wenn er auf ein Abenteuer ging. Jacob hatte immer gewusst das Evie aus ihrer Sicht immer etwas wichtigeres zu tun hatte.

„Vertrau mir Evie. Bitte ich habe mir viel Mühe gegeben.“ mit diesem Satz sprang ihr Zwilling vom Kutschbock und lief einfach an ihr vorbei. Evie schüttelte den Kopf, aber gab kein weiteres Wort von sich und folgte Jacob.

Dieser nutzte sein Greifhacken um die Wand des Turmes schnell zu erklimmen. Nach dem er oben war, schaute er vorsichtig hinab und gab seiner Schwester das Zeichen ihm zu folgen. Sein Herz schlug nun ein wenig schneller, er hoffte das es Evie gefallen würde. Denn er hatte sich wirklich mühe gegeben und es wäre sehr schade wenn sie dies nicht würdigen würde.

Evie tat es ihrem Zwilling gleich, erreichte die Plattform mithilfe ihres Greifhackens und war ein wenig erstaunt was sie sah. Jacob hatte anscheinend eine Art Picknick vorbereitet, ein wenig perplex sah sie ihren Bruder an. Dieser trug ein breites grinsen und deutet auf die Decke.

„Ich dachte bevor du nach Indien gehst und wir uns vielleicht nicht mehr sehen sollten oder so..“ er brach den Satz für eine Sekunde ab und sah ein wenig betrübt zur Seite. „Ich dachte mir, wir könnten nochmal einen gemeinsamen Abend miteinander verbringen.“ dann zog er eine Flasche Wein aus der Tasche und Evie erkannte sofort das es ihr Lieblings Wein war. „Ich habe auch Wein besorgt und etwas zu essen.“

Evie war sichtlich gerührt von ihrem Bruder. Es war selten das Jacob so etwas tat, meist zog er es vor seine Gefühle hinter eine Maske zu verstecken. Aber sie erkannte das sich sorge und ein wenig trauer auf seinem Gesicht zu sehen war. Ohne ein Wort zu verlieren ging sie lächelnd auf Jacob zu und umarmte ihn. „Das ist sehr lieb von dir Jacob. Danke.“ flüsterte sie und spürte das er ihre Geste mit einem Arm erwiderte.  

„Ich bin froh das du es magst.“ damit löste er die Umarmung „Hatte schon die Befürchtung das du mich auslachst oder sowas.“ gab er zu und öffnete den Wein, während Evie sich die Decke nahm und sie auf den Boden ausbreitete.

„Ich gehe davon aus das du keine Gläser mitgebracht hast.“ meinte die die braunhaarige und sah den erschrockenen Gesichtsausdruck ihres Gegenübers während sich beide setzten. „Oh Mist.“ fluchte er leicht und fasste sich an die Stirn. „Jetzt weiß ich was ich vergessen habe.“ aber dies ließ Evie nur lachen, es war schön zu sehen wie gut sie ihren Zwilling kannte. „Macht nichts dann trinken wir es so.“ beruhigte sie ihn und klopfte ihm leicht gegen die Schulter.

„Na dann auf uns. Die unaufhaltsamen Frye Zwillinge, mögen wir lange Leben und den Templern das Leben erschweren.“ lachte Jacob hob die Flasche hoch, nahm einen Schluck und reichte sie an Evie weiter. Diese lachte herzlich bei dem albernen Verhalten ihres Bruders. „Wohl wahr und dabei niemals vergessen wer wir sind und wer unsere Familie ist.“ dann nahm sie auch einen Schluck und genoss den Abend mit ihrem Zwilling.

Beide waren sich sicher, niemals würden sie vergessen wer ihre Familie war und was die beiden Geschwister verband.
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