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Drei, die das Licht der Welt erblicken

von - Leela -
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAbenteuer / P12 / Gen
08.01.2022
08.01.2022
1
3.403
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08.01.2022 3.403
 
Projektanmerkung: Diese Geschichte wurde für den Jahreskalender 2022 von lula-chan geschrieben.
      Das Lied für den 08. Januar 2022 war: »Krieger des Lichts« von Silbermond
      Schaut doch auch mal bei den anderen Tagen rein:
      07. Januar 2022: »Keine Offenbarung« von Spence-LoveDie Story auf dem Account
      09. Januar 2022: »Gedankenkreisel« von lula-chan

Kurzbeschreibung: Wenn die Welt in Dunkelheit versinkt, dann braucht man spezielle Krieger, um das Licht in die Welt zurückzubringen. Geht auf eine Reise, um zu sehen, ob das Vorhaben gelingt!

Kommentar des Autors: Auch dieses Jahr gibt es ein Geburtstags-Tribute für den ersten Doctor (William Hartnell), Eddie Spenser (aus der Live Action-Serie »Ghost Busters« von 1975) und Elvis Presley. Dieses Jahr dürft ihr die drei wieder auf einem besonderen Abenteuer begleiten – für welches ausgerechnet dieser Song wie geschaffen war!



Drei, die das Licht der Welt erblicken

Als das Universum in Dunkelheit versank, bedurfte es drei mutige Individuen, um der Finsternis den Kampf anzusagen. Dafür wurden an einem speziellen Tag drei Nachrichten verschickt.

An alle Krieger des Lichts!
An alle Krieger des Lichts!
Das hier geht an alle Krieger des Lichts!

Die Erde lag in kompletter Dunkelheit, obwohl es heller Tag sein sollte. Eddie Spenser war allein in dem Büro der Ghost Buster, in Piru, Kalifornien. Seine zwei Partner, Jack Kong und Gorilla Tracy, waren unterwegs in der Stadt.
      Ausgerechnet in dem Moment flog eine Taube durch das offene Fenster und landete bei ihm auf dem Schreibtisch. Erstaunt bemerkte der Ghost Buster die kleine Schriftrolle, die sie bei sich trug. Es war selten, daß das Büro Nachrichten auf diese Art bekam.
      Er nahm das Papier und rollte es auf – und war noch erstaunter. Der Text sagte:

      „Mister Spenser,
      Eile ist gefragt! Ihre Hilfe ist elementar,
      um das verschlossene Licht zu befreien,
      und dem Universum zurückzugeben.
      Kommen Sie so schnell wie möglich
      zu den angegebenen Koordinaten.“

      Spenser schaute auf die Zahlenreihen, die sich dem Text anschlossen. Das war ein anderer Planet, so viel war sicher!
      Er haderte mit sich. Warum wurde ausgerechnet er so explizit angesprochen? Sollte er auf seine Partner warten? Allein auf die Reise zu gehen, war bestimmt keine gute Idee, es hörte sich gefährlich an. Aber es war auch deutlich gemacht worden, daß er keine Zeit zu verlieren hatte.
      Dies waren die Situationen, die er haßte! Schon in seinem Job war er eher der vorsichtige, der nicht einfach so drauf losstürmte, wenn es um die Geisterjagd ging, und immer froh war, wenn er seine Partner an seiner Seite hatte. Er wäre nie auf die Idee gekommen, allein auf einen Geisterjäger-Auftrag zu gehen. Und jetzt sollte er auf Rettungsmission auf einen fremden Planeten fliegen!
      Er atmete tief durch. Sein Blick ging aus dem Fenster, in den tiefschwarzen Himmel. Was blieb ihm für eine Wahl? Wenn er das Licht zurückbringen wollte, mußte er diesem Ruf folgen.
      Einmal in seinem Leben mutig sein. Seinen Kameraden beweisen, was er auf dem Kasten hatte! Diese Mission war wichtig, und er würde sie erfüllen!
      Er straffte die Gestalt. Die Entscheidung war gefallen! Mit dem gerade gewonnenen Mut im Herzen machte er sich auf den Weg zum Ghostbuggy. Es war Zeit, in den Weltraum zu starten.

An alle Krieger des Lichts!
An alle Krieger des Lichts!
Das hier geht an alle Krieger des Lichts!

Die TARDIS zog ihre Bahnen durch Raum und Zeit, als sie plötzlich einen Notruf auffing.
      Das ließ den Doktor sofort aufmerksam werden. Daß etwas nicht stimmte, hatte er schon festgestellt. Das Universum war dunkler als sonst. Es gab kein Sternenlicht mehr. Hatte die Botschaft, welche die TARDIS gerade aufgefangen hatte, etwas damit zu tun?
      Als er sich die Zeilen ansah, sah er sich in seiner Vermutung bestätigt. Verwundert las er die Nachricht, die auf dem Display erschien:

      „Sehr verehrter Doktor,
      Ihre Anwesenheit ist unverzichtbar,
      um dem Universum das Licht zurückzugeben.
      Bitte kommen Sie auf schnellstem Wege,
      zu dem Ort des verschlossenen Lichts,
      die Koordinaten sind angegeben.“

      Die Koordinaten unter dem Text ließen sich direkt in das Navigationssystem der TARDIS einspeisen.
      Der Doktor hoffte, daß es das richtige war, als er die Eingabe bestätigte. Hoffentlich war das kein Trick, Feinde hatte er genug.
      Auf seinem Weg ins Ungewisse versank er in Gedanken. Hatten die Timelords ihn ausfindig gemacht, und eine Falle in großem Stil kreiert, um ihn vor Gericht zu stellen? Dieses Risiko würde er allerdings eingehen müssen. Denn wenn die Nachricht echt war, dann durfte er nicht lange zögern. Und sein Gefühl sagte ihm, daß er das richtige tat.
      Der Timelord beschloß, nicht weiter über seine Entscheidung nachzudenken. Es nützte ohnehin nichts, da er erst bei seiner Ankunft erfahren würde, was sich hinter der Botschaft verbarg. Statt dessen gönnte er sich bis dahin eine Tasse Tee. Das hatte vorerst eine höhere Priorität.

An alle Krieger des Lichts!
An alle Krieger des Lichts!
Das hier geht an alle Krieger des Lichts!

Das Licht auf der Bühne hatte kaum Substanz, als würde es von Dunkelheit und Schatten verschluckt werden. Der einzige Glanz ging von dem Anzug aus, der von dem Sänger auf der Bühne getragen wurde, und selbst der hatte Mühe, sein Strahlen in die Konzerthalle hinauszutragen.
      Die Fans versuchten, sich davon nicht beeindrucken zu lassen, ebenso wenig wie Elvis Presley, als er »Polk Salad Annie« sang. Doch unter solchen Bedingungen war er noch nie aufgetreten.
      Die Techniker hatten alles immer wieder überprüft, doch keinen Fehler gefunden. Niemand konnte sich erklären, warum das Bühnenlicht, die Scheinwerfer, Spotlights und Lampen nur so wenig Licht spendeten.
      Doch das war nicht das einzige Rätsel des Abends. Kaum war das Konzert zu Ende, trat jemand auf den King of Rock'n'Roll zu. „Mister Presley, das hier ist für Sie abgegeben worden!“
      Erstaunt nahm Elvis den Brief entgegen und öffnete ihn. Darin fand er eine Karte mit folgenden Text:

      „Mister Presley,
      es ist von äußerster Dringlichkeit,
      daß Sie dem Ruf des verschlossenen Lichts folgen,
      damit es wieder befreit werden kann.
      Bitte kommen Sie schnell zu den angegebenen Koordinaten,
      der Nebel weist Ihnen den Weg.“

      Der Blick des Sängers ruhte überrascht auf der Karte. Eine solche Nachricht hatte er noch nie bekommen!
      Sein Blick glitt zur Bühne, die noch immer im dunklen lag. Zwar war das Konzert vorbei, doch solch einen Auftritt wollte er nicht noch einmal erleben!
      In der sonderbaren Botschaft war vom verschlossenen Licht die Rede. War das ein Hinweis darauf, daß er das Licht zurück in die Welt bringen konnte? So klang die Botschaft, und sie wirkte sehr persönlich, so als wenn ausgerechnet er dafür erforderlich wäre.
      Er war sich nicht sicher, warum ausgerechnet er der Auserwählte für diese Aufgabe war, doch war es nicht nur eine Ehre, sondern mehr seine Pflicht, der Aufforderung nachzukommen.
      Er sah sich die Zahlen unter dem Text an. Mit den Koordinaten konnte er nichts anfangen, doch es war von einem Nebel die Rede. Ein Blick auf die Bühne verriet, daß in dem schwachen Licht Nebel aufgezogen war. Wenn diese Karte nicht nur ein Scherz war, dann mußte es das sein.
      Ohne weiter darüber nachzudenken ging er auf die Bühne zurück. Noch immer kreischten die Fans, die sich noch nicht dazu hatten bewegen lassen, den Saal zu verlassen. Es war eine Seltenheit, daß der King sich noch einmal blicken ließ. Dieses Mal präsentierte er sich den Konzertbesuchern ein letztes Mal und ging dann in den Nebel hinein.
      Kurz darauf kam die altbekannte Meldung: Elvis has left the building.

An alle Krieger des Lichts!
An alle Krieger des Lichts!
Das hier geht an alle Krieger des Lichts!

Der große Platz lag in völliger Dunkelheit. Allein einige Symbole leuchteten auf den Platz heraus, doch wirkte es, als würde das Licht darum kämpfen, nach draußen zu gelangen. Die schmale, dreiseitige Pyramide, die man in dem Schimmer nur erahnen konnte, hielt es fest.
      Es war still auf dem Platz. Allein ein leichtes Rauschen in den Blättern der Bäume, die den Platz umgaben, sorgte für eine sonderbare Atmosphäre in der Stille des Universums.
      Dies war ein Ort fernab aller Welten. Aller Zeiten und Dimensionen. Der perfekte Ort, um das Licht des Universums gefangen zu halten, und alles in Dunkelheit versinken zu lassen. Wer sich dies hatte einfallen lassen, würde man wohl nie herausfinden. War es der Master, ein weiterer Timelord, der einen anderen Weg eingeschlagen hatte als der Doktor, und so seinem einstigen Kameraden eins auswischen wollte? War es Prime Evil, ein böser Geist aus der fünften Dimension, der auf seinem Katastrophenstreifzug durch den Kosmos sich dies als neuen Geniestreich ausgedacht hatte? Steckte gar Colonel Parker dahinter, der sich eine neue Propaganda für den King hatte einfallen lassen? Oder war es etwas ganz anderes?
      Niemand vermochte es zu sagen. Wichtig war aber auch nur, daß das Licht wieder befreit werden konnte. Irgend jemand hatte zumindest herausgefunden, wo das Licht versperrt worden war, und hatte Rettungsmaßnahmen eingeleitet. Ob dies ein anderer Held war, der allein nicht handeln konnte, oder vielleicht der Verursacher selbst, um die Auserwählten zu testen, war ebenso zweitrangig. Entscheidend war herauszufinden, wie das Licht befreit, und dem Universum zurückgegeben werden konnte.

An alle Krieger des Lichts!
An alle Krieger des Lichts!
Das hier geht an alle Krieger des Lichts!

Das Geräusch einer landenden TARDIS war auf einer der drei Seiten der Pyramide zu hören. Nicht weit von dem Monument entfernt materialisierte sie genau an den Koordinaten, die der Doktor empfangen hatte.
      Von einer zweiten Seite flog gerade das Ghostbuggy im Raumschiffmodus an die Pyramide heran und landete zu den mitgeteilten Koordinaten auf dem Platz. Was war Spenser froh, daß Tracy ihr Einsatzfahrzeug bereits um ein paar Funktionen aufgewertet hatte!
      Von der dritten Seite trat zur gleichen Zeit der King of Rock'n'Roll durch den Nebel und kam genau bei den Koordinaten an, die auf der Karte angegeben gewesen waren.
      Die drei Männer sahen sich aufmerksam um. Automatisch orientierten sie sich zu der einzigen Lichtquelle, der Pyramide auf dem Platz. Auf jeder Seite der Pyramide war ein Symbol eingestanzt, durch welche das Licht schien und verzweifelt versuchte in die Welt zu dringen. Dies mußte der Ort sein, an dem das Licht des Universums gefangen gehalten wurde. Langsam und vorsichtig gingen sie von drei Seiten an die Pyramide heran.
      Drei Seiten, drei Symbole, drei Krieger des Lichts. Doch wie sollten sie das Licht befreien?
      Spenser musterte das stilisierte Symbol eines Geisterkopfes genau – ihr Firmenlogo. Es war eindeutig, daß diese Seite der Pyramide an einen Ghost Buster adressiert war. Das Licht im Inneren der Pyramide warf ein geisterförmiges Licht nach draußen.
      Elvis betrachtete die einzelne Note, die auf seiner Seite der Pyramide eingestanzt war, – eine Botschaft an einen Musiker. Notenförmiges Licht strahlte daraus ins Freie.
      Auf der Seite des Doktors waren die Umrisse einer Polizeinotrufbox erkennbar, aus der das Licht nach draußen drang. Der Timelord strich mit den Fingern darüber. Das war eine Einladung direkt an ihn.
      Etwas anderes ließ die Pyramide auf den ersten Blick jedoch nicht erkennen. Kein Öffnungsmechanismus, Schalter, Regler, Scharniere… Nichts!
      Spenser ging langsam um die Pyramide herum. „Wir müssen irgendwie das Licht aus der Pyramide befreien. Habe ich Recht?“
      „Es ist eine Art Rätsel.“ sinnierte der Doktor mit einem prüfenden Blick an der Pyramide hinauf und wieder hinunter. „Ich vermute, daß wir zusammen arbeiten müssen.“
      Elvis kam von der anderen Seite zu dem Doktor herum. „Aber wie müssen wir es anstellen?“
      „Wir werden nicht umsonst hier hergerufen worden sein.“ Der Doktor musterte die Stanzungen genau. „Es hat ein System, daß ausgerechnet wir hier stehen.“
      „Gibt es irgend etwas, was uns verbindet?“ überlegte Spenser. Er maß den Timelord und den Sänger mit einem Blick. Mit beiden hatte er nur wenig gemein, und auch der Doktor und Elvis hätten unterschiedlicher nicht sein können.
      „Abgesehen von der Tatsache, daß wir alle drei jetzt hier stehen?“ gab Elvis nachdenklich zurück.
      Spenser machte eine hilflose Geste. „Wir müssen das Licht irgendwie befreien. Sonst bleibt das Universum in ewiger Dunkelheit.“
      „Auffallend richtig, junger Mann.“ kommentierte der Doktor. „Es gilt also herauszufinden, was jetzt zu tun ist. Können wir einzeln handeln, und alle drei Erfolge bringen das Ergebnis, oder müssen wir zusammen arbeiten, um die Aufgabe zu lösen?“
      „So wie ich es sehe, müssen wir die Pyramide öffnen.“ sagte Elvis. „Nur wie das funktioniert, müssen wir herausfinden. In der Dunkelheit kann man kaum etwas sehen, das Licht reicht nicht aus.“
      „Es läßt sich auch nicht so recht etwas ertasten.“ Der Doktor strich noch einmal mit den Fingern über das metallene Material der Pyramide.
      Spenser wandte den Blick in Richtung der Wälder. „Kann es eventuell sein, daß es einen Auslösemechanismus gibt, der weiter von der Pyramide entfernt liegt?“
      „Das ist ein sehr guter Gedanke!“ lobte der Doktor. „Finden wir es heraus!“
      Zusammen begaben sich die drei Männer auf die Suche. Sie bewegten sich vorsichtig von der Pyramide weg und sahen sich in der nachtschwarzen Umgebung um. In der Dunkelheit war kaum etwas zu erkennen. Der Platz um die Pyramide herum war gepflastert, aber grasbewachsen, so daß sich die Steine schon bald zwischen dem Gras verloren, und man nicht genau sagen konnte, wie weit sie reichten. Der Doktor hatte sehr sein Augenmerk darauf gelegt, und plötzlich einen Erfolg. „Ich habe hier etwas.“ informierte er seine Mitstreiter.
      Spenser und Elvis schlossen neugierig zu ihm auf. Dort, fast zugewachsen, hatte der Doktor eine Platte entdeckt, und wenn man genau hinsah, konnte man im Schimmer des tardisförmigen Lichtstrahls eine Art Fußabdruck darauf sehen – zwei Schuhe, ganz gleichmäßig nebeneinander.
      „Das wirkt nicht wie ein Zufall!“ stellte Elvis fest.
      „Eher wie eine Aufforderung. Die Anleitung, die uns gefehlt hat.“ bestätigte Spenser. „Was passiert denn, wenn Sie sich darauf stellen?“
      Der Doktor probierte es sofort aus. Als er sich auf die Fußspuren stellte, sah er direkt auf seine Seite der Pyramide, doch nichts passierte.
      Die drei Männer sahen zu der auf skurrile Weise ambientisch beleuchteten Pyramide.
      „Ich würde vermuten, daß es davon drei Stück gibt.“ Elvis deutete auf die Steinplatte, auf welcher der Doktor stand. „Und wahrscheinlich müssen wir uns alle drei auf diese Platten stellen.“
      „Probieren wir es aus!“ beschloß Spenser. „Wo wir zu suchen haben, wissen wir ja jetzt.“ Er schaute sich genau den Abstand der Platte zur Pyramide an. Anschließend gingen die Männer auseinander, damit Spenser und Elvis nach ihren Fußstapfen Ausschau halten konnten.
      Es dauerte eine Weile, dann meldeten erst der Ghost Buster, dann der Sänger, daß sie ihre Steinplatten mit den Fußabdrücken gefunden hatten. Neugierig, was nun passieren würde, traten die beiden auf die Fußflächen, mit Blick auf ihre leuchtenden Symbole.
      Kaum hatten alle Füße ihren Platz gefunden, hörte man ein deutliches Klicken. Etwas passierte bei der Pyramide. Mit einem Mal kippten die Spitzen direkt über den Symbolen ab, so daß sich die Pyramide öffnete. Goldweißes Licht strahlte aus dem Inneren empor, und als die Wände es nicht mehr zurückhielten, breitete es sich in die Welt und in das Universum aus, als würde es in jeden Winkel des Kosmos fließen. Es war atemberaubend anzusehen, und es gab nur drei Zeugen dieses Schauspiels – die drei Krieger des Lichts.
      Für einen Augenblick waren die drei Befreier des gefangenen Lichtes geblendet von der plötzlich strahlenden Helligkeit. Sie waren es nicht mehr gewohnt, und merkten erst jetzt, wie lange das Licht schon in der Welt gefehlt haben mußte, zudem war die geballte Kraft des Lichtes so intensiv, als es in seiner komprimierten Form aus seinem Gefängnis entlassen wurde, daß es durch die geschlossen Augen hindurch noch blendete. Je mehr und weiter das Licht hinausfloß und in alle Ecken des Universums zurückkehrte, desto weniger blendete es den geneigten Zuschauer, bis sich das Lichtniveau auch auf diesem Planeten wieder auf einem normalen Level einpendelte.
      Der Doktor blinzelte. Langsam gewöhnten sich die drei Besucher wieder an die Lichtverhältnisse. Als sie die Augen öffneten, konnten sie zum ersten Mal die wunderschöne Umgebung bestaunen, die nun in herrlichem Tageslicht lag. Sie sahen das satte grüne Gras, in welchem die Steinplatten mit den Fußabdrücken verborgen lagen. Die Bäume in der Umgebung, die nun nicht mehr dunkel und bedrohlich wirken, sondern frisch und idyllisch. Vögel begannen in den Wäldern zu zwitschern. Sogar die Pyramide wirkte nun nicht mehr kalt und düster, eher wie eine silberne Schatulle, die dazu einlud, ihr Inneres zu erforschen. Und eben das machte Spenser jetzt.
      Er hatte erwartet, daß die Pyramide leer sein würde, jetzt, wo das Licht darin nicht mehr gefangen war. Doch er wurde überrascht! Als er über den Rand der Öffnung sah, fand er drei Objekte darin. Es waren drei Nachbildungen der Pyramide, als Tischleuchte, mit ihren Symbolen darin. Der einzige Unterschied war, daß hier jede Pyramide jeweils nur eines der Symbole auf jeder ihrer Seiten hatte. Um jede Pyramide war zudem ein Kärtchen gebunden. Spenser las:
      „Die besten Wünsche zum neuen Lebensjahr, Mister Elvis Presley!“
      „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Mister Eddie Spenser!“
      „Alles Gute zum Geburtstag, Doktor!“
      „Hey, kommt mal her! Ich glaube, ich habe die Verbindung gefunden!“ Als seine zwei Gefährten neugierig näher kamen, verteilte der Ghost Buster die Geschenke.
      „Dann muß jemand dieses Event doch ganz gezielt geplant haben!“ stellte Elvis überrascht fest.
      „Ja, und ich habe eine Ahnung.“ Der Doktor lächelte verschmitzt, sagte jedoch nichts. Er kannte eine Autorin, der ein solcher Geniestreich möglich gewesen wäre. Und seine beiden Gefährten kamen sicher von selbst drauf.
      Nun war es an der Zeit, Abschied zu nehmen. Die drei gratulierten sich gegenseitig herzlich, und gingen dann auseinander – der Doktor zu seiner TARDIS, Spenser zum Ghostbuggy, und Elvis verschwand im Nebel.

An alle Krieger des Lichts!
An alle Krieger des Lichts!
Das hier geht an alle Krieger des Lichts!

Als Spenser zurück in das Büro kamen, waren seine Partner zurück, und das Licht der Sonne fiel durch das Fenster herein. Kong und Tracy hatten eine Geburtstagsparty vorbereitet.
      Staunend bewunderten sie die Tischlampe mit den Ghost Buster-Logos und erkundigten sich neidisch, von wem er die bekommen hatte.
      Spenser hüllte sich schmunzelnd in Schweigen. Auch er hatte eine vage Ahnung…

Der Doktor war erneut unterwegs in Raum und Zeit, und erfreute sich am Sternenglanz, der jetzt wieder das Universum erhellte.
      Auf der TARDIS-Konsole stand mittig die kleine pyramidenförmige Lampe mit den ausgestanzten Polizeinotrufboxen.
      Ein kleines Lächeln umspielte seine Lippen. Ein stilvolles Geschenk, mit großem Aufwand überreicht.

Auf der Bühne stand Elvis im Rampenlicht, und der ganze Konzertsaal erstrahlte in den Lichtern. Das nächste Konzert würde es zwar erst am folgenden Tag wieder geben, trotzdem genoß er das beruhigende Gefühl, daß das Licht auch bis hierhin zurückgefunden hatte.
      Und dennoch wäre es gleich erst einmal an der Zeit, das Licht zu löschen, damit die dreiseitige Tischlampe mit den Noten gut zur Geltung kam.
      Wer der edle Spender wirklich gewesen war, würden sie wohl nie wirklich klären können. Aber die Vermutungen waren auch schon sehr schön…

Happy Birthday,
Ghost Buster Eddie Spenser: Larry Storch (99!),
Der allererste Doctor: William Hartnell
&
King of Rock’n’Roll: Elvis Presley
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