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Die Plothüter

von LPMona
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Parodie / P16 / Gen
OC (Own Character)
07.01.2022
21.01.2022
3
4.854
2
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14.01.2022 1.540
 
„Limonade! Frische Limonade! Ganz billig!“ Vor dem großen viereckigen Kasten mit Glaskuppel auf dem Dach stand Agent A, mit ihrem selbst gebauten Limonadenstand, um den Technikverschleiß von Agent M, N und S zu finanzieren. „Frische Limonade! Wenn ihr nichts kauft, kommt mein Arkani und frisst euch alle auf!“ Hinter dem Mädchen mit den grünen Haaren, welches sich gerade ihren nächsten Kunden geschnappt hatte, erhob sich langsam ein Arkani aus einem rot glühenden Pentagramm. Der junge Herr, der zufällig an dem Stand vorbeiging kaufte ihre ganze Limonade auf und gab ihr ein großzügiges Trinkgeld, bevor er weinend hinter dem nächsten Baum verschwand.

Der Timer, der das ganze Hauptquartier erleuchtete, zeigte mittlerweile eine Zeit von 6429 Stunden und 52 Minuten. Agent Alphabet, der von seiner unbezahlten Toilettenpause wieder kam, blieb stehen und sein linkes Augenlid begann zu zucken. „Agent M!“, schrie er durch das ganze Gebäude und schaute zur Tür, welche das Büro aller anderen Agenten von dem von Agent M trennte. Die Tür raste auf seinen Schienen los und durchtrennte dabei den Schreibtisch von Agent N, da er am Vortag die Route der Schienen ändern musste. „Was willst du alter Mann?“ rief die Braunhaarige dem mittelalten Mann zu. „Hol Agent S von dem Timer, aber Tick Tack!“ Wenige Sekunden nachdem Agent Alphabet den Befehl gegeben hatte, flog auch schon ein Karpador mit einem Seil an der Schwanzflosse durch die geöffnete Tür und knallte Agent S an den Hinterkopf. Dieser fiel wie ein Stein zu Boden und leckte sich noch mal kurz an den Fingern. „Altes Plastik, billige Teile...“ er gab ein kurzes Schmatzgeräusch von sich. „Und Agent N war auch schon wieder dran am Herumwerkeln... Uff.“ Der Agent mit den schwarzen Haaren rollte sich müde zur Seite und schlief ein. Das wild am Boden zappelnde Karpador wurde mit einem starken Ruck zurück in den Nebenraum gezogen und erwischte dabei Agent N, der sich gerade einen neuen PC aus dem Lager holte. Die Tür fuhr wieder zurück in ihre Ausgangsposition, wobei sie ein Stück von Agent N's Schreibtisch mitnahm. Einen kurzen Moment später schoss die Tür wieder auf und flog aus ihren Angeln. „Es gibt wieder Probleme!“, kam mit ernster Stimme aus dem Nebenraum. „Was ist es dieses Mal? Ein Cheater? Wallhacker? Oder noch mal jemand, der durch den Wald marschiert?“ Der Mann mit dem weißen Bart machte sich auf in den Raum mit den ganzen Überwachungsbildschirmen, dicht gefolgt von dem Agenten mit den langen braunen Haaren, der Agent S am Bein hinter sich herschliff. Agent M, die hinter einem der vielen riesigen Dosenstapeln verschwunden war, trat einen davon um. Die Dosen flogen durch den Raum und trafen den richtigen Bildschirm. Alles flackerten kurz auf. Der getroffene Bildschirm fiel kurz darauf aus. „Bildschirm R 34 vergrößern.“ Alle Bildschirme wurden für einen kurzen Moment schwarz, dann zeigten sie das gewünschte Bild. „Bingo!“, rief eine männliche Stimme aus den Reihen der anderen Agenten. Alle Blicke fielen auf Agent N, der einen Zettel in die Luft hielt und wild damit herumwedelte. „Bingo Abend ist erst Sonntag, Agent N!“, brüllte ihn der Anführer der Gruppe an, während Agent S aus seinem Schlaf erwachte und den Zettel ableckte. „Wenn ich um eure Aufmerksamkeit bitten dürfte“, räusperte sich die Braunhaarige und zeigte auf die Bildschirmwand, bei welcher einer der hunderten Bildschirme nicht mehr funktionierte. „Meine Ratzfratzkameras haben einen Ausreißer gefunden“, erklärte Agent M mit monotoner Stimme und zoomte voll drauf. Es war ein Junge zu sehen, der gerade einen Trainer herausforderte. Er hielt ein Gerät in die Höhe, aus welchem ein katzenähnliches Tier heraus kam. Es stand auf zwei Beinen, war weiß und trug grüne Handschuhe. „Was ist das denn für ein niedliches Pokemon?“, fragte Agent A mit funkelnden Augen. „Das ist kein Pokemon!“, rief Agent M und holte aus, um Agent A mit ihren Karpador abzuwerfen. „Das ist ein Digimon!“, rief ein blonder Junge aus seiner Ecke, welche geschmückt mit vielen Kostümen war. „Ganz genau, Agent Z!“, lobte die blauäugige Agentin hinter ihrer Dosenbarrikade weg. „Ihr wisst, was zu tun ist!“ Agent Alphabet schlug auf den Tisch vor sich und zeigte auf Agent Z. „Agent M, Agent N zeigt dem Kind, dass es in der falschen Welt ist. Nehmt Agent Z mit, damit er auch mal aus seiner Ecke kommt!“ Alle drei Agenten salutierten vor ihrem Vorgesetzten und liefen los zu den Teleportern. Als sie sich setzten, fuhr sofort die Tastatur vor Agent N aus und er begann schnell zu tippen. „Höhengrad..., Breitengrad..., Massagefunktion..., Anti Explosionsschutz...“ Der große rote Knopf fuhr heraus und Agent Z schlug mit seinem Karpador feste drauf. „Sie lernen so schnell...“ bevor Agent M losgefeuert wurde, wischte sie sich noch kurz eine Träne weg.

Mit einer epischen Stampfattacke landeten alle drei Agenten inmitten des laufenden Kampfes, auf dem Glutexo des Trainers und besiegten es. „Bring die Zivillisten weg, Agent N!“, befahl Agent M ihrem Kollegen. „Aber lass ihn nicht explodieren!“ Ihre kalten blauen Augen trafen die von Agent N und er wusste, dass sie es ernst meinte. Er zog das besiegte Glutexo am Schwanz vom Kampffeld und drückte es seinem Trainer in die Hand. Diesen schob Agent N langsam weg in Richtung einer Klippe. „Ich war gerade diese Bestie mit meinem Freund Gatomon am Besiegen“, beschwerte sich der braunhaarige Junge und rückte seine Fliegerbrille zurecht. Bevor die beiden Agenten was sagen konnten, wurden sie von dem niedlichen Kätzchen auch schon angegriffen, was sie mit ihren Karpadoren abwerten. Der Fisch von Agent M bekam einen Kratzer ab, was sie persönlich nahm. „Trau dich, kleiner Junge. Komm zu mir! Ich prügle dich windelweich“, sprach die braunhaarige Agentin wutentbrannt und nickte Agent Z kurz zu. Dieser begann wie verrückt mit seinem Karpador herumzuwirbeln. Er dreht es so schnell im Kreis, dass er leicht vom Boden abhob und in die Richtung davon schwebte, in welche Agent N verschwunden war. „Mit der Kraft der Freundschaft werden wir diese Welt vor diesen schrecklichen Kreaturen retten!“, rief der Junge mit den grauen Augen und hob sein komisches Gerät in die Luft. Sein Gatomon begann zu leuchten und ein Engel mit blonden Haaren und knapper Kleidung stand vor dem Agenten mit Aggressionsproblem. Aus der Ferne schossen schwarze Balken in die Richtung des Engels und ließen in explodieren. Agent N stand mit einer Waffe hinter einem Gebüsch. „Das ist meine Zensurpistole!“, präsentierte der braunhaarige Agent voller Stolz. „Wir müssen kinderfreundlich bleiben!“ Er trat hinter dem Gebüsch weg und klopfte sich Blätter von seinem Mantel. „Los Angewomon! Besiege diese bösen Kreaturen, damit wir sie reinigen können!“ Das Engel Digimon nickte und schoss den ersten Pfeil auf den Agenten an der Spitze, welcher zur Seite wegrollte und sich hinter einem kleinen Felsen versteckte. „Agent N, Agent Z, wir haben ein Problem!“, rief Agent M in das Mikro, welches sich in der Innenseite des Mantels befand. Agent M nahm ihr Karpador, belud es mit den selbstgebackenen Muffins von Agent N und schaute hinter dem Felsen weg. Agent Z kam währenddessen aus dem nächst besten Baum geklettert und lud brennende Armbanduhren ihn sein Karpador, welche er von Agent N's Schreibtisch hatte mitgehen lassen. Dieser schoss weiter mit seiner Zensurpistole auf den halbnackten Engel ein. Das Digimon wurde von den ganzen Angriffen getroffen und begann zu explodieren. Die drei Agenten gingen langsam auf den am Boden zerstörten Jungen zu und zielten alle mit ihren Waffen auf diesen. „Ich habe versagt, die Welt zu retten“, jammerte dieser vor sich hin. „Falsche Welt, du Idiot.“ Während Agent M dies sagte, schlug Agent Z dem am Boden liegenden eine mit ihrem brennenden Karpador runter. Stolz lobe die braunhaarige Agentin ihren Schüler. Dieser schnappte sich das Gerät, welches der Junge bei sich trug. „Das habe ich schon mal in einer Serie gesehen“, sagte Agent Z fasziniert und drückte auf einen Knopf an der Seite. „Mit deinem Digivise schicke ich dich wieder dahin, wo du hingehörst.“ Bevor der Junge mit der brennenden Fliegerbrille überhaupt schreien konnte, sah man ihn und sein Kätzchen in dem Gerät herumstehen und gegen den Bildschirm klopfen. Agent Z drückte das Gerät Agent N in die Hand. „Kümmere dich darum, dass es gut verwahrt wird.“ Mit ernstem Blick wendete sich Agent M an ihren Mitagenten. „Lass es bloß nicht explodieren.“ Ihre Stimme war fest und monoton. „Aber ich wollte daran herumschrauben“, quengelte der Braunhaarige herum. „Außerdem müssen wir ihn doch eh zerplothütern. Da kann ich auch an dem Gerät herumspielen.“ Der blonde Agent nickte bloß. „Da hat er recht.“ Bevor die Agentin mit den blauen Augen etwas sagen konnte, baute Agent N, das Gerät auch schon an seine Zensurpistole und schoss damit herum. „Damit können wir kinderfreundlich bleiben.“ Er löste noch ein Schuss, der einen Baum traf, der sofort in Flammen aufging und explodierte, genauso wie seine Waffe. „Können wir jetzt gehen?“, fragte der Agent mit den brennenden, langen, braunen Haaren. Die anderen beiden nickten, woraufhin ein paar schwarze Ledersessel aus dem Boden gefahren kamen. „Wo ist der Trainer eigentlich hin?“ Alle Blicke fielen auf Agent N. „Der ist durch einen Kugelschreiber mit Blitzlicht aus Versehen die Klippe runtergefallen.“ Sofort begann der technikbegeisterte Agent auf einer Tastatur herumzutippen. „Haben wir nicht noch was vergessen?“, fragte Agent Z begeistert. Die anderen beiden Agent nickten. „Wieder ein mal haben wir die Geschichte erfolgreich verteidigt!“, riefen sie im Chor und wurden in den Himmel geschossen.
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