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Kein Entkommen  - no escape

Kurzbeschreibung
GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Severus Snape
07.01.2022
15.01.2022
3
3.414
3
Alle Kapitel
2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
15.01.2022 1.273
 
Hallöchen, wie versprochen ein neues Kapitel, viel Spaß.
☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆☆

Währenddessen er duschte, dachte auch Naoka über Dieses und Jenes nach. Eine sanfte Briese huschte durch den kleinen Türspalt und umspielte leicht ihren schwarzen Faltenrock. Immer wieder musste sie die Gedanken an einer Flucht schmerzhaft beiseite schieben. Ihre Gedanken nahmen zu, besonders kreisten sie um diesen einen Mann, der vor einer halben Stunde bei ihr gewesen war. So jemand wie ihn hatte sie noch nie kennengelernt. Obwohl er so einen kalten Blick hatte, war sie sich sicher, dass mehr hintersteckte. Als er reingekommen war, hatte sie ein ganz komisches Gefühl gehabt. Er strahlte eine gewisse Traurigkeit aus, etwas, dass sie zutiefst berührt hatte. Sie merkte sofort, dass er nicht wie die anderen Todesser war. Sie hatte schon immer ein besonderes Gespür gehabt, was das Erfühlen von Charakter und Gefühle bei anderen Lebewesen, sei es Mensch oder Tier, ermöglichte. Und sie hatte bei ihm gespürt, dass er ein sanftes, treues Wesen hatte, es aber aus irgendeinem Grund versteckte. Ihr war klar, dass es ein Fehler gewesen war, ihn zu Fragen, warum er nur so tat, als wäre er Todesser. Doch sie hatte einfach nicht anders gekonnt, sie konnte den Grund nicht verstehen, ihr fehlten weitere Informationen über ihn, wichtige Informationen um ihn zu verstehen. Seine Reaktion verfestigte Naokas Verdacht noch mehr, dass noch etwas viel mehr dahinter stecken musste. Müde gähnte sie und legte sich auf einer dünnen Matratze, die auf dem Boden lag und kuschelte sich mit einer Decke ein. Ihr Magen knurrte laut auf vor Hunger, doch sie versuchte, es nicht zu beachten. Es war zwar unangenehm, doch wenn sie jetzt auch noch anfing, über Essen nachzudenken, wurde der Hunger unerträglich. Unglücklicherweise waren ihre Gedanken und ihre Fantasie nicht gnädig und Naoka stellte sich eine große Palette Sushi vor. Och, sooo lecker!, seufzte sie in Gedanken. Sie musste was Essen und Durst hatte sie auch noch, doch es gab nichts mehr. Geplagt schlief sie dann endlich ein und spürte weder Hunger noch Durst.        

Naoka fand sich auf einer feuchten Wiese wieder. Ein kalter Wind frischte auf. Im Laufschritt lief sie wütend in der Dunkelheit und wollte nach Hause. Ihr Traum - Ich stand daneben. Naoka wusste das dies wieder mal ein "Real Traum" war, wie sie es nannte. Sie hatte öfter solche Träume, wo sie etwas träumte, was in ihrer Vergangenheit mal passiert war. Meist stand sie neben sich selbst und beobachtete das Geschehen. Es war wie in einem Denkarium. Doch das, was sie gerade träumte, hasste sie. Sie musste sich stark zusammen reißen, keine Tränen zu vergießen. Sie wünschte sich im Nachhinein, dass sie niemals gegangen wäre, denn dann wäre sie jetzt immer noch in Japan bei ihrer Familie und bei ihren Freunden. Naoka konnte sich an jeden Einzelheiten erinnern, die passiert waren, bevor sie zornig die Gräser platt trampelte. Ihre beste Freundin Kasumi und sie hatten sich für ein Mädelsabend verabredet. Allerdings war noch jemand anderes anwesend: eine alte Klassenkameradin, Shizuku, war mit von der Partie. Naoka kannte Shizuku nicht besonders gut, sie wusste nur wie sie hieß und wo sie wohnte, mehr nicht. Sie beschloss, es zu akzeptieren, dass sie nicht zu zweit waren und versuchte, dass Beste daraus zu machen. Doch es war eskaliert. Kasumi und Shizuku redeten die ganze Zeit miteinander und ließen Naoka links liegen. Es verpasste Naoka einen Stich, wenn sie die Beiden sah. Seit wann sind die zwei so gut befreundet?, hatte sie gedacht. Immer mehr bekam sie das Gefühl, dass sie überflüssig war. Als sie nochmal schnell Snacks einkaufen wollten, ließen sie Naoka hinter sich her laufen. Sie wurde traurig und auch eifersüchtig. Sie mochte Shizuku nicht. Als sie wieder bei Kasumi zuhause ankamen, wollten sie einen Film gucken. Naoka erinnerte sich, wie dort der Streit angefangen hatte. Heute würde sie vor Kasumi und Shizuku auf die Knie gehen und um Verzeihung bitten. Sie hatten diskutiert, welcher Film am besten war. Nur kurz fragte Kasumi, was Naoka vorschlagen würde. "Ich würde gerne -", doch weiter kam sie nicht, denn Shizuku unterbrach sie und schlug einen der Anime Filme von "Detektiv Conan" vor, was Kasumi auch sehr begeisterte. Naoka fühlte sich damals sehr verlassen, als wäre sie Luft. Doch nun hatte es gereicht. "Sag mal, bin ich für dich nur noch Luft, oder was, Kasumi?!", zischte Naoka wütend. Shizuku und Kasumi sahen sie überrascht an. "Aber was hast du denn?", fragte Kasumi und blinzelte verwirrt. "Was ich habe? Den ganzen Abend gackert ihr nur rum, während ich einfach nur am Rand stehe und nicht da bin. WIR wollten uns doch einen schönen Abend machen, Kasumi, und nicht mit DER da!" Während Naoka wütete, zeigte sie anklagend mit dem Zeigefinger auf Shizuku, die keine Ahnung zu haben schien, warum Naoka so empört auf Kasumi einredete. Naoka packte ihren Zauberstab, aus dem rote Funken heraus schossen und stiefelte aus dem Haus. Das durfte doch nicht wahr sein, hatte sie damals gedacht. Tränen liefen ihr herunter. Naokas Traum - Ich stand einfach nur da und beobachtete die Szene weiter, wie Kasumi ihr besorgt hinterher rief, doch Naoka ignorierte sie. Nun war sie ganz alleine hier. Als Naoka fast zu Hause angekommen war, hörte sie jemand schreien. Kasumi! Sofort drehte sie sich um, ihr Herz pochte wild. "Naoka!", rief Kasumi panisch. Oh nein!, schrie Naoka in Gedanken und zückte ihren Zauberstab. Mehrere Männer mit langen schwarzen Umhängen hielten ihre Zauberstäbe auf sie und auf Kasumi und Shizuku. "Leg den Zauberstab weg!", befahl einer auf Englisch und da Naoka Englisch sehr gut konnte, verstand sie ihn und legte ihn zitternd auf dem Boden. "Gut so. Und nun komm her!", sprach jemand anderes mit rauer, gehässiger Stimme. "Naoka, lauf weg!", schrie Kasumi, während Shizuku stumm daneben stand. Der eine Mann, der Kasumi bedroht hatte, riss sie gewalttätig zu Boden und rief: "Schnauze, Weib!" Wimmernd kniete Kasumi auf der Wiese. Alle drei hatten mordsmäßige Angst, besonders Naoka. "Was wollt ihr von mir?", fragte sie unter Tränen. Einer lachte. "Wenn du ohne irgendwelche Schwierigkeiten mit uns kommst, lassen wir die zwei hier am Leben, dasselbe gilt auch für deine Familie. Kommst du aber nicht mit, foltern wir sie und töten sie dann anschließend." Naoka schnappte entsetzt nach Luft. "Ich komme mit, ich komme mit, aber tut meinen Freunden und meiner Familie nichts, bitte.", heulte sie. "Tu das nicht, Naoka!", bat Kasumi flehentlich, doch Naoka konnte nicht mit ansehen, wie ihre Familie und Kasumi und Shizuku starben. Also ging sie mit den brutalen Männern, die ihr einschärften, dass sobald sie ein Fluchtversuch startete, ihre Familie und Freunde getötet werden würde. Später fand sie heraus, dass diese Männer Todesser waren und zu Voldemort gehörten. Dies war vor ungefähr 3 Monaten passiert. Der ganze Traum verschleierte sich und mit rasendem Herzen wachte Naoka auf.          

Sie war schweiß gebadet und eine Träne kullerte über ihr Gesicht. Noch heute gab sie sich die Schuld dafür. Wenn sie damals nicht aus dem Haus gestürmt wäre, hätte sie die Beiden beschützen können und es wäre nicht so weit gekommen. Mit der Decke wischte sie sich die Träne ab. Ihr Bauch schmerzte dermaßen vor Hunger, sodass ihr übel wurde und auch ihre Kehle fühlte sich so trocken und rau an wie Schleifpapier. Plötzlich hörte sie Geräusche. Ängstlich versteckte sie sich unter ihrer Decke und lugte zur Tür. Wer ist dort draußen?, fragte sie sich und hoffte, dass ihr nichts passieren würde. Bitte nicht Voldemort, bitte nicht, dachte sie panisch. Und die Tür öffnete sich.
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