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Lilith Moreau - Du bist genau so perfekt, wie du bist

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Dr. Matteo Moreau OC (Own Character) Vivienne "Vivi" Kling
06.01.2022
23.06.2022
8
11.258
3
Alle Kapitel
18 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.06.2022 1.445
 
Leute! Leute Leute Leute Leute Leute Leute Leute! Ja mir tut es leid! Mir tut es total leid! Aber... Naja... Eine kleine Schreibkriese hat verhindert, das ich weiterschreiben konnte... Naja egal, war im Urlaub (war in Saarbrücken, total schön... Kann ich nur empfehlen!) Und auf einmal... MUSSTE ich wieder schreiben! Ich konnte nicht mehr anders! Und die Worte sind nur so rausgeflossen aus mir!
Sorry dass ich euch jetzt so zugequatscht habe... Aber... Egal... Da es schon verdammt lange her ist, dass ich ein Kapitel hochgeladen habe, habe ich mich entschlossen, den letzten Satz aus dem letzten Kapitel an den Anfang zu tun, damit ihr euch wieder erinnert, was passiert ist. Und jetzt viel Spaß beim Lesen!
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„Beten Sie. Beten Sie, das Lilith wieder aufwacht. Ansonsten werde ich Sie wegen fahrlässiger Tötung anzeigen”

Herr Schmitt schluckte.
„Das ist jetzt nicht ihr Ernst, oder?” fragte er.

„Doch, das ist es” antwortete ich, stand auf und schob ihn wieder zurück in sein Zimmer.

Dann ging ich zurück zu Lilith.
Ich setzte mich wieder auf den Hocker neben ihr Bett.
„Lillith... Du darfst nicht sterben. Bitte. Das kannst du nicht machen... Ich weiß, du kennst mich nicht, und ich kenne dich auch nicht... Aber trotzdem...”  murmelte ich. Ich wusste, das sie mich nicht hören konnte, aber trotzdem... Trotzdem. Trotzdem musste ich das mal loswerden.

Die Tage vergingen. Liliths Zustand verbesserte sich nicht. Das einzige positive war, das er nicht weiter verschlechterte, sondern immer so blieb. Die Themperatur blieb gleich. Ich saß den ganzen Tag bei ihr am Bett und wartete, hoffte, dass ihre Temperatur sinken würde und wir sie bald aus dem Koma holen konnten.
Es war unfair. Es war unfair und... Und total... Ach keine Ahnung... fies, dass Herr Schmitt Glück gehabt hatte und ohne Komplikationen entlassen worden war.
Konnte das Schicksal es nicht einmal gut mir mir meinen? EINMAL wenigstens?
Aber vielleicht lag es auch einfach an mir. Schließlich war ich immer der Auslöser. Alle Menschen, die mir etwas bedeuteten, mussten viel zu früh von dieser Welt Abschied nehmen.
Ich seufzte und ließ die Schultern hängen.
Zum ersten Mal in meinem Leben fragte ich mich, ob nach dem Tod noch etwas war, ob es wirklich Himmel und Hölle und auch einen Gott gab. Zum ersten Mal stellte ich alles in Frage, wovon ich bis zuletzt noch felsenfest überzeugt gewesen war. Und zum ersten Mal, wirklich allerersten Mal in meinem Leben begann ich zu beten. Nicht laut, denn das traute ich mich nicht, aber leise, so leise, das es nicht mal mehr ein richtiges Flüstern war, das traute ich mich.

Plötzlich hörte ich hinter mir ein leises Kichern.
Ich drehte mich um und sah gerade noch, wie eine der Schwestern davon huschte.
Na toll.
Aber egal, den inzwischen hatte vermutlich jeder, wirklich jeder, im Klinikum mitbekommen, dass bei mir etwas nicht stimmte. Ich hatte sie hinter meinem Rücken reden gehört. Ich hatte versucht, es jedes Mal so gut wie möglich zu ignorieren, aber das machte alles nur noch schlimmer. Jetzt reichte es mir.

„Rantala!” brüllte ich, „Sorgen Sie dafür dass die Gerüchte über mich aufhören”

„Äh... Okay... Und wie?” fragte er vorsichtig.

„Sagen Sie ihnen die Wahrheit ” grummelte ich, „Und zwar, das dieses Mädchen meine Tochter ist”

Er schien zwar verwirrt, sagte aber: „Alles klar. Mach ich”

Mikkos Sicht:

Das Mädchen war... Dr. Moreaus Tochter?
Bitte was?
Ich hatte zwar schon geahnt, dass er irgendwas mit ihr zu tun haben könnte, schließlich war das nicht seine erste Komapatientin und bei keiner anderen hatte er sich so benommen, aber das hatte ich wirklich nicht gedacht.

Völlig in Gedanken lief ich in den Bereitschaftsraum. Dort saßen zu meiner Überraschung die anderen Assis, Ben und Elias.

„Was macht ihr denn hier?” fragte ich und setzte mich auch auf die Couch.

„Wir versuchen herauszufinden, was mit Dr. Moreau los ist” antwortete mir Rebecca.

Ich verkniff mir ein Grinsen und sagte erstmal gar nichts. Das konnten sie mit ein bisschen Anstrengung schon selber rausfinden.

„Mikko hast du eine Ahnung?” riss mich Tom aus meinen Gedanken.

„Also... Alles hat damit angefangen, das dieses Mädchen eingeliefert wurde. Zuerst hatte ich keine Ahnung, wer sie war, niemand wusste es. Und irgendwann benahm sich Dr. Moreau komisch. Vorhin hat er es mir erzählt”

„Was erzählt?” fragte Rebecca gespannt.

„Das das Mädchen...”
Mein Handy klingelte.
Ich schaute drauf.

„Sorry, Notfall bei Lilith. Muss los”

Und schon war ich wieder weg.
Schnell lief ich zur Intensiv, doch sobald ich bei Liliths Zimmer angekommen war, merkte ich, dass ich völlig überflüssig war, denn Dr. Moreau und Dr. Sherbaz hatten alles im Griff. Liliths Thermperatur war wieder ein bisschen gestiegen und und ihre Sauerstoffsättigung weiter auf 75% gefallen.

„Rantala! Träumen können Sie zu Hause! Holen Sie noch eine Kochsalzlösung und...”

„Dr. Moreau! Sie sind nicht mehr der behandelnde Arzt, also halten sie sich Anweisungen zurück!” unterbrach Dr. Sherbaz ihn streng.

Dann sah sie zu mir.
„,Herr Rantala, holen Sie bitte einmal eine Kochsalzlösung und noch ein Antibiotikum”

„Welches?” fragte ich.

Sie deutete auf das Klemmbrett, auf dem die Laborbefunde standen.

Ich sah kurz drauf und schluckte. Francisella tularensis. Verdammt. Das hörte sich gar nicht gut an, erklärte aber das plötzliche hohe Fieber und war wahrscheinlich auch mitschuld an der Lungenenzündung. Schnell nickte und ging zum Medikamente Lager, um das Antibiotikum zu holen. Auf Station hatten wir so etwas nicht, da es zum Glück nur sehr selten gebraucht wurde.
Zügig ging ich zurück zur ITS.
Dr. Moreau saß wieder an ihrem Bett und hielt ihre Hand. Ich hörte, wie er leise mit ihr sprach.
„Und wenn du möchtest... Dann können wir... Rantala, was machen Sie da? Haben Sie das passende Antibiotikum?”

Ich war doch leise gewesen, wieso hatte er mich dann bemerkt?

„Ihre Schuhe quietschen, Rantala ” sagte Dr. Moreau, als hätte er meine Gedanken gelesen.

Dann drehte er sich zu mir um und nahm mir, ohne nachzufragen, einfach das Antibiotikum aus der Hand und gab es Lilith.

„Äh... Dr. Moreau... Sie wissen aber schon, das Sie nicht mehr der behandelnde Arzt sind, oder?” wagte ich zu fragen.

Er schnaubte.
„Rantala, haben Sie nicht besseres zu tun als zu kontrollieren, was ich tue? Zum Beispiel den Fall zu melden?”
Ach ja stimmt ja, Tularämie musste man ja beim Gesundheitsamt melden.
Doch” erwiderte ich deshalb und lief zurück zum Counter.

Leylas Sicht:  

„Dr. Sherbaz?”

Ich drehte mich um. Hinter mir stand Herr Schmitt.

„Herr Schmitt” entgegnete ich, „Was gibt es denn?”

„Also... In den letzten Tagen habe ich sehr viel nachgedacht und... Ich mach's. Das mit der Hilfe. Und... Wenn Sie mich anzeigen wollen, dann tun Sie das. Ich habe einen riesigen Fehler gemacht und stehe dazu. Was Diesen Dr. Moreau angeht... Sagen Sie ihm, das ich meine Lektion gelernt habe” erwiderte er.

Verwirrt nickte ich.
„Okay... Warum sagen Sie es ihm nicht einfach selbst?” hakte ich nach.

„Ich bin doch nicht lebensmüde. So wie der bei unserer letzten Begegnung drauf war...” murmelte er.

Jetzt verstand ich.
Ich musste dringend mit Matteo reden. Es konnte nicht sein, dass er seine schlechten Laune an Patienten ausließ. Ich verstand ihn zwar, aber das ging trotzdem überhaupt nicht.

„Ich kümmere mich darum ” versprach ich Herrn Schmitt.

Dann machte ich mich auf den Weg zur ITS, um mit Matteo über sein Verhalten zu sprechen.
Ich war so in Gedanken, das ich - wie sollte es auch anders sein - voll in jemanden hinein lief.

„Dr. Sherbaz. Zu ihnen wollte ich gerade... Es geht um Lilith” sagte mein Gegenüber.

„Herr Rantala. Was gibt es denn so dringendes und wichtiges, das Sie ohne auf ihre Mitmenschen zu achten durch die Gegend laufen?”

„Äh... Ja, also... Die vom Gesundheitsamt wollen wissen, woher Lilith die Tularämie hat, aber ich habe keine Ahnung und da dachte ich, Sie wüssten es vielleicht... Immerhin haben Sie den Unfallbericht und so...” erklärte er mir.

„Ach so...  Alles klar. Auf meinem Schreibtisch liegt der Ordner mit dem Unfallbericht. Dort finden Sie alles, was Sie brauchen”

„Danke... Dr. Sherbaz?”

„Ja?” fragte ich.

„Was ist jetzt eigentlich mit Herrn Schmitt? Ich meine...”

„Herr Schmitt hat gestanden. Er war es und ich bin mir sicher, dass er eine Anzeige bekommt. Ob von Dr. Moreau oder jemand anderem” erklärte ich.

„Aber... Dr. Moreau... Weiß davon?” fragte er.

Ich zog die Augenbrauen zusammen.
„Ja, tut er. Wieso?” wollte ich wissen.

„Naja... Er ist der Vater von Lilith und... Also...”

Jetzt verstand ich.
„Dr. Moreau hat im Moment einfach sehr viel um die Ohren. Ich schätze, sobald wir wissen, wie es mit Lilith weitergeht, wird er sich darum kümmern” erklärte ich.

„Aha... Okay... Also, dann... Ich muss auch mal weiter” murmelte er und ging davon.
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Na? Gefällt's euch? Wie findet ihr die Entscheidung von Herrn Schmitt?
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