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> fluchfunken <

Kurzbeschreibung
DrabbleRomance, Freundschaft / P16 / Div
Kento Nanami Megumi Fushiguro OC (Own Character) Ryomen Sukuna Satoru Gojo Yuji Itadori
05.01.2022
25.01.2023
31
14.839
27
Alle Kapitel
53 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
25.01.2023 1.454
 
Leute, Leute, Leute.

Wir sind am Ende angelangt, uff. Das hier wird das letzte Kapitel zu fluchfunken sein und ich freue mich wahnsinnig, dass ihr das Projekt so liebevoll angenommen habt. Danke euch von Herzen für all die Empfehlungen, die Favos, die Klickzahlen. Aber herzlichen Dank und ein Blumenregen mit Wolkenwalen vor allem an die Menschen, die sich auch noch Zeit genommen haben, die Texte zu kommentieren und zu reviewn.

nurum
Ruka78
MsRedhead
Solitudesoul
SentakuKuraiko
thewritingunicorn
Dark-Lady
Ragnell
memoirst

und allen voran ZUCKERFUCHS, die einfach nicht müde wurde, mir zu jedem Kapitel ihre Gedanken, Gefühle und Meinung zu erzählen. Du hast die Sammlung zu etwas ganz besonderem gemacht und ich danke dir von Herzen für all deine Einfühlsamkeit und deine Liebe hier. Danke dir!

Und allen viel Spaß mit dem Abschluss. Ehrlich, danke euch von Herzen



>verascht


prompt 21: drain

Fortsetzung zu verbrannt


Dummes Herz, hör auf zu schlagen! Aber du weißt, dass dir die Augen fast aus dem Kopf springen, dass dein Mund kleine Funken sprüht, weil du nicht aufhören kannst, ihn anzustarren. Halbnackt. Flammen, die an seiner Haut lecken. Ein Grinsen auf den Lippen, das dein Herz mit Eis verbrennt.

„Noch ein letztes Wort?“, fragt Sukuna, während der Gardist deines Vaters hilflos mit den Füßen zappelt. Du kennst dieses Gefühl – kurz über dem Abgrund, wo seine Isidaren darauf warten, dass mensch fällt und sie sich wieder kreativ betätigen dürfen. Du hast sie kennengelernt und sie sind wie alle Künstler•innen – schräg und angeschlagen, aber mit einem offenen Herzen. Wenn mensch nicht gerade gegen sie um das eigene Leben kämpfen muss.

Dass du selbst in ihrem Knochengestell gelandet bist, ist nun schon zwei Monate her. Trotzdem jagen sie dich noch durch deine Nächte, du verpasst die Lösung – es fällt dir einfach nicht ein, was Sukuna von dir will. Die Isidaren ergötzen sich an deiner Erschöpfung, irgendwann kommt der Punkt, wo dir die Luft ausgeht und ein Schwindel dich in die Knie zwingt. Sie brechen dir die Finger, schieben deine Haut zurück, als wäre sie eine Hülle. Sie schlecken dein Blut von ihren Händen. Das Grinsen ihrer Diamantenzähne glitzert in der Finsternis deines Kopfes. Du musst dich jedes Mal wieder erinnern, dass du es geschafft hast. Denn alles lag an deiner Magie, die immer glühte, und dessen Feuer erst so richtig floss, wenn deine Emotionen überkochten.

Es waren genau zwei Dinge, die Sukuna zu dir gesagt hatte.

Du solltest deine Wut gezielter verwenden.

Und dich nicht ständig von ihm erwischen lassen.

Also hast du alles in die Luft gejagt. So viel Feuer und Flammen erzeugt, dass es so aussehen musste, als würde das gesamte Knochengestell abbrennen, doch du wusstest genau, wo du deine Flammenspuren setzen musstest, damit das Zuhause nicht beschädigt wurde. Der dichte Rauch legte sich wie ein Mantel über euch – Sukuna konnte dich nicht mehr sehen. Und dann die Hitze. Du hast eine Hitze aus dir kochen lassen, dass dir niemand zu nahe treten konnte. Wie ein Schild. Die Knochen schmalzen. All die noch unverarbeiteten Körper fingen Feuer. Es wurde noch heißer. Die Schreie und das Husten verstarben – du hörtest sie rennen.

Und dann ließt du dich fallen in die Flammen. Niemand würde dich jemals wieder ungefragt anfassen. Niemand. Niemand würde jemals wieder deine Magie anfassen ohne deiner Erlaubnis. Das Feuer zehrte an dir, fraß dich in ihre Gier hinein und du wehrtest dich nicht. Die Magie riss an deinem Körper, als würde sie dir Glassplitter hineinbohren. Asche bröselte dir aus den Fingern, den Haaren, aus deinem Herzen. Du atmetest die Hitze ein – dein Hals fing Feuer.

Es hörte auf, wehzutun. Du tauchtest ein in dein Meer aus Asche, bis dich ein kräftiger Windstoß weckte und den Rauch fortwirbelte. Die Hitze.

Fenster öffneten sich im Zemiit, als dutzende Köpfe auf dich herabschauten. Dann zu Sukuna hoch. Der mit einem weißen Zahnstocher zwischen den Lippen auf dich hinabgrinste.

„Du stehst noch“, sagte er.

Flammen bedeckten deinen Körper. Sie waren keine bloße Magie mehr – nun warst du die Magie, das Feuer, die Hitze. Du saßt auf einem Aschehaufen, auf dem Aschehaufen deiner alten Haut.

„Ich sitze“, erwidertest du und grinstest, bevor du bewusstlos wurdest.

„Willst du noch was sagen, Fiadore?“ Sukuna schaut zu dir und holt dich aus deiner Erinnerung zurück. Funken tanzen über deine Haut, als würde Sukuna dich streicheln – Hitze steigt dir in die Wangen.

Der junge Gardist blickt mit aufgerissenen Augen zu dir – er erkennt dich nicht, wie auch? Sukuna hat deine Haarfarbe von schwarz zu karminrot verändern lassen, deine Nase ist breiter, dein Mund dünner. Deine Wangenknochen verschoben, als hättest du dich zu oft geschlagen. Eine Narbe läuft dir über die Stirn.

„Ein schönes Knacken“, sagst du und lächelst ihn an, als würdest du ihm zum Geburtstag gratulieren.

Sukuna lacht, dein Herz lodert. „Du hast die Prinzessin gehört.“ Tailor neben dir schnippt und dir fällt dein Gesicht ab. Es platscht auf den Boden, als hätte jemand einen Kübel Wasser entleert.

Die Augen des Gardisten weiten sich. „Prinzessin, Prinzessin Hi…“ Sukuna lässt ihn los, der Gardist schreit und nur ein paar Sekunden darauf hörst du, wie die Knochen atmen. Sie knirschen, dann ein Schaben, das wie ein langgezogenes Seufzen klingt und knack, auseinandergezerrt.

Tailor und Keyn lassen dich keinen Moment aus den Augen – sie genießen nicht nur die Show, die du seit deinem Elementschwur bietest, sondern auch, dass sie aktuell als einzige anwesende Stellvertreter wissen, wer du wirklich bist. Milaš ist immer noch in einem Außenauftrag unterwegs und Reni Säd ist wie immer auf See, um Hailheaven zu bewachen.

„Was für ein … spannender Zug an dir, Prinzessin“, sagt Sukuna und seine Augen hören nicht auf, dich zu fressen. Dein Herz reagiert darauf – Glut sammelt sich zwischen deinen Rippen. Du musst aufpassen, nicht irgendwas in seinem Büro anzusengen.

Du zuckst mit den Schultern. „Weißt du schon, was du aus ihm machen wirst?“

Er hebt sein Kinn und seine Augen … gleich sengst du vermutlich ein Loch in seinen Boden. „Was hättest du denn gerne?“

Was du gerne hättest? Bilder rauschen dir durch den Kopf – am liebsten würdest du den Isidaren sagen, dass sie langsamer arbeiten sollen, damit du seine Schreie länger hörst, damit er für jedes einzelne Mal büßt, als dich der Gardist an deinen Schreien ersticken lassen hat. Wenn er dich gehalten hat, als der König dir dein Feuer aussaugte, als sie dich mit Quellwasser abkühlten, das nicht nur stank, sondern dir die Haut versengte. Als dir das Schattenseewasser direkt in die Schultern gepresst wurde und du dir nicht sicher warst, ob du jemals wieder lebendig sein wirst. Dir der Gardist dabei direkt in die Augen sah, als würden dir nur Körperhaare entfernt werden.

„Eine Gabel“, antwortest du.

Keyn neben dir entfleucht ein amüsierter Laut, Tailor mustert dich interessiert.

„Eine Gabel?“, wiederholt Sukuna, die Andeutung eines Grinsens in den Mundwinkeln.

Du nickst. „Damit ich den anderen Gardisten aus den Zemiit damit die Augen ausstechen kann.“

Sein schiefes Grinsen. „Oh, Fiadore. Was für unfasssbares Glück dich bei uns zu haben. Eine Gabel also. Gefällt mir. Keyn.“

„Aye, Eure Majestät.“

„Ich begleite ihn“, sagt Tailor, der die Reste deines Gesichts aufhebt und dir zuzwinkert.

Keyns Lachen ist noch zu hören, als sie das Büro schon verlassen haben.

„Komm her.“ Er geht vor seinen Schreibtisch, setzt sich halb darauf. Flammen züngeln vereinzelt noch auf seinem nackten Oberkörper auf.

Du stellst dich knapp einen Meter vor ihm hin. Er verdreht die Augen. Sukuna packt dich an der Hand, sodass du gegen ihn fällst, seine Flammen greifen sofort auf dich über. Kitzeln auf deiner Haut. „Bitte nicht schon wieder die Bluse“, flüsterst du.

„Du bekommst ein neues Hemd von mir.“

Ihr grinst euch an, aber es wirkt seltsam verdreht, nicht unbedingt freundlich, aber auch nicht unsympathisch. Kein bisschen.  

Seine Hand legt sich auf deine Brust und du versteifst dich kurz. „Ruhig halten, Fiadore.“ Seine Stimme ist rau, als ihm ein Feuerknistern aus den Lippen entweicht.

Seine Finger brennen auf deiner Haut, du schluckst, als du scharf die Luft einziehst und du dich in seine Hose krallst. „Dachte ich mir.“ Er berührt deine Glut – du weißt immer noch nicht, wie er das macht, aber er scheint sich an dem Anblick zu erfreuen wie ein Massenmörder an einer neuen Folterkammer.

„Ich glühe nach wie vor gleich, falls du das kontrollieren wolltest“, sagst du. Du bist jetzt seit fast einem halben Jahr im Kno’Goro – und es ist mehr als nur der Pakt. Deine Idee der Rache. Es brennt verdammt viel Freiheit hier und mittlerweile auch in dir.

Er grinst dich an, packt dein Kinn zwischen seinen Fingern. „Geh ins Bett, Prinzessin. Das war ein langer Tag.“ Du seufzt ihm gegen den Hals. „Glüh dich aus.“ Seine Hand streicht durch deine Haare, eure Hüften ruhen aneinander. „Dann bring ich dir am Abend deine Gabel.“
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