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Traditionen unter Kollegen -  Harry Potter Wichteln 2021

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P6 / Gen
Minerva McGonagall Severus Snape
31.12.2021
31.12.2021
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Mein Beitrag zum diesjährigen Weihnachtswichteln: Forum: [Wichteln] All I Want for Christmas Is You [Harry Potter - Gestartet] | FanFiktion.de - Forum

Liebe DoeQuill, ich hoffe du bist mir nicht böse, dass es leider etwas länger dauerte. Meine Schreibblockade war ein harter Gegner. Ich hoffe dir gefällt die kleine Wichtelgeschichte und ich konnte ein paar deiner Wünsche erfüllen.

Einen guten Rutsch ins neue Jahr und ganz viel Spaß beim Lesen!



Traditionen unter Kollegen.

------------1990--------------------

Schneidend wehte der eisige Dezembersturm der dunkel gekleideten Person entgegen, hob die weiten Roben an und ließ ihn fröstelnd das Gesicht verziehen. Er hasste dieses widerwärtige Winterwetter.

Zielstrebig eilte er weiter über die vereisten Ländereien der Hogwarts Schule für Hexerei und Zauberei, um sich durch die alte Eingangspforte des Hauptgebäudes hinein in das warme Innere des Schlosses die Treppen hinauf zu flüchten.

Genervt schnaubend klopfte er sich die weißen Flocken von der schwarzen Robe, welche diese wie lauter funkelnde Sterne am klaren Nachthimmel zierten.

Die Professorin, welche ihren Blick auf den hereintretenden Kollegen gerichtet hatte, begrüßte ihn freundlich: „Guten Abend Severus.“ „Guten Abend Minerva.“, schnarrte dieser.

„Schön, dass du meiner Einladung trotz des ungemütlichen Wetters da draußen gefolgt bist. Setz dich doch.“ Die ältere Frau zeigte auf einen gepolsterten Sessel zu ihrer linken. Der schwarzhaarige Mann nahm in diesem Platz und rieb sich die immer noch rot gefrorenen Hände. „Wie jede deiner Einladungen zu diesem Treffen. Seit damals, Jahr für Jahr. Ich halte viel auf Tradition, meine Werteste.“ Pflichtete er bei und lehnte sich in die rot-goldenen Polster.

-------------Januar 1972 –-------------

*Patsch* Schon wieder traf ein, außerordentlich kraftvoll geworfener Schneeball den Hinterkopf des schmächtigen Zweitklässlers. Dieser zog sich erneut die große Kapuze seines Umhangs über und hielt sie fest, sodass nicht noch weitere kaltnasse Wurfgeschosse an seinem Kopf zerbersten und sich in widerlich kalten Einzelteilen in seinem schwarzen langen Haar und bis in seine Pulloverkragen hinein verteilen konnten.

Zudem verhinderte er auch vielleicht so, dass er die verletzenden und erniedrigenden Worte verstehen konnte, die in regelmäßigen Abständen den rundgeformten Schneematsch Attacken folgten.  Eins musste er den Gryffindor Schweinen lassen, sie hatten Ausdauer. Zumindest in diesen Dingen.

Es war ihm zumindest in seinem ersten Schuljahr noch möglich gewesen zu dem Prefekt seines Hauses, Lucius Malfoy, zu verschwinden oder sich zumindest in dessen Nähe aufzuhalten, sodass James und seine Idioten Freunde es nicht wagten ihn direkt anzugehen. Doch nun war dieser nicht mehr auf der Schule und Severus musste seine geschützten Aufenthaltsorte länger und mühevoller suchen.

Gerade flog ein weiterer Schneeball mit hoher Geschwindigkeit auf Severus zu als eine, wie aus dem Nichts auftauchende Hand diesen gezielt im Flug stoppte. Der weiße Ball prallt gegen die, in mit grünem Karomuster verzierte Lederhandschuhe, welche ganz eindeutig einer Damenhand gehörten und rieselte hinab auf den halb gefrorenen Boden des Hofes.

„Mr Potter, Mr Black. Ich bin mir sicher sie sind auch in der Lage, ohne das unfreiwillige Einbeziehen anderer Schüler im Schnee zu spielen. Oder wünschen sie, von mehreren Dutzenden verzauberter Schneekugeln über die Ländereien gejagt zu werden, bis sie keine Flausen mehr in ihren unterkühlten Köpfen haben?!“

„Natürlich Professor, kommt nicht noch einmal vor Professor. „, versicherten die beiden Gryffindorschüler ihrer Hauslehrerin und rannten davon.

„Danke Professor McGonagall“ murmelte der 12-Jährige schmal gebaute Junge in Slytherinrobe.

„Nicht dafür Mr. Snape. Aber wie lange laufen Sie hier schon draußen rum? Sie müssen völlig durchgefroren sein. Gehen Sie lieber schnell in ihren Gemeinschaftraum, bevor Sie sich noch eine Erkältung holen. Und bevor Sie demnächst wieder in diesem Frostwetter herumlaufen und unfreiwillig Teil einer Schneeballschlacht werden, wenden Sie sich lieber an eine Lehrperson dieser Schule.“

„Das bringt doch nichts.“ Murmelte der Slytherin vielmehr zu sich selbst als zu der streng blickenden Professorin.

„Das ist bedauerlich. umso mehr interessiert es mich, wie es überhaupt zu dieser, wirklich nicht enden wollenden Feindschaft, gekommen ist. Ich bin mir sicher Sie können mich dahingehend ein wenig erleuchten und außerdem hat es noch niemandem geschadet eine gepflegte Unterhaltung zu führen.  Kommen Sie doch hierzu einfach einmal in mein Büro. Am besten morgen Abend gegen Sieben Uhr. “

Mit diesen Worten verschwand Minerva McGonagall wieder in Richtung Innenhof.

Unsicher folgte er der großen Frau ins Schloss.

Nervös schritt Severus tags drauf die Stufen des Gryffindor Turmes hinauf. Würde er doch ärger bekommen? Schließlich war sie die Hauslehrerin der Gryffindors und nicht die seine. Unsicher wollte er gerade anklopfen, da öffnete Die Professorin schon die Türe und bat Severus in ihr Büro, in welchem ein warmes Feuer im Kamin brannte.

„Guten Abend Mr. Snape, schön dass sie meiner Einladung gefolgt sind.“

„Nennen Sie mich Severus. Bitte Professor. Mr Snape ist mein Vater“

„Gut, gut. Sagen Sie, mögen sie heiße Schokolade, Severus?“

„Ja schon, also als ich noch ein kleiner Junge war, da hatte meine Mutter mir das ein oder andere Mal eine gemacht. Aber das ist schon eine ganze Weile her.“

„Solche Erinnerungen sind viel wert und wärmen auch nach vielen Jahren noch unsere Seele.  Nehmen sie Platz“, sie deutete auf die zwei großen Sessel.

Der schwarzhaarige Junge klopfte sich die weißen Flocken vom Umhang, nahm in dem linken der beiden Polstermöbel Platz und rieb sich die immer noch rot gefrorenen Hände.

Als der Duft von geschmolzener Schokolade den Raum erfüllte blickte er auf.

Professor McGonagall kam mit zwei dampfenden Tassen und setzte sich. Warm lächelnd überreichte sie ihm eine der Tassen und konnte beobachten, wie der junge Schüler voll ehrlicher Freude erfüllt seinen ersten Schluck nahm.

Nachdem sie fast Zwei Stunden lang erzählt, gelacht, sich aufmerksam zugehört und nicht nur eine Tasse heiße Schokolade getrunken hatten, verabschiedete die Gryffindor Hauslehrerin den schmächtigen Jungen in Slytherinrobe an ihrer Türe und wünschte ihm eine geruhsame Nacht.

Und kurz bevor Severus um die Ecke verschwunden war, stellte Minerva McGonagall fest:

„Wissen Sie was Severus? Ich glaube, wir sollten solch eine gemütliche Kakao Stunde jedes Jahr machen.“  Und schloss mit diesen Worten die schwere Holztüre.

-----------------1990-------------

Severus Snape blickte auf, als seine Kollegin mit zwei dampfenden Tassen in dem anderen Sessel Platz nahm.  

Beide schmunzelten in sich hinein, als sie einen großen Schluck des süßen Schokotrunkes nahmen.

ENDE
 
 
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