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Mit Kollegen trinkt man nen Kurzen

von DoeQuill
Kurzbeschreibung
OneshotFreundschaft / P6 / Gen
Albus Dumbledore Filius Flitwick Minerva McGonagall Pomona Sprout Remus "Moony" Lupin Severus Snape
30.12.2021
30.12.2021
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Dieser Oneshot ist ein Beitrag zum Wichtelprojekt All I Want for Christmas Is You.


Wunsch meines Wichtelkindes limette02:

Die meisten Lehrer*innen scheinen die Feiertage auch in Hogwarts zu verbringen. Wie sieht ihr Weihnachtsfest aus? Verkriechen sich alle in ihrem Büro oder steigt eine Weihnachtsparty im Lehrerzimmer? Schickt Dumbledore alle Hauselfen aus der Küche, um sich selbst am Plätzchenbacken zu versuchen? Singt Snape gerne Weihnachtslieder? Leeren McGonagall und Sprout gegen Mitternacht die erste Flasche Eierpunsch? Oder überrascht Hooch alle mit dem fehlerfreien Vortrag eines Weihnachtsgedichts? Das sind natürlich nur meine Vorschläge, wie es wirklich an Weihnachten im Lehrerzimmer zugeht, das würde ich gerne von Dir erfahren.

Danke Dreaming Sun für die Betalesung.



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Mit Kollegen trinkt man nen Kurzen


Pfeifend zog Hagrid das Blech mit den verkohlten Plätzchen aus dem Ofen und kippte die Schokotaler auf einen Teller, auf welchem noch mehr von dem schwarzen Gebäck lag. Zufrieden streifte er sich die Drachenlederhandschuhe ab, ergriff seinen Mantel und schlang seinen kunterbunten Schal um den Hals. Als er den Teller nahm, schaute sein Saurüde Fang kurz auf und lächelnd wandte der Halbriese sich zu ihm.

„Willst wohl auch nen Keks.“ gluckste Hagrid und warf dem Hund ein verbranntes Butterplätzchen hin. Er fing den Keks, biss einmal herzhaft hinein, um gleich darauf das Etwas, das sein Herrchen als essbar bezeichnete, wieder auszuspucken. Angewidert sah er zu seinem Besitzer, der von all dem nichts mitbekam, da er in diesem Moment das Haus verließ. Während Hagrid fröhlich die Melodie von „Jingle Bells“ pfiff, zog er die Tür hinter sich zu und lächelte Fang ein letztes Mal zu, der mittlerweile angefangen hatte, den Keks zu seinen Pfoten zu lutschen.

Hagrid stieg den verschneiten Weg hinauf zum Schloss. Er wollte die Weihnachtskekse an seine Kollegen verteilen. Wie jedes Jahr. Auf dem Weg traf er auf Professor Sprout und den diesjährigen Verteidigung gegen die dunklen Künste Lehrer, Professor Lupin. Beide hielten ein kleines Gläschen mit einer amberfarbenen Flüssigkeit darin. Sie lachten und winkten dem Wildhüter zu, als dieser den Weg hinaufstieg.
„Ah. Hagrid.“, grüßte die pummelige Frau und holte ein weiteres Gläschen aus ihrem Umhang, in das sie ihm ebenfalls Feuerwhiskey füllte. „Sie trinken doch einen mit uns?“, fragte sie, wusste jedoch bereits die Antwort.

Hagrid nickte und nahm sein Gläschen entgegen „Aber natürlich Pomona. Wie könnte ich deine Weihnachtstradition verschmähen.“ Der Halbriese reichte im Gegenzug den Teller rum.



Aus Höflichkeit nahm sich Remus einen Keks und während er an dem harten, verkohlten Ding kaute, verabschiedete er sich auch schon wieder. Den Whiskey hatte er mittlerweile leer getrunken und Pomona verstaute das Gläschen wieder in ihrem Umhang. Remus hob zum Abschied die Hand, dann stieg er hinauf zum Schloss, während er an seinem Keks rum nagte.

Er war fast am Tor angekommen, als etwas seine Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein großer schwarzer Hund stand bei der Peitschenden Weide. Das Tier schaute ihn eindringlich an. Remus stockte. Das Tier kam ihm seltsam vertraut vor und im nächsten Moment erkannte er ihn. Es war Sirius. Sein alter Freund. Der junge Lehrer war sich sicher.
Remus Herz raste. Es war Jahre her, seit er Sirius gesehen hatte. Bei ihrem letzten Treffen saß sein Freund bereits wegen des Verrates an den Potters in Untersuchungshaft und beteuerte ihm, Remus, seine Unschuld.
Remus konnte bis heute nicht glauben, dass Sirius dazu fähig gewesen sein soll. Andererseits gab es keinen Beweis, der ihn bisher vom Gegenteil überzeugen konnte. Abgesehen von seinem Bauchgefühl und der Aussage seines Freundes. Er wollte ihm so sehr glauben. Denn das hatte Remus ihm nie zugetraut. Er und James standen sich näher als sonst niemand ihrer Clique, und er glaubte fest daran, dass Sirius eher gestorben wäre, als seinen besten Freund zu verraten.
Unweigerlich schweiften seine Gedanken zu ihrer gemeinsamen Zeit und blieb schnell an den gemeinschaftlichen Weihnachtsfesten hängen. Wo er, Sirius, James und Peter zusammen im Gryffindor-Gemeinschaftsraum gesessen hatten. Selbstgebackene Kekse naschend, Kakao trinkend und laut lachend Gemeinschaftsspiele spielend. Manchmal hatten sich James Teamkameraden aus der Quidditch-Mannschaft dazu gesellt oder Mädchen, die Interesse an Sirius hatten. Die meiste Zeit hatten sie aber zu viert verbracht. Das waren noch Zeiten...
Wehmütig sah er den verstrubbelten Hund an, der sich keinen Millimeter bewegt hatte. Minutenlang hielten sie Blickkontakt, ehe das Tier sich abwand und davon schritt. Remus schaute ihm nach und als Sirius schon längst verschwunden war, wandte auch er sich schließlich seufzend ab. Er musste dem Schulleiter davon erzählen. Sein Herz brannte vor Schmerz, als er schließlich die letzten Meter zum Tor antrat.

Er hatte nicht einmal drei Schritte gemacht, nachdem das Tor hinter ihm ins Schloss gefallen war, da winkte ihm ein kleiner Mann von den Treppen aus zu. Filius Flitwick war wie immer gut gelaunt und während er keuchend zu dem anderen herüber eilte, rief er ihn immer wieder beim Vornamen.
Remus kam dem kleinwüchsigen Mann entgegen. Seine Gedanken an Sirius drängte er mühsam in den Hintergrund und als sein Kollege vor ihm zum Stehen kam, freute sich der Werwolf auf das große Weihnachtsfest in der Halle.
„Frohe Weihnachten.“, grüßten die zwei sich und gemeinsam machten sie sich auf den Weg in die Große Halle, während sie sich angeregt unterhielten.



Für Filius war das Fest das Schönste an Weihnachten. Er steckte viel Zeit und Mühe in die Schmückung des Schlosses und übertraf sich meist selbst.
Zusammen mit seiner Begleitung betrat er die festlich dekorierte Halle.
Wie jedes Jahr standen zwölf riesige Weihnachtsbäume in der großen Halle. Geschmückt mit allerlei Kugeln und magischen Lichtern. Dabei trugen immer je drei Bäume die gleichen Farben. Es gab in rot und gold, blau und silber, grün und silber, sowie schwarz und gold geschmückte Weihnachtsbäume. Doch die Bäume waren nicht die einzige Deko, die er dieses Jahr koordiniert hatte. Dicke Büschel aus Stechpalme und Misteln schmückten sämtliche Wände, Tische und Gestelle. Dazwischen waren Tannenzapfen, kleine Glöckchen und Sterne platziert oder eingeflochten. Das rote Band, welches manche Büschel zusammenschnürte, war mit Schleifen und teilweise goldenem Glitter verziert worden. Begleitet wurde die weihnachtliche Dekoration von einem überwältigenden, leckeren Geruch aus der Küche, der durch die Korridore bis in die Halle wehte.

Glücklich steuert Filius eine Gruppe von Ravenclaws an, nachdem er sich von Professor Lupin verabschiedet hatte.
„Guten Abend“, grüßte er seine Schüler „darf ich mich zu Ihnen setzten?“. Die Schüler machten ihm Platz und während sie auf das Essen warteten, unterhielt sich der Kleinwüchsige angeregt mit den Kindern. Vor allem jene, die das erste Mal über Weihnachten im Schloss geblieben waren, stellten ihm viele Fragen und lobten seine Arbeit. Sie waren alle sehr begeistert von all dem Weihnachtsschmuck und einige Erstklässler löcherten ihn, wie sie selbst so etwas machen konnten. Vor allem die Lichter faszinierten sie und Filius versprach, ihnen den Zauber im neuen Jahr beizubringen.

Der Abend verging wie im Flug und zufrieden stieg er die Treppen zu seinen Räumlichkeiten hinauf, als hinter ihm jemand seinen Namen rief. Filius drehte sich um.
„Ah. Pomona!“, die pummelige Frau kam, über beide Wangen strahlend vor ihm zum Stehen.
„Wie gut das ich Sie noch antreffe!“, keuchte sie und hob ihre Flasche Feuerwhiskey und die zwei Schnapsgläschen, um ihm ihre Absichten mitzuteilen. Der kleine Mann lächelte.
„Wie jedes Jahr.“, gluckste er und lud seine Kollegin ein, mit zu seinen Räumlichkeiten zu kommen.



Die zwei Lehrer setzten sich und Pomona füllte die Gläser.
„Und, gibt es etwas Nennenswertes vom Lehrertisch zu berichten?“ piepste der Kleinwüchsige, während Pomona die Flasche Feuerwhiskey zudrehte. Die Kräuterkunde Lehrerin überlegte kurz, welche der unterhaltsamen Anekdoten sie ihrem Freund erzählen sollte. Schließlich entschied sie sich dafür, mit dem anregenden Gespräch zwischen der Wahrsagelehrerin Sybill Trelawney, der Astronomielehrerin Aurora Sinistra und ihrer Wenigkeit zu starten.
„Mein Weihnachtsbrauch ist mittlerweile schon seit einigen Jahren Tradition und bis auf Minerva versuche ich stets, mit jedem ein Gläschen getrunken zu haben, bevor das Fest vorbei ist. Ich habe mich also, nachdem ich zusammen mit Albus das Glas erhoben hatte, zu Sybill und Aurora gesetzt. Die zwei waren grade dabei, sich über eine zweifelhafte Theorie zum Thema Wahrsagen mithilfe von Sternen zu unterhalten. Scheinbar hat ein gewisser Professor Zuben Delporte diesbezüglich einen großen Durchbruch...“
Pomona erzählte Filius alle Details, die ihr die zwei Professoren zuvor zugetragen hatten. Außerdem erzählte sie ihm von Septima Vektors tollem Trinkspruch und Charity Burbages fruchtigem Saft, den ihre Mugglekunde Kollegin ihr angeboten hatte. Grundsätzlich hatte Pomona stehts eine alkoholfreie Alternative bei. Ihr ging es schließlich nicht darum sich zu betrinken und erwartete von keinem ihrer Kollegen so trinkfest zu sein wie sie selbst. Immerhin gehörten zum Hogwartskollegium, wenn man Hausmeister Filch, Bibliothekarin Pince und alle weiteren Angestellten hinzuzählte, in etwa siebzehn Leute und wenn Pomona alle durch hatte, war sie zugeben etwas angeschwipst.
Nachdem sie Filius von Charitys tollem Saft eingeschenkt hatte, ihre Kollegin hatte ihr ein kleines Fläschchen mitgegeben, verabschiedete sich Pomona um pünktlich zu ihrem letzten Stopp für heute aufzubrechen. Mit ihrer langjährigen Schulfreundin Minerva McGonagall beendete sie jedes Weihnachten ihre Runde. Mit Minerva hatte es vor vielen Jahren begonnen, mit ihr wollte sie es auch stets beenden.
Zehn Minuten später klopfte die gut gelaunte Hexe bei ihrer Freundin.



Minerva öffnete die Tür und als sie ihre Kollegin sah, lächelte sie.
„Komm herein.“, lud sie sie sofort ein. Mit Schnapsgläschen und Keksen setzten sich die zwei Frauen und vertieften sich augenblicklich in ein angeregtes Gespräch.

Es war kurz vor zehn, als Minerva McGonagall das Büro des Schulleiters betrat.
„Guten Abend, Albus.“, grüßte sie ihren Vorgesetzten, der grade ein Schachbrett aus dem Schrank holte und auf einen kleinen Tisch im Raum stellte.
„Ah! Guten Abend, Minerva. Keine Minute zu spät.“, lächelte der Mann und sammelte die Schachfiguren zusammen. Die Hexe durchquerte das Büro und übernahm die Aufstellung für die erste Partie. Albus holte derweil etwas zu trinken und zu naschen. Es gab verschiedene Weihnachtskekse und Zitronendrops.
„Und sind Sie fertig mit Ihren Geschenken geworden?“, fragte Minerva interessiert, während sie die schwarzen Bauern aufstellte. Ihr Geschenk für Albus würde sie ihm später geben, zwischen einer der Partien, die sie heute Abend spielen würden.
„Oh ja.“ erwiderte Albus und deutete auf einen kleinen Geschenkesack, bevor er den heißen Tee abstellte und sich setzte. „Ich habe uns Ihren Lieblingstee gemacht.“, damit brachte er Minerva zum Schmunzeln.
„Wollen wir?“ Albus ließ seine Hand über das Schachbrett gleiten. „Sie beginnen.“, fügte er hinzu und drehte das Schachbrett so, dass er die schwarzen Figuren vor sich hatte.

„Bauer nach E4.“, befahl Minerva und eröffnete die erste Partie Zauberschach für diesen Abend. Auch Albus zog mit seinem Bauer vor und kurz darauf befanden sich die zwei in einer aufregenden Schachpartie. Minerva stahl ihm gnadenlos seine Figuren. Und nachdem er seine Dame verloren hatte, kam der Schulleiter ziemlich ins Schwitzen. Die Hexe hatte seinen König mit einem ihrer Läufer, ihrer Dame und einem Springer in die Enge getrieben. Nur sein Läufer stand noch dazwischen und es sah nicht besonders gut aus für den Weißbärtigen. Minerva lächelte bei ihrem unvermeidlichen Sieg. Mit ihrer Dame schlug sie den Läufer und setzte ihren Vorgesetzten damit Schachmatt.
„Das war keine schlechte Partie.“, baute sie den Mann auf, während sie die Figuren für eine Revanche aufstellte. Diesmal nahm sie Schwarz.
Eine halbe Stunde später kesselten die zwei schwarzen Türme den weißen König ein. Das Spiel war deutlich härter als das vorige. Von den weißen Figuren standen lediglich noch zwei Bauern und der besagte König, der nun im Schachmatt stand. Schwarz besaß noch ein paar mehr Figuren. Die zwei Türme, den König natürlich und je einen Bauer, Springer und Läufer.



„So, meine Liebe...“, mit einem Blick auf die Uhr stand Albus auf und sammelte seine demolierten Figuren zusammen, die ihm wütende Beleidigungen an den Kopf warfen. Er hatte dreimal gegen Minerva gespielt und war gnadenlos auseinandergenommen worden. Wenngleich die Spiele trotzdem allesamt spannend gewesen waren.
„Ich muss mich langsam auf den Weg machen.“, fuhr er fort und verstaute das Schachbrett in seinem Schrank. Minerva half ihm, die restlichen Sachen aufzuräumen, dann begleitete er sie hinunter zu ihren Räumlichkeiten. Den Sack mit den Geschenken dabei.
Bei ihr angekommen überreichte er ihr ein kleines Päckchen.
„Erst morgen öffnen!“, er wedelte übertrieben mit seinem Zeigefinger und Minerva lachte beherzt.
„Gute Nacht, Albus.“, ihre Stimme war sanft und ihr Blick weich.
„Gute Nacht, Minerva.“, erwiderte er mit ebenso beruhigender Stimme.

Systematisch arbeite sich Albus durch das Schloss und fühlte sich ein wenig wie Santa Claus, während er einem Kollegen nach dem anderen das Geschenk ans Fußende legte. Nach etwa einer Stunde war er so gut wie fertig. Ihm fehlte nur noch Severus Geschenk, dann war er durch.

Leise summend lief er die Kerkergänge entlang. Argus Büro hinter sich lassend. Lautlos stupste er die Tür zu Severus Räumlichkeiten auf.
Zwei tischtennisgroße Augen starten ihn erschrocken an. Doch als der Hauself erkannte, wer das Zimmer betreten hatte, legte er die Geschenke in seiner Hand ab und verschwand mit einem leisen Plop. Albus schlich sich auf Zehenspitzen zu dem Geschenkehaufen und legte seines ganz oben drauf. Dazu schob er einen Umschlag. Dann verließ er das Zimmer wieder.

Seufzend lehnte sich der alte Mann kurz gegen die Wand. Ob sein Geschenk Severus wohl erfreuen würde?

Als der junge Tränkemeister damals nach Hogwarts zum Unterrichten zurückgekehrt war, hatte sich der Mann komplett aus Gemeinschaftsaktivitäten und Traditionen herausgehalten. Albus hatte es verstanden. Lily Potter war nur wenige Wochen zuvor verstorben und der Schwarzhaarige hatte Zeit gebraucht. Pomona, die von Severus Gefühlen nichts wusste, war jedoch gekränkt gewesen, als der Tränkelehrer sie recht rabiat zurückgewiesen hatte. Um die Hufflepuff aufzubauen, hatte Albus ihr zugesagt, Severus mit einem Geschenk zu erweichen, dass dieser danach vielleicht mit ihr anstoßen würde. Doch aus einer ursprünglich nett gemeinten Geste hatte sich eine Wette entwickelt, da Severus seine Unterhaltung mit Pomona gehört hatte.



Am nächsten Morgen konnten die meisten Schlossbewohner es kaum erwarten, all die tollen Geschenke zu entpacken. Severus hatte es da nicht ganz so eilig. Nachdem er sich angezogen hatte, besah er sich seinen kleinen Geschenkehaufen. Etwas von Albus, etwas von Minerva, Pomona, Filius und noch ein paar anderen Kollegen. Mehr nicht. Er griff sich das erste Päckchen, riss das Papier auf und betrachtete den Gutschein für die Apotheke, sowie den beigelegten Brief. Als Nächstes entpackte er ein Buch über Tränke, ein paar seltene Zutaten und schließlich hielt er Albus Geschenk in der Hand. Zuerst öffnete er den Brief, wollte ihn überfliegen, blieb dann aber an den Worten hängen.

Lieber Severus,

ich habe lange mit mir gekämpft Dir dies zu schenken, da ich nicht erahnen kann, was es in Dir lostreten wird. Mittlerweile ist es viele Jahre her, seit Lily verstorben ist und ich hoffe Du bist bereit.
In dem Umschlag findest Du ein Bild von euch beiden. Soweit ich weiß, besitzt Du kein einziges von euch zusammen. Außerdem befinden sich in dem Päckchen Wollsocken, die einst Lily für mich strickte, während ihrer Zeit beim Phönixorden. Ich hatte nie die Gelegenheit sie zu tragen.
Ich hoffe sehr, Dich damit zu erfreuen.

Fröhliche Weihnachten und liebe Grüße,

Albus

Severus kam an diesem 25. Dezember erst sehr spät zum Frühstück. Ohne ein Wort setzte er sich zu Pomona und holte Gläser und Whiskey hervor. Er füllte beide Gläser, erhob seins und stieß es gegen ihres, bevor sie es überhaupt nehmen konnte. In einem Zug kippte er das Zeug den Rachen runter, stand wieder auf und verschwand.

Pomona sah ihm ungläubig hinterher, während die rot goldenen Wollsocken sie geradezu anstrahlten. Sie konnte es nicht fassen. Severus Snape hatte sich tatsächlich über Wollsocken gefreut. Für was die Söckchen standen, konnte die pummelige Hexe nicht wissen.
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