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Eine Kirschblüte die das Meer küsst

von Meerstern
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Freundschaft / P16 / Het
Akira Hayama Alice Nakiri Megumi Tadokoro OC (Own Character) Ryo Kurokiba Soma Yukihira
29.12.2021
25.01.2022
15
31.241
 
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14.01.2022 2.221
 
08. Tee



Die Fahrt über sprach keiner ein Wort.
Schweigend saßen sie nebeneinander, beide schauten sie aus dem Fenster und man merkte die Anspannung, sie war so dick das man sie hätte schneiden können.
Schilder die zeigten das die Schule nicht mehr weit war standen am Wegesrand, doch so näher sie dieser kamen, so mehr zog es in Minas Bauch.
Vielleicht waren es auch noch Anzeichen von letzter Nacht?
Doch so mehr sie da drüber nachdachte, so mehr wurde ihr Bewusst das ein Abschied zwischen den beiden statt fand und sie die Nacht mit ihm vergessen musste.
Viele Autos standen schon auf dem Platz, Schüler die sich freudig in den Arm nahmen, auch welche die sich vorher nicht mal kannten standen zusammen, so hatte dieses Praktikum bei vielen eine neue Freundschaft in Brandt gesetzt.
Doch zwischen Ryo Kurokiba und Mina Watabe wirkte es eher als wäre die Mauer zu Anfang noch höher und dicker geworden.
Das Auto hielt an, doch keiner machte eine Bewegung zum gehen, beiden war bewusst wenn sie so aus dem Auto steigen würden, würden sie nie wieder ein Wort miteinander sprechen, doch machte keiner ein Anzeichen was an der Stimmung zu ändern.
Mina war es die versuchte was zu ändern „Ryo ich …“ doch würde sie direkt unterbrochen „Ich werde es für mich behalten“.
Diesmal war es Ryo der den Blick starr nach draußen suchte und keines Blickes ihr würdigte.
„Es war ein Kuss, mehr nicht! Viel Bedeutet hat er mir eh nicht. Halt dich nur fern vom Alkohol, er scheint nicht gut für dich zu sein … Watabe“ wieder nur ihr Nachname, sie fühlte wie die Mauer noch höher wurde und wie konnte er nur sagen das es ihm nichts bedeutet hatte?
Der Kampf mit den Tränen war hart, doch gewann sie diesen und schaute mit einem traurigen Blick wie er, ohne sie nur noch eines Blickes zu würdigen, das Auto verließ.

Auf dem ersten Blick sah sie keinen den sie kannte als auch sie sich aus dem Fahrzeug bewegte.
Doch hörte sie direkt einen Aufschrei und die weiße Schönheit Alice Nakiri kam auf Ryo zu gerannt, freudig sprang diese ihm in den Arm und redete direkt auf ihn ein.
Dieser aber blieb unbeeindruckt und hatte eine emotionslose Haltung angenommen.
Es dauerte einen Moment bis diese auch Mina wahrnahm und auf diese zu gelaufen kam.
„Na hattest du Spaß mit meinem guten Ryo? Falls du Akira suchst, der ist schon mal los gegangen und ich soll dir Ausrichten das du gerne zu ihm gehen kannst, er wollte nur schon mal nach Jun schauen.“ er war also schon los und hat sie nicht in Empfang genommen?
Es machte Mina schon etwas traurig das er nicht mal die kurze Zeit auf sie warten konnte, doch wollte es nicht zeigen und zwang sich das beste Lächeln auf die Lippen was in ihrem Zustand möglich war „Hab vielen lieben dank Nakiri, dann geh ich mal zu ihm“ und nahm ihre Tasche.
Einen Moment blieb sie noch stehen, sah wie Ryo die Tasche seiner Begleitung nahm, wie auch seine und einfach los ging.
Wie er sie „Fräulein“ nannte tat ihr so im Herzen weh, sie war es die nur noch per Nachname angesprochen wurde, wobei sie sich doch geküsst hatten.
Doch es bedeutete ihn auch nichts wie er meinte und mit schweren Herzen drehte auch Mina ihm den Rücken zu.
Leider konnte sie so nicht den kurzen Blick von ihm sehen, nur kurz schaute er nach hinten, über seine Schulter, sah wie diese, noch immer leicht am schwanken, wie ein Häufchen elend den Weg Richtung Hayama nahm.

Im Haus von Jun war die Stimmung wie immer, zwar wurde sie herzlich willkommen von beiden, doch wirkte alles irgendwie anders auf sie.
Wie fehl am Platz war das Gefühl das sich langsam aber sicher in ihr breit machte.
Jun war dabei das Chaos das sie die letzten Tage verursachte hatte wieder gerade zu machen, Akira hing vor einem großen Stapel von Papieren und schaffte es kaum auf ihre ganzen Fragen zu seinem Praktikum ein zugehen.
„Was hältst du davon wenn wir heute essen gehen? Wir hätten ruhe und können uns über alles der letzten Tage austauschen?“ sie dachte das es eine gute Idee war, immerhin war eine Woche doch schon lange für die beiden.
Seit einem halben Jahr waren die beiden fast jeden Tage beieinander, doch Akira meinte das er leider keine Zeit hatte dafür, hier war zu viel Arbeit die gemacht werden musste und meinte das sie es nachholen werden.
Nach weiteren Stunden wo Mina sich wie eine Störung fühlte meinte sie das sie sich auf den Weg zu sich nach Hause machen würde und sie morgen nach dem Unterricht wieder kommen würde.
Akira meinte das er dies nicht versteht und diese doch keine Umstände machen würde.
Die letzte Nacht setze Mina dennoch sehr zu und wollte sie nicht sagen was der wahre Grund war warum sie einfach allein sein wollte.
So passierte es das diese nach gefühlten Monaten die erste Nacht wieder in ihrem Zimmer und Bett verbrachte.
Mitten in der Nacht wachte diese auf, es war kein Alptraum den diese hatte, eher das Gefühl von allein sein.
Auf ihren Handy sah sie das eine Nachricht von Akira da war „Es tut mir leid das ich keine Zeit hatte für dich, lass es mich bitte wieder gut machen! Was hältst du davon wenn wir in den nächsten Ferien zu dir nach Hause fahren?“ in dieser Nacht würde sie nicht da drauf antworten.
Ihr wurde bewusst wenn diese zu sich nach Hause fahren würden, würde die gemeinsame Zukunft ihren Lauf nehmen und sie könnte nicht mehr leugnen was diese die ganze Zeit versucht hatte.
Sie verstand auch langsam was sie Ryo Kurokiba angetan hatte, immerhin hatte sie ihn als Rettungsseil genommen, als eine Möglichkeit aus ihrer geplanten Zukunft.
Wie gern würde diese sich gerade dafür entschuldigen, doch hatte sie nicht seine Nummer und war ihr auch nicht sicher ob dieser ihr überhaupt noch mal zu hören würde.
Und doch, sie vermisste ihn!
Lange lag sie noch wach, hatte sie leider nicht mehr alles vor Augen was in der letzten Nacht passiert war, was am Alkohol vermutlich lag.
Wenige Stunden hatte sie noch zu schlafen und versuchte das beste aus diesen zu machen.

Die nächsten Tage und Wochen zogen nur so an Mina vorbei und doch fühlte sich jeder Tag gleich, wie Kaugummi, an.
Nach dem Unterricht verbrachte sie immer wieder die Zeit bei Akira und Jun, doch die Nächte die diese da blieb waren weniger geworden, auch hat sie wieder Zeit gefunden mit Megumi was zu unternehmen und hat viele Geschichten zu den verschiedenen Praktikum von diesen gehört.
Von ihrem eigenen erzählte sie weniger, fehlte ihr einfach die kraft dazu.
Allgemein war die Fassung des jungen Mädchen nicht die beste.
Ihr sonst so starkes Lächeln war nur noch schwer zu halten, in der Schule war es schwer sich zu konzentrieren und hatte sie kaum noch Lust was zu machen.
Oft verbrachte sie ihre Abende damit auf dem Bett zu liegen und zu lesen, hatte sie auch wieder angefangen Musik zu machen und sich von den Menschen etwas zurück zu ziehen.
Von Kurokiba hatte sie die ganze Zeit nichts gehört, zwei oder drei mal hatten sie sich gesehen, hatten auch keinen Kurs wirklich zusammen und selbst wenn sie sich auf dem Gelände entgegen kamen, so war es als würden diese sich nicht kennen.
Mina konnte nicht leugnen, sie fühlte sich einfach schwach und als würde sie in einem tiefen Loch stecken.

„Mina? Wie konntest du das nur vergessen?“ zusammen mit ihrer besten Freundin Megumi befand diese sich auf dem Schulhof und sprachen über das kommende Mondfest, was Mina wohl, durch den ganzen Stress der letzten Tage, vergessen hatte.
„Es tut mir so leid, ich hatte so viel zu tun und hab es einfach vergessen. Machen wir den einen Stand vom Kurs aus?“ fragte diese da drauf um das beste aus der Situation zu machen.
„Ich denke das ich zusammen mit Soma einen machen werde, zumindest hatten wir kurz da drüber gesprochen? Dennoch wird der Kurs bestimmt einen machen, du kannst ja mal fragen ob du da mit machen kannst? Wobei ich glaube das Akira auch einen hat oder?“ stimmt Akira hatte auch einen und hatte sie auch schon gefragt, sie glaubte sogar zugestimmt zu haben dabei zu helfen.
„Stimmt, ich mache einen Stand mit Akira. Man wo ich nur mit meinen Gedanken bin“ das grinsen auf ihren Gesicht, das eigentlich zeigen sollte das sie sich erinnert und es als einen lustige Situation sieht schien seine Wirkung zu verfehlen.
In den letzten Tagen schaute Megumi sie immer wieder mit so einem Blick an, als würde sie merken das da etwas nicht stimmt „Ich hab keine Ahnung was in letzter Zeit bei dir los ist? Du bist so traurig und ruhig, deine Gerichte haben an Farbe verloren und wirkst du auf mich als würde dich was belasten. Du bist meine beste Freundin, dir muss doch klar sein das du mit mir über alles sprechen kannst?“ sprach diese das erste mal an was ihr schon so lange auf der Seele lag, doch von Mina kam nichts.
Sie versuchte ihre beste Freundin mit schlechten Ausreden zu beruhigen, merkte aber selbst das dies nicht die Wirkung hatte wie sie gern hätte.
So schwiegen sie, beide hingen ihren Gedanken nach, als Megumi sich zum gehen auf machte „Egal was dich beschäftigt, ich werde es noch aus dir bekommen. Jetzt kümmern wir uns aber erst mal um das kommende Mondfest und machen das beste da draus.“

Die kommenden Tage drehten sich nur um dieses Fest, Gruppen fanden sich zusammen und bauten Stände die sie wunderschön schmückten, auch Akira und Mina hatten mit den ersten Vorbereitungen angefangen.
Von Megumi hörte Mina das ein privater Kampf zwischen Soma und einem aus dem Zehnerrat sich anbahnte und dieser alles tun wollte um selbst in diesen Rat zu kommen.
Aus einem Brief ihrer Mutter erfuhr diese das selbst sie zu diesem fest kommen würde und sich schon sehr auf die Zusammenarbeit zwischen ihr und Akira Hayama freute.

Es war ein Regentag, noch nicht einmal hatte heute die Sonne den Kampf gegen die dicken Wolken gewonnen und zusammen mit ihrer Zukunft saß sie auf dem Sofa und plante die letzten Schritte für das kommende Mondfest, das in wenigen Tagen starten würde.
Sie waren ganz versunken in ihrer Arbeit das sie selbst den Tee auf dem Tisch vergaßen.
Mit einem mal schlug die Tür auf, kalte Luft zog direkt in den Raum und ein klitschnasse Alice Nakiri stürmte mit Gefolge in den Raum.
Noch bevor einer der anwesenden reagieren konnte hatte diese sich schon auf dem Sofa Gegenüber gesetzt, ihr Begleiter stand weiter weg und allein beim Wissen begann der Bauch von Mina zu schmerzen.
Sie konnte ihn nicht anschauen, auch das andere Mädchen beachtete diese nicht und versuchte sich hinter den Blättern in ihrer Hand zu verstecken, wie schön wäre es wenn man sich einfach in das Sofa ziehen könnte und in diesem sich verstecken könnte bis die wieder weg waren.
Alice begann direkt ihren Grund zu nennen warum sie hier war „Ich hab gehört ihr habt einen Stand für das Mondfest? Also ich wollte nur sagen das ich schon enttäuscht bin das keine Frage kam das wir helfen sollen, ist ja nicht schlimm hier sind wir und natürlich helfen wir. Ich hab schon eine klare Vorstellung was wir anbieten können und ich dachte wir benenn unseren Stand nach mir.“ dieses Mädchen hatte so ein Selbstbewusstsein, sie hatte nicht mal den Gedanken das diese sie vielleicht nicht dabei haben wollten und als Akira ihre Hilfe höflich abwies agierte diese direkt mit Gegenargumenten.
„Wenn du so unbedingt am Mondfest Teilnehmen willst, warum macht ihr das nicht allein?“ stellte Akira da drauf die Gegenfrage.
Man merkte ihr direkt an das diese sich schämte und versuchte auf dies keine Antwort geben zu müssen, was auch nicht von Nöten war da ihr stiller Begleiter dies für sie tat „Das kleine Fräulein hat vergessen uns anzumelden“.
Diese Stimme, Minas Augen weiteten sich und sie konnte nicht anders und schaute über ihre Blätter zu den großen Mann.
Dieser lehnte sich gelassen an der Wand an, die Arme waren in den Hosentaschen versteckt und sein Blick war starr auf sie gerichtet.
Die Wut die kurz aufflammte als das Wort Fräulein aufkam war wie weg geblasen, wie sehr hatte sie seine Stimme vermisst und dann dieser Blick!
Es war als würde er sie mit diesem aufspießen wollen, nicht mal ein Blinzeln war gekommen, wirkte es als würde alles um die beiden verstummen und verwinden, für einen Moment war es als wären nur die beiden in diesem Raum, wurden sie aber aus diesem geschmissen als eine fröhliche Jun in den Raum dazu kam.
„Das ist eine wundervolle Idee, ihr solltet das jedenfalls tun.“ Akira versuchte diese zu widersprechen, doch wurde direkt aufgehalten „Du solltest was mit Leuten aus deinem Alter machen, ihr werdet bestimmt viel Spaß zusammen haben“.
Nicht nur Akira wirkte mehr als überrumpelt, auch Mina schien das gerade überhaupt nicht passen.
Das würde ja heißen das sie und Kurokiba wieder zusammen arbeiten würden und das noch vor ihren beiden Begleitern!



Guten Abend zusammen,

dieses Kapitel war eher ruhig, doch ich freue mich schon richtig, das Mondfest *-*
Hoffe euch gefällt es bis jetzt und habt noch Spaß an der Geschichte.

Lieben Gruß,
Hope :)
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