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Crystal

von Diablito
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alex Flynn Julie Molina Luke Patterson OC (Own Character) Reggie
26.12.2021
28.01.2022
9
9.057
2
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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31.12.2021 1.208
 
Einen Moment lang sahen Julie und ich uns verdutzt an. Wer konnte das sein? Ein zweites Klingeln brachte uns wieder zur Besinnung. Wegen meiner unersättlichen Neugierde stand ich auf und folgte Julie zur Tür. Sie machte auf und davor stand...
"Tía! Was machst du denn hier?"
"Ray hat mich gestern darum gebeten auf euch aufzupassen und da bin ich"
Stimmt! Sie hatten wir ja völlig vergessen!
"Sag mal Crystal: Warum sind deine Haare nass?"
"Wir waren am Strand eine Runde schwimmen", zum Glück schien es sie nicht weiter zu stören, dass wir anscheinend "alleine" da gewesen waren.
"Ach ihr wolltet Mittagessen. Gut, dann werde ich - AH! Wie sieht es denn hier aus?!"
Sie war nicht die einzige, die erschrak. Das Wohnzimmer sah aus als wäre eine Bombe eingeschlagen. Überall lagen Süßigkeiten, Konfetti und Pizzareste. Was zum Teufel war hier passiert? Wir waren doch bloß eine Sekunde an der Tür gewesen. Vermutlich durch Tías Schrei angelockt kamen die Junga aus der Küche her.
"Äh...das war ein... Unfall. Ja, genau, wir wollten das alles hier noch wegräumen", während Julie versuchte uns da irgendwie rauszureden ging ich hoch und kontrollierte die anderen Zimmer. Was ich sah schockierte mich. Nicht nur das Wohnzimmer, sondern ALLE Zimmer sahen so aus! Wie war das bloß möglich? Von unten donnerte Tías Stimme nach oben und um sie dem nicht alleine auszusetzen beeilte ich mich wieder nach unten zu Julie.
"Und das soll ich euch glauben? Ich bi schwer enttäuscht von euch beiden. Ich gehe jetzt Carlos abholen und gehe mit ihm in den Freizeitpark. Ihr werdet in der Zeit das ganze Haus aufräumen und putzen, sodass es wie neu aussieht, wenn wir kommen. Habe ich mich klar genug ausgedrückt?"
"Ja, Tía", kam es unisono von uns.
"Schön! Ich gehe jetzt!"
Sie hatte gerade mal die Tür zugemacht, da fragte Julie auch schon in die Runde: "Wie ist das möglich? Was habt ihr gemacht, Jungs?"
"Gar nichts!"
"Wir waren das nicht!"
"Wir waren in der Küche, also muss wer auch immer das gemacht hat echt leise gewesen sein", machte Alex uns auf einen wichtigen Hinweis aufmerksam.
"Okay, tut mir Leid, dass ich euch verdächtigt habe. Ich glaube auch nicht wirklich, dass ihr so etwas machen würdet, aber eine andere Erklärung hatte ich nicht"
"Entschuldigung angenommen", befand Reggie.
"Und uns tut es Leid, dass eure Tante sauer auf euch ist", sprach Luke uns sein Mitleid aus.
"Ich würde vorschlagen wir machen uns an die Arbeit. So viel zeit haben wir nämlich auch nicht", schlug Alex vor. Seufzend fingen wir mit dem Wohnzimmer an.
Eine halbe Stunde des stillen Arbeitens ging vorüber und mir war es inzwischen echt zu bunt. Wir sahen so niedergeschlagen aus, als hätten wir das wirklich veranstaltet! Und es fühlte sich auch so an. Das ging so nicht. Wir waren UNSCHULDIG! Aber wie sollte ich diese Trauerstimmung ändern? Ich hob meinen Kopf und sah mich um: Alex hatte einen Müllsack in der Hand und stopfte alles auf dem Boden da rein. Julie kehrte das Konfetti zusammen, welches Luke dann in einen weiteren Müllsack beförderte. Reggie schrubbte mithilfe eines Lappens die Pizzabeläge vom Boden. Jeder arbeitete still für sich allein. Das reichte jetzt. Wir waren doch Freunde, eine Band. Wir waren ein TEAM! Und gerade das schien hier auseinanderzufallen. Eine Idee musste her und zwar schnell. Weil Musik mir einfach immer hilft, machte ich das Radio an.
"...Und jetzt spielen wir euch noch einmal den neusten Hit aus dem Orpheum vor"
Die ersten Töne von Stand Tall spielten. Alle sahen zu mir. Julie sah fassungslos aus, Luke begeistert. Auch Alex schien es nicht glauben zu können, dass ihr Lied ein Hit war. Reggie sah etwas überfahren aus.
Plötzlich verstand ich wie ich uns wieder näher bringen konnte: Die Musik! Also begann ich zeitgleich mit der Julie im Radio zu singen. Ich sah dabei auch die anderen erwartungsvoll an. Es brachte tatsächlich etwas. Als Erstes stieg Reggie ein, dann auch Julie, Luke und Alex. Auf allen unseren Gesichtern war das Strahlen zurückgekommen. Jeder von uns sang mit voller Leidenschaft. Und jetzt fingen wir auch an wieder zusammenzuarbeiten. Julie kehrte das Konfetti einfach gleich in die Säcke, die Luke ihr einfach hinlegte. Er gab sie dann an Alex weiter und der füllte sie noch so weit wie möglich mit größerem Müll. Reggie wischte die Pizzabeläge mit einem nassen Lappen vom Boden und ich trocknete die Stellen mit einem Bodentuch. Singend und Zusammenarbeitend kamen wir viel schneller voran und waren kurze Zeit später oben in den Zimmern.


Als Tía und Carlos zum Abendessen um Punkt sechs die Haustür aufschlossen, fanden sie das Haus sauber und Julie und mich singend in der Küche essen machend vor. Unsere Geisterbandkollegen konnten sie nicht sehen, weil sie sofort verstummt waren, als sie die Tür gehört hatten, aber die waren auch noch da.
"Wow, das Haus sieht gut aus. Was kocht ihr da?"
"Arroz con Poyo nach deinem Rezept", antwortete Julie ihr.
"Ihr habt es also geschafft. Ich bin stolz auf euch. Komm Carlos, dann decken wir mal den Tisch"
Wir setzten uns an einen gedeckten Tisch und aßen, lachten und erzählten witzige Geschichten. Es war unfassbar lustig und schön. Nach dem Essen fragten Julie und ich Tía, ob wir in der Garage übernachten dürften. Sie bejahte, also holten wir uns Schlafsäcke und rannten rüber.
"Was macht ihr denn noch hier?", fragte Luke uns überrascht.
"Wir übernachten in der Garage und müssen jetzt dringen darüber reden, was heute Mittag passiert ist", beantwortete ich seine Frage knapp. Wir setzten uns um den Sofatisch zusammen.
"Sammeln wir erst mal die Fakten", schlug Alex vor.
"Fakt 1: Keiner von uns hat dieses Chaos veranstaltet", begann Julie.
"Fakt 2: Der Zeitraum in dem das passiert sein könnte ist sehr klein", setzte Luke die Sammlung fort.
"Fakt 3: Wir waren in unmittelbarer Nähe, hätten es also gehört, wenn der Täter viele Geräusche gemacht hätte", fügte ich hinzu.
"Fakt 4: ...", Alex schwieg. Offenbar fiel ihm nichts mehr ein.
"Es war sehr heiß", keiner wusste so Recht was mit Reggies Fakt anzufangen.
"Na, und?", wandte Luke ein, "Das ist doch nicht wesentlich"
"Doch! Überlegen wir mal: Bei diesen Temperaturen ist zwischen zwölf und zwei so gut wie keiner unterwegs, das schränkt mögliche Täter ein. Außerdem haben wir die Fenster zugemacht, weil es drinnen kühler war als draußen. Daher kann der Täter nicht durch das Fenster reingekommen sein", fiel es mir wie Schuppen von den Augen, "aber das heißt es muss Magie gewesen sein"
Langsam fühlten sich alle unwohl, denn wir wussten wer Magie besaß und uns schaden wollte. Nur dass der Gedanke an Caleb so nah an uns dran nicht gerade beruhigend war.
"AAAAAAHHHH", fing Reggie plötzlich an zu schreien.
Aus Reflex schrien wir anderen einfach alle mit: "AAAAAAAAAAHHHHHHHHH!!! Wie, wo was?"
"Da am Fenster. Wo Willie uns mal hinterherspioniert hat. Da war jemand"
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