Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Crystal

von Diablito
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Liebesgeschichte / P12 / Gen
Alex Flynn Julie Molina Luke Patterson OC (Own Character) Reggie
26.12.2021
28.01.2022
9
9.057
2
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
27.12.2021 1.444
 
Das Herz rutschte mir in die Hose.

Luke räusperte sich. Das Geräusch hallte in meinem Kopf. "Wir sind zu deinem Vorspiel gekommen um dir zuzuhören und dich zu unterstützen-", fing er an. "-du gehörst ja jetzt zur Familie", unterbrach Reggie ihn.

"Auf jeden Fall", fuhr Luke fort als wäre nichts passiert, "hast du uns ziemlich überrascht" "Entschuldige dass wir einfach verschwunden sind, wir haben uns nur ein wenig überfordert gefühlt. Der Song war der Letzte den wir gespielt haben als wir noch am Leben waren", erklärte Alex mir höflich. Ich wusste immer noch nicht ganz worauf sie hinaus wollten. "Du hast ihn echt gut vertont und deine Stimme ist krass. Sag mal welchen Stimmumfang hast du eigentlich?"

Ich antwortete Reggie immer noch ein wenig verwirrt: "Sechs Oktaven. Ich komme sehr hoch, habe aber Probleme mit tieferen Tönen als C'. Wieso?" "Okay wir wollen offen sein: Nachdem wir dein Vorspiel gehört haben, haben wir uns unterhalten, weil wir eine Idee hatten. Allerdings musste Julie noch einverstanden sein, da es auch sie betrifft", fing Luke an.

"Ich fand die Idee super, also fragen wir dich jetzt: Möchtest du Mitglied bei Julie and the Phantoms werden?" "Heilige Scheiße", war meine erste Reaktion, "Natürlich! Aber ich kann nur singen und Keyboard spielen. Das sind doch schon die Aufgaben die Julie in der Band hat" "Guter Einwand", stellte Reggie erstaunt fest.

"Ja, aber wir haben uns gedacht, ihr könntet euch abwechseln je nachdem welcher Song. Das heißt du könntest bei Bright zum Beispiel Keyboard spielen, dann muss Reggie an der einen Stelle nicht einspringen. Julie kann auch Trompete spielen und ein Blasinstrument zu haben kann für viele Songs gut sein, dann musst du das Keyboard und den Gesang übernehmen. Du verstehst den Gedankengang?", präsentierte Alex die Idee. Ich bejahte.

"Okay, hier sind die Partituren zu unseren bisherigen Songs lern die Texte auswendig, die Noten kannst du dir auf den Keyboard-Notenständer legen. Wir treffen uns in einer halben Stunde in der Garage zur ersten Probe", gab Luke die Anweisungen.


Ich verschwand in mein Zimmer und fing an die Texte zu lernen. Ray streckte seinen Kopf durch die Tür: "Was machst du da? Willst du runterkommen und mit Carlos und tía ein Brettspiel spielen?" "Ich kann nicht. Julie hat mich in ihre Band aufgenommen und jetzt lerne ich die Texte auswendig" "Das klingt ja toll. Dann will ich dich auch nicht weiter stören. Te quiero mucho Mija" "Ich dich auch, Dad"


Nach genau einer halben Stunde standen wir alle wieder in der Garage. Die Probe verlief gut bis auf die Stelle wo ich aufstehen und in die Mitte laufen musste. Nein, das Mikro hatte ich nicht vergessen, aber ich war genau wie die anderen so in der Musik versunken, dass ich nicht auf meine Füße achtete und über Reggies Kabel stolperte (der Bass spielte direkt neben dem Keyboard).

Aber es störte zum Glück keinen das ich den ersten Durchgang dieses Songs gesprengt hatte. Ganz im Gegenteil: die anderen amüsierten sich köstlich und lachten mit mir über meine Tollpatschigkeit. Nach der Probe verschwand Alex zu Willie, während wir anderen Ideen für einen neuen Song sammelten.

Aus dem Nichts öffnete sich die Garagentür und Carlos platzte hinein mit seinem I-Pad in der Hand. "Was willst du?", fragte Julie ihn. "Ich bin auf Geisterjagd. Keine Sorge, Crystal. Ich finde die Geister und kümmere mich dann um sie. Im Internet gibt es nämlich ein Rezept was sie in Flammen aufgehen lässt" Julie bedeutete mir ihn hier raus zu schaffen.

"Ja? Das klingt ja interessant. Weißt du was? Ich gehe jetzt mit dir in die Küche und dann kochen wir dieses Rezept" Er biss an: "Cool!" Neben mir hertrottend erzählte Carlos mir von seinen vorigen Versuchen die Geister zu vertreiben.


"Mmh. Hier riecht es aber gut. Was kocht ihr denn leckeres?", schnuppernd kam Ray in die Küche. "Das ist nicht zum Essen! Das vertreibt die Geister", Carlos schlug Rays Finger weg ehe er probieren konnte und verschwand dann im Bad. "Dieses Rezept lässt laut Internet die Geister in Flammen aufgehen", klärte ich ihn auf.

"Ah. Bald gibt es Abendessen. Die Pizza müsste in einer bald geliefert werden. Ich deck in der Zeit schon mal den Tisch", setzte er mich in Kenntnis, "Ich habe auch Flynn und einen von Julies Freunden eingeladen" Genau als er das sagte klingelte es an der Tür. Ich öffnete sie: "Wenn man vom Teufel spricht" Mit einer Umarmung ließ ich Flynn rein und ihr folgte Nick.

"Crystal, nach was riecht es hier?" Als wäre es nicht schon eng genug tauchten jetzt auch noch die Jungs auf und Julie kam durch die Tür. "Du riechst ein Hausmittel zum Geistervertreiben. Carlos wollte es unbedingt ausprobieren. Oh Shit! Ich habe die Pfanne mit den Chilischoten vergessen!" Ich sprintete in die Küche dicht gefolgt von Reggie, Alex, Luke und Julie.

Ein bedrohliches Zischen der Pfanne weckte mich aus einer kurzen Schockstarre.  Ich rannte zum Herd und zeitgleich als ich die Pfanne hochriss schoss ein Feuerstrahl aus ihr empor. Erschrocken schrie ich auf. Ganz ehrlich ich dachte das Feuer würde mich treffen und ich müsste ins Krankenhaus. In der Allerletzten Sekunde drehte Reggie den Regler auf Null und schaltete die Herdplatte aus.

Tief sog ich die Luft ein. Das war vielleicht ein Schock gewesen. "Alles okay mit dir?", wollte Reggie von mir wissen. "Ja, ich habe mich nur erschrocken. Danke, du hast mich gerettet. Ich war wohl in so einer Schockstarre gefangen..." "Kein Problem" Ray hatte vom Tisch nur die Hälfte mitbekommen, aber das reichte schon aus um eine Sache klarzustellen: "Ab sofort, kocht Crystal zu unser aller Wohl nicht mehr unbeaufsichtigt in der Küche" Alle mussten lachen.


Die Stimmung am Esstisch war lebhaft und ausgelassen. Wir hatten einen zweiten Tisch aus dem Keller geholt, damit es für alle genügend Platz gab. Sogar Luke, Reggie und Alex blieben. Sie saßen zwar auf der Theke, aber auch sie wollten lieber unsere Gespräche mithören um etwas zum Lachen zu haben, als zu dritt in der Garage zu hocken.

"Bist du eigentlich auch im Tanzkurs, Crystal?", fragte mich Nick. "Ja, ich habe alle Kurse mit Julie gemeinsam und in Musik und Tanzen ist auch Flynn mit dabei" "Cool" "Wer will alles Eis zum Nachtisch?", rief Ray in die Runde. Natürlich wollten alle. Ich bemerkte wie Reggie sehnsüchtig auf das Eis in Rays Händen sah und musste schmunzeln. Geister mussten vielleicht nichts essen, aber ihr Appetit war da.

Nach dem Essen mussten sich Nick und Flynn verabschieden genauso wie Carlos, der bei einem Freund übernachten würde, weil Ray für eine Woche aus geschäftlichen Gründen nach New York musste. So lange würde Tía auf uns aufpassen, aber auch sie konnte erst ab morgen.

"Julie, Crystal Ich vertraue darauf dass ihr keinen Blödsinn macht. Hab euch lieb" Eine letzte Umarmung und er stieg ins Auto. "Und da waren´s nur noch fünf", bemerkte Julie trocken. "Wollen wir einen Film schauen?", schlug Alex vor. "Ja, bitte. Wir kennen doch noch nicht die nächsten Star Wars Teile", Reggie bettelte Julie förmlich an.

Sie holte die DVD und steckte sie in den Player. Ich kümmerte mich ums Popcorn. Keine Sorge, ich machte es nicht selbst, ich nutzte die Mikrowelle - viel sicherer als die Pfanne. Als ich wieder ins Wohnzimmer kam saß Alex schon im Sessel und auch Luke und Reggie hatten es sich mitten auf dem Sofa bequem gemacht.

"Und für Crystal und mich bleiben wohl jetzt nur noch die Sofaecken übrig?", fragte Julie. "Yep", war die knappe Antwort. "Ich glaub's auch" Sie ließ sich neben Luke aufs Sofa fallen und drückte auf Play. Schnell stellte ich noch das Popcorn auf den Wohnzimmertisch und setzte mich dann neben Reggie in die rechte Ecke.

Der Film begann und war genauso spannend wie immer. Doch es war ein anstrengender Tag gewesen und es war dunkel. Ich war sowas von müde, kann ich euch sagen. Dann noch diese angenehme Temperatur...Ich schlief einfach ein. An der spannendsten Stelle! Aber na gut, ich kannte ihn auch schon, also war es nicht so tragisch.

Ich bemerkte nicht mehr wie Reggie auffiel dass ich schlief. Und auch nicht wie mir eine weiche Decke übergelegt wurde.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast