Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

My friends, the coaches

Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Mark Foster Nico Santos OC (Own Character) Rea Garvey Samu Haber Thore Schölermann
23.12.2021
24.01.2022
34
30.833
1
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
14.01.2022 1.206
 
Eine Frau betrat die Bühne. Sie sang ein eher ruhiges Lied, aber ich fand es etwas wackelig. Es gab wirklich bessere Stimmen. Mark und Nico schienen zu überlegen, aber am Ende buzzerte niemand. Die Frau stellte sich als June vor und nahm das Feedback der Coaches entgegen. „Was meinst du?“, fragte Michael mich. „Naja, es gibt bessere Stimmen. Spar dir deine Plätze lieber“, riet ich ihm und er nickte. „Du hast recht.“ Klar hatte ich das.

Als nächstes kam ein Mann auf die Bühne. Auch er sang ein eher ruhiges, gefühlvolles Lied. Mark war mal wieder der erste, der buzzerte. Michael neben mir riss sich die Kopfhörer von den Ohren und rollte mit seinem Stuhl zurück, während er die Hände gen Decke streckte. Meine Aufmerksamkeit wurde von Nicos Buzzer auf den Monitor gelenkt. Und wie so oft waren es wieder Nico und Mark. Warum immer die beiden? Der Mann stellte sich als Andrew vor. Mark und Nico gaben ihm Feedback. „Du hast hier eine richtig, richtig, richtig reife Performance abgelegt. Du kommst zurecht weiter und das super, super gerne in meinem Team. Du wärst eine riesen, riesen Bereicherung für mein Team“, meinte Nico. Andrew wählte Nico. Andrew verschwand von der Bühne und die Stühle drehten sich wieder um.

„Das ist unfassbar, wie oft du dich wiederholst“, meinte Rea mit einem Mal. „Also wirklich, wirklich? Nein, Spaß“, meinte Nico. „Nein, aber du sagst immer. Super, super. Sehr, sehr. Ehrlich, ehrlich“, erklärte Rea. „Man, meine Lehrer wären so traurig. Meine mallorquinischen Lehrer.“ „Mickie Krause oder was?“, spottete Mark und die anderen lachten. „Nico benutzt immer den Trick: Adjektive wiederholen. Ich, ich, ich, ich, ich, ich, ich find dich richtig, richtig, richtig, richtig, richtig geil. Übertrieben! Übertrieben! Ich hätte richtig, richtig, richtig, richtig, richtig Bock mit dir zu arbeiten. Also das ist üüüüüüüüberkrass. Das ist über, über, über, überkrass. Ich hab richtig ultra, ultra, ultra, ultra, ultra Bock mit dir zu arbeiten. Komm in mein Team. Ich hab so ein krasses, krasses, krasses, krasses, krasses Team“, machte Mark und die Coaches lachten sich schlapp. Auch Michael und ich mussten uns aneinander festhalten, um nicht vor Lachen von den Stühlen zu fallen. Und ich war sehr froh, dass Mark mich wieder zum Lachen gebracht hatte.

Nachdem sich alle wieder beruhigt hatten, kam das nächste Talent auf die Bühne. Der Mann sang Memories und es klang richtig gut. Warum drückte denn niemand? Kaum hatte ich diesen Gedanken gedacht, buzzerten Samu und Rea und Michael neben mir ließ seinen Kopf mit einem genervten Seufzer hängen. In letzter Sekunde drückten noch Yvonne und Stefanie. Samu sprang auf und wollte den drehenden Stuhl stoppen, wobei er Yvonne erschreckte. Frustriert ging er zurück zu Rea. Der Mann stellte sich als Gerald vor. „Bitte komm zu uns. Ich kann nicht mehr verlieren!“, rief Samu am Ende des Feedbacks. „Gerald du bringst hier einfach Bock auf die Bühne. Du strahlst ja schon bis hierher. Und Spaß? Ich sag dir, Nico hatten wir gestern bei uns abends in der Garderobe Spaß?“, meinte Stefanie. „Oh, a-auf jeden…..Fall“, stammelte Nico überfordert. „Whohohoho“, meinte Rea, stand auf und hob beschwichtigend seine Hände. „Wowowowowow“, machte auch Stefanie, als sie merkte, wie das alles klang. „Was für Spaß?“, lachte auch Gerald. „Nur mal so, wir haben einfach….“, versuchte Stefanie zu erklären. „Ich war dabei! Ich bin Zeuge! Ich war dabei!“, rief Yvonne mit einem Mal. Haha, ich konnte nicht mehr und lachte lauthals los, während ich gleichzeitig versuchte weiter zuzuhören. „Wowowow“, meinte Rea wieder und Stefanie zog ein Gesicht, das einfach nicht zu beschreiben war. „Stef, das sollte doch nicht an die Öffentlichkeit dringen“, sagte Mark da. „Pass auf“, rief Stefanie und stand auf. Mittlerweile standen alle Coaches außer Samu. „Ich wollte eigentlich sagen: Wir haben nett zusammen gesessen. Mit uns Mädels kannst du auf jeden Fall mächtig viel Spaß haben. Frag Sofie, die kann es bezeugen! Aber, nein, nein, nein, nein!“ „Stef, Stef.“ Mark machte diese Hand vor Hals Geste um ihr zu signalisieren, dass sie besser nichts mehr sagen sollte. „Das Gerald, das können wir leider dich nicht anbieten“, rief Rea.

„Ganz kurz.“ „Stef mach’s nicht schlimmer als es ist“, riet Mark ihr. „Ne ich mach nix. Gerald, ich wollte eigentlich sagen: Wir machen uns hier echt manchmal ganz schön zum Affen. Aber auch immer nur, wenn wir ein Talent so gerne in unserem Team haben wollen“, erklärte Stef. Mit einem Mal ging Rea auf die Bühne. „Gerald, setz dich kurz hin.“ Stefanie stand auf und bot ebenfalls ihren Platz an und Gerald setzte sich neben Yvonne und nicht neben Samu, was diesen offenbar beleidigte. „Setz dich Stef, ich geh zu Samu“, meinte Mark. Samu stand freudig auf und hob seine Hand. Mark schlug ein und setzte sich auf Reas Platz. „Supergirl! Supergirl!“, rief Mark. Rea hatte inzwischen eine Gitarre bekommen und begann zu singen. Gespannt lauschte ich dem improvisierten Song. Rea bekam Standing Ovations und Nico und Samu stellten sich sogar auf ihre Stühle. „Gerald, mach’s nicht so spannend, sonst singt Rea noch eine Strophe“, meinte Mark, als Gerald versuchte sich zu entscheiden. Es schien so, als wolle er zu Samu und Rea, weil Rea gesungen hatte. Also sprang Yvonne auf und sang auch. Samu ließ Gerald auf seinem Platz sitzen und gesellte sich zu Stefanie. Yvonne nahm sich ebenfalls die Gitarre und spielte und sang. Nach dem Lied ging Samu wieder auf seinen Platz und Gerald entschied sich tatsächlich für Stefanie und Yvonne. „Das war super, super, super! Würde der Nico jetzt sagen“, rief Stefanie, als Yvonne wiederkam. Alle lachten und die Stühle drehten sich wieder um.

Als Nächstes kam ein Mann mit einer Gitarre auf die Bühne. Zuerst buzzerte Mark, dann Yvonne und Stefanie, dann Samu und Rea und als Letztes Nico. Der Mann stellte sich als Sean vor und erklärte, dass er Songs für sich selber schrieb. Natürlich wurde er aufgefordert eines zu singen und zu spielen und dies tat er dann auch. Samu setzte schon wieder zu einer seiner Reden an, als Sean sich auch schon für die beiden entschied. „Was war das denn?“, lachte ich und Michael neben mir kicherte unterdrückt.

Die Stühle drehten sich um und wieder kam ein Mann auf die Bühne. „Er ist gut“, murmelte Michael neben mir und ich nickte leicht, konzentrierte mich aber weiter auf den Mann. Keiner buzzerte. Der Mann stellte sich als Richie vor. Was war das denn für ein Name? Stefanie dachte als Einzige, dass Richie eine Frau wäre. Warum? An dem Gesang war doch nichts Weibliches dran! Nach dem Feedback verschwand Richie nach hinten. „Irgendwie schon ein cooler Typ und er hat echt gut gesungen“, meinte Michael neben mir und ich blickte ihn abwartend an. „Ja“, rief Michael, sprang auf und stupste mich an der Schulter an. „Kommst du?“ Ich zog mir meine Kopfhörer von den Ohren und folgte Michael. Michael räusperte sich und alle Anwesenden wandten ihre Aufmerksamkeit uns zu. Richies Freunde feierten mehr ab als Richie selbst. „Wir würden uns unfassbar freuen, und ich glaube von deiner Gang hab ich schon so ein bisschen ein ja bekommen, wenn du zu mir in mein Team kommen würdest. Zur Comeback Stage.“ Und Richie sagte natürlich nicht nein. Kaum waren wir auf dem Weg zurück, da wurde auch schon die Pause angekündigt.
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast