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Hubsi and friends

von Bibi77
Kurzbeschreibung
SammlungHumor, Freundschaft / P12 / Gen
Barbara Hansen Caroline Fuchs Dr. Anja Licht Franz Hubert Johannes Staller Sabine Kaiser
18.12.2021
29.03.2022
8
20.211
5
Alle Kapitel
31 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
18.12.2021 2.350
 
Personen: Franz Hubert, Johannes Staller, Anja Licht

Genre: Humor

Darum geht's: Nach einem angeblichen Betriebsunfall brauchen Hansi und Hubsi dringend Anjas Hilfe. Aber irgendwas ist faul an der Geschichte, die sie der Pathologin auftischen wollen.

***

Die alte Witwe Stiegler steht in ihrer geblümten Kittelschürze am Straßenrand vor ihrem kleinen Häuschen und schreit und schreit. Ein Streifenwagen hat soeben mit Blaulicht und Sirene ihren Ganter Günni aufgegabelt, dass immer noch die Federn durch die Luft segeln. Nun liegt der treue Kamerad wie ein weißes Omelett auf dem Asphalt und taugt nicht einmal mehr für den Suppentopf.

Der Fahrer des Streifenwagens hat derweil ganz andere Sorgen.
„Halt durch, Hubsi!“ Johannes Staller schaut besorgt nach seinem Beifahrer, der in seinem Sitz hängt wie ein Boxer nach schwerem K.O.
So schaut Kollege Hubert auch aus. Röchelnd hält er sich Hansis blaukariertes Baumwolltaschentuch vor das zerschlagene Gesicht.
„I krieg koa Luft mehr!“, japst Hubsi und stöhnt. Er hört sich an, als hätte er Schnupfen und hat auch mit dem Sitzen so seine liebe Not.
„Soll i anhalten?“, fragt Hansi.
„Na, schick dich, Hans! Und kein Wort! Zu niemandem!“
„Auf keinen Fall!“, schwört Hansi. „Die Anja, die bringt mi sonst um. Arrh!“ Er fasst sich an die Stirn. „I glaub, i hab a ganz schön was ab’kriegt. Mir isses a immer noch ganz komisch…“
„Na sauber!“, näselt Hubsi ins Taschentuch. „Setz die Mützen wieder auf, dass die Anja net glei was merkt!“

Anja bekommt den Schreck ihres Lebens, als ihr Ex-Göttergatte blutverschmiert und gestützt von Hansi in die Pathologie und mitten hinein in ihre Mittagspause stolpert. Sofort stellt sie ihre Müslischüssel beiseite und eilt den beiden zu Hilfe.
„Hubsi! Hansi! Was is’n passiert?“
Beherzt greift sie Hubsi unter die Arme.
Zeitgleich antworten beide: „Ausrutscher.“, „Kleiner Betriebsunfall.“
„Äh – Was jetz?“
„Einbrecher – “ „Ausrutscher“ – „hat mi niederg’schlagen.“, schnattern die beiden wieder durcheinander, wobei diesmal Hansi für ausgerutscht plädiert und Hubsi für den Einbrecher.
Anja versteht kein Wort, aber das ist jetzt auch erst einmal nebensächlich, findet sie.

Hubsi schaut furchtbar aus, klingt furchtbar und kann sich kaum auf den Beinen halten.
Anja und Hansi helfen ihm auf den Bürostuhl.
„Na zeig amal her“, sagt Anja und nimmt Hubsi behutsam das Taschentuch vom Gesicht. „Mei, da hats dich aber ganz schön erwischt, mein Lieber!“
Hubsis Nase blutet immer noch ein wenig. Das Nasenbein ist aufgeschürft und rings herum leuchtet die Haut in allen Farben des Regenbogens. Am Kinn entdeckt sie außerdem eine kleine Rissquetschwunde und auf der linken Stirn leuchtet ihr eine hübsche, dunkelrote Platzwunde entgegen – oberhalb der gedachten Hutkrempenlinie, wie Anja feststellt. Das heißt, Hubsi hat sich die Verletzung schon einmal nicht bei einem harmlosen Sturz zugezogen.
„Das muss g’näht werden“, erkennt sie auch gleich mit fachmännischem Blick.
„Ah naaa!“, stöhnt Hubsi.
„Doch, Hubsi, das kann so net bleiben“, sagt Anja und greift nach einer kleinen Lampe, um die Reaktion seiner Pupillen zu testen und eine schwerwiegendere Kopfverletzung auszuschließen. „Has’d Kopfweh?“
„Bissl. Aaaarh! Spinnst du?“ Ruckartig duckt Hubsi sich weg, als Anja ihm in die Augen leuchtet.
„Etz halt g’fälligst still!“, herrscht sie ihn an und dreht sein Gesicht wieder in ihre Richtung.

In diesem Moment stürzt Hansi auf einmal im Hintergrund ans Waschbecken und muss sich übergeben. Prompt fängt auch Hubsi an zu würgen.
Blitzschnell hält Anja ihm die Hand vor den Mund. „Denk net amal dran!“, droht sie ihm. „Schön tief ein- und ausatmen, dann geht’s gleich wieder besser. Wehe, du speist mir vor die Füße!“

Kaum hat Hubsi sich wieder gefangen, wuselt sie zu Hansi. „Herrschaft, ihr haltet’s mich aber auch wieder auf Trab heut! – Was is etz mit dir?“
„Nix“, behauptet Hansi und schluckt.
Misstrauisch verengt Anja die Augen zu Schlitzen. „Und was is das da für eine Beule an deiner Stirn?“
Hansi fasst an die stark gerötete Stelle, die aussieht, als würde ihm dort jeden Augenblick ein Horn durch die Haut sprießen. „Joa, das is – äh…“ Weiter kommt er nicht.
Anja tastet die Beule vorsichtig ab. Sie ist ganz heiß, und hart wie ein Golfball.
„Glaubstes! Was is’n los mit euch!“ Sie schüttelt den Kopf. „Is das euer Einbrecher g’wesen? Oder seids ihr nun beide ausg’rutscht?“
Angeschlagen lehnt sich Hansi gegen die Wand. „Naja, in gewisser Weise – “
„Hoid’s Maul!“ näselt es aus dem Hintergrund.

Anja wirbelt herum.
Hubsi hält sich mit kränklich gerümpfter Nase die Flanken und scheint starke Schmerzen zu haben. Offenbar ist er noch schlimmer verletzt als sie zunächst angenommen hat.
„Zieh dich amal aus!“, verlangt Anja und ist sofort wieder an seiner Seite.
Mit großen Augen starrt Hubsi sie an. „Wos?“
Anja verdreht die Augen. „Net SO, Herrschaft! Etz stell dich net so an!“
Sie greift nach seinem Hemd und will es ihm aus der Hose ziehen, aber Hubsi haut nach ihren Fingern. „Lass das! I kann das selber!“

Am Ende schafft er es dann aber doch nicht ohne ihre Hilfe, sich aus dem Hemd zu pellen. Behutsam schiebt Anja ihm das T-Shirt hoch – und schnappt nach Luft. Auf seinem Brustkorb zeichnen sich zwei große dunkelgraue Hämatome ab. Auch die Gegend rund um den Magen hat noch etwas abbekommen.
„Mei, Hubsi! Das schaut aber gar net guat aus! Hat dir da wer reingetreten?“
Hubsi wirft einen Blick über ihre Schulter. „Na. Also – ja. Das – “
„War das der Einbrecher?“
„Ja!“, sagt Hubsi schnell. „Genau. Der hat mi hoid voll erwischt, wie wir den überrascht ham und da – da bin i dann rückwärts die Treppen nunter g’flogen.“
Anja runzelt die Stirn. „Aber das sind doch zwoa Abdrücke da.“ Sie zeigt auf Hubsis Brust und er zuckt zurück, obwohl sie ihn nicht einmal annähernd berührt hat.
Hubsi schluckt.
„Der Einbrecher, der – das war a Kampfsportler“, kommt Hansi nun seinem Partner zu Hilfe. „Das hättst du sehn solln!“ Wild gestikulierend erklärt er: „Auf einmal ist der da wie der Bruce Lee in die Luft g’hüpft und hat den Hubsi – zack! – mit beiden Beinen voll getroffen!“ Er tritt mit einem Fuß in die Luft und erwischt den Tisch mit dem Sezierbesteck. Das fliegt klirrend und scheppernd zu Boden und Hansi stürzt gegen den Seziertisch, kann sich gerade noch festhalten, ehe er zu Boden geht.

„Herrschaft, pass doch auf!“, schreit Anja.
„Arrh, etz plärr hoid net so!“, mault Hubsi mit schmerzverzerrtem Gesicht. „Mir platzt glei der Schädel!“
Anja seufzt schwer und sieht von einem zum anderen. Ein Kampfsporteinbrecher also? Aber wenn Hubsi rückwärts die Treppe runtergefallen ist, wieso ist sein Rücken dann unverletzt? Wieso sieht stattdessen sein Gesicht so aus, wie es aussieht? Und wo kommt Hansis Stirnbeule her?

„Joa, das – also das war so“, setzt Hansi auf ihre Nachfrage an.
„I bin – i hab mich ja gedreht“, erklärt Hubsi, „wie der Kung fu-Depp mich da erwischt hat.“
„Ja, der Hubsi, der hat so einen Schwung draufg’habt“, bekräftigt Hansi, „dass der komplett rumg’wirbelt is und mir quasi direkt in die Arme – “ Er setzt zu einer Drehbewegung an, aber Anja hebt schnell beschwichtigend die Hände.
„Schon gut, Hansi, schon gut! I kann’s mir auch so vorstelln, danke!“
„Na jedenfalls samma dann mit unsern Schädeln z’sammenstoßen und – die Treppen nunter – gepurzelt“, vollendet Hubsi und schaut in angespannter Erwartung zu Anja auf.
„Also doch net ausg’rutscht?“
Hubsi schnappt nach Luft. „Na! Also – doch!“, behauptet er. „Weil, es war ja – “
„Ah joa, die Putzfrau!“, sagt Hansi. „Die hat ja kurz vorher noch das Treppenhaus g’wischt. Das war ja da ois glatt wie Schmierseife.“
Hubsi nickt eifrig. „Wie Schmierseife.“
„Ganz genau.“
„Keine Chance, das Gleichgewicht zu halten.“
„Na, überhaupt net.“
Die beiden Polizisten schauen Anja mit bedeutungsvollen Blicken an und nicken einträchtig.

Anja lächelt gezwungen. „Äääh ja… Wie auch immer. Ihr zwoa Superhelden solltets jedenfalls erst amal ganz schnell nach oben in die Notaufnahme und euch g’scheit durchchecken lassen. Net, dass ihr euch bei euerm Treppenhaus-Abenteuer noch schlimmere Verletzungen zugezogen habts.“
Sichtlich geschockt starrt Hubsi sie an. „Wos? Noch schlimmer?“
Anja seufzt und tätschelt ihm beruhigend die Schulter. „Also i glaub net, dass da was is, aber sicher is sicher.“ Mit einem ironischen Lächeln fügt sie noch hinzu: „Net, dass unserm lieben Hubsi noch mehr passiert, gell?“
Zärtlich wuschelt sie ihm durchs Haar, schaut ihm dabei ganz versonnen in die Augen und lässt ihren Handrücken dann mit Absicht zufällig an seiner Wange nach unten gleiten. „Dein armes G’sicht“, murmelt sie leise. Dann wird sie auf einen Schlag wieder ernst. „Na kommt, i bring euch noch schnell rauf! Und in der Zwischenzeit überlegts ihr euch noch amal gut, ob ihr mir net doch lieber die Wahrheit sagen wollt. Die G’schicht mit euerm räuberischen Kampfsport-Akrobaten, die glaubt euch nämlich kein Mensch. I bin vielleicht blond, aber net blöd.“

***

Knapp zwei Stunden später trifft Anja die beiden in einem Behandlungsraum an. Hubsi liegt niedergestreckt auf der Pritsche, mit großen Kühlakkus auf der Brust und Pflastern an Stirn, Kinn und Nasenrücken. Die Haut unter seinen Augen ist inzwischen pflaumenblau unterlaufen.
„Mei, du schaust aus wie a Waschbär“, meint Anja amüsiert.
„Das is net lustig“, mault er finster und klingt immer noch etwas verschnupft.
Hansi geht es auch nicht viel besser. Er sitzt neben Hubsi auf einem Stuhl und drückt sich einen Kühlakku auf seine Beule. Um sein linkes Auge schimmert es ebenfalls bläulich, nur nicht ganz so schlimm wie bei Hubsi.
Immerhin, erfährt Anja von dem ebenfalls anwesenden Arzt, sind die Blessuren nicht weiter tragisch. Nur eine leichte Gehirnerschütterung. Hubsi hat zudem eine Rippenprellung, aber gebrochen ist nichts. Zur Beobachtung da bleiben wollen beide nicht. Der Arzt nimmt noch die unterschriebenen Papiere entgegen, dann dürfen sie gehen. Zumindest von seiner Seite aus. Anja hat allerdings noch dringenden Redebedarf.

„Jetz amal raus mit der Sprache!“, fordert sie. „Was is passiert? Und erzählt mir net wieder was vom Bruce Lee oder dass ihr nur ausg’rutscht seids!“
Die beiden schauen sich an und drucksen ein bisschen herum.
„Naja, aber mit rutschen hat’s fei schon was zu tun“, meint Hansi vorsichtig.
Sie schauen sich wieder an.
Dann sagt Hubsi, an Anja gerichtet: „Aber du musst versprechen, dass das jetz unter uns bleibt, verstanden?“
Anja stöhnt. „Oh Gott, was habt ihr ang’stellt?“ Sie ahnt nichts Gutes.
„Wir – “ Hubsi holt tief Luft. „Also gut. Also mir san da im Märchenwald unterwegs g’wesen. Dienstlich. Weil doch da hoid im Moment so viele Taschendiebe umeinander rennen. Präsenz zeigen und so weiter. Du weißt scho. U-und den Rest – den erzählt dir jetz der Hansi.“
Der schaut ganz erschrocken. „Was? Wieso denn i?“
„Weil’s deine Idee g’wesen is, Hans“, zischt Hubsi ihm nervös zu.
„Was heißt hier bitt’schön meine Idee? I hab doch nur – “
„Herrschaft, etz sagt‘s hoid einfach!“, herrscht Anja die beiden an. „I hab heut a no was andres zum tuan!“
Notgedrungen erzählt Hansi: „Joa, also – da ham’s doch jetz so a neue Röhrenrutsche hingebaut“, und seine Augen beginnen sofort zu leuchten. „So a Monstrum-Teil. So richtig lang und steil, dass’d net amal das Ende siegst, wenns’d oben stehst. Naja, und da ham der Hubsi und i uns hoid gedacht – “
„Falsch, Hans, DU hast gedacht!“, grätscht Hubsi ihm wieder dazwischen.
„Wieso denn i jetz scho wieder? Du bist doch a gleich ganz begeistert g’wesen, wies’d das Teil da g’sehn hast, und hast g’meint, du würd’st so gern noch amal – “
Anja schlägt die Hände über dem Kopf zusammen. „Etz sagt net, ihr seids auf die Rutschen nauf!“
Zeitgleich antworten beide: „Doch.“
Betreten schaut Hansi zur Seite, während Hubsi nun ganz interessiert die Zimmerdecke betrachtet.
Anja kann es nicht fassen. „Wie alt seids ihr eigentlich, ihr Deppen!“, schimpft sie. „Ihr seids zwoa erwachsene Polizeibeamte und habts auf so eim Teil scho seit mindestens vierzig Jahrn nix mehr verlorn, verdammt!“ Sie atmet tief durch. „Okay. Und wie isses dann weiterganga? I mein, nur vom Rutschen schaut mer ja net so aus wie ihr jetz ausschauts.“

Wie sich nach und nach herausstellt, lag es auch tatsächlich nicht am Rutschen selbst. Jedenfalls nicht ganz.
„I wollt dann hoid amal versuchen, ob’s auch anders herum geht“, sagt Hubsi, „also die Rutschen quasi naufkriechen. Aber genau in dem Moment is scho der Hansi von oben ang’rauscht kemma und – da hat er mich mit seine Quadratlatschen hoid voll z’sammeng’haun. Dabei hab i mir dann a noch die Rübe beim Hansi ang’haun und wie wir unten ankemma sind, bin i dann noch amal voll mit’m G’sicht auf’s Metall und danach in den Dreck g’flogen.“ Mürrisch schaut er zu Anja auf. Aber nur kurz, dann schaut er sofort wieder weg. „Bist etz zufrieden?“, grummelt er zähneknirschend.
„Na, i bin überhaupt net zufrieden!“ Anja ist außer sich. „Die Rutsche hochlaufen, wo mer net amal sieht, ob von oben wer kommt? Sag amal, geht’s noch?“ Sie will sich gar nicht vorstellen, was Hubsi dabei hätte passieren können. „Bei dem Affenzahn, den der Hansi draufg’habt ham muss, hättst dir sonst was auswischen können, Hubsi! Du hättst dir die Rippen brechen oder a schwere Schädelverletzung zuziehen können! Du könntst jetz im Koma liegen oder sonst was!“ Sie will gar nicht darüber nachdenken.

„Ja, etz reg dich wieder ab!“, knurrt Hubsi genervt und versucht zu beschwichtigen. „S war ja nur – ein Ausrutscher.“
Er versteht die ganze Aufregung überhaupt nicht. Ja, vielleicht ist das mit der Rutsche etwas unglücklich gelaufen, aber dass die Anja deswegen jetzt so ein Theater macht, mit erstickter Stimme schreit: „Wie soll i denn da ruhig bleiben, wenn du so einen Schmarrn machst und der Hansi dich plötzlich so zug’richtet zu mir in die Pathologie schleppt, ha?!“, dann rausstürmt und die Tür hinter sich zuknallt, dass die Fensterscheiben nur so vibrieren – da kommt er jetzt nicht mehr mit.
„Was hat’n die jetz?“ Hilfesuchend schaut er zu Hansi.
Der zuckt nur mit den Achseln. Dann breitet sich ein seliges Grinsen in seinem Gesicht aus. „Aber weißt was, Hubsi? Das war’s mir wert.“
Nun muss auch Hubsi grinsen. „Stimmt.“
Schmerzen hin und Wutanfall von der Anja her – den Spaß, den sie vorhin im Märchenwald gehabt haben, den kann ihnen nichts und niemand mehr nehmen.
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