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Christmas Truce

von ravn
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteTragödie, Historisch / P16 / Gen
Chris "The Lord" Harms Class Grenayde Gared Dirge Niklas 'Nik' Kahl Pi Stoffers
13.12.2021
13.12.2021
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2.183
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13.12.2021 2.183
 
Es war kalt in Flandern, am Weihnachtstag
Nach zu vielen Kriegen
Im Jahr 1914, Winter der Welt
Als die Waffen schwiegen


Atemwölkchen bildeten sind in der frostigen Luft, während der Schnee leise, ja fast friedlich zu Boden schwebt. Doch das ist nur eine Täuschung. Friedlich ist es seit einer ganzen Weile nicht mehr. Krieg hatte das Land eingenommen und keiner wusste wie lange er anhalten würde. Von Weihnachten war als nicht viel zu spüren. Und ob er jemals wieder ein richtiges Weihnachtsfest erleben, das bezweiflete Chris. Er rieb die in Handschuhen besetzen Hände an einander, die trotzdem eisig kalt waren. Ein seufzen unterdrücktend blickte der den Graben entlang, vereinzelne Weihnachtsbäume schmücken ihn. Und vereinzählt vernahm er Schüsse. Nichts lieber als im Moment würde er zu Hause bei seinem Sohn und seiner Frau sein. „Mensch Chris jetzt zieh doch nicht so ein Gesicht, es ist Weihnachten", sagte Gerrit und hielt ihm eine Zigarre hin die er als Weihnachtspresent geschickt bekommen hatte. Chris schnaubte. „Das nennst du Weihnachten? Das ist kein Weihnachten, das ist Krieg. Ich verstehe nicht wieso du so optimistisch sein kannst. Wahrscheinlich weil du nicht das Problem hast das zu Hause Frau und Kind auf dich warten, hoffen und bangen das du wieder nach Hause kommst", sagte er eine Spur schärfer als er wollte. Gerrit wusste jedoch das sein Freund und Kamerad es nicht so meinte. Das alles hier zerrte schließlich an den Nerven aller. „Hey wollt ihr auch was?", ertönte die Stimme von Niklas der mit einem in grauen Papier eingewickelten Packet auf sie zu kommt. „Und was haben sie schönes bekommen Sergeant Kahl?", fragte Gerrit ihn. „Mensch du sollst mich doch nicht so nennen. Bei Chris machst du das ja auch nicht". Er musste lachen. „Bin ja schon still". „Oh ist das Schokolade", kam es plötzlich von hinter Nik. Dieser drehte sich bereit grinsend zum ihm herum. „Und ob. Nur die beste, hier". Er drückte jedem ein Stück in die Hand. Mit wenigsten einem kleinen Lächeln ließen sie sich auf dem kalten Boden nieder. „Hey macht ihr das etwa ohne mich", kam es empört von Pi der sich zwischen zwei anderen Soldaten durch den schnallen Graben zwengte. „Nene hier". Klaas reichte ihm ein Stück von seinem Stück.
„Was würde ich jetzt nur für eine warme Stube, ein warmen Gänsebraten und Weihnachtsmusik tun", sagte Chris weh mütig während im hintere Grund weiter Schüsse ertönten. „Also mit Weihnachtsmusik könnte ich dienen. Musst jedoch selbst singen", wurf Gerrit ein und holte eine leicht mitgenommene Mundharmonika aus seiner Uniform Tasche. „Hast recht, wenn es weiter nichts ist". „Ich könnte da auch noch helfen", kam es von Niklas, der zwei Stöcke in die Hand nahm und auf zwei Blecheimer deutete. „Wenn jetzt noch jemand eine Gitarre hätte wäre das Grandios", meinte Pi. „Hier ich habe eine kleine. Die wurde mir heute Geschickt", rief ein junger Mann und kam auf sie zu und gab sie Pi. Chris seufze. Er ist noch so jung hat sein ganzes Leben noch sein ganzes Leben vor sich und trotzdem steht er hier im Schützengraben. „Danke dir". „Ich habe auch eine. Die hatte ich zwar selbst gemacht und nur notdürftig aber ich schätze die geht auch", meinte ein ältere Mann. Diese bekamm Klaas überreicht. „Ich schätze wir sind und alle einig was wir spielen oder?", fragt Nik. Seine Freunde nickten.

Aus den Schützengräben, gegen den Tod
Klang ein einfaches Lied
In vielen Sprachen ein "Stille Nacht"
Das zum Wunder geriet.

„Hättet ihr was dagegen wenn wir mit singen?", fragte der junge Mann und deutete auf sich und den älteren. „Nein keines Wegs. Wie heißt ihr denn eigentlich?", fragte Chris die beiden. „Mein Name ist Paul und das ist Heinrich". „Freut mich. Ich bin Christian, aber nennt mich bitte Chris. Das sind Klaas, Nik, Gerrit und Jan-Peter beziehungsweise Pi". Alle reichten sich nacheinander die Hände, bevor Nik sie den Blecheimer wieder zuwande. Langsam und leise begann er den Tackt vor zu geben und gleich darauf setzten auch die anderen drei mit ihrem Instrument an, bis Chris schließlich den Gesang anstimmte und die beiden anderen mit einsteigen. Nach und nach stimmten auch die anderen Soldaten in den Gesang mit ein, so das der Schützengraben vom Gesang der Kamerade erfüllt wurde. Fast schon friedlich tönte das Lied Stille Nacht durch die kalte des Heiligen Abend.

Als die Waffen schwiegen
Und Stille ausbrach
Ein Lied aus den Gräben
Frieden versprach
Für einen Moment wollt keiner mehr Siegen
Der Soldat war auch Mensch
Als die Waffen schwiegen

Als plötzlich der klang eines weiteren instrumentes ertöntete hielten alle den Atem an. Über den Graben hinweg auf der anderen Seite des Niemandsland, konnte man Dudelsäcke vernehmen und den Gesang der britischen Soldaten. Chris nickte seinen Freunden zu und diese begangen das Lied erneut anzustimmen und zu seiner Überraschung und Freude fingen die anderen erneut mit an. So tönten eine weile die Gesänge der Soldaten bei der Lager über das Schlachtfeld. Während sie sangen kam Chris eine Idee, er wusste genau das diese Idee dumm, leichtsinnig und naiv war. Aber er hatte noch Hoffnung auf ein friedliches Weihnachtsfest ohne Tote. Die Gräben war jetzt nicht all zu weit voneinander entfernt so das sie ihn sofort sehen müssten. Langsam erhob er die Hände über den Schützengraben. In beiden Händen hielt er einen der kleinen Weihnachtsbäume. Vorsicht stellte er einen davon genau an den Graben bevor versuchte so gut wie möglich, ohne den Baum zu beschädigen aus dem Graben zu klettern. Augenblicklich grief Klaas nach Chris verdreckter Uniform und hielt ihn fest. „Ja bist du Wahnsinnig geworden oder was, ist dir die Zigarre zu Kopf gestiegen. Wenn du daraus gehst werden die dich erschießen", sagte sein Kamerad panisch. Den anderen ging es nicht anders und sie waren froh das die anderen Soldaten es noch bemerkt hatten. „Sie werden nicht schießen",meinte Chris ruhig und befreite sich aus dem Griff. „Woher willst du das wissen. Was macht dich da so Sicher", kam es von Pi. „Es ist Weihnachten. Spielt Bitte weiter. Akkapella liegt mir nicht so". „Du lässt Dich davon nicht mehr abhalten oder?", fragte Gerrit ihn. Chris nickte. Seine Freunde seufzen und stimmen die Melodie erneut an.

Singend und mit erhoben Hände, in einer der Baum, kletterte er aus dem Schützengraben. Chris hatte gelogen wenn er gesagt hätte er würde keine Angst haben. Er hatte Todesangst und doch tat er es. Die Musik von den Britten verstummte und sie richteten ihre Waffen auf ihn. Chris blieb stehen sang aber weiter. Als er sah die die feindlichen Soldaten zögerte ging er langsam weiter. Für unverständliches getuschel brach auf britischer Seite aus, bis einer von ihnen sein Gewehr zur Seite legte und ebenfalls mit erhoben Händen aus dem Graben kam. Es herrschte Tode Stille und selbst der Wind schien den Atem anzuhalten.

Ein Meer voller Kerzen, längs den Gräben
Erhellte die Nacht
Und mutige Posten, hoben die Hände
Verließen die Wacht

Als die beiden sich in der Mitte trafen, hielt Chris ihm den Weihnachtsbaum hin. Gerade war er wirklich froh das er wenigstens ein paar brocken englisch beherrscht was eine Seltenheit war. „Für You. Christmasbaum",sagte er und hielt ihm den kleinen Tannenbaum hin. Der britische Soldat schaute ihn überrascht an und nahm ihn entgegen um sich mit einem Kopf nicken zu bedanken. Dan deutet er auf sich. „Sergeant James Mc.Holden. You?". Er überlegte einen Moment bis er verstand was der andere meinte. „Sergeant Chris Harms". Er reichte ihm dir Hand die der andere schüttelte Jetzt trauten sich auch die anderen langsam nach draußen. Klaas, Gerrit, Pi und Nick waren die ersten auf deutscher Seite die den Graben verließen ohne Waffen und mit erhobenen gingen sie in die Richtung ihre Freundes. Auf der anderen Seite geschah genau das gleiche. Vier Soldaten der britischen Armee klettern hevor und kamen zu ihnen. Nach kurzer Zeit standen sich alles 10 gegenüber. „Gerrit Heinemann", stellte sich Gerrit bei seinem Gegenüber vor und reichte ihm die Hand. „Steve Montgomery", antwortet er und schüttelte sie. „Klaas Helmecke", sagte Klaas und lächelte. „Buchanan Bloom". Auch er lächelte. „Sergeant Nik Kahl", meinte Niklas auch wenn noch etwas zurückhaltender als seine Freunde. „Sergeant Samuel Wilson". „Pi Stoffers". Nicolas Atkins". Chris beobachtete mit einem lächeln wie sich trotzdem unterschiedlicher Sprachen so gut unterhalten konnten. James tippte Chris gegen die Schulter. „Do we want to make music?", fragt er ihn. Chris hat zwar nicht wirklich verstanden was er gesagt hatte aber das Wort Musik verstanden beide.
Chris nickte. „Hey Jungs holt mal eure Instrumente und bringt die anderen mit", sagt er. Seine Freunde nicken, rennen zurück zum. Graben und kommen gleich darauf mit ihren notdürftigen Instrumenten wieder. Ihnen folgen die zwei mit denen sie vorhin gesungen haben.
Und schließlich weitere deutsche Soldaten. Auch auf britischer Seite tat sich wieder etwas. Langsam kam auch von dir Stück für Stück mehr Soldaten. Alles hatten sie etwas im Arm. Alles mögliche, aber keine Waffen. Sie trafen sich alle in der Mitte des Niemandsland und fingen, angeführt von Chris und seinen, an zu singen.

Bald sangen zusammen
Feinde, Soldaten
Über Gräben hinweg
Feierten Weihnacht
Im Krieg, mit Tod und mit Dreck

Es wurde gelacht, richtig gelacht was in der ganzen letzten Zeit nur selten der Fall war. Es wurde gefeiert, Geschenke über geben. Geschichten und Erlebnisse von früher wurden ausgetauscht. Alle sie aßen zusammen, für einen Moment dachte niemand mehr an das was der Morgen bringen würde. Sie vergaßen für einen Moment den Krieg und das ganze Elend. Heute am Heiligen Abend im Jahr 1914 wurden Kriegsfeine für eine Nacht zu Freunde. Chris lächelte glücklich während er mit einigen britischen Späße machte. Schließlich stand Gerrit von seinem Platz an einem kleinen Feuer auf und rief sie alle zusammen. Chris klopfete ihm auf die Schulter. „Fußball", sagte er nur grinsend und hielt einen zerschudnen Ball in die Luft. Der blonde fragte sich wo er den nur aufgetrieben hatte. Sofort ertönten freudige ausrufe von beiden Seiten und gleich darauf hatte das Spiel begonnen.

Schwer atemend aber grinsend ließen sich sowohl deutsche als auch britische Soldaten in den Schnee fallen und lachten. Es dauerte eine Weile bis sich alle wieder beruhigt hatten. Von den Fünf Jungs hatten nur Chris und Klaas für einen Moment mit gespielt, dann waren sie zur Seite gegangen. Sie nutzten die Möglichkeit um ihren Familien einen Brief zu schreiben. Als er so schrieb kam ihm ein Gedanke der ihn nicht so wirklich los lassen wollte. Eilig lief er zu ihrem Graben und holte mehrere Schaufeln. „Was hast du denn damit vor?", fragte ihn Klaas verwundert. „Nun ich dachte wir könnten den verstorben die letzte Erweisen". „Die mit eine der  beste Idee die ich heute gehört habe Kumpel".

Als die Waffen schwiegen
Und Stille ausbrach
Ein Lied aus den Gräben
Frieden versprach
Für einen Moment wollt keiner mehr Siegen
Der Soldat war auch Mensch
Als die Waffen schwiegen

Als sie schließlich alle ihre gefallen Kameraden beerdigt hatten, was durch den gefrorenen Boden alles andere als leicht gewesen war, ging die Sonne bereits am Horizont auf. Sie alle wussten das es nun hieß wieder zurück in den Schützengraben zu kehren. Bevor das jedoch geschah, nahmen sich alle an den Händen und stellten sich neben einander hin. Ohne den Klang der Instrumente, nur einfacher Acapella Gesang ertönt über das weite Land ihn Richtung aufgehende Sonne. Ein letztes Mal er klang die Töne zu Stille Nacht in der kalten Luft.  Es war noch leicht dunkel und die Kerzen die man entlang der Gräben aufgestellt hatte, tauchte das ganze in ein seltsame Licht. Ein letztes Mal wünschte man sich frohe Weihnachten umarmte man sich, bevor jeder wieder seinen Platz nahm. Einen Moment lang herrschte noch Ruhe während die aufgehende Sonne die Landschaft in ein blutrotes Licht tauchte. Keine Gesänge konnte man mehr hören. Das einzigste was die Stille was dir Stille durch brach waren die Schüsse der Gewehr und Explodierende Granaten. Schweren Herzens nahm Chris, seine Freunde und die anderen Kameraden die Bäume zurück in den Graben. Gerrit legte ihm eine Hand auf die Schulter. „Ich finde wir sollten mal über legen das wir fünf eine Band gründen oder? Dann hätten wir nächstes Jahr zu Weihnachten, vielleicht ja schon eher unseren ersten Auftritt", schlug er ihm vor. Chris zögerte bevor antwortete. „Wer weiß ob wir das nächste Weihnachten oder das neue Jahr überhaupt noch erleben", antwortete er mit matter Stimme und blickte nach oben in den Himmel. Jede Freude die ihn zu vor noch erfüllt hatte war verschwunden. Schnee rieselte ihm entgegen. Doch dieses mal  war er nicht weiß. Nein es war roter Schnee. Selbst der Himmel lid.

In dem Moment lag so viel Hoffnung
In dem Moment lag so viel Glück
Der Moment war ein Versprechen, doch der Weg führte zurück
Zurück zu kalten Schützengräben
Zurück zu Leid und Tod
Jede Hoffnung war erloschen
Im Morgenrot
Als die Waffen schwiegen

~Saltatio Mortis : Als die Waffen schwiegen ~
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