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she's the danger

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P6 / Het
OC (Own Character) Sebastian Stan
08.12.2021
08.12.2021
1
984
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Ich dachte mir wirklich nichts als ich mal wieder nachts heimfuhr. Die Straßen waren leer, der Himmel dunkel, nur die Straßenlaternen erleuchteten den Weg etwas. Der Nebel zwang mich dazu langsamer zu fahren und ich bestaune das Dorf durch welches ich gerade tucker. Normalerweise fahre ich nie hier durch sondern auf der Schnellstraße, aber da ich so oder so langsam fahren muss, kann ich auch mal etwas Neues entdecken. Menschenleer, wie in einem Horrorfilm. Ich schreckte auf als ich eine Frau sah, sie lief auf der Straße und trug einen Baseballschläger in der Hand. Ich verlangsamte noch mehr und fuhr für ein paar Sekunden hinter ihr, bevor sie sich umdrehte. Sofort trat ich hart auf die Bremse, würgte mein Auto somit ab und schrie kurz. Fuck, ich hätte sie anfahren können.

Nach dreimaligen tiefen Ein- und Ausatmen stieg ich aus und fragte sie „Kann ich dir helfen? Es ist gefährlich hier zu laufen…“.
Ihr starrer Blick wechselte und sie lachte laut.
„Niemand fährt hier nachts, außer du Touri. Ich war in Sicherheit.“.
Ich redete mich raus, dass ich in der nächsten Stadt wohne, aber durch den Nebel langsam fahren muss und mich für diese Strecke entschied.

„Mir egal, woher du kommst, fahr einfach weiter, okay?“, grinst sie selbstsicher.
„Was hast du mit dem Baseballschläger vor?“, frage ich noch vorsichtig, halte aber meine Autotür bereit.
„Meinem Ex eine Lehre erteilen, vielleicht gehe ich danach etwas trinken.“, sagt sie, schwingt den Schläger locker über ihre Schulter und lächelt diabolisch.
„WAS?“, schrie ich ausersehen. Sie verdreht ihre Augen und schwört darauf, nicht ihn damit zu schlagen.
„Manche Personen lernen es sonst nicht. Also wenn du mich nicht weiter stören würdest, wäre das gut. Ich habe ein straffes Zeitfenster.“, sagt sie gleichgültig und läuft weiter. Ich blieb noch einige Sekunden stehen und überlegte, ob ich gerade einen schlechten Traum habe oder ob es real ist. Wieder stieg ich in meinen Sitz und fuhr neben ihr her, mit heruntergelassenem Fenster.
„Was genau hast du vor?“, frage ich neugierig.
„Je weniger du weißt, desto besser. Ich kann keine Petze gerade vertragen.“, sagt sie wütend und hält bereits in Einfahrten Ausschau.
„Ich will dich nicht verpetzen, aber neugierig bin ich. Und vielleicht brauchst du danach einen Fluchtwagen inklusive Fahrer.“, zwinkere ich schnell und hoffe einfach. Abrupt blieb sie stehen, öffnete die Beifahrertür und setzte sich. Ich fuhr schnell an den Straßenrand.

„Wenn ich alles aufzählen würde, würden wir noch morgen früh hier sitzen. Die Kurzfassung ist, dass ich ihn wegen vielen Sachen angeklagt habe und er hier her flüchtete - in ein anderes Land, anderer Kontinent, mit einer anderen Frau. Er denkt, er ist hier sicher, aber die Klagen kommen trotzdem und ich möchte nur anonym etwas Wut ablassen. Ich bin kein Monster oder Psycho.“, fasst sie zusammen und deutet auf ein größeres, einsames Haus an der linken Seite der Straße. Keine Nachbarn in der Nähe und ein protziges, schönes Auto der Marke Ferrari in der Einfahrt.
Schnell sagte ich ihr, dass ich sie, obwohl ich nicht die Fakten kenne, unterstütze. Außerdem ist Rache meist gerecht.
Ich hoffe es wirklich sehr gerade…
Zufrieden lächelt sie mich an, stieg aus und nahm ihr Handy?
Warum nimmt sie jetzt ihr Handy raus?
Noch bevor ich mir weitere Fragen stellen konnte, ging im gesamten Haus das Licht an und laute Musik spielte. Die Rollläden fuhren runter und wieder hoch und ich war verwirrt. Die Unbekannte hämmerte den Baseballschläger auf das Auto und es ging kein Alarm los?! Sie schlug Beulen hinein, schlug Fenster ein und zückte auch noch ein Messer aus ihrer Hosentasche, um die Reifen abzustechen.
Glücklich wie ein Kind mit Eis hüpfte sie wieder zu mir und befahl loszufahren. Also tat ich auch so und versuchte irgendeinen klaren Gedanken darüber zu fassen, was gerade geschehen ist. Das Auto tut mir schon leid, es war echt ein schönes Modell und es tat weh nur zu zuschauen.

„Ich habe sehr viele Fragen und du wirst mir vermutlich kaum eine beantworten...“, murmelte ich in mein Bart.
„Ich habe sein Haussystem gehackt und das Auto war eigentlich meins. Ich habe eine Eigentumswohnung in der Nähe und er hat es von dort geklaut. Er möchte meinen Erfolg als seinen verkaufen. Alles was ich aufgebaut und erschaffen habe… Der Vollidiot war noch nie schlau genug ein sicheres Passwort zu nehmen, im Prinzip ist er selbst schuld. Und er sieht nicht annähernd so gut aus wie ich, in einem orangenen Ferrari - kauf ich mir halt einen neuen.“, quasselte sie und blickte weiter auf die Straße. Ihr Selbstbewusstsein überraschte mich etwas aber gut…
„Das klingt als hättest du viel erreicht in deinem Leben?“, murmle ich leise.
„Jup und mein größter Fehler war es diesen Vollidiot in mein Leben zu lassen. Ich war früher wirklich unsicher und hatte kaum Glauben in mich selbst. Aber durch ihn wurde ich etwas selbstsicherer und leider nach Jahren erst gemerkt, dass er nicht der ist für den er sich ausgab. Und der erste Erfolg in meiner Arbeit kam auch bald… Ich hätte es auch ohne ihn geschafft…“.
„Darf ich fragen was deine Arbeit ist/war? So wie du einfach sagst, dass du dir einen neuen Ferrari kaufst, klingt es so als hättest du ausgesorgt.“, hake ich nach.

„Oh, ich habe an einer Sicherheitssoftware gearbeitet. Also aufgebaut, entwickelt, fast fertiggestellt und dann Kooperation mit einem großem Unternehmen was ich rechtlich nicht nennen darf. Da wurde sehr gutes Geld gezahlt und bekomme weiterhin monatlich Anteile.“, erklärt sie locker und ich würde sterben, um noch mehr Informationen zu bekommen. Diese Frau ist intelligent, geheimnisvoll und wunderschön.
Als wir in der Stadt ankamen, bat sie mich anzuhalten, denn so wolle aussteigen.
„Danke für‘s mitnehmen, Sebastian Stan.“, zwinkerte sie mir zu und öffnete die Tür.
Fuck, sie kennt mich…
„Warte!“, schrie ich fast panisch. „Wie wäre es mit einem Drink?“.
„Dann fahr mal zur nächsten Bar, ein Wodka wäre nicht schlecht.“, sagte sie lächelnd und schloss wieder die Tür.
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