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The love in your eyes

von bettyxws
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
07.12.2021
06.01.2022
5
3.472
2
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3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
07.12.2021 468
 
Er schreckte hoch. Schon wieder hatte er einen dieser Träume. Sie verfolgen ihn schon seit geraumer Zeit jede Nacht und sie rissen ihn jedes Mal in seine Vergangenheit zurück. In die Vergangenheit an die sich der braunhaarige nur ungern zurück erinnern wollte und bei der er dachte er hätte wenigstens mit dem schlimmsten abschließen können.

Alex spürte eine Hand auf seiner Schulter und er merkte wie sein Atem immer schneller wurde. Es war seine Schwester gewesen die er in seinem Traum gesehen hatte. Seine tote Schwester. Nach so lange Zeit belastete den braunhaarigen das Geschehene noch immer sehr. Er konnte einfach nicht wahrhaben, dass er seine Schwester verloren hatte.

„Hey Alex alles gut. Es war nur ein Traum.“ Mina schaute tief in die Augen ihres Freundes, der ab diesem Moment ebenfalls in ihre Augen sah. Kein Wort von Alex. „Wieder ein Traum über deine Vergangenheit? Über deine Schwester?“ fragte sie vorsichtig um nicht zu riskieren, dass sich der braunhaarige noch mehr in seiner Panik verfing. Dieser nickte nur und für Mina war es genug um zu wissen, wie sehr ihr Freund sie nun brauchte. „Es ist Okay. Alles ist gut. Wir kriegen das hin.“ flüstere die braunhaarige und zog Alex in eine Umarmung. „Ich habe eigentlich gedacht, ich hätte damit abgeschlossen. Mit dem, was passiert ist meine ich. Aber jetzt… Ich meine, das Ganze holt mich immer wieder ein und ich kann nichts dagegen tun. Diese ständige Erinnerung an Rebeccas Tod. Ich kann das nicht mehr.“ sagte Alex leise, nachdem er sich etwas beruhigt hatte. „Ich weiß…“ flüsterte Mina und strich dem braunhaarigen zum wiederholten Male über den Rücken. Das war es, was ihren Freund immer beruhigen konnte und das wusste sie.  

Alex hatte seinen Kopf auf ihre Schulter gelegt und so saßen sie nun da, ohne auch nur ein Wort zu sagen. Der braunhaarige war zwar immer noch tief in seiner Trauer versunken, jedoch hatte sich seine Atmung wieder beruhigt und Mina musste keine Angst mehr haben, dass ihr Freund vor Sauerstoffmangel in Ohnmacht fiel. „Danke“ hörte die braunhaarige von Alex, der in dem Moment aufstand und das Schlafzimmer verließ.

Mina war verwundert. Warum war er nun so plötzlich aufgestanden und gegangen? So hatte er gerade erst diesen Albtraum verarbeitet, schien Alex jetzt wieder auf total normal. Als wäre nichts gewesen. „Alex! Hey, jetzt geh doch nicht einfach weg.“ rief sie und stand auf, um ihm hinterher zu laufen.

Der braunhaarige saß auf dem Sofa und starrte an die gegenüberliegende Wand. „Alex?“ kam es von Mina, die nun zwar bei ihm stand, jedoch seinerseits überhaupt nicht wirklich wahrgenommen wurde. „Wenn du reden willst, dann bin ich für dich da. Ich hoffe du weißt das.“ Jetzt schaute Alex sie zum ersten Mal an. „Ich bin durch damit Mina. Meine Schwester ist tot. Ich muss damit klarkommen.“
 
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