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Die Jahre gehen ins Land...

von Joahar
Kurzbeschreibung
GeschichteMystery, Familie / P12 / Gen
Graf Duckula
04.12.2021
09.01.2022
4
18.494
 
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04.12.2021 4.233
 
„Ooooooommmm…“ hallte es durch die Gänge von Schloss Duckula.
Butler Igor kostete dieses Geräusch Nerven. Es gehörte nicht hier hin! Und erstrecht nicht aus den Schnabel seines Herren, einer adligen Vampir-Ente.

„Hmmm ich denke es ist Falsch.“ Vladimir Bemerkung brachte Graf Duckula dazu ein Auge zu öffnen und seinem Bruder fragend anzusehen. „Was ist Falsch?“
„Ich meine es hört sich irgendwie Falsch an… ich meine… Okay man nennt es “Om“ aber es wird anders ausgesprochen.“
Graf Duckula seufzte tief. „Okay Floh Vladimir. Wie meinst du Besserwisser, spricht man es aus?“
Vladimir runzelte Stirn und überlegte. „Ich denke… ja… ich glaube ich habe es… es wird ”Aum“ ausgesprochen.“
„Aum?“ Graf Duckula lachte auf. „Das klingt ehr als ob man sich weh getan hat.“
Vladimir schüttelte den Kopf, holte tief Tief und atmete wieder aus. „Aaaaaaaaaauuuuuummmmm…“
Graf Duckula beobachte ihn dabei. Er mußte zugeben, es klang irgendwie… echter.
Also gut, versuchte er es noch einmal.
Lotussitz, Augen schließen, eine Handfläche nach oben, eine nach unten auf die Erde.
„Aaaaaaaauuuuuummmmm…“

Igor der einen Gang weiter dabei war seinen Herren Getränke und Speisen zu bringen, stöhnte.
Emma schimpfte vor sich hin. „Ist Duckyputz wieder mit dieser Yoda zusammen?“
„Es heißt nicht Yoda Emma, es handelt sich nicht um einen Jedi-Meister aus einen dieser unsinnigen SF-Filme.“
„Nein? Ich dachte…“
„Versuche lieber nicht zu denken Emma… obwohl… dies dürfte dir nicht schwer fallen.“
„Was Mister Igor?“
„Nicht zu denken. Nicht zu denken…“ Igor schüttelte den Kopf. „Unsere jungen Herren treffen sich nicht mit einen Yoda und sie machen auch kein Yoga. Nein… sie Meditieren.“
In Emmas Kopf begann es zu rattern. Hatte sie diese Wort nicht auch schon einmal gehört?
Vor vielen Jahren? Vor vielen Jahren, als Vladimir noch nicht zu ihnen zurück gekehrt war.
Und Schließlich war Vladimir jetzt schon seit langer Zeit wieder Daheim.
„Medi-Tiere?“ Meinte sie laut. „Was sind dass für Tiere?“
„Nein Emma, keine Tiere!“ Langsam wurde es den Geier zu viel, wie es oft täglich war. „Ach vergiß es Emma!
Ich wünschte bloß unsere Herren, würden damit aufhören.“ Seine Arme mit den Tablett fingen langsam an zu zittern.
„Sie haben mir gesagt ich soll sie nicht stören wenn sie Meditieren - aber das Tablett wird mir langsam schwer…“
Der Geier stöhnte. „Ich darf die Tür nicht öffnen…“
„Sie dürfen die Tür nicht öffnen?“
„Jaaa…“ Igor biss den Schnabel zusammen, während das Tablett in seinen Händen immer mehr zitterte. „… sie sagten die Tür knarrt zu laut…sie…“
Bevor er noch weiter sprechen konnte, wandte sich Emma schon um. „Aber Mister Igor, dass ist doch kein Problem! Sagen sie es gleich wenn sie Hilfe brauchten!“
Igors Augen weiteten sich, doch es war schon zu spät. „Emma NEIN!“
Er hatte die wenigen Worte noch nicht ganz ausgesprochen, als die Wand schon in sich zusammen fiel und Emma sich nach ihn umdrehte. „Sehen sie Mister Igor, ich helfe doch gerne.“


Graf Duckula hatte das Gefühl als ob sich sein Körper immer weiter ausdehnte, doch irgendwie paste die Beschreibung nicht.
Es war ehr als ob… sich etwas um seinen Körper ausdehnte und es kribbelte leicht.
Die Vampir-Ente meinte immer größere Ruhe zu fühlen, was für ihn vollkommen ungewöhnlich war, aber es fühlte sich gut an.
Vladimir erging es ähnlich, auch er entspannte sich immer weiter. Merkwürdig war für ihn die Tatsache, dass er zwar die Augen geschlossen hatte, er aber vor den Augen ein helles Licht sah.
Er…

In diesen Augenblick krachte es laut. In Sekundenbruchteilen war es ihnen als ob sie ihn ihren Körper zurück geschleudert wurden, die Herzen pochten laut und unregelmässig. Keuchend langen beide Duckula Brüder auf den Boden.
Graf Duckula öffnete als erstes die Augen und erblickte eine Unschuldig drein blickende Emma, welche ihn anlächelte.
Igor hinter ihnen mit einen Tablett auf denen zwei Tassen und Kekse stand.
„Mister Igor hat mir gesagt, dass er die Tür noch öffnen sollte, da war ich ihm behilflich.“ Erklärte Emma fröhlich.
„Emma…“ Graf Duckula keuchte. „… da bekommt man einen Herzschlag! du hättest uns fast umgebracht!“ Grollte er wütend.
Igor blieb gelassen, stellte das Tablett auf den Tisch ab. „Diese Aussage ist nicht Korrekt Mylord. Sie können nicht an einen Herzschlag sterben - sie sind schon Tod.“
Graf Duckula stand auf und nam sich den Kakao. „Vielen dank dass du mich immer daran erinnerst Igor.“
„Oh gern geschehen Mylord.“ Die Ironie in Igors Stimme war nicht zu überhören.
Vladimir schüttelte sich, stand schließlich auf und richtete seine Kleidung. „Und Igor hast du da einen Augenblick an mich gedacht Igor? Ich bin Halb Sterblich.“
„Nun um genau zu sein junger Herr, war es nicht meine Idee sondern Emmas. Und wir wissen das Denken nicht ihre stärkste Seite ist. Obwohl ich zugeben muss sie hat Starke Seiten…“ Nachdenklich blickte er auf die eingestürzte Mauer.
Dann drehte er sich wieder zu seinen Herren um. Nachdenklich beobachtete er Vladimir, wie er seinen warmen Holunder Saft mit etwas Blut trank. Der Blut Anteil wurde dabei immer geringer.
„Darf ich fragen ob die Herrschaft sich ihren Plan für heute nicht doch noch überlegt hat?“
„Fragen darfst du durchaus Igor. Natürlich. Aber wir bleiben dabei, heute wird der 10. Geburtstags der Kinder gefeiert.“
Igor verzog sein Gesicht. „Und sie meinen wirklich die anderen Kinder aus den Dorf werden kommen?“
„Ob sie kommen oder nicht ist ihre Entscheidung. Wir feiern jedenfalls mit den Kleinen.“
Igor stöhnte. „Ein Kindergeburtstag, auf Schloss Duckula!“
„Beschwere dich nicht als ob es das erste mal wäre.“
Damit hatte Graf Duckula recht, es war nicht das erste mal. Schon seit einen Jahrzehnt folgte man dieser Unsitte.
Es hatte sich so viel verändert in diesem Jahrzehnt, mehr als vorher all die Jahrhunderte.


Nicolae, Florina und Felicia saßen zusammen in einer Klasse, seit ein paar Jahren gingen sie zur Schule.
Eigentlich waren es eifrige Schüler. Bloss etwas fanden sie anstrengend, sie konnten nie über ihre beiden “Onkel“ sprechen, ohne Unglauben, Hetze oder Spot zu erleben. Gut sie wußten schon lange, dass Beide, weder Fridolin noch Vladimir wirklich ihre Onkel waren. Aber dies spielte keine Rolle.
Wobei sie bei Vladimir irgendwie das Gefühl hatten, er wäre schon mit ihnen Verwand. Wenn auch in weiter Hinsicht.
Schließlich hatte dieser ihnen vor kurzen Erklärt, er wäre der Sohn von ihrer Mutter - in letzten Leben von ihr.
Was die Drei nur noch mehr verwirrte. In der darauf folgenden Nacht hatten sie sich heimlich mit einer Taschenlampe unter einer Bettdecke getroffen und über Vladimir Verwandtschaftsgrad diskutiert. Bis sie schließlich total erschöpft eingeschlafen waren.
Und sie an nächsten Tag in der Schule sehr verschlafen waren und vom Unterricht kaum was mitbekommen hatten.
Onkel Fridolin, Graf Duckula selbst, war nicht mit ihnen verwandt auch nicht in Weitläufigen Raum und doch fühlen sie sich zu ihn sehr hingezogen. Ihre Mutter hatte ihnen erklärt, dass es wohl daran lag weil er der erste Erpel war den sie nach ihren Schlüpfen gesehen hatte. Ihr Vater war erst später gekommen.
Als Enten, hatten immer die Angewohnheit das Gesicht war sie als erstes erblickten als ihre Eltern zu sehen.
Und dies war nunmal die des Grafen gewesen!
So war Graf Fridolin Duckula zwar nicht ihr Leiblicher Vater, aber ihr liebster Onkel - außer Vladimir.
Aber immer wenn sie von ihnen sprachen, wandten sich alle anderen Kinder von ihnen ab. Vampire als liebe Onkel!
Das war entweder lächerlich oder wahnsinnig! Auf alle Fälle war es verrückt!
So hatten die drei schon ihre Freunde, aber nur so lange sie nicht von ihren Vampir-Onkel redeten. Diese Tatsache ließ die Geschwister umso mehr “zusammen schweißen“.
So wie jetzt wo sie neben einander in Klassenzimmer saßen und ihren Lehrer zuhörten, aber im Gedanken schon bei ihren 10ten Geburtstag waren.

In der Pause verteilen sie Einladungskarten zur Geburtstagsfeier an ihrem Freunden.
Nachdenklich drehten sie diese in ihren Händen um. „Echt jetzt? Ihr wohl auf Schloss Duckula Feiern?“
„Ja, auf einen echten Schloss!“ Florians Stimme klang quirlig. „Ich kann euch nur sagen, das ist… das ist…“
Felicia wollte ihr zu Hilfe kommen. „Total…“ Ihr viel nicht gleich das richtige Wort ein. „Es ist indi…indi…vi…du…ell.“
Ein skeptischer Blick traf sie. „Du meinst doch ehr schräg? Ich meine der alte Kasten… das ist doch ehr eine Bruchbude als ein Schloss!“
Florinas Augen verzogen sich, doch Nicolae hielt sie zurück. „Eh, du glaubst garnicht wie spannend so ein altes Schloss ist!“
„Schloss Duckula ist eine Mörderbude!“
„Im das zurück!“ Brauste Florina auf.
„Ich nehme das nicht zurück. Meine Eltern und meine Großeltern haben mir erzählt was dort Passiert!“
„Blödmann!“ Florina warf ihn um. „Onkel Fridolin und Onkel Vladimir sind keine Mörder!“
Nicolae verdrehte seine Augen, manchmal war seine Schwester wirklich sehr Hitzig.
„Ihr sagt doch selbst das sie Vampire sind!“
„Ja, aber sie sind anders!“ fauchte Florina den an Boden liegenden jungen Hahn an.
Diese richtete sich auf. „Man deine Schwester ist aber wütend!“
Florian schnaufte, alle anderen Kinder wichen vor den Geschwistern zurück. Auch wenn Felicia sich fast schüttern zurück hielt.
„Was ist es meine Schuld wenn du so ein Feigling bist?“ Fuhr Florian den jungen Hahn an.
„Ich bin kein Feigling!“ Protestierte dieser.
„Doch bist du!“ Nicolae schränkte die Arme. „Wir gehen regelmäßig ins Schloss hoch, noch nie ist was passiert! Wenn du beweisen willst dass du kein Feigling bist - dann komm doch zu unserer Geburtstagsfeier!“ dieses mal schnaufte er.
Er blickte alle ein. „Beweist uns doch dass ihr keine Feiglinge seit - ihr Alle!“
Damit drehte er sich um und schritt Stoltz davon Florian folgte ihn. Nur Felicia bliebt noch einen Moment stehen.
„Aber… aber… das werden meine Eltern nicht erlauben.“ Meinte eine der Freunde unsicher.
Felicia sah einen nach den Anderen traurig an um dann ihrem Geschwistern zu folgen. „Meint ihr, sie werden kommen?“



„Kindergeburtstag schon wieder!“ Igor schüttelte sich. „Warum müssen diese Gören auch jedes Jahr Geburtstag haben?“
Worte welche Emma zum Kichern brachten. „Mister Igor, seinen sie nicht Dumm! Kinder haben jedes Jahr Geburtstag!“
„Nicht nur Kinder Emma, nicht nur Kinder. Aber Erwachsende machen nicht so viel Wirbel darum.“ Vladimir welcher gerade rein kam hatte seine letzten Worte gehört.
Kopf schüttelnd hing Igor einen Bunten Lampion auf.
„Beruhige dich Igor, du weißt doch wie schnell die Sterblichen Älter werden. Ehe du dich versiehst sind die Kleinen, schon große Leute.“
Der Butler baute sich vor Vladimir auf. „DAS ist auch mein einziger Trost dabei junger Herr. Dann irgendwann gibt es die einzige Feier die mich erfreut - die Beerdigung!“
Vladimir sah Igor an. „Du bist niederträchtig Igor.“
„Dies junger Herr ist die einzige Freude welche mir geblieben ist.“
Vladimir wandte sich lieber von seinen Butler ab und sah nach Emma. „Sehr schön Emma, nun mußt du nur noch versuchen, beim Aufhängen der Lampions nicht so viel Putz von der Decke rieseln lassen würdest.“ Bei den Worten schüttelte er seine Haare um sie von Schutt zu befreien. „Wir haben schließlich nicht Weihnachten, und dies ist kein Schnee.“
Graf Duckula kam herein. „Leise rieselt der Putz von den Wänden… wenn Emma betritt die Räume.“ Sang er.
Er blickte sich um er wirkte zufrieden. „Wie sieht es aus? Schon ganz Gut.“ Er sah sich Skeptisch um.
„Sie wollen ihre Freunde mit bringen…“ nachdenklich fuhr er sich über Schnabel. „…Igor, Emma, hängt doch bitte diesen Grauenhaften ”Schmuck“ ab. Wir wollen die Kinder noch gleich verschrecken.“ Damit deutete er auf die Trophäen an Wänden.
Igor war entsetzt. „Aber Sir!“
„Kein Aber Igor. Das Ekelhafte Zeug kommt weg! Ich konnte es noch nie leiden!“ Damit schritt er weg. „Jedenfalls in diesem Leben.“
Vladimir folgte ihn.
Finster blickte ihnen Igor hinterher. „In den letzten Jahren benimmt er sich immer mehr wie ein gewöhnlicher Sterblicher!“



Die Familie Cionbanu (Antanasia, Dorin und ihre drei Kinder) gingen fröhlich den Felsen zum Schloss hoch.
Jedes Jahr war ihre Geburtstagsfeier auf den Schloss eine Besonderheit. Auch wenn sie meist zuhause in Dorf noch mal mit ihren Freunden gefeiert hatte. Jetzt waren sie schon 10 Jahre alt und alle Drei meinten, dass sie nun Alt genug wären, ihre Feier ganz aufs Schloss verlegen zu können. Nun gut, sollten ihre Freunde nicht kommen, würde man die Feier Zuhause nochmals nachholen.
Aber so ein altes Schloss war schon etwas besonders!
„Meinst du wirklich, es war eine gute Idee die Freunde unserer Kinder ins Schloss einzuladen?“ Fragte Dorin Antanasia.
„Irgendwann müssen es die Leute mal lernen, dass die Duckula Brüder Harmlos ist.“ Erwiderte Antanasia.
„Ja schon, aber ausgerechnet mit ihrem Kindern anfangen?“
Antansia überlegte nur kurz. „Wir werden sehen was passiert.“
Dorin holte tief Luft. „Wie du meinst Liebling. Ich dachte nur, dass die Kinder schwer enttäuscht sein werden, wenn Niemand kommt.“
„Sie haben es selbst so gewollt. Sie haben sogar darauf bestanden.“
Die drei Geschwister hin gegen waren aufgeregt, was sie wohl erwarten würde. Wie immer war der Salon bestimmt für sie festlich Geschmückt. Igor würde, wie immer schlechter Laune sein, aber dies störte sie nicht, dafür war die Laune von Emma umso besser. Genauso wie die von ihren Onkel Fridolin, welcher selbst immer Aufgeregt war wie ein Kind, und Vladimir welcher sie immer wie ihr großer Bruder benahm.
An Schloss angekommen öffnete Graf Duckula das Tor. Nicolae, Florina und Felicia sprangen ihn förmlich entgegen und in die Arme.
„He he… werft mich nicht gleich um!“ Graf Duckula fing an alle an sich zu drücken.
„So groß sind wir doch garnicht!“ Protestierte Nicolae.
„Dass nicht, aber ihr seit zu dritt.“ Graf Duckula lachte.
Hinter ihn kam nun auch Vladimir zum Vorschein, welche genauso begrüßt wurden. „Guten Morgen großer Bruder!“
„Ich bin nicht euer…“ weiter kam Vladimir nicht.
„Doch bist du!“ Die Kinder lachten.
Fast entschuldigend blickte Vladimir zu ihren Eltern auf, welche nun auch am Schloss ankamen.
„Kinder.“ Meinte Vladimir entschuldigend. „So ganz haben sie es noch nicht verstanden… mit der Verwandtschaft.“
„Da sind sie nicht die Einzigen.“ Dorin streckte Vladimir die Hand entgegen. „Ich habe es auch nicht wirklich verstanden.“
„Und so etwas will ein Arzt sein.“ Bemerkte Graf Ducklua schnippisch.
„Und? Hast du es etwa verstanden?“ Fragte Dorin zurück.
„Nicht wirklich.“
„Und so etwas will ein Graf sein.“
„Jungs benimmt euch!“ Antanasia seufzte und sah Vladimir an. „Manchmal frage ich wer hier die Kinder sind…“

Der Salon war wie immer festlich geschmückt. Eigentlich noch mehr wie sonst weil man weitere Gäste erwartete.
Auf den Tisch lagen bunte Luftschlagen und Hütchen. Sowie drei Päckchen auf denen jeweils ein Name stand.
Graf Duckula überreichte jeden der Kinder sein Geschenk, freudig öffneten sie diese. Jeder bekam ein Packet Klemmbausteine.
„Denn Kuchen gibt es erst wenn die Gäste kommen. Aber ihr könnt schon ein Kakao haben.“
„Wer hat ihn gemacht?“ Die Frage war durchaus berechtigt.
Graf Duckula richtete sich auf. „Der Chefkoch höchstpersönlich hat die Aufsicht übernommen.“
„Puh…“ die Kinder seufzten. „Dann gerne!“
Während die Familie auf die Ankunft ihrer Gäste warteten, hörte die Familie Cionbanu den Erzählungen ihrer Onkel zu, welche immer so spannende Geschichten erzählen konnten…





„Wie so ist doch wahr! Wenn es schief geht, bekommt man auch keinen Stubenarrest mehr - keiner von uns!“
„Oh Man ihr könnt einen wirklich “Mut“ machen. Dann gehe ich lieber nach Hause!“
„Zu spät…“ sie standen schon vor den Schloss. „Wer jetzt kneift ist ein Feigling!“
Alle Vier schluckten ihre Angst hinunter, als das Tor sich öffnete und ein alter, grimmig aussehender Geier ihnen öffnete.
„Wir… wir… wir waren eingeladen.“ Lucians Stimme war alles Andere als Sicher.
Igors Augen verengten sich. „Mylord erwartet sie bereits.“ Knurrte er mehr als er sprach.
„Wir…“ Lucian Schluckte. „… wir… wir waren zum Geburtstag eingeladen.“
Igor trat zur Seite. „Ich wurde davon unterrichtet, bitte treten sie ein.“
Schließlich führte Igor die Kinder in Salon. Hier erblickten sie das erste mal Graf Duckula, doch ihr Blick blieb an den Hängen,
der Eckzähne hatte, auf Vladimir.
Vladimir lächelte die jungen Besucher an. „Ich bin nicht Graf Duckula… das ist der Kamerad ohne Eckzähne.“
„End… end… endschuldigen sie Graf Duckula.“
„Du brauchst nicht zu stottern Lucian, hier beißt dich Niemand.“ Nicolea ging auf seinen Freund zu und begrüßte ihn.
„Kommt schon… der Kuchen wartet schon auf euch.“
Es war nicht nur der Kuchen welcher auf die Kinder wartete, da waren jede Menge Leckerein und Spiele.
Spiele welche vor allen Graf Duckula selbst anführte, was Wiederrum dazu führte, dass die Kinder ihre Angst vor den Grafen verloren. Der Schrecken ihrer Eltern, stellte sich als ziemlich “schräger Vogel“ , der liebet gerne Spiele machte und gute Laune verbreitete. Er kam auf die witzigsten Ideen und brachte alle zum Lachen.
So dass die Angst vor den Grafen sehr schnell der Vergangenheit angehörte. Bei Vladimir verhielt es sich etwas anders, seine Spitzen Eckzähne beeindruckte sie ziemlich und ließ die Kinder etwas Abstand zu ihn nehmen.

Zum Ende der Feier wollten Florina und Felicia ihren Freunden vorführen wie sie tanzen gelernt hatten. Und inzwischen bei den “Freak Vampire“ mit auftraten. So geschah es. Als erstes übernehmen die Duckula Brüder die Musik und spielten selbst die Geige.
Dann aber kam eine Frage auf. „Könnt ihr eigentlich nur Geige spielen? Oder könnt ihr auch Tanzen?“
Vladimir beugte sich zum Fragesteller, Cosmin, herunter. „Was heißt hier nur Geige spielen? Hast du schon einmal versucht Geige zu spielen?“
„Nein.“
„Also bitte.“
„Ich meinte nur, könnt ihr auch tanzen?“
Dieses Mal war Graf Duckula der Antworte. „Warum meinst du ein Vampir könnte nicht tanzen?“
„Ich habe noch nie einen Vampir tanzen sehen. Deshalb!“
„Verstehe… und hast schon vorher einen Vampir kennen gelernt?“
„Nein.“
Graf Duckula nickte. „Finde deinen Denkfehler…“ er wandte sich Igor zu. „Igor, das Gramophone bitte!“
„Gramophone?“ Lucian grinste. „Man was seit ihr Veraltet!“
Wieder sah ihn Vladimir an. „Junge, wir haben Jahre an Lebenserfahrungen gemacht, welche außerhalb deiner Vorstellung liegt. Außerdem braucht es kein Strom.“
Lucian schüttelte den Kopf. „Nein das kann ich besser!“ Damit holte er sein Mobiltelefon aus der Tasche.
Graf Duckula und Vladimir sahen sich fragend an. „So ein Ding könnten wir auch gebrauchen…“ flüstere Graf Duckula Vladimir zu.
„Unsinn. Wenn man seine Fähigkeiten wirklich gebrauchen lernt, sind wir diesen Dingern vollkommen überlegen.“
„Ja… aber wir können mit Telepathie keine Musik machen!“
„Stimmt schon. Aber dafür lassen sich unsere Gedanken auch nicht so schnell von Fremden abhören.“ Erwiderte Vladimir etwas grimmig.
„Komm schon Vladimir, sei nicht so… nur die Musik.“
Vladimir seufzte. „Wer ist hier der Graf, du oder ich?“
„Ich! richtig. Ich bin der Chef! Und ich bestimme… und ich…“Graf Duckula blickte von Gramophone zum Mobiltelefon hin und her.
„Ich es auch laut genug?“
„Das las mal meine Sorge sein, Alter!“
„Alter?! Ich verbitte mir die Beleidigung.“
Lucian wurde unsicher. „Ich meinte nur… weil… sie sind doch ein Vampir der… der über 800 Jahre alt ist.“
„Mag sein Kleiner, aber ich wurde erst 1988 Wiedergeboren.“
„1988? Dann bist du aber ganz schön Alt.“
Als Vladimir spürte wie sein Bruder sich aufregen wollte, legte er eine Hand auf seine Schulter.
„Kinder von Sterblichen. Sie haben keine Vorstellung von Zeit.“
Vladimir beugte ich zu den kleinen Hahn herunter und sah ihn an. „Also gut, du kannst gleich deine Musik spielen lassen. Aber ich habe ein Frage, kennst du den Kazachok?“
„Ist das ein Tanz?“
Vladimir nickte. „Ja. Gib uns die Chance zu zeigen was wir können. Das ist doch nur Fair, oder?“
Lucian starrte auf Vladimir Eckzähne und nickte schließlich.
„Danke Lucian. Und du brauchst nicht auf meine Zähne zu starren um mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich welche habe. Ich weiss es auch so.“
Vladimir winkte seinen Bruder zu. „Bist so weit?“
„Wenn Igor die Schalplatte auflegt… lass uns noch einen Moment aufwärmen.“
„Aufwärmen wo für?“ Fragte Cosmin.
„Deine Frage wird beantwortet sein, wenn du es gesehen hast…“
Neugierig beobachten die Kinder, die Aufwärmübungen der Duckula Brüder. Sie konnten es sich nicht erklären und fragten sich was dies zu bedeuten hatte? Aber auch die Geburtstagskinder zuckten mit den Schultern. Sie wußten auch nicht, was ihre “Onkel“ vor hatten.
Selbst Dorin und Antanasia saßen gespannt da, auch wenn diese, im Gegensatz zu den Kindern wußten was der “Kazachok“ war.
„Meinst du sie schaffen es?“ Flüsterte Dorin seiner Frau zu.
Antanasia nickte. „Unterschätze die Beiden nicht.“

Schliesslich waren Graf Duckula und Vladimir bereit, sie nickten Igor zu, der die Schallplatte bereit gelegt hatte und stellten sich in Position.
Als das Musikstück begann, bekamen die Kinder vor Staunen den Schnabel nicht mehr zu. Mit großen Augen verfolgten sie die Vorführung.
Am Ende Applaudieren sie begeistert, auch Dorin war beeindruckt und Applaudierte.
„Das war… das was… WOW!“ Ralcua konnte sich vor Begeisterung kaum beruhigen.
„Nein… das war nicht nur „WOW“ das war „woi Wow!“ Verbesserte es Cosmin.
Graf Duckula beute sich zu ihn herunter. „Hey DAS ist mein Text!“
Lucian fuhr sich durch die Haare. „Okay, ich bin beeindruckt. Könnt ihr auch noch was Anders?“
„Du willst eine Zugabe?“ Graf Duckula überlegte, er drehte sich herum und besprach sich mit Vladimir.
Schließlich nickte Vladimir und ging zu Igor.
„Igor. Dschinghis Khan - Moskau.“ Dann drehte er sich zu den Kindern um. „Es wird für euch auch einsehe altes Stück sein, es ist von 1979.
Ich bin damit in Deutschland aufgewachsen, deshalb wundert euch bitte nicht es so auch Singe. Denn ich kann die Sprache.
Graf Duckula übernimmt die Rolle das Vortanzen, denn er hat die richtige Kleidung dafür.“
Stolz grinste Graf Duckula und stellte sich schon in Positur, indem er das Cape vor sich hielt.
Vladimir gab Igor ein Zeichen und das Schauspiel begann…


Auch dieses Mal wahren die Kinder begeistert. Jetzt konnten sie verstehen, warum ihre Freunde so von ihren Vampir-Onkeln so schwärmten!
Nur eine Frage beschäftigte sie. „Warum haben sie denn keine Zähne Graf Duckula?“
„Als Vegetarier brauche ich sie nicht.“
„Aber er hat Künstliche Zähne, wenn er als “Freak Vampir“ auftritt.“ Bemerkte Nicolea.
„Auch bitte… bitte wir wollen es mal sehen wie es mit Zähnen aussieht!“ Die Kinder standen so lange betteln um Graf Duckula herum bis Graf Duckula nachgab.
Mit einen breiten Grinsen stand Igor dabei. „Bei der Gelegenheit könnte Herr Graf gleich die Kinder beißen.“ Zischte er Vladimir zu.
Dieser verdrehte bei den Worten nur die Augen.
Graf Duckula setzte sich die Künstlichen Zähne ein, sofort machte er einen anderen Eindruck.
Der Allerdings sofort geschmälert wurde als er anfing zu sprechen. „Gefällt es euch so?“
„Das klingt lustig. als würden sie mit vollen Mund sprechen!“ Platze es aus Marian heraus.
Die Kinder lachten.
Etwas Säuerlich hingegen wirkte der Graf. „Ich kann damit einfach nicht richtig sprechen! Ich…“
In diesen Moment klingelte es an der Haustür. Graf Duckula wandte sich zu Emma. „Emma, mach doch mal bitte die Haustür…“
Erschrocken über seine Worte, brach er mitten in Satz ab. „NEIN! Nein Emma! Vergiss es!“ Er stemmte sich gegen das Pflichtbewußte Huhn.
„ICH mach die Haustür auf!“
Als er in nächsten Moment in einer kleinen Wolke und einen Blitz verschwand, blieben die Schnäbel der Gäste offen stehen.


Graf Duckula öffnete die Haustür und bereute es ihn nächsten Moment.
Vor ihn standen die Eltern der Kinder, bewaffnet mit Heugabeln und Fackeln.
„Geben sie unsere Kinder heraus Graf Duckula!“ Schrieen sie ihn an. „Was haben sie mit unsern Kindern gemacht, sie Monster!?“
„Ich… ich habe nichts…“ er war sich in diesem Moment nicht bewußt, dass er immer noch die Künstlichen Zähne im Schnabel hatte.
Sie fingen an ihn mit einer Heugabel zu bedrohen. „Ihren Kindern geht es gut! HILFE!“
Kaum hatte er auch ausgebrochen kamen auch die Kinder schon um die Ecke gelaufen, Vladimir führte die Gruppe an. Igor und Emma eilten ihren ihren Herren zur Hilfe. Auch ich Familie Cionbanu kam, allen voran Antanasia.
Vladimir war als erstes an Ort des Geschehens, hielt sich aber zurück als die Kinder an ihn vorbei rannten und zu ihren Eltern liefen.
„Mama! Papa! Uns geht es gut! Uns geht es gut!“
„Wir haben nur Geburtstag gefeiert!“
„Es war Super!“
„Bitte tut ihnen nichts! Die sind so Nett!“
„Ja sie sind ganz Lieb!“
Fassungslos nahmen die besorgten Eltern ihre Kinder in die Arme und starrten dann die Duckula Brüder an.
Antanasia trat mit funkelnden Augen vor. „Hört wenigstens auf eure Kinder! Wenn ihr schon auf mich nicht hört!“
Dorin nickte. „Es stimmt… sie tuen Niemanden etwas.“
Igor war in Lauerstellung um seine jungen Herren zu schützen, und doch bestätigte er die Worte. „Zu meinen Bedauern muss ich es bestätigen.“
Ohne was zu sagen, drückten die besorgten Eltern ihre Kinder an sich und drehten sich um, um zu gehen.
„Danke…für ihre lieben Worte, sehr freundlich.“ Doch sie schienen die Worte von Graf Duckula nicht zu vernehmen.
Antanasia schüttelte nur bedauern den Kopf. „Ich denke wir sollten die Geburtstagsfeier beenden. Es ist für die Kinder spät genug geworden.“
So verabschiedeten sich die Geburtstagskinder von ihren Onkeln und bedankten sich für diesen besondern Tag.
Felicia gab ihnen einen Kuss auf die Wange.
Sie stupste den Schnabel von Graf Duckula an. „Du klingst wirklich komisch wenn du damit sprichst.“
Als sie sich verabschiedeten blickten ihnen Vladimir und Graf Duckula noch eine Weile nach.
„War ein schöner Tag.“
„Ja finde ich auch.“
„Aber mit deinen Zähnen sollten wir wirklich was unternehmen.“
„Was kann ich dafür?! Ich stoße immer mit der Zunge gegen diese blöde Schiene!“ Jetzt erst spuckte Graf Duckula das künstliche Gebiss raus.
Vladimir Blick fiel auf das künstliche Vampirgebiss auf den Boden. Es erinnerte ihn an diese Faschingsgebisse welche die Sterblichen immer zu Spass trugen. Er konnte sich daran erinnern dass Niemand mit den Dingern wirklich richtig sprechen konnte.
Tatsächlich schien es so ein Gebiss zu sein. Nachdenklich hob er es auf und gab es seinen Bruder zurück.
„Es muss doch eine andere Möglichkeit geben!?“ Überlegte er.
„Wieso? Ich brauch damit doch nicht sprechen.“
Vladimir blickte Graf Duckula tief in die Augen. „Nein, sicherlich nicht. Nicht so lange keine Verwandtschaft zu besuch kommt…“
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