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Christmas Loading - Problems in a strange city - Partnerstory [Zouis / Niam and others?]

von Manu82
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Harry Styles Liam Payne Louis Tomlinson Niall Horan OC (Own Character) Zayn Malik
03.12.2021
12.08.2022
115
336.425
2
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Dieses Kapitel
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03.12.2021 1.774
 
„Let's go below zero and hide from the sun
I love you forever where we'll have some fun
Yes, let's hit the North Pole and live happily
Please don't cry no tears now, it's Christmas, baby" (Snowman, SIA)

Louis POV:

Zitternd saß ich auf der Bank der St. Peter's Church während die ersten kleine Flocken des gefrorenen Wassers von Himmel schwebten und sich unnachgiebig auf mein Gesicht zu setzen. Doch die warmen Tränen, die permanent aus meinen Augen tropften, gaben ihnen keine Chance. Sie verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren. Welch Ironie, sowie der Mensch, den ich jetzt so dringend brauchte. Der mich verließ und in dieser kalten harten Welt alleine ließ. Meine bester Freund Niall....

Meine steifen Hände ballten sich gefrustet zusammen, was ein schmerzhaftes ziehen der Sehnen verursachte und mich leicht Aufkeuchen ließ. Dabei konnte ich beobachten wie kleine feine Atemwölkchen  meine spröden Lippen verließen und  in den Himmel davon schwebten. Davon, weg von allen, von den Demütigungen der Unterdrückung und den Mobbing. Alles, vor dem mich der kleine Kobold beschützte. Ja Niall war ein Kobold, schließlich kam der blonde Wirbelwind aus Irland und von dort stammen die Kobolde und wenn man genau hinhörte konnte man bei jedem seiner Lachanfälle eindeutig Geräusche wie es nur wilde Kobolde machten identifizieren.

Sofort war das strahlende Gesicht mit der ausgeprägten Stupsnase, die unfassbar leuchtenden Augen und das wilde abstehende Haar vor meinen Augen. Man wie ich diesen nervtötenden Chaoten doch vermisste. Gefrustet schob sich mein rechter Ärmel über die feuchten Augen, versuchte jede Träne zu erreichen, die sich permanent in meinen mittlerweile geröteten Augen bildeten und kontinuierlich hinabliefen.

Auch wenn er mich oft genug zur Weißglut trieb, Niall und ich gehörten zusammen, das war schon immer so.
Gedankenverloren sahen meine blauengrauen Augen nach vorne, beobachten wie das Grün der Gärtnerei und Landschaften der altbekannten Burgschaften Doncasters einer weißen kalten Schicht wich. Alles Leben unter sich begrub. Damals war es genauso....
damals als mein kleines Herz anfing zu erfrieren....


Doncaster, 21.11.2002, Hayfield School

„Sieh mal der erste Schnee Ron"
Die geschundenen Finger vergruben sich fest auf meine Knie unterhalb des Tisches, während ich im Augenwinkel den geflochtenen hellblonden Zopf meiner Klassenkameradin beobachten konnte, der wild hin und her flog. Klebte ihr Kopf doch quasi an der angelaufenen Fensterscheibe, die Nase fest platt gedrückt am kalten Glas. Der erste Schnee dieses Jahr. Das bedeutete Schneengel im tiefen Schnee, kleine Runde Männer mit Hüten und Karottennase und feste weiße Bälle, die einen abschossen, wenn man nicht Louis William Tomlinson hieß.

„Hey du Zwerg!"
Immer tiefer drückten sich meine abgeschürften Finger in die Knie, der Schmerz der entstand sollte alles andere ausblenden, den viel größeren Jungen vor mir, der mich abwertend musterte verschwinden lassen. Immer tiefer ging mein wuscheliger Kopf, musterte jeden Krümmel auf den Boden, die von den Brotdosen meiner Mitschüler achtlos auf den Boden gelandet waren, als sich etwas fest in meine linke Schulter bohrte.

„Sieh mich gefälligst an, wenn ich mit dir rede, L-O-U-I-S"
Jede Silbe hörte sich aus seinen Mund wie ein Schimpfwort an, während das bohrende Gefühl immer intensiver wurde, die groben Nägel von Ben sich immer quälender in mein Fleisch bohrten.

Fest kniff ich die Augen zusammen, um die aufkommenden Tränen zu verstecken. Meine Unterlippe bebte, als ich fest mit meinen Schneidezähnen hineinbiss. Es war Angst, pure Angst die durch meinen Körper fuhr, wie Stromstöße die jeden Nerv zum zuckten brachten. Aber ich wollte ihn diese Gefühle nicht zeigen, das bisschen stolz in mir noch tief in meinen Herzen tragen, solange es noch nicht komplett gebrochen war. „Ignorierst du mich etwa?" Ein Windhauch, wie die Bewegung eines Armes, ließ mich auf den Schlag warten, das laute knallen von Knochen auf Knochen erhören. Blieb nur zu hoffen, dass es nicht mein Gesicht sein würde, denn sonst dürfte ich mich bei Mum erklären und das könnte auch ein Alptraum werden, wenn auch auf andere weiße. Mein Atem beschleunigte sich, als mich die drückende Hand nach vorne zog. Sein Atem war nah, zu nah, die Feuchte klebte quasi auf meinen Gesicht als eine Stimme die Szenerie stoppen ließ.

„Das würde ich nicht tun"

Plötzlich war der Druck an meiner rechten Schulter verschwunden, der Atem nicht mehr spürbar. Leicht öffnete sich meine Augen, war die Neugier doch stärker, als die gefühlte Angst. Ben stand immer noch vor mir, aber bei weitem nicht mehr so nah. Aber was hinderte ihn? Trieb ihm dazu sein gewohnten Ablauf zu unterbrechen? Zögernd gingen meine graublauen Augen umher, scannten die Umgebung, als mir eine Person auffiel, die ich hier noch nie zuvor gesehen hatte.

Blondes wirres Haar, hellblaue Augen und ein strahlendes Lächeln.
„Und du bist?"

„Dein schlimmster Alptraum!"
Ganz nah kam er Ben, der ihm bei weiten überragte. Der blonde Junge hatte die größte Mühe überhaupt sein Gesicht zu erreichen, aber das schien ihn überhaupt nicht zu stören. Völlig entspannt streckte er sich den größeren entgegen, bis er sein Ziel erreicht hatte. Das Ohr des anderen. Leider verstand ich nicht eine Silbe, nur die Reaktion von Ben war einmalig. So kalkweiß hatte ich ihn noch nie gesehen, bevor er schnell das Weite suchte.

„Alles in Ordnung?
Leicht zuckte ich zusammen als eine kleine warme Hand, die nicht viel größer wie meine schien, auf meiner Haut spürte. Ich war es nicht gewöhnt, dass jemand gute Absichten hatte, wenn er die Hand an mich legte. Konnte es sein, dass dieser blonde wirre Kopf, dessen Augen direkt in meine sahen, anders war?

„Ich bin übrigens Niall, Niall Horan."

Niall? Der Name war sehr ungewöhnlich, gerade für einen Engländer, obwohl er sprach auch ganz anders. Fragend musterte ich sein grinsendes Gesicht. So seltsam der junge auf mich wirkte, ich sollte mich bei ihm bedanken, schließlich hatte er mich gerettet. Tief ging mein Atem, während ich endlich meine Sprache wieder fand.
„L-Louis T-Tomlinson."

Ok sicher war sie nicht, aber ich konnte mich mitteilen, das war doch schon mal ein Anfang. Unsicher biss ich mich auf die Lippe, bevor nuschelig ein „danke" mein Mund verließ.

Mensch Tommo! Er hielt dich jetzt bestimmt für einen völligen Idioten, der nichtmal die einfachsten Sätze zusammenbrachte. Enttäuscht über mich selbst, wollte ich mich aus der Situation entfernen. Schließlich war die Unterrichtsglocke schon längst ertönt, als mich zwei Hände in eine Umarmung zogen. Seine blondes Haare kitzelten an meiner Nasespitzte und ließ mich leicht kichern, während ich den Duft von Gänseblümchen in mich aufnahm.

„So gefällst du mir schon viel besser Lou"

Verwirrt sah ich ihn an, als er sich leicht löste, um in mein Gesicht zu blicken.

„Lachen Lou, du solltest mehr lachen, aber dafür werde ich schon sorgen"
Stolz streckte Niall seine Brust heraus, wobei mir eine vierblättriges Kleeblatt, an seiner Halskette auffiel. Natürlich er musste Ire sein, daher auch die sonderbare Aussprache, die mich jetzt schon magisch in den Bann zog.

„Denn dafür sind beste Freunde doch da"

Mein Mund klappte weit auf, während das Kichern neben mir immer lauter wurde. Wild brachte der Ire meine Haare durcheinander. Aber was mich sonst immer störte, war heute das schönste Gefühl seit langem.

Denn ich hatte einen Freund und darüber hinaus, den besten, den ich mir vorstellen konnte.
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Halb erfroren waren meine Füße, als ich im halb dunklen die Straße einbog, wo ich schon seit Kindheitstagen wohnte. Flackernd leisteten die Laternen ihren Dienst, als ich mit Vans durch die leichte Schneeschicht stolperte. War der Untergrund in Verbindung der Gummierung meiner Schuhe die reinste Schlitterpartie.
Als ich lautstark die restlichen Schneereste an meinen Schuhen, mit Hilfe der Eingangsstufen entfernte, öffnete sich schwungvoll die Tür, wobei die warme Heizungsluft, meinen steifen Gliedern augenblicklich Linderung verschaffte. Ich musste meinen Kopf nicht anheben, den Blick nicht nach vorne richten, um zu wissen wer da stand.
Egal wie alt ich mittlerweile war. Sie würde immer auf mich warten. Jede zehn Minuten auf meinen Handy durchklingen, sobald die Dunkelheit heran brach, während von mir noch keine Spur zu sehen war und jedes mal meine Tränen trocken, auch wenn der Grund dafür ihr verborgen blieb.
So war eben meine...

„Mum!"

Mit halb nassen Socken sprang ich ihr in die ausgebreitete Arme entgegen, wobei ich den unverkennbaren Mumgeruch in mich aufnahm. Eine Mischung aus frischen Blumen, denn genau so roch ihr Shampoo und süßen Gebäck. Egal wie lange ich weg war, bei den Gedanken an sie, war er sofort präsent. Als es langsam ein wenig Kalt um uns wurde, lösten ich mich nur wiederwillig von ihr, denn ich genoß die Zweisamkeit voll und ganz. War diese doch oft viel zu knapp bemessen.

„Schatz wo warst du denn?" Warme Hände legten sich auf meine halb eingefrorenen Hände, während das selbe graublau, was ich mein Eigen nennen durfte, mich besorgt musterte.

Leicht seufzte ich auch, keine Frau der Welt konnte in mir, durch eine zarte Berührung, so ein Prickeln verursachen, wie meine Mum. Aber wie sollte das auch möglich sein. Schließlich stand ich auf das andere Geschlecht, das wussten aber auch nur die wenigsten. Eher gesagt, nur meine Mum und Ni...

„Ach übrigens Niall hat angerufen, er macht sich Sorgen..."

Augenverdrehend unterbrach ich den Blickkontakt und mich zu der warmen Strömung zu begeben, die mich so einladend anzog. Das Thema Niall war zurzeit ein Wunder Punkt und führte unweigerlich zur Diskussion....

„Louis William Tomlinson wir waren noch nicht fertig mein Freund"

Unweigerlich blieb ich stehen und zögernd einen Blick nach hinten zu werfen. Ihr Blick sprach Bände, während sie ihre Hände an den Hüften stemmte.

„I-ich"
Shit! Warum reichte ein Blick von ihr aus und mich total aus der Bahn zu werfen? Da waren eindeutig böse Mächte am Werk. Seufzend ließ ich den Kopf hängen.

„Schatz?" Die weiche nach süßem riechende Hand umfasste mein Kinn und scannte jeden Winkel ganz genau. „Hast du geweint?"

Bingo! Sie war echt besser als Sherlock Holmes beim lösen seines  schwierigsten Falls. „I-ich" Nervös biss ich mir auf die Unterlippe.

„Ist es wegen Ni? Soll ich ihn anrufen? Ich bin sicher...."

„Nein!" Mit den nassen Socken rutschte ich nach hinten. „Nein! Du weißt garnichts!" Tränen flossen über meine geröteten Wangen, als ich losrannte. Die Wärme die eben noch so wichtig für mich war, ignorierte und so schnell es ging das rettende Ufer zu erreichen. Mein Zimmer, die Tür der Zuflucht, die ein Segen als auch ein Fluch zugleich für mich war und es gab niemanden der den dringend benötigten Rettungsring zu mir warf...
 
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