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Minecraft Week

von Maudabey
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
BastiGHG VeniCraft
01.12.2021
23.09.2022
80
79.676
5
Alle Kapitel
25 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
23.09.2022 1.036
 
Ich ließ ihn einfach schlafen und kämpfte mich irgendwie durch den Verkehr, bis ich wieder bei Basti war. Um ihn nicht zu wecken, schnallte ich mich lautlos ab, öffnete die Tür so geräuschlos wie möglich und stieg aus. Ganz leise machte ich sie wieder zu und lief um das Auto herum. Jetzt kam der schwere Part. Ich beugte mich über Basti und löste seinen Gurt. Behutsam schob ich eine Hand unter seinen Rücken und die zweite unter seine Oberschenkel, bevor ich ihn vorsichtig hoch hob und an mich drückte. Davon wachte er schon mal nicht auf. Die Tür versuchte ich mit dem Fuß zuzumachen, was leider etwas laut war. Stören tat es Basti allerdings nicht. Er legte nur den Kopf etwas schief und schlief weiter. Nach einhändig die Haustür aufschließen, ein paar Treppenstufen und die Wohnungstür später konnte ich Basti auf der Couch ablegen und erstmal meine Arme ausschütteln. Auch wenn Basti an sich nicht schwer war, mit der Zeit merkte man das schon. Was machte ich jetzt? Ich konnte nicht all zu laut sein, auf streamen hatte ich auch nicht sonderlich Lust und hier gab es auch nicht wirklich was zu tun oder zu sehen. Mir kam dann allerdings doch ein Einfall, was ich tun könnte. Mich noch mal kurz öffentlich zu Fabo und dem ganzen Mist äußern. In versucht neutralen bis positiven Worten. Ich nahm mir also mein Handy und setzte mich neben Basti auf die Couch. Am besten ich ließ es einfach spontan ohne mir viele Gedanken zu machen. Nur sollte ich nachher noch mal drüber schauen, falls ich an der einen oder anderen stelle etwas zu ausfallend war. Ich konnte ja ruhig ein paar Tweets füllen.

Kurzes Update in Sachen Streit zwischen Fabo, Basti und mir. Das lang nötige persönliche Gespräch zwischen uns dreien hat stattgefunden. Leider kam es nicht zu der gewünschten Versöhnung, da beiderseits einfach Differenzen auftreten. Wir konnten uns jedoch auf einen Waffenstillstand einigen und in halbwegs friedlicher Atmosphäre auseinander gehen. Auch wenn wir von nun an getrennte Wege gehen werden, werden wir einander akzeptieren und respektieren. Wir bitten euch um Verständnis für diese Situation. @kompetenzGHG @TheFaboHD
So schlimm sah es doch jetzt gar nicht aus. Ich hatte Fabo nicht beleidigt, hatte sein Verhalten sogar noch beschönigt und verschwiegen. Klang doch so, als wäre alles halbwegs friedlich verlaufen. Den Zwischenfall am Ende musste man ja nicht erwähnen. War sicher in beider Interesse. Ich hoffte so sehr, dass mit diesem Tweet das Kapitel endlich beendet war und wir in Frieden weitermachen konnten. Aber solche Wünsche erfüllten sich nunmal nicht oft. Sicher würde es nicht der letzte Tweet zu dem Thema werden. Die ersten Antworten trudelten schon ein, aber ich wollte sie nicht lesen. Langsam wollte ich einfach nur Ruhe haben. Nichts mehr mit Manipulation, verarschen, Streit, lügen und so weiter und so fort. Da ich sonst nichts besseres zu tun hatte, machte ich mir irgendein Video auf YouTube an und legte mich zu Basti auf die Couch. Jetzt einzuschlafen wäre gar nicht mal so schlecht.

Tatsächlich hatte es drei Videos und über eine Stunde gebraucht, bis ich neben Basti auf der Couch friedlich eingeschlafen war. Und gerade mal eine Dreiviertelstunde später wachte ich auch schon wieder auf. Nicht mal von selbst. Es war Basti, der sich etwas zu hastig an mich kuschelte und dann wieder ruhig wurde. Bastis Finger streichelten ganz sanft meine Wange. Einen Moment ließ ich ihn machen und genoss die sanften Berührungen, bevor ich langsam meine Augen öffnete. Bastis Mundwinkel zogen sich zu einem sanften Lächeln nach oben, ehe er ein leises:„ Na gut geschlafen?", wisperte. Ein bisschen kurz vielleicht, aber sonst ganz gut. Ich nickte und beugte mich dann sanft vor, um ihn auf die Stirn zu küssen. „ Sicher? Du hast ein bisschen unruhig geschlafen? Hattest du einen Albtraum?" Kurz versuchte ich mich an meinen Traum zu erinnern. Was ich genau geträumt hatte, konnte ich nicht sagen. Wage konnte ich mich allerdings an eine verschwommene Person erinnern. Je mehr ich mich darauf konzentrierte, desto klarer wurde das Bild. So schnell es ging wischte ich das Bild wieder aus meinen Gedanken. Falscher Zeitpunkt jetzt an ihn zu denken. Am Ende fing ich an zu heulen. Gerade in letzter Zeit dachte ich immer nur an die schlechten Sachen. Egal wie sehr ich auch versuchte an die guten Sachen zu denken. Die Beziehung mit Basti brachte alles wieder hoch. Bastis fragender Blick bohrte sich förmlich in mich und bat mich um eine Antwort. Allerdings war ich nicht bereit dieses Thema schon anzuschneiden. Bevor ich allerdings weiter darüber nachdenken konnte, verließen meine Lippen schon eine Antwort, die nicht so korrekt war. „ Ich kann mich nicht mehr dran erinnern. Vom Gefühl her hab du gut geschlafen." Wenigstens das war nicht gelogen. „ Ach komm. Ich hab deinen Blick gesehen. Über was hast du nachgedacht?" Mist wieso sah er mir das an. Ich war der Meinung ganz neutral auszusehen. Wahrscheinlich hatte Basti ein Händchen dafür, mir anzumerken, wenn was nicht stimmte. „ Können wir uns drauf einigen, dass ich nicht drüber reden möchte? Mir geht das Thema noch zu nah und ich möchte dich damit nicht noch belasten. Dabei kannst du mir auch nicht helfen." Ich hatte das ganze verarbeitet und kam gut damit klar. Aber wenn Erinnerungen in einem aufkamen, konnte man seien Gefühle nicht immer kontrollieren. Ganz besonders bei so einem Thema. „ Geht es um deinen damaligen Freund? Magst du ein bisschen was über ihn erzählen. Probleme anzusprechen kann die helfen damit umzugehen." So lieb es auch gemeint war, ich wollte nicht über ihn reden. Auch wenn ich jeden Tag in Gedanken bei ihm war. Ich wollte eine Grenze haben zwischen der Vergangenheit und dem hier und jetzt. Mit Basti kann ich endlich den Schlussstrich ziehen und das vergangene hinter mir lassen. Dafür musste ich aber nicht reden. Er musste einfach nur da sein. Als er mich immer noch auffordern ansah und wollte, dass ich rede, entwich mir ein seufzen und ich schloss meine Augen wieder. „ Sei einfach für mich da, aber zwing mich nicht zu reden. Bitte. Ich hab was passiert ist verarbeitet." Nun war es an Basti zu seufzen. Ich konnte gut verstehen, dass er es lieber hätte, wenn ich reden würde.
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