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Hetalia Adventskalender: Nordeuropa und Co. KG

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / Mix
Dänemark Finnland Island Norwegen Schweden
01.12.2021
24.12.2021
24
74.528
2
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03.12.2021 2.944
 
Auf den chaotischen Tisch blitzte ein Kalender unter dem gesamten Briefberg hervor. Die zwei ersten Dezembertage wurden mit ein dicken Edding durchkreuzt. Zwischen den ganzen Spielsachen versteckte sich ein kleiner Wecker. Denn Zeiten wie Mittag und Feierabend müssen in dieser Weihnachtsfabrik wahrgenommen werden, weil man schnell die Zeit aus den Augen verlor.

Der junge Isländer sah sich jede einzelne Actionfigur genauer an und legte sie, wenn sie in Ordnung war, mit angeklebten Wunschzettel in den Waggon. Meist reichte nur ein Blickcheck. Denn würde der junge Mann alles ausprobieren, würde er mehrere Jahre brauchen, aber diese Zeit war ihnen nicht vergönnt. Weihnachten war auf eine Saison begrenzt. Elektronische Spielsachen wurden mit Messgeräten überprüft und beim Bestehen weitergeleitet.

Nun kam Schweden durch das Tor, das ihre Bereiche trennte und trug ein kleines Gefährt auf seinen Armen. Island blickte Bernard fragend an, aber verstand gleich, was los war. Er soll eine Testfahrt mit das Gefährt machen und prüfen, ob es kindertauglich ist.

"Ein Wintermobil? Darf ich testen?", ging der Teenager nochmal sicher, ob seine Vorahnung stimmt.

Schweden nickte wortarg und grinsend begleitet Emil den großen Hünen nach draußen. Dabei mussten sie viele Spielzeugberge überwinden, um einen Seitenausgang zu erreichen. Die Tür war eigentlich für den Notfall gedacht, aber sie diente auch als gute Abkürzung nach draußen, dabei wurde sie verkeilt, damit die Länder da wieder rein konnten. Missgünstig schaute Bernard hinter den Chaos zurück und Emil, sich keiner Schuld bewusst:" Das da hat System."

Seufzend kamen die Länder den von schneebedeckten Wald an. Es war heller, sodass Taschenlampe nicht von Nöten war, allerdings war auch keine Sonne zu sehen, wobei der Himmel das Selbe weiß wie der Boden besaß.

Bernard stellte das kleine Schnee-Mopedgefährt ab und ließ Island den Vortritt. Schließlich war die Bedingung kinderleicht und Schweden möchte beobachten, ob Jemand schnell begriff, wie das Mobil läuft. Natürlich existiert auch eine detaillierte Gebrauchsanweisung, aber bitte, welches Kind nahm sich die Zeit und las, bevor es spielte?

Island saß auf das Mobil und fand ein Knopf, das zum Starten da war. Die Power konnte man, wie ein Motorrad, am Griff bedienen. Bremsen waren auf beiden Handgriffen vorhanden, ähnlich wie beim Fahrrad und das Getriebe verriet, dass das Automatik war. So brauchte man keine Gänge schalten und wie es aussah, besaß es eine Batterie und keine Abgase. Elektromodell! Schon sauste der junge Teenager los und begutachtet, was sein Gefährt so alles kann. Lächeln sah Schweden den begeisterten Teeni nach.


In der Verteilungsabteilung werden die fertigen Geschenke von Norwegen auf eine Palette gelegt. Dafür lagen mehrere Paletten und alle Geschenke werden dort erstmals sortiert. Wenn die Palette dann ihr Maximum erreicht hat, dann werden sie weggefahren. Praktischerweise stehen die Paletten nicht achtlos auf den Boden. Sie standen auf Plattformen und jedesmal wenn Dänemark dann eine Europalette wegfuhr, öffnete sich automatisch die Plattform und eine leere Palette tauchte auf. Diese Plattformen stehen für bestimmte Länder und man erkannte diese Länder durch ihre Flaggen, die über diese Palette hing.  Auf einigen Flaggen standen die Ländernamen, um nicht durcheinander zukommen. Wie es bei Polen und Monaco schnell zur Verwechslungsgefahr passieren kann.

Während der Gabelstapler in eine Unterteilung fuhr, klingelte sein Handy in der Brusttasche. Verwirrt holte der Fahrer sein Handy hervor und als er den Anrufer auf den Display sah, grinste er und ging selbstverständlich ran.

"Hi Fria, na?", grüßte der Däne und legte lässig die Palette ab. In dieser Halle waren schon viele volle Paletten und ein geschlossener Rolltor trug die Nummer 201 und die bemalte Landesfahne von Südafrika.

"Süße, ich bin doch im Finnland, das weißt du doch. Kumpel aushelfen....warte was, du bist auch im Finnland? Wie das? Vermisst du mich etwa?", telefonierte Matthias und stieg dann vom Gabler aus, um am Monitor zu gehen. Mit Touchscreenfunktion wurde die Palette registriert.

"Deine Großeltern besuchen. Ohhh ich soll vorbeikommen? Ich weiß nicht, Babe. Die Arbeit hier ist sehr zeitaufwendig, dennoch gib mir die Adresse. Ich werde vorbeikommen, wenn es sich ergibt. Wie lange wärst du hier?", möchte Matthias wissen, dann tippte er paar Dinge auf den Bildschirm und das Tor rollte sich auf. Als das Tor offen war, konnte man ein LKW draußen sehen. Das Kennzeichen war gewöhnlich, nur die Nummer 201 passte zur Lagerhallennummer. Dahin ging Dänemark hin und nahm die Schlüssel mit, die neben das Tor hingen. Damit konnte man den LKW fahren.

"Ganzen Dezember wärst du hier im Finnland. Ist doch großartig und wie es sich herausstellt, kann ich kurz euch besuchen. Ich muss eine Fuhre zum Flughafen bringen, dann schaue ich kurz bei euch vorbei.", erkannte der Blondhaariger lächeln und bereitet den Hänger zum Aufladen der Geschenke vor.

"Jaaa bis dann. Tschüssi --- ich dich auch.", aufatmen legte Dänemark auf und erschrak, als er Norwegen sah, der vor den Gabelstapler stand.

"Mann hast du mich erschreckt, Lukas.", meinte Matthias mit eine Hand am Herzen haltend, doch schnell beruhigte er sich wieder.

"Telefonieren während der Fahrt ist gefährlich und haben viele Menschen das Leben gekostet.", kam es monoton von Lukas raus und er verschränkte vorwurfsvoll die Arme.

"Ich weiß, aber hier ist nicht der öffentliche Verkehr. Es war Fria. Sie ist hier im Finnland und möchte, dass ich ihre Großeltern besuche.", berichtet Dänemark euphorisch.

"Sie meint es mit dir sehr ernst.", konnte Norwegen erkennen und obwohl sein Blick neutral blieb, konnte man etwas anderes ausmachen, nichts offensichtliches.

"Ach. Wir beiden haben nichts ernstes. Du kennst mich.", spielte der Däne die Beziehung runter. Sie haben sich nämlich auf der Party kennengelernt und es hatte gefunkt, aber beide wollten nichts festes. Für ein Land wäre dies auch undenkbar dauerhaft mit einen Menschen Zeit zu verbringen.

"Dich schon, aber so wie Fria wirkt, hofft sie mehr von der Beziehung. Erkennst du das nicht? Ich habe dir gesagt, dass es so enden wird.", versuchte der Aschblonde mit Haarspange ihm darauf aufmerksam zu machen, dass sie in ihm mehr sieht als ein kurzen Flirt.

Kopfschütteln konnte Matthias das nicht zurecht glauben und kletterte in den Gabelstapler. "Du irrst dich. Sie besucht zur Weihnachtszeit ihre Großeltern, ist doch nichts Ungewöhnliches und das wir zufällig am selben Land sind, kann man doch nutzen, um sich zu treffen. Du interpretierst zuviel rein, Lukas.", sah der Frauenheld es nicht so ernst.

"Du wirst es ja sehen.", flüsterte Lukas verständnislos. Er hatte schon von Anfang an, dagegen gesprochen, einfach so aus Lux mit Gefühlen ihrer eigenen Landsleute zu spielen. Aber Matthias ist ein Sturkopf und hat ihm nicht zugehört. Naja sollte er die Konsequenzen sehen, die sein Handeln ausmachen. Ohne weiteres ging Norwegen von den Gabeln des Gabelstaplers runter und sah seinen Kumpel zu, wie er ordnungsgemäß die Geschenke verlud.

Eigentlich müsste er zurück zur Verpackung- und Sortierstation, aber etwas oder jemand ließ ihm Wurzeln schlagen. Auch konnte sich Norwegen nicht erklären, wie er auf einmal das Handy von Dänemark in den Händen halten konnte und noch weniger konnte er sich aufklären, warum er Fria anrief. Als Lukas realisierte, was er tat, wollte er schnell auflegen. Doch es war zu spät, Fria ist rangegangen und grüßte:" Hi Liebster."

Norwegen blickte zwar komplett normal auf das Handy, aber auf den Bildschirm bildeten sich kleine Risse. Ein seltsamer Druck übte auf das Handy aus.

"Alles in Ordnung, Matti? Hallo?", hörte man langsam Besorgnis in ihrer Stimme.

"Du liebst Matthias wirklich sehr oder?", kam nun eine Frage, die an Gleichgültigkeit nur so glänzte.

"Wer ist da? Wo ist Matthias?", möchte die Frau an der anderen Leitung besorgt wissen.

"Er arbeitet, ich bin ein Freund von ihm.", erklärte sich Lukas und seine Stimme hat keine Veränderungen, sie blieb schlicht gleich.

"Oh dann bist du der Kumpel, dem er im Finnland aushilft. Tino richtig? Freut mich dich kennenzulernen. Matti hat viel von dir erzählt.", konnte man sie hören und ihre Stimme war erleichtert. Hätte ja eine Entführung sein können.

Aus den Nichts hat Lukas einfach aufgelegt. Das hätte er von Anfang an tun sollen. Warum hat er überhaupt angerufen? Unverständlich verstand Lukas sein Handeln selbst nicht. Was wollte er erreichen? Stumm legte er das Handy auf den Monitor und ging wieder zurück in seine Abteilung.


Als Lukas wieder anfing einige Geschenke auf Fließband zu legen, damit die Gerätschaft sie locker verpacken kann, unterbrach er sein Arbeiten als Schweden hektisch reinrannte.

"Was ist los, Bernard?", möchte die Ruhe in Person aus Norwegen wissen.

"Dein Bruder!", brachte Bernard außer Atem raus und doch spürte Lukas, was Schweden ihm mitteilen wollte.

"Lass uns keine Zeit verlieren! Führe mich zu ihm!", beschloss Norwegen ohne zu hinterfragen. Wenn Schweden schon persönlich kam, dann war es was ernstes. Zwar kann Lukas seine Gefühle kaum in Mimik ausdrücken, aber sein Handeln geschahen auf Grund seiner Gefühle. Wäre der Norwege wirklich so kalt wie er aussieht, wäre er nicht hier und hätte keine Freunde, die ihm so nehmen, wie er ist.

Schon fanden sie sich draußen in der Kälte wieder und Schweden rannte zu einer Markierung, die mit Stock im Schnee und seinem blauen Mantel zu erkennen war. Gerade noch war es hell draußen, um diese Markierung von der Ferne zu sehen. Bernard rannte zielstrebig darauf zu und Norwegen konnte eins und eins zusammenzählen.

"for guds skyld....", brachte Lukas fast stumm raus und rannte den Hünen hinterher.

Ein LKW fuhr durch eine Art Schneeschleuse Richtung Stadt, als der Fahrer aus den Fenster blickte und seine Freunde sah, die begannen haben, zu graben. Da sah der Däne zur Uhr, aber überwand auszusteigen, um nachzusehen welchen Zweck seine Kumpels verfolgen.

"Was ist los? Grabt ihr ein Schatz aus?", machte Dänemark noch ein Witz, weil er ja nicht ahnen konnte, warum sie das taten.

"Nei mein Bruder.", zischte der Mann mit violetten Augen und ließ Matthias sofort mithelfen.

"Emil ist da unten? Verdammt!", rief Dänemark besorgt und grabt tatkräftig mit. "Kannst du nicht deine Schutzgeister beschwören?", setzte der Däne fragend nach.

"Ich dachte, die gibt es nicht.", wunderte Lukas skeptisch, denn Matthias hat ihm gern für Verrückt erklärt, als er davon sprach.

"Mann ich weiß doch, dass es sie gibt. Doch zum Scherzen ist jetzt kaum Zeit.", erklärte sich der Däne, der seinem Kumpel gerne über den Kakao zog. Es ist sein Lebensprojekt Norwegen aus der Reserve zu locken, was ihm augenscheinlich nie gelang.

"Weg!", nahm es Lukas nun zum Anlass, Dänemarks Einwand zu folgen und um Hilfe zu rufen. Norwegen nahm den Stock und fegte mit seinen Stiefeln den Schnee, damit die Fußabdrücke verschwanden und er dann magische Symbole in den Schnee niederzeichnen konnte.

Schweden wie auch Dänemark warten ab und hoffen, dass sie schnell Emil retten können. Die Symbole leuchten und seltsame, kaum verständliche Laute flüsterte Lukas vor sich her. Seine Hände sind zusammengepresst, als würde er beten und die Augen sind konzentriert geschlossen.

Staunend betrachten die nordischen Freunde wie der Schnee nach oben wirbelte, fast wie ein Schneetornado, das in den Himmel hinaufflog. Diese Luftschleuse ging immer tiefer in die Erde, bis man ein bewusstlosen Teenager sah, dessen Papageitaucher an seiner Wange angekuschelt war. Der Norweger öffnete seine violetten-leuchtenden Augen und die Schleuse blieb im Stillstand.

"Holt ihm!", befahl der Zauberer monoton, aber doch bestimmt. Sofort rannten Schweden und Dänemark auf Island zu und holten ihm vom Schnee. Puffin durfte mitkommen. Als sie in Sicherheit waren, trennte Norwegen seine Hände voneinander, wodurch es begann zu schneien und Schneehaufen fielen auf der Stelle, wo Emil begraben war.


Zufrieden setzte Finnland die Töpfe auf den gedeckten Esstisch und ging raus, um seine Freunde zum Abendessen und Feierabend zu holen. Als er runtersah, blickte er auf den unterkühlten Isländer, der von seinen Freund getragen wurde und die Freunde, die sie begleiten.

"Oh Gott, schnell zur Sauna!", kam Finnland zur Lösung und neben der Holzhütte stand eine kleinere Hütte, die sich als Sauna herausstellte. Der Finne tat alles, damit es schnell warm wurde und die Freunde haben beschlossen, die Sauna mitzunutzen. Dabei waren alle bis auf ein Handtuch begleitet, außer Emil, der dickgekleidet auf der Holzbank lag und langsam erwachte.

"Uuuuuhhh was für ein Tag....", erwachte der Teenager und richtete sich langsam auf, wobei sein Blick fragend auf seine Freunde glitt. Alle halbnackt in der Sauna und augenscheinlich haben sie auf ihm gewartet. Träumt er etwa?

"Zum Glück dir geht es gut!", freute sich Tino sehr.

"Warum sind wir in der Sauna?!", fragte Emil, der wohl den ganzen Wirbel vergaß und auch nicht verstand, warum seine Freunde ihm in der Sauna entführt haben. Aufatmen war Island erleichtert, dass er angezogen war, doch die Hitze bekam er zu spüren. Selbst sein Vogel auf dem Kopf ist aufgeplustert.

"Hmmm.", hörte man Schweden.

"Bernard sagt, du seist von einer Lawine erwischt worden und dann haben sie dich rausgeholt. Du bist hier, um dich körperlich aufzuwärmen.", berichtet Finnland weiter, der Bernard mehr als verstehen konnte.

"Ach ja, das Schneemobile. Es hat eindeutig zu viel Power.", erinnerte sich Island wieder und genoss die schöne Wärme. Allerdings alle nur mit Handtuch bekleidet, war ihm sehr peinlich. Und Dänemark setzte einen drauf und saß auf seinem Handtuch und ließ sich, von Gott geschaffen, präsentieren.

Der Hüne nickte verständlich und wird eine Änderung zum Schneemobile vornehmen. Sowas darf nicht passieren! Die Kinder verlassen sich auf sie.

Lukas sah seine Freunde an, wie sie alle gesund und munter waren und seine Lippen zucken leicht nach oben. Ein unscheinbares Lächeln, was selten geschah, aber doch vorkam.

Tino konnte das von Augenwinkel erkennen und strahlte mit. Anscheinend ist alles noch gut ausgegangen. Teils lag es an der Tatsache, das sie Länder sind. Normale Menschen hätten ein Bergungstod oder ähnliches erlitten.

"Gut, mir ist warm genug, ich gehe!", war es nun den Teenager zuviel der Hitze und Peinlichkeiten!

"Okay, ich habe Abendessen schon fertig. Kannst dann essen gehen.", wandte Tino ein, aber genoss noch die lodernde Hitze seiner Sauna.

"Ich denke, ich komme mit. Mensch habe ich ein riesen Hunger.", klinkte sich der Däne ein und folgte den Isländer. Bernard sah kurz zu Tino, der ihm zunickte und so auch er aufstand.

Nur Norwegen blieb mit Finnland in der Sauna. Die Wärme war so angenehm.

"Du Lukas, was ich dir immer fragen wollte. Also jetzt nicht persönlich nehmen.", nutzte der Finne die Gelegenheit, die sie alleine beisammen ließ.

"Nur zu.", erwiderte Lukas sachlich und schloss seine violetten Augen.

"Also ich habe mich immer gefragt, wie es ist keine Gefühle zu haben? Ich meine, hast du dir das antrainiert oder warst du schon immer so?", fragte Tino neugierig. Ihm kam schon öfters der Gedanke, wie es sei, einfach gefühlsfrei zu sein. Es mag zwar schockierend klingen, aber die Fantasie des Finnen wies auch Vorteile auf. Wie zum Beispiel, wenn man Leid über sich ergehen lässt und es einen nicht juckt.

Lukas hat lange geschwiegen und antwortete darauf:" Es ist nicht toll, keine Gefühle zu haben. Klar mir lässt vieles kalt und sowas wie Neid oder Wut habe ich nicht. Dennoch kann ich mit Anderen kaum zusammenarbeiten, weil sie mich schnell missverstehen. Es wäre auch schön, wenn ich mein Bruder zeigen könnte, dass ich ihm mag. Warum möchtest du das wissen?"

"Ach weißt du, ich habe das Gefühl meine Emotionen kaum im Griff zu haben und etwas wie du zu sein, bewundere ich einfach. Du kannst in jede stressige Situation dein Frieden finden, ich würde vermutlich vor lauter Panik umfallen.", gab der Finne verlegend zu.

"Alles hat sein Für und Wider.", konnte Norwegen darauf antworten.

"Sag mal, könntest du lächeln, wenn du dich bemühst?", möchte Tino wissen und rückte etwas zu Lukas ran.

"?", verstand Lukas die Frage nicht und als Finnland Norwegens Mundwinkel mit Zeigefinger hob, verstand der Norweger endlich.

"Keine Ahnung, ich habe es noch nie versucht.", presste Lukas raus und der Finne grinste.

"Bewege deine Muskeln, los zeige mir dein Lächeln.", bat Tino und zeigte sein großzügiges Grinsen.

Der Norweger fletschte die Zähne, aber das war nicht das, was sich Tino vorgestellt hat. Dennoch es sah schon lustig aus.

"Los hoch mit den Mundwinkeln!", forderte der Finne.

"Mach ich doch....", sprach Norwegen, aber Kopfschütteln half Finnland ihm und hob die Mundwinkel an.

"Fühlst du das? Wenn ja, dann weißt du, dass du lächelst. Schenke dein Bruder dieses Lächeln und er weiß, dass du ihm magst.", versicherte Finnland zuversichtlich.

"Danke.", erwiderte der gleichgültige Mann.

Zufrieden setzte sich Finnland wieder zurück und schloss genießerisch die Augen.

"Weißt du Tino.", sprach nun Lukas.

"Ja?", hörte Tino zu.

"Es ist schöner Gefühle zu teilen, als gleichgültig sein Leben zu verbringen.", gab Lukas zu und Tino blickte ihm mitfühlend an.

Doch dann lächelte Tino ihm zuversichtlich zu und meinte:" Nun alles hat sein Für und Wider und ich denke nicht, dass dir alles gleichgültig ist. Nehmen wir dein kleinen Bruder. Er ist dir sehr wichtig und das erkennt man. Das bedeutet, dass du tief in dir auch Gefühle hast, aber aus irgendein Grund, sie nie offen zeigen kannst. Warum auch immer, das geht mir nichts an. Aber schätze mich zu deinen Freunden ja?"

"Das werde ich.", sprach Lukas und fletschte die Zähne zum versuchten Lächeln, was aber misslang und dennoch ein Finnen zum Lachen brachte. Daraus ließ Norwegen schließen, dass er es richtig gemacht hat.
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