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Hetalia Adventskalender: Nordeuropa und Co. KG

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / Mix
Dänemark Finnland Island Norwegen Schweden
01.12.2021
24.12.2021
24
74.528
2
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02.12.2021 3.255
 
Der frühe Morgen des 2. Dezembers wurde von ein Wecker angekündigt. Tinos bekam die weckende Geräusche seiner Digitaluhr mit und wollte was dagegen tun. Allerdings lag er in den Armen seines starken Freundes, sodass dies sich als Mammutsaufgabe herausstellte. Der Finne kämpfte sich aus die Geborgenheit seines Partners, allerdings gelang es ihm schlicht nicht. Als Tino leicht beleidigt zu Schweden schaute, erkannte er ein Grinsen.

Schweden schien den Blick seines Liebsten zu spüren, denn er hörte auf, schlafend zu spielen und legte seine Hand auf Finnlands Wange, die von ihm liebevoll gestreichelt wird.

"Der Wecker.", schmollte Tino, da ihm nun bewusst wurde, warum er sich nicht befreien konnte. Hätte Bernard wirklich geschlafen, dann wäre er nur halb so stark gewesen und der Finne hätte sich aus seinen Griff befreien können. So hat der Schwede ihm einfach nicht gehen lassen wollen.

Stumm verstand Schweden und schaltete den Störenfried der Träume aus. Dabei lehnte er sich über Finnland, der mit roten Wangen seinen blanken, muskulösen Oberkörper ansehen konnte. " jag älskar dig.", hauchte Schweden seinen Freund einen Kuss auf die Wange.

"minäkin rakastan sinua", erwiderte Finnland, während er Bernard Hals umschlang, um seine Lippen auf Bernards Mund zu legen. Schweden, der noch über Tino war, rückte ihm näher.

"MAAAAANNNN EMIL BESETZT NICHT DIE GANZE ZEIT DAS BAD, ICH MUSS GANZ DRINGEND!", störte ein lauter Däne ihre Zweisamkeit von Flur aus.

"DANN GEH DOCH NACH DRAUßEN!", schrie ein genervter Teenager zurück.

"BIST DU IRRE? WEIßT DU WIE KALT ES HIER IN FINNLAND IST? BEEIL DICH GEFÄLLIGST!", klagte Matthias zurück und Außenstehende konnten Türgehämmer hören.

Finnland seufzte. Er vergaß jedes Jahr, wie laut es in der Nordic - WG sein kann. Vor allem zur Weihnachtszeit. Dennoch gab es auch schöne Momente in der Nordic-Wohngruppe. Schweden setzte seine Brille auf und sie wussten, dass der Tag begann....

Norwegen kam als letztes in die Küche. Er trug eine Daunenjacke und ein Schal um den Hals. Bei sich führt der Norwege eine Tüte mit Brot. Während alle noch bei der Morgenroutine waren, war er längst zur Stadt gefahren und hat für Frühstücksbrot gesorgt. Finnland nahm die aufgesetzte Kaffeekanne und schenkte jeden Morgenmuffel ein. Es waren alle wohlgemerkt. Bei 19 Stunden Nacht, kann man wohl damit rechnen. 6 Stunden lässt sich die Sonne maximal im Winter blicken, wenn sie überhaupt schien. Selbst jetzt war das künstliche Licht an. Dänemark fixierte einen verärgerten Blick auf Island, der ihm gekonnt ignoriert, dabei half das Handy, womit Emil mit Hongkong schrieb. Bevor Lukas fragen konnte, was ihm über die Leber gelaufen war, erklärte es ihm der Matthias, der Lukas Frage ohne Worte wahrnahm.

"Dein Bruder ist sowas von Eitel! Weißt du, wie lange er das Bad besetzen kann?", möchte der Däne von Norwegen wissen.

"Im Gegensatz zu dir, pflege ich mich auch. Du gehst wohl nur aufs Klo und das warst! Schon mal was von Zähneputzen gehört?", konterte der Teenager sofort.

"Willst du mir etwa sagen, ich wasche mich nicht?!", erhob sich der ehemaliger Wikinger. Denn natürlich pflegt er sich regelmäßig. Denn im Gegensatz zum Jüngsten, erinnerte er sich noch an die Zeiten, als es keine Seife gab und wusste, wie unangenehm es war. Was unterstellt er ihm?!

"Wenn du das so auffasst?", neckte Weißhaarige ihm mehr und grinste ihm überheblich an.

"DU....oggg", noch während Matthias zum Angriff ansetzen konnte, stopfte Norwegen ihm ein Stück Brot in den Mund.

"Iss was, du hast sicherlich Hunger.", erklärte sich Lukas.

Emil begann zu Lachen, aber selbst das, blieb ihm mit ein Stück Brot im Halse stecken. Denn Lukas hat auch ihm gefüttert.

Finnland und Schweden, die nur ratlos dieses Szenario beobachtet haben, bewundern Norwegens Neutralität gegenüber seinem besten Freund und seinen kleinen Bruder. Anscheinend kannte Lukas mehr Strategien, um sie zu bändigen. Nun ja Lukas kennt Dänemark am längsten und Emil ist sein kleiner Bruder, der im Blüte seiner Pubertät stand. Eins war sich Tino sicher, er ist froh, dass Norwegen da war und sollte von ihm eine Scheibe abschneiden.  

Noch am Frühstücktisch vergaßen die Länder alle Anspannung, die der Morgen mit sich brachte und konnte sogar über einige Erlebnisse lachen. So erzählte Dänemark euphorisch, wie er damals mit Norwegen, Amerika entdeckt hatten und das nicht mal wussten. Was Kaffee, Brot und Fisch alles ausrichten konnte?

Nun sagte Finnland:" So ich werde nun die Post holen." Er holt die Post gerne ab, weil er sie hinterher auch las. Seine Aufgabe sind die Wünsche der Kinder zu empfangen und an Schweden weiterzuleiten, damit dieser sie herstellen kann. Auch beantwortet er viele Briefe, wenn seine kleinen Leser fragen stellen oder einfach wissen wollen, wie es ihren Weihnachtsmann geht.

"Alles klar, ich bin eh heute in der Verteilung.", nickte Dänemark. Denn die Verteilung ist die Weihnachtsabteilung, die die fertigen Geschenke an verschiedenen Weihnachtslagern auf der Welt verteilt, sodass der Schlitten nicht mit Milliarden von Geschenken belastet wird. Außerdem geht es schneller, die Geschenke teils vor Ort auszuliefern. Die Information von den Wohnorten entnimmt er immer von den Geschenketiketten, die an den Geschenken angebracht sind.

"Gut und ich werde in der Verpackungsstadion sein.", erwähnte Norwegen sicher. Das ist die Weihnachtsstadion, die die geprüften Geschenken sachgemäß einpackt und mithilfe der Wunschbriefe passend adressiert.

"Ich werde wohl wieder, die Spielzeuge checken, ob Schweden was nachreparieren musst.", war sich Emil sicher. Denn einer muss prüfen, ob alles seinen TÜV hat und die Kinder keine Gefahr ausgesetzt sind. Das kann schnell gehen, wenn ein Wunsch neuartig und noch nie geprüft wurde. Zum Beispiel, wenn ein Kind sich ein Winterkard wünscht, ob dieser dann auch wintertauglich ist.

"Hmm.", nickte Schweden bestimmt, der für die Herstellung der Geschenke zuständig ist. Meist helfen Tino und Emil ihm dabei. So Milliarden Geschenke vorzubereiten, war kein Zuckerschlecken, trotz jahrelanger Erfahrung und auch unterstützt Bernard seinem Freund bei der Postrunde. Manchmal müssen sie mit ein LKW fahren und da war der Finne immer froh, wenn Schweden diese Aufgabe übernahm. Fliegen mit Schlitten ja, aber LKW fahren, muss nicht sein. Doch oft reicht ihr Pickup aus, die Säcke voller Briefe mitzunehmen.

"Prima, dann bereitet ihr die Weihnachtswerkstatt vor. Bernard und ich gehen los. Komm hmmhmm~", summte Tino fröhlich, dass alle ein eingespieltes Team sind. Er hätte sich keine besseren Helfer für Weihnachten vorstellen können. Seine hilfsbereiten nordischen Elfen.

Dänemark, Norwegen, Island zogen sich ihre Jacken an, setzten ihre Schutzbrillen mit Taschenlampenfunktion auf, nahmen ihre Skier, die neben den Jacken an der Wand angelehnt waren und gingen in die kalte, dunkle Natur raus. Gemeinsam winkten sie Schweden und Finnland zu, dann sausen sie den Schneehügel hinunter und fuhren Spuren in die unberührten Schneedecke. Das Pärchen hieven zusammen ein Sack mit Briefen, die Tino gestern beantwortet hatte in die Ladefläche des Pickups. Das Fahrzeug war noch lauwarm, weil Norwegen erst vor Kurzen damit gefahren war. Dann fuhr Schweden los und Finnland genoss die Tour, sowie die Nähe von Schweden.

Die Schneesportler erreichten den Fuß des Hügels und standen vor einer höheren Erhebung. Nur war diese vom schneebedeckten Erhebung künstlich erschaffen worden, denn darunter verbarg sich die große Weihnachtshalle. Dänemark schlittert auf den künstlichen Hügel hinzu und wischte die ersten Schneeschichten weg. Es wurde solange gewischt, bis einer der Herrschaften einem Display finden konnten. Die Brüder halfen Matthias, schließlich war es kalt und sie wollten im geschützten Raum sein. Das Display wurde gefunden und als Dänemark eine Karte ranhielt, leuchtete dieser Bildschirm auf und ein kleines Beben der Erde ließ die Männer zurückweichen. Die gigantische mechanische Pforte öffnete sich und Licht begann, wie die Sonne zu strahlen. Das Licht ging automatisch an, wenn die Pforte sich öffnet und erlischt erst dann, wenn man von außen auf den Display, diesen Befehl dazu gab. Meist wenn sie Feierabend haben.

Der Spalt schloss sich wieder, als die Männer reingingen und Norwegen seine Karte auf ein Bildschirm innerhalb der Halle ranhielt. Schon waren sie in der großen Halle. Am Eingangsbereich standen mehrere Schlitten, die Finnland über die Jahre geflogen hatte. Es waren mehrere, weil sie auch mit der Zeit ihre besten Jahre hinter sich gebracht hatten, dennoch brachte der Finne es nicht übers Herz, diese wertvolle Schätze einfach zu verschrotten. Mehrere kleinere Waggons standen auf die Schiene, die weiter in die Halle hineinführte. Es waren um die 5 Bahnen. Auch präsentierte sich die Werkstatt sehr weihnachtlich. Überall Lichterketten, die mit die Hallenbeleuchtung erleuchten. Dann geschmückte, künstliche Tannenbäume, die die Weihnachtsschlitten einen bildhaften Hintergrund gaben und natürlich reihenweise Figuren von weihnachtstypischen Motiven.

Matthias, Emil und Lukas stiegen in ein Waggon, das man aus den Westernfilmen kannte, die sich in den Minen aufhielten. Allerdings mit den Zusatz eines Rentierhintergrund aus Holz, wobei die Nase des Tieres wirklich rot leuchtete. Der Waggon hatte auch einen Display mit Touchscreenfunktion und Lukas startete diesen und sie fuhren los. Die Waggons werden von den Nordics vielfältig verwendet. Zum Einen zum schnellen Transport von Geschenken, zum Anderen selbst schnell nach A und B zu kommen. Ein Tor öffnete sich automatisch, als der Waggon vorfuhr, wie die Türen von Einkaufszentren, besaß auch das Tor einen Bewegungssensor.

Die erste Hürde war die Werkstatt, hauptsächlich Bernards Arbeitsplatz! Einige Geräte dürfen von der Autorin nicht aufgeklärt werden, weil sie unter weihnachtlichen Eid steht und diese zu den Betriebsgeheimnissen von Weihnachtsmann gehören. Doch darf sie euch aufklären, das auch Handarbeit geleistet wird und hier alles was das Handwerkerherz begehrt, zu finden war. Der Arbeitsplatz von Schweden war sehr ordentlich und man erkannte, das selbst die kleinste Schraube ihren vorgesehenen Platz hat. Wer Ikea Möbel kauft, wird das sicherlich nachvollziehen, wie strukturiert alles ist.

Lukas tippte auf dem Touchscreen und sie fuhren zur nächsten Abteilung der riesigen Halle. Die Nordics waren sehr modern, schon allein weil sie in ihren Ländern ohne Bargeld überleben können. Wieder öffnete sich das grün-rote Tor von selbst und Emil stieg aus. Noch war die Abteilung halbwegs leer, aber spätestens am dritten Tag wird es chaotisch, überall Spielzeug, wo das Auge nur hinsah. "Sei vorsichtig!", bat Norwegen ruhig wie immer.

"Bin ich doch immer, Mann nervt ihr echt.", verdrehte Emil bei soviel unnötiger Fürsorge die Augen. Er ist mehrere hunderte Jahre alt und trotzdem behandeln sie ihm wie ein Kind. Außerdem hat er sein Papageitaucher Puffin dabei, der versteckte sich in seiner Kapuze, weil es ihm zu kalt war. Puffin ist Emils Weggefährte und war für ihm da, als sein Bruder es nicht war! An Emils Schreibtisch war ein Bürostuhl und dahinter häufen sich die Weihnachtsbriefe. Ein Radio und Uhr durfte nicht fehlen.

Dann fuhren Dänemark und Norwegen weiter und konnten vom Glück reden, dass noch kein Berg von Spielzeugen hier war und auf sie fiel. Das wäre eine typische Spielzeuglawine und die passierte schon öfters! Typisch Unordnung, die noch kommen wird.

In das nächste Hallenteil stieg nun Lukas und Matthias aus. Ihre Abteilungen sind verknüpft, weil wenn das Geschenk gleich verpackt und mit Weihnachtsadresse zugeordnet wurde, konnte Dänemark sie dann verteilen.

Lukas Abteil war vorne und mit einigen Geräten ließ er sich die Arbeit des Verpacken vereinfachen. Hin und Wieder musste er selbst verpacken, wenn das Geschenk ungewöhnlich war oder besondere Sorgfalt brauchte. Ein langer Tisch war Lukas Arbeitsbereich mit mehreren Rollen Geschenkpapier und Schleifen, die an der Wand hingen. Das Fließband der Packmaschine war parallel zum Tisch. Fertig gepackte Geschenke werden mit Wunschbrief weiter zur Etikettenmaschine geführt, wo der Wunschzettel gescannt und von Geschenk entfernt wurde. Sodass das Etikett aufs Geschenk kann. Dann führte das Fließband das verpackte Geschenk weiter zu den Paletten, sodass Matthias sie in den Hallen weiterleiten und zum Transport vorbereiten konnte.

Matthias fuhr mit eine motorisierte Ameise durch seinen riesigen Abteil. Manchmal mit Gabelstapler. Er hatte verschiedene Bereiche mit Unterteilungen. Also erst die sieben Bereichen von den Kontinenten und dann die Unterteilungen von Länder. Man kann schon behaupten, seit dieser Arbeit ist Dänemark geographisch voll der Profi! Wenn die Bereiche einen gewissen Stand erreichen, werden die Geschenke zu den Lagerhallen dieser Länder weitergeleitet. Wenn er mal die passende Halle nicht weiß, dann hilft der Computer seiner Ameise und auch Gabelstapler, wo sich dieser Bereich befindet. Sowie ein Navi. Die Weihnachtswerkstatt ist zwar gigantisch, aber bei so vielen Geschenken verlor man schnell den Überblick und so war sie auch sehr modern eingerichtet. Noch bereiten die Nordics auf die kommende Arbeit vor. Heißt, Materialiencheck, Anlagen prüfen und so weiter und da es eine gewisse Zeit braucht, waren sie schon hier, um später für die Geschenke gewappnet zu sein. Selbst Island muss seine Prüfgeräte testen, ob sie noch funktionstüchtig sind. Daher war es gut, dass Bernard erst nachher kam, würde er sie mit Geschenken überhäufen, bliebe keine Zeit für notwendige Checks.

An der Poststelle erreichte das Pickup den Hinterhof. Rückwärts fuhr Schweden an die Laderampe der Poststelle an und zog die Handbremse. Tino und Bernard stiegen aus und zeitgleich öffnete sich die Hintertür des Postgebäudes. Ein Mann winkte die Herrschaften zu und zeigte auf die Säcke voller Briefe. Er kannte die Männer, die im Auftrag von Weihnachtsmann arbeiten. Auch war Tinos Antworten an die Kinder vom Porto entlastet, weil dies ja vom Weihnachtsmann gesponsert wurde. (Ja, Finnland muss durch die Hintertür seinen Porto doch bezahlen) Aber würde der Finne dies öffentlich machen, dann käme viele Skepsis her. Wo hat er das viele Geld her? Er ist ein Land und hat so einiges eingespart. Auch sind viele Länder Sponsoren, so ist Amerika einer der größten Sponsoren dieses Festes. Warum spielt er sich als Weihnachtsmann auf? Weil er nun mal der Weihnachtsmann ist. Das Amerika das Weltbild von Weihnachtsmann änderte, konnte Tino nichts für! Warum kommt er nie mit den fliegenden Schlitten oder lässt die Elfen die Briefe abholen? Die Rentiere müssen noch gefangen werden und das machen sie kurz vor Weihnachten durch ein Spiel. Klar Lukas könnte Trolle als Elfen schicken, aber wie würden die Erwachsenen reagieren? Fragen über Fragen, die Finnland nicht antun will und daher es so macht, als sei er die Anlaufstelle vom Weihnachtsmann in einer zivilen Firma.

Stolz überreichte Tino seinem Sack mit Briefen, die er gestern verfasst hatte und sein Freund räumte schon ihre Post in den Pickup. Dankend nahm der Postbeamte den Sack an. Es war ein alter Mann mit grauen Bart und bunter Stoffmütze. Tino wollte ihm beim Tragen helfen, aber der alte Mann lehnte ab und geht lachend nach vorne, wo er dann die Briefe weiterleitet, sodass die Kinder ihre Antworten bekommen. Lächeln sah Finnland seinen Briefen nach und hofft, dass die Kinder sie auch bekommen.

"Hmm.", hörte Tino aufeinmal und verwundert fragte der Finne:" Hast du schon alles zum Pickup getragen?"

Schweden nickte nur, worauf Finnland verlegend seinen Hinterkopf kratzte und meinte:" Sorry, ich war abgelenkt. Dafür kannst du direkt zur Werkstatt und ich kümmere ich mich dann allein um die Post."

Kopfschütteln lehnte Bernard das Angebot ab und strich seinen Freund auf die Schulter, um zu zeigen, dass das in Ordnung sei und wenn Tino träumerisch ist. Finnland macht es halt glücklich, träumend seinen Wünschen nachzusehen und das verstand Schweden voll und ganz, weshalb er ihm keine Vorwürfe macht. Denn Wünsche sind zur Weihnachtszeit nichts verwerfliches. Es sind so unzählige, wie die Sterne am Himmel und man darf sie wohl ihnen hingeben oder?

Auch Bernard hat einen bescheidenen Wunsch und diesen sah er gerade in die wundervollen violetten Seelenspiegels seines Partners......

Ein Holzstumpf mit Axt stand vor der kleinen Hütte, die neben dem größeren Holzhaus befand. Es war schon Dunkel draußen, aber die elektronische Außenbeleuchtung machte gut Licht. Auch war eine kleine Unterhausung für das fertig gespaltene Holz an das Holzhaus angelehnt. Bernard hatte sich bereit erklärt das Holz zu Kleinholz zu verarbeiten. Nur womit er nicht rechnete, war, dass jemand ihm Gesellschaft leisten sollte oder vielmehr gesagt, konkurrieren sollte.

"HEY BERNARD! Wetten, dass ich mehr Holz zu Kleinholz verarbeite als du!", rief die energische Stimme eines Dänen. Der seinen eigenem Holzstumpf unter den Arm trug und seine Axt aus damaliger Zeit über seinem Schultern gelehnt hatte.

Der große Schwede sagte nichts zu der Aufmachung des Dänen, sondern spaltete einfach ein Holzblock in zwei. Es war ein langer Tag gewesen und zum Feierabend möchte der Hüne einfach seine Ruhe genießen.

"Hm hast ja nicht viel geschafft in der Zeit, als du angefangen hattest. Hehehe", provozierte Dänemark indirekt und deutet auf den kahlen Platz der Unterhausung fürs Holz hin.

"Da wird ja Tino traurig sein, keine Sauna für heute, weil Schweden es nicht gelungen war. UUUHHHH", stichelte Matthias geschickt weiter. Schließlich möchte er Schwedens Kampfgeist herauskitzeln und mit vollen Elan ihm bezwingen. Keine halben Sachen, voll aufs GANZE und da Matt Bernard kannte, wird er bald die Geduld verlieren. Vor allem wenn von ein gewissen Finnen die Rede ist.

"Aber keine Sorge, ich werde Tino glücklich machen und ihm sein Holz beschaffen.", fügte Matthias zu und diesmal knallte auf sein Holzstumpf die Axt von Schweden. Der seine Kampfansage annahm. Grinsend starrte Dänemark den großen Hünen in die türkisen Augen und hörte:" Dann beweise es!"

"Nur zu gern! Erstmals beschaffen wir Holzstämme und dann wird sich zeigen, wer am Besten ist!", sprang Dänemark auf Schwedens Herausforderung an. Nickend beschaffte der große Schwede die besagten Holzstämme, die ungefähr gleich lang waren und beide ihre Äxter erhoben.

"OKAY-BEREIT? LOS!!!!", gab Dänemark das Startsignal und nun konkurrieren sie um die Wette! Leider waren sie für den Anfang gleich auf und so verlängerte Dänemark ihren Wettkampf, indem er diesmal die Stämme besorgte und sie darauf weiterhacken! Das Holzlager füllte sich nach und nach und dennoch will sich kein Sieger richtig deuten, aber keiner der beiden Männer akzeptierte ein Unentschieden und so beschafft Schweden als nächstes Nachschub, um weitermachen zu können!

Dänemark freute sich sichtlich wieder gegen Schweden auf humane Art und Weise antreten zu können. Es war ewig her, dass sie einen Wettkampf veranstaltet hatten. Gut damals war der Schwede einfach nur krank, aber dank ein gewissen Ereignis und Finnen ist der Typ ganz cool drauf geworden! Dennoch muss die Frage geklärt werden, wer von Beiden der Stärkere ist und das Holz muss es ausbaden!

"Naa hach..hach...kannst du noch?", fragte Dänemark frech. Ihm persönlich zitterten die Arme schon vor Überanstrengung, aber Bernard wies äußerlich nichts auf. Was Matthias etwas verunsicherte. Wie lange kann denn dieser Typ noch? Er ist seinen Kräfte fast am Ende.

Plötzlich als Matt trotz sichtliche Erschöpfung weitermachen wollte, schlug Schweden seine Axt auf sein Stumpf und verkündet:" Ich gebe auf!"

Dänemark, der seine Axt über seinem Kopf geschwungen hatte, fiel vor Schreck und mit denselben Schwung weiter nach hinten.

Dann richtete er sich wieder auf und fragte:" WAS? Ich habe gewonnen?"

"Ja.", kam es sachlich von Schweden und füllte die letzten freien Plätze. Mehr passt nicht und es wird bis zum Heiligabend reichen. Denn so eine Unterhausung fürs Holz war auch auf der anderen Seite des Holzhauses vorzufinden. Selbst diesen Platz hat ihren Wettkampf ausgefüllt. Gut sie haben ehrgeizig und ohne Gnade das Holz ausgelaught.

Kurz gesagt, Schweden hat Dänemarks Ehrgeiz verwendet, um eine kostenlose Arbeitskraft zu haben und für diesen Dezember alle Vorräte aufzustocken. Doch das konnte der Hüne nicht einfach sagen, weshalb er auf Matthias Spiel eingegangen war.

"JEAR! ICH HABE GEWONNEN!", war neue Energie des ehemaligen Wikingers da und er jubelte vor Freude. Bernard nahm diesen Preis im Kauf, dass Dänemark happy ist und ging mit ihm ins Haus, wo seine 'Wife' und ihre Freunde auf sie warten.
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