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Hetalia Adventskalender: Nordeuropa und Co. KG

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Fantasy / P16 / Mix
Dänemark Finnland Island Norwegen Schweden
01.12.2021
24.12.2021
24
74.528
2
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01.12.2021 1.979
 
Summend öffnete ein vollgepackter Mann durch die Einkaufstüten seine holzige Haustür mit seinem Ellbogen. Im Hintergrund konnte man die schöne Natur des Mischwaldes betrachten, in diesen das Haus befand. Die Holzhütte war ein Traum für jeden, der nah in der Natur leben und entspannt die Ruhe genießen möchte.

Der junge Mann mit glatten, aschblonden Haar hievte seine Einkaufstüten auf den Couchtisch. Zufrieden hüpfte der junge Mann zum Wandkalender. Der erste Dezember wurde mit ein Marker, der neben den Kalender hing, markiert.

"Endlich gehts wieder los.", summte der Finne glücklich und sah mit seinen violetten Augen auf den Kalender, wobei er den 24.12. rot einkreiste.

Die Hüttentür öffnete sich ohne Ankündigung wieder. Ein großer Mann mit zwei riesen Säcke auf seinen Schultern kam in die Holzhütte reinspaziert. Stumm kam der Brillenträger in das Wohnzimmer rein, wo er die Stoffsäcke auf den Teppich vor den Sessel platzierte. Der blondhaariger Hüne zischte etwas von:" Post."

"Oh danke, Bernard.", wandte sich der Kleinere auf ihm zu. Beide lächeln sich an, bevor der zierliche Mann ein Sack hochriss und die endlosen Briefe auf den Boden fielen. Überglücklich wurde ein Brief erspäht und mit diesen auf den Sessel gesessen.

Lautlos holte der Große eine Weihnachtsmütze aus seiner Manteltasche, um diese Mütze auf den Kopf seines Freundes zu setzen. Der Finne las den ersten Wunschbrief dieses Jahres vor.

"Lieber Weihnachtsmann...", begann Finnland zu lesen und schon stürmten weitere Gestalten in die Holzhütte und unterbrachen ihm beim Lesen.

"WEIHNACHTSZEIT, UNSERE ZEIT! JUHUUU Hey Tino! Wo steckst du???", rief eine laute Stimme im Haus. Dänemark kam mit Norwegen und Island in das Wohnzimmer an. "EY! Du wolltest ohne uns anfangen?!", fragte der Blondhaarige mit Stachelfrisur schockiert.

"Oh hi Matthias, Lukas und Emil. Ich wollte gerade anfangen.", lächelte der Finne verlegen. Da hat er voller Vorfreude glatt vergessen, dass seine Freunde auch zu gerne den ersten Wunsch des Jahres erfahren wollen.

"Naja, wir kamen noch rechtzeitig. Was wünscht sich das erste Kind vom Weihnachtsmann?", war Dänemark nicht nachtragen. Er und seine Begleiter setzen sich auf die Couch, während Schweden sich hinter Sessel lehnte und so über Tinos Kopf schauen konnte.

"Oh, da fällt mir ein, weil wir alle beisammen sind. Ich habe was für euch, meine Freunde.", strahlte Finnland aufeinmal und sprang auf.

Verwirrt blicken alle Finnland an, der begeistert von eine Einkaufstüte auf den Couchtisch, Adventskalenders rausfischte. Lächeln überreichte er jeden Nordic-Mitglied ein Adventskalender. Als Schweden ein etwas ungewöhnlichen Kalender bekam, lief dieser rot an und versteckte diesen gleich unter seinem Mantel. Das entlockte Tino ein leises Lachen. Dänemark hat das beobachtet und stupste wissend Lukas an. Allerdings schien der Norweger nichts mitbekommen zu haben und sah diesen Stupser als Provokation, weshalb er ihm einen Boxhieb auf den Arm verpasste. Worauf Matthias seine schmerzende Stelle rieb.

"So, jetzt wird es Zeit unseren ersten Auftrag zu lesen.", summte Tino nun. Endlich wurde der Brief wieder gelesen. Die anderen Freunde öffneten das erste Türchen ihres Adventskalenders und aßen gespannt Schokolade. "Lieber Weihnachtsmann, ich möchte dir erstmals danken, dass du jedes Kind auf der Welt Freude bereitest. Ich hab dich ganz doll lieb! Ich wünsche mir zum Weihnachten ein cooles Fahrrad. Grüße deine Elfen von mir. Deine Lucina aus Italien.", las Tino begeistert vor. Es erfüllte ihm immer mit Freude die Briefe der Kinder aus aller Welt zu lesen. Das machte die harte, saisonmäßige Arbeit umso schöner. Die Dankbarkeit der Kinder und die Freude am Weihnachten.

"Fahrrad, na das ist einfach. Lass uns die weiteren 1000 Briefe lesen. Lukas, Emil los an die Arbeit! Wie jedes Jahr!", motivierte Dänemark euphorisch. Schweden zog an eine Schnur, das an der Decke hing, um eine weiße Leinwand hervorzuholen, das über die Hälfte des Raumes zu sehen war. Bernard schrieb mit wasserlöslichen Edding den ersten Wunsch und Adresse des Kindes in eine Tabelle ein. Norwegen, Dänemark und Island lasen mit Finnland in Ruhe die Briefen durch und wenn sich ein Wunsch ergab, wurde dieser an Schweden weitergeleitet, damit er diesen in die Übersicht aufschreiben konnte. Allerdings wurde so nur zum Start der Weihnachtszeit gearbeitet. Denn jedes Mitglied besaß einen Aufgabenbereich und erfüllte diesen mit Stolz.

Nach einigen Stunden meldete sich der Hunger bei den Nordeuropäer. Dabei haben sie die erste Ladung Briefe geschafft. Finnland nahm die Einkaufstüte vom Tisch, darin noch Zutaten für das heutige Abendessen befand.

"Heute gibts Lohikeitto. Hab Geduld meine Freunde.", lächelte Tino und ging in die Küche, um seine finnische Lachssuppe zuzubereiten. Schweden folgte stumm Tino in die Küche und war der Einzigste, der seinen Mantel noch trug. Die anderen Freunde hatte diese bereits an den Kleiderhaken abgegeben.

"Gute Idee, eine Pause können wir alle vertragen.", war auch Dänemark mit eine Atempause einverstanden. Auch Lukas und sein jüngerer Bruder teilen den Wunsch nach eine kurze Pause.

Seelenruhig verteilte Finnland die Zutaten auf die Theke seiner kleinen Einbauküche und bekam erst Bernard mit, als dieser räusperte. Lächeln schaute der Finne auf den Hünen. Der Schwede kam sein Freund näher und holte sein ungewöhnlichen Adventskalender hervor. Dabei war der Brillenträger extrem rot an den Wangen und die Brille beschlug sich etwas.

"Gefällt´s dir?", fragte Tino nervös. Denn er wusste nicht, ob das nicht etwas überstürzt war. Sie sind zwar seid paar Jahrzehnten zusammen, was für ein Land so anfühlt, wie eine menschliche Beziehung, die nur paar Jahre war. Trotzdem bangt dem Finnen die Angst, das dies sein Freund missfallen könnte.

Bernard nickte zaghaft, gleichzeitig war er sehr verlegend. Um seine unscheinbare Freude auszudrucken, beugte er sich zu seinen Freund runter, sodass sie sich küssen konnten.

"Also wollen wir heute Abend das erste Türchen öffnen?", fragte Tino nach ihren Kuss leicht schelmisch. Schluckend nickte der Schwede wieder und sah auf den Amoreliekalender, als könnte er durchschauen, was ihnen erwartet.

Emil betrat aufeinmal die Küche und schockiert schmiss der Schwede den Kalender auf den obersten Schrank und auch Finnland war aufgeschreckt.

"Ist was?", fragte der jüngste Teenager verwirrt, weil seine Freunde sich seltsam verhalten. Auch wollte er hochschauen, aber seltsamerweise streckte sich Bernard und versperrte ihm die Sicht auf das, was sie vor ihm verstecken wollen.

"Kann ich helfen?", wandte sich Tino schnell zu Emil, um ihm abzulenken bzw. schnell loszuwerden.

"Ich wollte für uns, was zu trinken holen.", sagte der Bursche desinteressiert und wirkte cool. Heimlich war der Weißhaarige sehr neugierig geworden. Denn seine lilanen Augen versuchen zu erblicken, was versteckt wird. Selbst sein Papageitaucher Puffin, auf Emils Schultern, versuchte zu sehen, was verheimlich wurde.

"Oh natürlich habe ich was da. Ich weiß, dass du Cola liebst und für die Anderen mache ich Tee. Kein Problem, ich bringe es dir rum.", begleitete der Finne den Isländer zum Wohnzimmer und blickte zurück zu Schweden. Bernard verstand sofort und ließ den das-geht-nur-uns-was-an-weil-es-zu-peinlich-ist Adventskalender in das Schlafzimmer verschwinden.

"Das wäre doch gar nicht nötig, ich kann...", wollte Emil selbst die Getränke holen, aber die Gastfreundschaft eines Finnen war unumstößlich und so war Island wieder bei seinen Bruder und den Dänen. Im nächsten Augenblick stellte Tino Tassen und ein Glas Cola hin. Die Kanne Tee wurde aufgesetzt. Verwirrt sahen die Herrschaften den Finnen in die Küche huschen.

"Ach Tino ist immer zuvorkommend.", stellte Matthias zufrieden fest.

"Eigentlich haben er und Bernard was zu verheimlichen. Als ich reinkam, schreckten sie auf, wie verschreckte Hühner.", konnte Emil erwähnen.

"Hahahahahaha ach so ist das. Na dann", ahnte Dänemark längst, was sie aufschrecken ließ. Nur Norwegen und Island waren unwissend.

"Was ist denn?", möchte Lukas monoton wissen und sah zum grinsenden Dänen. Allerdings fragte er nur wegen sein kleinen Bruder.

"Ach nicht so wichtig.", grinste Matthias scheinheilig.

Island trank ein Schluck Cola. Irgendwann weiß er, was los ist. Wenn selbst der Däne es weiß. Es kann aber auch sein, dass dieser sich nur aufspielt. Schließlich liebt er es im Mittelpunkt zu stehen. Was verheimlichen Schweden und Finnland vor ihnen?

"Ach Leute, wollen wir Tinos Überraschung vom Pickup holen? Er ist zurzeit beschäftigt.", zwinkerte Matthias seinen nordischen Freunden zu.

"Richtig, lass uns holen gehen.", stimmte Lukas mit ein. Denn die Gegenlegenheit ist günstig.

"Na schön.", war auch Emil einverstanden.

Gemeinsam schlichen sie, Dänemark wie ein "Ninja", Norwegen mit sein Bruder gewöhnlich zum Hausflur, um unbemerkt raus zu gehen.

Als sie draußen waren, bemerkte Lukas gleichgültig:" Matthias, du warst lächerlich."

"Quatsch, diese Schleichmethode habe ich von Japan höchstpersönlich gelehrt bekommen. Ihr wart zu auffällig!", nörgelte Dänemark über den geringen Elan seiner Begleiter.

"Vielleicht warst du auch einfach zu übertrieben.", konterte Emil und verschränkte die Arme.

"Egal, komm, bevor Tino uns sieht.", beendete der blondhaariger Däne schlicht diesen Interessenkonflikt und öffnete die Hintertür des Wagens. Gemeinsam kramen die Herrschaften einen riesen quaderförmlichen Karton hervor. Eigentlich sollte Bernard, der Kräftigte von allen, ihnen helfen, aber seine Aufgabe auf Tino acht zu geben, sodass Finnland nicht gleich die Überraschung sah, war auch wichtig. Drum mussten alle drei die Zähne zusammenbeißen und schwer anpacken. Dänemark war am Stärksten, die beiden Brüder allerdings setzten mehrfach den Karton ab, um zu verschnaufen.

"Leute, so schaffen wir es nie, wenn ihr dauern Pause macht.", stellte Matthias seufzend bei der dritten Verschnaufspause fest. Ist ja schon nicht normal, hätte er doch mit Bernard getragen, dann wären sie längst fertig. Vielleicht möchte Lukas ihm wieder ärgern oder er nahm einfach zuviel Rücksicht auf seinen kleinen Bruder, es kann sogar beides sein. Das traut der Däne seinen langjährigen Wikingerfreund zu.

"Kannst du noch, Emil? Wenn nicht lass mich und Matthias...", möchte der große Bruder aus Norwegen Island schonen. Dabei blickten seine violetten Augen neutral auf Emil, der genervt seine Augen rollte.

"Ich kann das! Jetzt nerv nicht.", schmollte der Jüngste und packte wieder mit an.

Schweden sah mit seinen türkisen Augen durch einen Spalt von der Küchentür, dass die Freunde es schafften, die Überraschung für Tino zu platzieren und schloss unbemerkt die Tür, um seinen Partner beim Kochen zu helfen. Dabei achtet er darauf, dass sie lange beim Kochen brauchen, damit ihre nordischen Freunde mehr Zeit haben.

"Hihihi Bernard, hast du mich etwa so vermisst?", möchte der Finne verlegend wissen. Der Hüne aus Schweden hat sich hinter ihm gestellt, wovon er half den Lachs zu schneiden. Finnland genoss die Geborgenheit, die sich in seinen Inneren breit machte und würzte schon mal den angeschnittenden Fisch für die Suppe.


"Das Essen ist fertig!", kam Finnland glücklich von der Küche und Schweden folgte mit den Topf. Tino stoppte erschrockend, weil vor Ihnen ein riesen Adventskalender steht, das ein Abbild von ihm auf den Weihnachtsschlitten und die Freunde jeweils auf ein Rentier reiten, bis auf Schweden, der neben Finnland saß. Jedes Türchen ist eine kleine Box und der Kalender ist eigentlich ein Regal mit 24 quadratischen Fächer im Format 4x6. Alle Nordic wissen, dass Tino die größte Naschkatze von allen war, drum waren in jedes Türchenboxchen ein kleiner Vorrat Süßigkeiten versteckt.

"TADDAAAA!", rief Dänemark am lautesten, leise konnte man Island und Norwegen im Hintergrund hören.

"Oh mein Gott, ist das etwa mein...?", möchte Finnland unsicher wissen.

"Dein Adventskalender! Richtig erkannt! Das ist unser Geschenk an dich, weil wir immer auf dich zählen können und du nicht nur die Welt mit Weihnachten glücklich machst, sondern unsere Länder auch.", erklärte Matthias begeistert und seine blauen Augen strahlen.

"Ich danke euch vielmals! Da kommen mir glatt die Tränen. Komm her! Ihr bekommt alle eine Umarmung, meine Freunde!", schloss der Finne überglücklich seine Helfer in die Arme und freute sich sehr über diesen großen Zuckervorrat. Was kann es Schöneres geben am 01. Dezember?
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