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Raus aus der Hölle

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
30.11.2021
06.01.2022
35
52.986
2
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Dieses Kapitel
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30.11.2021 1.654
 
Es war gerade einmal 18 Uhr. Aber da es stark auf denn Winter zuging wurde es bereits früh dunkel. Etsuya Eizan zockte etwas an seiner Konsole als sein Handy klingelte. Er besaß natürlich nur das neuste und beste Modell. Sein Kumpel Eren war dran. „Hey Etsuya. Hast du nicht Lust noch etwas um die Häuser zu ziehen? Mir ist so wahnsinnig langweilig. Stefan ist übrigens auch hier. Bist du dabei?" Fragte Eren ihn. Etsuya überlegte kurz. Sah zu seinem spiel. Es langweilte ihn sowieso schon. Er hatte es sich zwar vor kurzem erst gekauft, aber nur weil es gerade das allerneueste ist und von vielen gehypt wurde. Da war es ja klar das auch er es haben musste. Geld spielte keine Rolle. Eizan hingegen fand es nicht ganz so berauschend. Also machte er die Konsole aus. „Klar Mann ich bin sofort dabei. Aber ich darf eigentlich nicht mehr raus. Du weißt ja was meine Eltern immer für eine Panik schieben." „Ach komm, wer möchte dir schon etwas antun?" Lachte Eren. „Ok. Ich bin gleich bei euch." Antwortete Eizan und schaute nach seinen Eltern. Sie waren gerade noch beschäftigt und das nutzte der 17 jährige Etsuya um aus dem Fenster zu klettern. So machte er sich auf denn weg zu seinem Kumpel. Dort angekommen war noch ein weiterer Freund außer stefan eingetroffen. Gemeinsam überlegten die 4 also was sie denn jetzt mit dem restlichen Abend anstellen sollen. Stefan beschloss das sie doch in einen Club gehen könnten. So setzten sie sich in das Cabriolet was Eren sich einfach von seinen Eltern genommen hatte. Sie waren auf Dienstreise und bemerkten es daher nicht. Denn bei seinen Eltern spielte er wie auch sein bester Freund Eizan immer denn braven Sohn. Die beiden waren sowieso ein richtig gut eingespieltes Team. Im Club angekommen war natürlich eine sehr lange Schlange. Aber nicht für Eizan und seine Freunde. Hochnäsig gingen sie zum Türsteher vor. „Hey Kumpel. Du weißt ja wer wir sind oder?" Fragte Eizan ihn und grinste denn Security an. „Ja na klar. Kommt rein. Viel Spaß Freunde." Erwiederte er nur. Eren steckte ihm noch ein paar Geldscheine zu und klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter, bevor sie mit lauten Gemecker der anderen Gäste denn Club betraten. Ihre Welt. Die Jungs waren jung und reich. Wollten Spaß und waren einfach noch sehr unerfahren. Und mit ihrem Geld konnten sich die Rich Kids alles erlauben. So tanzten sie, tranken viel zu starken Alkohol und verloren schließlich alle Hemmungen. Blieben ungefähr 2 Stunden im heißen Club was denn Alkohol noch mehr wirken ließ. Sie waren voll im Rausch. Fühlten sich stark. Dann setzten sie sich ins Auto und drehten die Musik auf. Sangen laut mit. Sie fuhren an einem Elektronik Markt vorbei. „Hey halt mal an." Sagte Eizan plötzlich. „Hey Etsuya. Was ist los? Möchtest du mitten in der Nacht etwa noch einkaufen?" Lachte stefan. „Ja das möchte ich. Denn dieses neue Spiel was ich mir gekauft habe ist Schrott. Lass uns doch lieber ein Spiel erstmal ausprobieren bevor wir es uns von unserem wertvollen Geld kaufen." Grinste Eizan. Das er für das Geld keinen Finger krumm machte, war erstmal egal. So hielten die Freunde vor dem Markt und brachen ein. Suchten sich einige Spiele aus. Dann rissen sie die Verpackungen auf und holten auch die Konsolen aus der Schachtel. Dann suchten sie nach dem größten Fernseher. Warfen dabei in ihrem Vollrausch auch noch einige andere um. Die fielen krachend zu Boden und waren kaputt. Das fanden sie natürlich sehr lustig. Dann begannen die 4 zu spielen. Bis sie plötzlich etwas hörten. Sofort versteckten sie sich. Einer der Nachbarn hatte denn Krach natürlich mitbekommen und sofort die Polizei informiert. Die sahen das Desaster kurze Zeit später. Eizan und seine Freunde überlegten fieberhaft wie sie jetzt rauskommen sollten. Versuchten sich irgendwie hinter denn Regalen an der Polizei vorbei zu schleichen. Das gelang ihnen auch. Lachend saßen sie dann im Auto und fuhren davon. Alle waren spät nachts wieder zuhause. Eizans Eltern bemerkten also erstmal noch nichts davon das ihr Sohn einfach verschwunden war. Am nächsten morgen kam er gut gelaunt zum Frühstück ins riesige Esszimmer. Die gute Laune war allerdings schnell wieder vorbei. Denn Eizan sah seinen Vater nicht am Tisch. Nur seine Mutter mit seinem Baby Bruder. Daher war zumindest Eizans Mutter mal zuhause und er nicht ständig alleine. „Ist Dad schon wieder weg?" Fragte Eizan und knuddelte seinen Bruder der fröhlich vor sich hin gluckste. Er schien seinen großen Bruder sehr zu mögen. Eigentlich war das Baby auch gar nicht geplant gewesen. Aber die Familie freute sich trotzdem über denn kleinen Sonnenschein. „Etsuya du weißt doch das er immer unwahrscheinlich viel zu tun hat. Du wirst ihn zum Abendessen bestimmt wieder sehen. Jetzt beeil dich, sonst kommst du zu spät." Sagte seine Mutter und reichte ihm noch etwas zu essen. Eizan wollte gerade das Haus verlassen als es plötzlich klingelte. Da er sowieso los musste öffnete er. Davor stand allerdings die Polizei. Etsuya Eizan? Fragten sie ihn. Eizan nickte. „Du bist festgenommen wegen Einbruch und Sachbeschädigung." Sagte einer der Beamten. Eizan sah ihn erschrocken an. „Wie kommen Sie denn darauf das ich etwas getan habe?" Fragte er jetzt. Seine Mutter kam schnell angelaufen. Aber da hatten die Polizisten ihn bereits ins Auto gezerrt und waren los gefahren. Schnell nahm sie das Baby und fuhr zum Revier. Rief unterwegs ihren Anwalt an.
12 Jahre zuvor
Nené Kinokuni saß mit ihren Eltern im Auto. Sie wollten zu einem Badesee fahren. Nené freute sich sehr darauf. Aufgeregt saß die 4 jährige still in ihrem Sitz. Plötzlich knallte es gewaltig. Nené schrie und weinte. Eine Weile passierte überhaupt nichts. Bis ein anderer Autofahrer auf denn Unfall aufmerksam wurde. Dann ging alles sehr schnell. Polizei und Rettungsdienst waren schnell vor Ort. Eilig brachten sie Nené ins Krankenhaus. Ihre Eltern hatten denn Unfall allerdings leider nicht überlebt. Nené kam in ein Heim.
Jetzt
Nené, mittlerweile 16 Jahre alt, wachte zitternd und mit tränen in denn Augen auf. Sie lag in einem Zelt. Versteckt im Wald. Mit einigen anderen verlorenen Kindern. Wie sich die Gruppe nannte und aus ca. 6 Jugendlichen bestand. Sie hatte schon länger nicht mehr an dieses schlimme Erlebnis gedacht. Vorsichtig kletterte sie aus ihrem Zelt. Hatte großen Hunger. Aber niemals wollte die Gruppe ins Heim zurück. Die anderen waren schon wach. So machten sie sich auf denn weg in die Stadt um zu betteln. Nach einiger Zeit hatten sie ein wenig Geld zusammen. Es war aber eindeutig zu wenig. Da es kalt und fast dunkel war, liefen die Menschen eilig an denn Kids vorbei. Nené sah die verzweifelten und hungrigen Gesichter ihrer freunde. Sie mussten zusammen halten. Nené beschloss jetzt aufs Ganze zu gehen. „Hey Freunde, keine Sorge. Ich besorge uns etwas zu essen." Versprach Nené und lief los. Sie konnte ihre Freunde nicht im Stich lassen. Schließlich hatten sie immer zusammen gehalten. Nené hatte auch einen guten Trick. Sie setzte sich ihre Mütze auf um ihre Haare zu verstecken. Trug sowieso schon weite Kleidung. So sah Nené aus wie ein junge. Da sie eh etwas kleiner war, wirkte sie fast wie ein 12 jähriger. Dann ging sie in ein Lebensmittelgeschäft. Schaute sich unauffällig um. Packte nach und nach alles unter ihre dicke viel zu große Jacke. Sogar Süßigkeiten die sie bestimmt ein halbes Jahr nicht mehr bekommen hatte. Ihre Augen leuchteten regelrecht bei denn bunten farbenfrohen Tüten. Sie freute sich schon so sehr darauf. Dann wartete Nené ab und lief aus dem Geschäft. Lachend rannte sie zu denn Freunden. „Schaut mal. Brot, Wurst, Käse und sogar Süßigkeiten." „Nené du bist unglaublich. Super." Freuten sich ihre Freunde. Die Kinder wollten gerade in ihr Lager zurück laufen, als sich Nené umdrehte und plötzlich 2Polizisten vor ihr standen.
Etsuya war bei der Polizei. Denn leider wurde das Auto erkannt und es gab ja Kameras. Eizan war also überführt. Fürs erste durfte er zwar nach Hause, seine Eltern waren natürlich stinkwütend auf ihn, aber er bekam eine Anzeige. So kam der Tag des Prozesses. „Etsuya Eizan. Ich hoffe dir ist klar was du getan hast und dem Geschäft für einen Schaden zugefügt hast." Schimpfte der Richter mit ihm. Eizan senkte beschämt denn Kopf. „Ja natürlich. Es tut mir auch wirklich so wahnsinnig leid. Ich hätte das niemals machen dürfen Herr Richter." Heuchelte er falsche Reue vor. In Wahrheit lachte sich Eizan innerlich noch immer darüber kaputt. Er fand es war ein lustiger Abend. „Nun Gut. Eigentlich hättest du mindestens 1 Woche Jugendarest bekommen müssen. Aber da du deine tat wohl wirklich bereust und der Schaden ersetzt wurde, werde ich dir dafür 1 Monat sozial Stunden geben." Fiel er das Urteil. „Du wirst deine Strafe in einem Kinderheim abarbeiten." Sagte er noch und Eizan bekam die Adresse. Seine Eltern würden auf jeden Fall dafür sorgen das er dort auch regelmäßig hin ging. So kam 1 Woche später der Tag an dem Etsuya seinen ersten Tag in der Einrichtung hatte. Er musste freundlicherweise erst zur spätschicht anfangen. Genau an diesem Tag wurde Nené von denn Polizisten aufgegriffen. „Hey kleiner, wir haben alles gesehen. Du wirst jetzt sofort mit uns mitkommen. Wie heißt du? Wo wohnst du?" Fragten sie Nené. „Ich heiße Akito und lebe auf der Straße." „Ok junge. Los ab in denn wagen." „Nein ich will nicht." „Doch du wirst mitkommen." Sagten die Polizisten und zerrten sie ins Auto. Ihre Freunde wollten ihr helfen, aber keine Chance. Der andere Polizist hielt sie zurück. So fuhren sie ins nächste heim von dem Nené vor einem Jahr abgehauen war. Sie trugen die weinende und um sich schlagende Nené hinein. Eizan sah denn scheinbar verzweifelten Jungen. Da er in diesem Moment auf denn zuständigen Erzieher wartete. „Das kann ja heiter werden." Dachte er und wollte am liebsten wieder rausrennen. Wie dieser kleine Junge.
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