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THREE CHEERS FOR SWEET DEATH 1.01: The Writings On The Wall

von Die Hand
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P6 / Gen
Akasuna no Sasori Deidara Obito Uchiha
28.11.2021
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„Ja, du hast recht, das ist logisch, aber nee!“
„...Ich wollte doch nur wissen, ob es nicht besser wäre, mit der Regio anstatt mit der S-Bahn nach Böblingen zu fahren- was willst du denn jetzt?“
Sasori seufzte. „Das wüsste ich auch gerne…“
„Ich weiß, du gehst bald für eine Weile nach Italien für Wer-weiß-wie-lange, aber… Kein Grund hier gleich so… Keine Ahnung, frech zu sein!“
Sasori seufzte ein weiteres Mal. Im Grunde hatte Deidara ja recht- es war unfair, ihn so zu behandeln. Zwar waren die Beiden aufgrund ihrer grundsätzlich unterschiedlichen Auffassung von Kunst nie nah gewesen, aber trotzdem…
„Na gut. Entschuldigung. Lass uns die S-Bahn nehmen. Wir haben ja alle Zeit der Welt…“„Sag das denen in Italien- bald werden sie mit ihrem Job auch nicht mehr nachkommen… Schau nicht so überrascht, Obito hat mir erzählt, dass ich deshalb diese Mission an deiner Stelle erledigen muss!“„Das wäre ein Grund, ja.“

Eine Vereinfachung der Dinge, aber Deidara kannte die Details ja schon. Wer hätte denn gedacht, dass Obito Sasori gerade die Tatsache, dass Itachis Haus mit einer Alarmanlage versehen hatte, verheimlichte? Aber, so dachte Sasori, rückblickend hätte ich ja selbst darauf kommen können! Es wäre ja auch zu einfach gewesen, hätte ich einfach so in sein Haus spazieren können, um die Seele seines Bruders mitnehmen zu können. Von einem vollausgebildeten Todesengel hätte man mehr erwarten können… Aber nein- ich musste ja gleich so übermütig sein!

Während sie den Weg, der die Gleise des Stuttgarter Hauptbahnhofes mit dem Hauptgebäude verband, langliefen, musterte Sasori die Wenigen, die ihnen entgegenkamen. Noch sind sie ruhig, denn noch kennen sie die Gefahr, die auf sie zurollt, nicht. Wenn Obitos Vorhersagen stimmen, wird diese Krankheit Deutschland lange über 2020 hinaus im Griff halten. Für jemanden, der noch nie so eine Pandemie miterlebt hat, ist so etwas recht schwer vorstellbar, besonders, wenn man bedenkt, wie leicht es wohl ist, zu verhindern, dass sich diese Krankheit verbreitet. Bleibt doch einfach zuhause und lasst euch impfen- frei sein könnt ihr später noch!

Der Moment, in dem Obito ihm von dieser Zukunft erzählte, war der einzige, in dem der Uchiha einfach nur ratlos wirkte.
„Ich… Vor ein paar Jahren gab es doch schon einmal eine SARS-Pandemie, doch die lässt sich nicht mit dem vergleichen, was auf uns zu kommt. Ich sage es dir- SARS-CoV-2 wird schlimmer sein als das, was damals abging!“
Obito zögerte, dann lachte er erzwungen. „Vielleicht wäre es besser, wenn wir das, was hinter uns liegt, als Pandemiechen bezeichen?“
„Ähm…“ Sasori musste erst nachdenken. Was soll ich darauf antworten? „Ja, obwohl, vielleicht- oder doch lieber nein? Dazu kann ich leider nicht viel sagen, denn damals war ich zu jung, um so wirklich darauf geachtet zu haben…“
„Ach ja. Ich vergesse manchmal, wie jung ihr ja seid. Ich glaube, ich bin nicht nur zu alt, sondern habe einfach nur zu oft in die Zukunft geschaut!“
Er verzog sein Gesicht. „Auf jeden Fall- normalerweise wüsste ich jetzt wenigstens ungefähr, wie lange die Pandemie anhalten würde, doch je näher wir ihr kommen, desto weiter verschiebt sich ihr Enddatum in die Zukunft. Ich fürchte, irgendwann wird der Punkt kommen, an dem ich, egal wie weit ich in die Zukunft schaue, kein Ende finden kann!“

Damals hatte sich Sasori bei diesem Outing nicht viel gedacht- Obitos Vorhersehungskraft war auch schon vorher nie die Beste, kein Wunder, dass er auch hier Probleme hat! Doch je mehr Zeit verging, desto besser verstand Sasori sein Unwohlsein. Er wusste ganz genau, dass da etwas auf ihn zukam, das er nicht verhindern konnte und einschätzen, wann es aufhören würde, konnte er plötzlich auch nicht mehr. Mein Vater hat seinen Alltag mit Epilepsie auch so ähnlich beschrieben. Er wusste ganz genau, dass da etwas Gefährliches in ihm schlummerte, doch mit welcher Härte es zuschlagen würde, konnte er auch nie richtig vorhersagen. Wobei es sich irgendwie falsch anfühlt, die Zukunft der Welt als einfachen Anfall zu bezeichnen… Gruselig ist es trotzdem, dass immer dann, wenn ein Ende in Sicht ist, Mutanten oder nachlässige Politiker um die Ecke kommen… Oder nachlässige Menschen allgemein. Manche Personen sind einfach zu sehr von der Freiheit verwöhnt, um mal kurz selbstlos für ein paar Wochen zuhause zu bleiben…

„Sag, Deidara…“, murmelte er schließlich, um sich abzulenken. „Wie läuft es denn bei dir so?“
„Scheiße, ich musste mich erst vor kurzem um eine frischgebackene Mutter kümmern!“
Deidara trat eine Coladose zur Seite, die irgendein pfandhassender Depp achtlos weggeworfen hatte. „Obito konnte die Frist leider nicht unendlich oft verlängern- schlimmer ist nur, dass er sich nicht wirklich für ihren Tod zu interessieren schien. Als ich mich darüber aufregte, zuckte er nur mit den Schultern, schwafelte etwas von der Ungerechtigkeit des Todes und drückte mir dann deinen Auftrag in die Hand- und als ob er mich verhöhnen wollte, dreht es sich in ihm um ein Kind!“
„So ist es halt. Wer das Leben will, muss den Tod in Kauf nehmen. Darüber hättest du nachdenken sollen, bevor du hier angefangen hast!“
„Hmpf… Nicht immer hat man eine Wahl!“

An diese Worte musste Sasori später mit einem Schaudern denken, als er erfuhr, vor welche Wahl Obito zwei seiner eigenen Familienmitglieder gestellt hatte. Doch als er Deidaras Worte zum ersten Mal vernahm, wusste er nicht, was er auf sie sagen sollte…

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Hi!
Auch, wenn diese Geschichte vielleicht nicht perfekt in das Universum meiner Serie "Three Cheers for Sweet Death" passt, wollte ich sie trotzdem hochladen. Diesen Oneshot habe ich als Schreibübung im Rahmen des Forenprojekts 2 Sätze geschrieben und meine Vorgaben waren die Sätze "Ja, du hast Recht, das ist logisch aber nee." und "JA, obwohl, vielleicht-oder doch lieber Nein?".

Wenn ihr mehr von diesen Universum lesen wollt, dann klickt hier, wenn ihr wissen wollt, was für einen Auftrag Sasori ursprünglich hätte ausführen sollen, oder hier, wenn ihr herausfinden wollt, um welche frischgebackene Mutter sich Deidara kümmern musste!
 
 
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