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Sigh for you

von Ririchiyo
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Freundschaft / P12 / MaleSlash
Alexander "Alec" Lightwood Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane Raphael Santiago Simon Lewis
28.11.2021
24.12.2021
5
12.185
8
Alle Kapitel
7 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
28.11.2021 2.963
 
AN: Willkommen zu einer neuen kleinen Geschichte von mir. Es handelt sich um einen Advent-Kalender mit 5 Kapiteln, was heißt, ihr bekommt jeden Advent und Weihnachten eins. Über Reviews mit Meinung, Anmerkung, Kritik oder einfach nur so, würde ich mich dabei natürlich sehr freuen, auch wenn sie nicht sein müssen und keinen Einfluss auf irgendetwas haben werden.
     Gebetat wurde/wird die Geschichte von meiner wundervollen Betaleserin Ellie05, vielen Dank noch einmal dafür!
     Und jetzt wünsche ich euch allen ganz viel Spaß beim Lesen und hoffe, die Geschichte gefällt euch! ^^



Kapitel 1

„Ich mag dich. Würdest du—“
     Nein. Nein! Raphael schüttelt den Kopf, um die Gedanken zu verscheuchen. Natürlich funktioniert es auch weiterhin nicht. Dabei sollte er wirklich vergessen, dass Simon Dinge dieser Art angedeutet hat. Wenn man das noch Andeuten nennen kann.
     Aber Simon ist eindeutig zu jung. Und außerdem ein Frischling, für den Raphael eher Mentor sein sollte, und … okay, vielleicht ist es schon lange genug so, wie es jetzt ist, dass man Simon längst nicht mehr als einen Frischling zählen sollte, aber Simon ist immer noch neu! Und vielleicht ist er inzwischen theoretisch volljährig, aber es ist trotzdem ein zu großer Unterschied. Das kann doch nicht einmal Simon einfach so ignorieren! Außerdem ist Simon nervig. Immer redet er über seine Freunde, oder Familie, oder Filme, oder Spiele, und dann ist da dieses schreckliche Grinsen und das viel zu fröhliche Lächeln, das Raphael am liebsten immer an ihm sehen— Mist!
     Er geht in seinem Zimmer auf und ab. Versucht sich wenigstens genug zu beruhigen, dass sich seine Finger nicht mehr in seinen Arm bohren. Es funktioniert genauso wenig, wie die ungewollten Gedanken zu vertreiben. Und dann wird es nur schlimmer. Natürlich. Wie so oft!
     Innerlich flucht er, als Simons Schritte draußen auf dem Flur ertönen und ihm gleich darauf der Geruch nach Shadowhunter in die Nase steigt. Raphael hat keine Ahnung, warum genau Simon immer nach Shadowhunter stinkt, selbst wenn er dieses schreckliche rothaarige Biest nicht erst kurz vorher getroffen hat, aber er riecht schon von Anfang an so … glaubt Raphael. Auf jeden Fall stinkt Simon so, seit Raphael ihn als Mitglied des Clans betrachtet und nicht nur als nerviges Ding, das man mit sich herumschleppen muss.
     Es klopft an der Tür. Raphael würde ihn am liebsten anschreien, dass er gefälligst verschwinden und ihn in Ruhe lassen soll. Oder ihn ignorieren bis Simon von sich aus geht. Es kann nicht so lange dauern. Simon ist nicht so geduldig. Vielleicht weiß er nicht einmal, dass Raphael hier ist und verschwindet einfach wieder.
     Es klopft erneut. Na super. Und dann wird die Türklinke nach unten gedrückt. Dios, ist Simon so ignorant? Zum Glück hat Raphael abgesperrt. Dann kann Simon ja jetzt—
     „Ich kann dich hören, mach die Tür auf“, hört er die gedämpfte Stimme von der anderen Seite der Tür.
     Er bleibt stehen und rührt sich nicht weiter.
     „Raphael?“ Wieder ein leises Klopfen. „Können wir bitte darüber sprechen?“ Nein. Nein, können sie nicht. Sie können gar nichts. Sie können sich ignorieren und nie wieder sehen, aber das ist alles!
     „Geh weg“, gibt er zurück.
     Seufzen. Warum seufzt Simon? Was hat er immer noch mit so menschlichen Gesten? Er sollte sich längst daran gewöhnt haben, ein Kind der Nacht zu sein! Wobei das wohl nicht wirklich auf ihn zutrifft … trotzdem sollte er sich eher an sie anpassen, als immer noch an diesen ganzen lebenden Leuten zu hängen, die längst nicht mehr seine Leute sein sollten!
     „Ich nehme es zurück, okay?“
     Was?
     „Wir können so tun, als wäre es nie gewesen, wenn du dich dann besser fühlst, und wir können einfach weitermachen wie vorher.“
     Weitermachen wie— Wie genau stellt Simon sich das vor? Wie soll Raphael danach einfach— Dieser verfluchte Frischling! Raphael würde ihm wirklich gerne den Hals umdrehen. Was genau denkt Simon sich eigentlich dabei, so mit solchen Situationen umzugehen?
     Er läuft zur Tür, entriegelt sie und reißt sie auf, bereit Simon ganz genau zu sagen, was er von dessen Verhalten hält … und dann schließt er den Mund einfach wieder. Warum sieht Simon ihn jetzt so komisch an? Wieso ist Simon jetzt verletzt? Was genau gibt Simon das Recht, so zu gucken? Er hat doch angefangen, also soll er jetzt gefälligst nicht Raphael so ansehen als— argh!
     „Okay“, es klingt nicht einmal halb so streng, wie er sich das eigentlich gewünscht hätte. Warum nicht? Was ist nur los mit ihm? „Und jetzt verschwinde.“ Er macht eine wegscheuchende Handbewegung und schlägt die Tür wieder zu, ehe Simon ihn noch mehr durcheinanderbringt. Warum ist Simon überhaupt hier? Hätte er nicht besseres zu tun? Wo ist diese dämliche Kindergruppe, die Simon sonst immer in Schwierigkeiten bringt? Warum nehmen die ihn nicht irgendwohin mit? Warum—
     Er hört ein lautes Knacken und löst sofort seine Hände wieder von seiner Schreibtischkante, als er den Zustand sieht, in dem das Holz unter seinen Fingern ist. Verflucht sei Simon! Und generell diese ganze Nacht. Er sollte— er—
     Er wirft einen Blick zu seinen Fenstern hinüber. Noch immer dunkelblauer Himmel. Er sollte sich abreagieren. Er sollte irgendetwas jagen und viel zu viel Energie damit verschwenden, sodass er danach erschöpft genug ist, um an nichts mehr denken zu müssen. Vielleicht hat diese Nacht schrecklich begonnen, aber dann kann sie immerhin besser enden, richtig?
     Als er seine Zimmertür diesmal öffnet, steht glücklicherweise kein Simon davor, und er bemerkt dessen Anwesenheit auch sonst nirgends, als er sich aus dem Hotel schleicht. Wobei Schleichen klingt, als würde er sich vor etwas verstecken, und das tut er ganz sicher nicht. Schleichen klingt, als würde er versuchen, Simon auszuweichen, und das ist ganz sicher nicht sein Plan … weshalb er sich draußen auch keinesfalls in die Richtung wendet, von der er weiß, dass Simon dort am wenigsten Gründe für seine Anwesenheit hat. Er läuft nicht davor weg, was passiert ist … Lily würde ihn auslachen.

Lily lacht ihn aus.
     Vielleicht auch nicht, vielleicht lacht sie nur über diese ganze Situation, aber es ist nicht hilfreich. Er hat ihr das Erzählt, weil er … er hat keine Ahnung, was genau er erwartet hat, aber hätte es nicht etwas Hilfreiches sein können? Hätte sie nicht wenigstens versuchen können, zu helfen? Er wird nie wieder mit ihr über solche Dinge reden!

„Du kannst Simon nicht ewig aus dem Weg gehen.“
     Lily soll ihn in Ruhe lassen. Wie hat sie es schon wieder geschafft, dass er hier ist und ihr zuhört? Irgendetwas stimmt doch mit ihr nicht. Sollte sie nicht anderes zu tun haben?
     „Ich gehe ihm nicht aus dem Weg.“ Was sich genauso lächerlich anhört, wie es ist.
     Lily lacht. „Wann hast du Simon zum letzten Mal ins Gesicht gesehen?“
     Die Frage ist auch lächerlich! Gut, dann geht er Simon eben aus dem Weg. Na und? Er darf aus dem Weg gehen, wem auch immer er will! Er braucht eben etwas Zeit, um sich damit abzufinden. Er zuckt mit den Schultern. „Letzte Woche?“
     „Oh.“ Lily verzieht das Gesicht. „So schlimm?“
     „Was?“ Bitte?
     „Ich bin ja gewohnt, dass du die Zeit vergisst, wenn du gestresst bist, aber eigentlich solltest du in letzter Zeit nicht so viel zu tun gehabt haben.“ Sie schüttelt den Kopf. „Es ist jetzt schon etwas über ein Monat.“ Es ist was? „Und nicht, dass ich dir da unbedingt reinreden möchte, aber so langsam fällt es auf. Simon ist niedergeschlagen genug, dass sich Leute nach der Ursache erkundigen, und wenn du glaubst, dass niemand einen Zusammenhang zwischen dem und deiner schlechten Laune vermutet, solltest du deine Einschätzung der anderen Vampire hier vielleicht noch einmal überdenken.“ Sie sieht sich einmal kurz um. „Ich sage nicht, dass du dich bestens mit ihm verstehen sollst, aber ihr solltet wenigstens richtig darüber reden und irgendeine Lösung finden, die für euch beide funktioniert.“ Sie sieht ihn an. „Raphael? Hörst du mir eigentlich zu?“
     Er räuspert sich. Natürlich hört er ihr zu! „Ein Monat?“, will er wissen.
     Lily verdreht die Augen. „Ich hoffe sehr, dass du mehr als das mitbekommen hast.“
     Für wen hält Lily ihn eigentlich? „Natürlich habe ich mehr als das mitbekommen!“ Also wirklich. „Das ändert nichts an meiner Frage.“
     „In dem Falle: 39 Tage, wenn man es genau nehmen will.“
     Warum zählt sie das mit?
     Sie erhebt sich. „Krieg das wieder hin, ja? Simon mag nicht mein Lieblingsvampir sein, aber ich möchte ihn trotzdem wieder fröhlicher sehen.“
     … Dem kann Raphael nicht widersprechen. „Ich kümmere mich darum.“ Er kann es wenigstens versuchen …

Er kann es sogar sehr gut versuchen, aber dabei bleibt es auch: Bei erfolglosen Versuchen. Er wünschte wirklich, es wäre einfacher, aber jedes Mal, wenn er Simon irgendwo sieht oder dieser verdammte Geruch von Shadowhunter ihm in die Nase steigt, verlässt ihn einfach seine Überzeugung und er dreht sich um und sucht lieber nach einer anderen Beschäftigung. Immerhin kommt er inzwischen verdammt zeitnah zu all seinen Pflichten, also ist es nicht nur negativ … Lily hat recht. Das muss aufhören.
     Bevor er es sich anders überlegen kann, verlässt er sein Zimmer und geht in die Empfangshalle des Hotels. „Wo ist Simon?“, will er wissen.
     Einige der Vampire werfen sich gegenseitig verwirrte Blicke zu, einige ihm.
     „Ähm …“ Er hat keine Ahnung, wie die Vampirin heißt, aber im Gegensatz zu Simon ist sie ein echter Frischling. Nicht einmal ein Jahr alt. Wie war ihr Name? Irgendetwas mit N? M? „Er meinte, es würde ein paar Tage nicht da sein?“
     Wie bitte? „Und wo ist er?“
     Sie hebt die Schultern. „Keine Ahnung.“
     „Ich bin mir sicher, er taucht bei Zeiten wieder auf“, mischt Josh sich ein. Ihm würde Raphael am liebsten auch den Hals umdrehen.
     Hinter ihm schnaubt jemand. „Entschieden, dass das mit dem Beziehungsstreit jetzt doch aufhören muss?“
     Das hier ist die schlechteste Idee gewesen, die er je hatte.
     Vielleicht sollte er es wie Simon handhaben und Lily doch wieder bei ihrem richtigen Namen rufen. Ihrem Spitznamen macht sie nämlich wirklich keine Ehre. „Wie wäre es, wenn du dich lieber auf etwas Nützliches konzentrierst, statt auf bissige Bemerkungen, und Simon suchst?“
     Sie starrt zu ihm zurück. Ihre Mundwinkel zucken. Sie hat zu viel Spaß an der Sache. Gott hätte sie zu einem Dämon machen sollen, nicht zu seiner Stellvertreterin. Wobei das vielleicht auch eher Raphaels Fehler gewesen ist. Jetzt wüsste er es besser!
     „Abgelehnt. Aber wenn er auftaucht sage ich ihm, dass du ihn suchst“, antwortet Lily mit einem strahlenden Lächeln auf den Lippen.
     Er geht eindeutig zu freundlich mit seinen Leuten um. Sie sollte sich nicht so wohl dabei fühlen, ihm zu widersprechen …
     Er nickt. „Einverstanden.“ Warum leitet er diesen Clan und nicht jemand Strengeres?

Es klopft. „Lilith meinte, du suchst mich?“ Nein. Nein, tut er nicht. Er will nicht—
     „Ja.“ Was macht er hier eigentlich? „Nein.“ Dios, er ist ein Dummkopf. „Vielleicht. Wir sollten …“ Er schweigt.
     „Reden?“, bietet Simon an.
     Raphael sollte vor allem aufhören zu reden, aber er nickt dennoch.
     Simon nickt auch. Sieht sich um. Er schließt die Tür hinter sich und kommt weiter in den Raum hinein.
     Raphael möchte ihn wieder rauswerfen. Das ist sein Raum, nicht Simons, und Simon soll sich nicht einfach so aufführen, als wäre es okay, dass— Und natürlich setzt sich Simon sogar auf das Bett. Warum genau ist Raphael nicht in dem Zimmer, das er als Büro nutzt? Er zieht die Lippen zurück und knurrt Simon an.
     Aus irgendeinem Grund interessiert der sich nicht im Geringsten dafür, dass Raphael ihn gerade mehr oder weniger bedroht. Bedrohen würde. Wenn er es ernst meinen wollte … was er nicht tut, aber das sollte Simon nicht wissen!
     Er öffnet den Mund, um Simon anzuweisen, dass der sich gefälligst einen anderen Platz suchen soll.
     Er lässt es.
     „Also?“ Simon sieht ihn aufmerksam an. Warum trägt Simon eigentlich so komische Sachen? Warum trägt er ein Jackett? Was ist mit dessen eigentlichen Sachen? T-Shirt, Pullover, Hemd … wo ist das? Heute ist nichts besonderes gewesen, also warum genau sollte Simon so aussehen, als … als hätte er ein Date? Oder irgendetwas anderes Besonderes? Was denkt er sich dabei? Irgendjemand sollte Simon so zeichnen. Es sollte ein Gemälde von ihm geben. Eigentlich sollte es eine Menge Gemälde von ihm geben, Simon wäre ein gutes Motiv, wenn man Raphael fragt … man sollte ihn nicht fragen. Und er sollte nicht daran denken. Er sollte generell nichts davon denken! Seine Gedanken lassen sich nicht beirren. Stellen sich stattdessen eine viel zu realistische Bleistiftskizze auf weißem Papier vor. Er schüttelt den Kopf.
     „Also was?“, fragt er.
     Simon sieht ihn einfach nur an. Wann genau hat Simon gelernt, den Mund zu halten? Ja, die Frage ist dumm gewesen, offensichtlich, aber es ist Simon! Simon redet immer. Andauernd! Warum entscheidet er ausgerechnet jetzt, dass er es nicht tun wird? Was soll das?
     Und aus irgendeinem Grund schafft Simon es sogar, Raphael dazu zu bringen, als erstes den Blickkontakt aufzugeben. Er hasst Simon. „Ich—“ Er bricht ab. Er hat keine Ahnung, was genau er eigentlich will. Was ist es? Lily meinte, er sollte dafür sorgen, dass Simon wieder fröhlicher ist, aber wie genau löst man das Problem? Er sollte vermutlich aufhören, Simon aus dem Weg zu gehen, aber das ist nichts, was man besprechen muss. Das einzige, über das man reden könnte, wäre Simons Geständnis von … neulich? Damals? Wann genau war es? „Wegen dem, was du—“ Warum ist das so schwer?
     Simon seufzt. „Ich habe mich doch schon entschuldigt, oder nicht?“, gibt er zurück. „Und soweit ich weiß hatten wir eigentlich abgemacht, nicht mehr darüber zu reden. Wir vergessen, dass es je passiert ist, und alles bleibt beim Alten, erinnerst du dich?“ Immerhin redet er wieder … „Oder nicht beim Alten, schätze ich.“ Vielleicht will Raphael doch nicht, dass er redet. „Tut mir leid, okay?“, meint Simon. „Ich wusste nicht, dass das so ausartet. Oder dir so unangenehm sein würde. Aber ich hab‘s verstanden, es war ziemlich deutlich, also gibt es wirklich keinen Grund, mir so sehr aus dem Weg zu gehen.“ Er hebt die Schultern. „Ich meine, klar, ich habe Gefühle für dich, aber es ist ja nicht so, als würde ich mich dir aufdrängen wollen oder so. Also … ich weiß nicht, aber ich würde mich wirklich gerne weiterhin mit dir verstehen. Auf einer rein freundschaftlichen Basis, natürlich, nicht—“ Simon schließt für einen Moment die Augen. Raphael ist sich sicher, dass er tief durchatmen würde, wenn er müsste. „Ist es wirklich so schwer, mich in deiner Nähe zu haben?“
     „Ja.“ Das Wort verlässt seine Lippen, ehe er etwas dagegen tun kann.
     „Oh.“ Simon wendet den Blick ab.
     Nein! Verdammt, das ist nicht gewesen, was er sagen wollte. Oder was er gemeint hat. Es ist nicht wegen Simon oder dessen Geständnis. Aber nichts daran würde funktionieren. Sie kennen sich nicht einmal lange! Ein paar Jahre, und? Woher will Simon wissen, dass er Gefühle für ihn hat? Das ist lächerlich! Und außerdem bleibt Simon immer noch zu jung für ihn und vermutlich würde das alles am Ende ohnehin nicht passen, und dann wären sie beide enttäuscht und es wäre eine Katastrophe, und es ist einfach die bessere Entscheidung, es dabei zu belassen, wie es ist. Selbst mit dem Wissen, das Simon ihm gegeben hat.
     „Ich werde mich daran gewöhnen“, lenkt er ein.
     Diesmal ist er es, der den Blick abwendet, als Simon ihn plötzlich so breit anstrahlt. „Ich treffe morgen Clary und Jace, willst du mitkommen?“
     „Übertreib es nicht.“ So weit kommt‘s noch. Vielleicht will er Simon nicht mehr aus dem Weg gehen, aber das heißt nicht, dass er sich freiwillig dessen Bekannten aussetzt.
     „Okay.“ Aber Simon strahlt immer noch. Dann steht er auf. „Wir sehen uns?“
     „Sicher.“
     Er hat sich schon unendlich lange abgewöhnt zu seufzen, dennoch würde er es gerade wirklich gerne tun. Er lässt es. Wenigstens wird Lily sich freuen, dass Simon endlich wieder gute Laune hat … hoffentlich.
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