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Die Frau im Café

GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Gen
David Rossi Penelope Garcia
25.11.2021
03.12.2021
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25.11.2021 1.842
 
Es war ein warmer Juniabend als Penelope total abgehetzt in ihr Lieblingscafé kam. Jeden Abend um die selbe Zeit nach Feierabend lies sich sich am Fenster nieder, schaute auf den grünen Park gegenüber, trank einen Kaffee und aß ein Sandwich bevor sie sich mit ihrem Auto auf den Weg nach Hause machte. Sie wusste das viele Cops in dieses Café kamen da es direkt am Stützpunkt lag. Sie hatte es vor vielen Jahren entdeckt als sie ihre Arbeit in einem der Verwaltungsgebäuden angefangen hatte und seitdem war sie Stammgast.

„Hey, Pen. Schön dich zusehen du bist etwas spät. Das selbe wie immer?“ fragte eine lächelnde ältere Frau die sehr oft ihre Bedienung war. Erst vor wenigen Monaten hatte sie herausgefunden das Betty, so hieß sie, dieses Café gehörte.

„Oh Betty, du weißt nicht wie anstrengend mein Tag heute war. Ich habe das Gefühl nicht mehr anderes als Zahlen zu sehen.“ sagte sie mit ihrem strahlenden lächeln was sie noch zustande brachte.

„Die Zeiten werden besser, glaub mir. Zur Zeit ist hier womöglich die Hölle los, auch die Agenten im Einsatz wissen gerade nicht mehr wo vorn und hinten ist.“ danach verschwand die Frau um nur 10 Minuten später das bestellte auf den Tisch vor Penelope Garcia zu stellen. Sie mochte die junge Frau, sie war immer freundlich und hatte stets ein nettes Wort.

Schweigend aß Penelope ihr Sandwisch und sah nach draußen . Im Park spielten Kinder mit ihren Eltern und lachten um die Wette, am anderen Ende sah sie einige Mariens in ihren Uniformen die etwas probten und auf der anderen Seite stand ein großer Bus mit Navy Aufschrift. Das Werbefahrzeug für die Schulen nahm sie an. Als sie sich weiter umsah konnte sie einen elegant gekleideten Mann im Park mit einem Hund spazieren gehen sehen. Der braune Labrador ging genüsslich an seiner Seite, die Leine nicht zu straff aber auch nicht zu locker und schaute immer einmal nach rechts und links. Der Mann fiel ihr sofort auf, er hatte definitiv ausländische Wurzeln. Sein Teint ging in Richtung olivefarben, war aber nur dezent festzustellen, niemand würde anzweifeln das er ein Amerikaner war. Sein braunes dunkles Haar hatte einzelne graue Strähnen und er trug einen gepflegten und nicht zu langen Bart um seinen Mund. Seine Nase sprach dafür das sie keinen Amerikaner gehörte. Von hier konnte sie jedoch seine Augen nicht sehen. Seine Gestalt war schlank und er trug ein Hemd mit Jackett und einfache Blue Jeans die bis zu seinen glänzenden Lederschuhen gingen. Die Leine des Hundes war locker um seine Hand gewickelt und ein kleines friedliches lächeln lag auf seinen Zügen.

„Ah wie ich sehe hast du David Rossi im Blick. Es ist selten das ich ihn hier sehe.“ meinte Betty und setzte sich wie immer neben die junge Frau nachdem sie sie beim starren erwischt hatte.

„Arbeitet er hier? Ich habe ihn noch nie gesehen.“

„David Rossi ist Mitbegründer des BAU Profilerteams in Block 10. Er hatte sich vor vielen Jahren zum Ruhestand entschlossen und hat einige Bücher heraus gebracht aber man erzählt sich das er wieder zurück ist. Er wohnt außerhalb aber in den letzten 25 Jahren habe ich ihn noch nie nicht gesehen. Er geht hin und wieder durch den Park, seit ungefähr drei Jahren mit seinem Hund. Ab und zu kommt er auch mal hier rein.“ sprach sie und lächelte auf den älteren Mann draußen.

„Ich habe einige seiner Bücher im Studium gelesen vor etwa 10 Jahren.“ Betty musste lächeln.

„Ich habe sie alle da. Als seine erste Frau und sein Sohn starben war er hier Stammgast, wir haben ein gutes Verhältnis aufgebaut. Oh schau er kommt rüber.“ sagte sie und stand schnell auf um zur Tür zu gehen in der Agent Rossi und sein Hund erschienen.

„Oh David, es ist schön dich wieder zu sehen und hallo Mudgie. Habt ihr gerade Pause“? Sagte die ältere Frau liebevoll und umarmte den älteren bevor sie den Hund lieb kraulte. Mudgie hieß er wenn Penelope es richtig verstand. In diesem Moment sah der Ältere zu ihr mit einem verwirrten Gesichtszug und sie konnte in seine braunen Augen schauen. Tiefer als jeder Ozean schienen sie zu sein.

„Gib den Guten doch etwas Wasser und bring mir einen Kaffee, wir kommen gerade von einem langen Einsatz.“ meinte er und steuerte auf ihren Platz zu. „Darf ich mich setzen?“ fragte er und zeigte auf den freien Stuhl ihr gegenüber.

„Gern. Bitte setzen sie sich.“ meinte sie und lächelte schüchtern. Vom nahen sah er berauschend aus und sie konnte sagen das er definitiv etwas Italienisches an sich hatte. Ihre beste Freundin Paola hatte ebenso schöne Gesichtszüge.

„Ich bin David Rosssi aber sie können gern David sagen.“ meinte er in seiner tiefen Bariton Stimme die ihr augenblicklich Gänsehaut bescherte.

„Penelope Garcia aber gern Penny.“ meinte sie und reichte ihm gern ihre Hand. Als er sie annahm spürte sie seine wärme und fühlte eine gewisse Geborgenheit.

„Es ist schön dich zu treffen Penelope. Bist du neu hier?“

Leise kicherte sie. „Oh nein, ich arbeite jetzt seit etwa 8 Jahren hier auf den Komplex und habe vor Ewigkeiten diese kleine Perle hier gefunden und komme seitdem jeden Abend nach meiner Schicht hier her und Du?“ fragte sie interessiert und nahm einen Bissen ihres Sandwichs. Zur gleichen zeit erhielt er seinen Kaffee und trank einen Schluck.

„Ich bin ein alter Hase. Ich habe vor etwa 25 Jahren hier angefangen zu arbeiten und davor war ich hier in der Ausbildung und eine kurze Zeit bei den Mariens. Die liebe Betty hat mich aufwachsen sehen.“ ein leichtes lächeln lag um seinen Mund.

„Sie hat gerade sowas erwähnt als sie dich gesehen hat. Ich sehe dich heute zum ersten mal.“ fragte sie und versuchte nicht zu neugierig zu klingen.

„Ich war einige Jahre sehr beschäftigt würde ich sagen. Ich bin jetzt seit 4 Jahren wieder täglich auf den Stützpunkt aber wir sind viel im Einsatz und selten zuhause deswegen haben wir uns vielleicht immer verpasst. Wo arbeitest du? Wenn ich es fragen darf?“ fragte er und lächelte charmant eh er wieder an seinen Kaffee nippte und Penelope über seine Tasse ansah. Sie wäre ihn definitiv aufgefallen wenn er sie schon einmal gesehen hätte. Diese blonden dicken Locken die ihr schönes Gesicht umspielten, die braunen Augen und die roten Lippen und ihre bunte Brille auf der Nase. Sein Blick wanderte weiter. Sie trug lange blaue Ohrringe und eine riesige blaue Kette die auf ihren üppigen Busen lag der von einem verspielten blau- schwarzkarierten Stoff bedeckt war. Wahrscheinlich ein Kleid, er hatte beim herüber gehen den Rock im selben Muster bemerkt. Sie trug eine kurze bunte Jacke und ihre endlosen Beine steckten in mörderisch hohen High Heels mit bunten Blumen. Diese Frau machte sich definitiv nichts daraus was andere sagen.

„Ich arbeite im Block 7 im Büro als IT Spezialistin. Ich bin für jeden auf Abruf der Hilfe mit Computern braucht. Man sagt ich sei darin ein kleines Genie.“ grinste sie Selbstbewusst und er staunte. Block 7 war die Chefetage. „Und du?“

„Ich bin in Block 10. FBI Gebäude, Sitz der BAU Verhaltensanalyse. Wir sind das Team das meistens zu den schweren Einsätzen gerufen wird. Dieses Genie Ding kenne ich, wir haben auch ein Genie in unserer Mitte.“ lächelte er und sie konnte nur dahin schmelzen. Das jemand wie er überhaupt mit ihr redete kam einen Wunder gleich.

„Ich habe davon gehört. Ich glaube Aaron Hotchner ist dort Chef. Ich hatte Lesungen bei Jason Gideon im Studium und vor fünf Jahren wurde ich von seinem Team kurz gebraucht als ein Hacker alles lahm gelegt hat.“ meinte sie und erinnerte sich gern an diesen Tag. Es war totales Chaos ausgebrochen,  Gideon hatte sie sofort erkannt und freundlich gegrüßte. Damals bestand das Team aus vier männlichen und einen weiblichen Agent, dazu die Kommunikationsbeauftragte. Sie hatte überwiegend nur mit Aaron zu tun.

„Ja das stimmt, Hotch macht das wirklich gut. Wo haben sie Studiert und was?“ war seine nächste Frage. Er war in diesem Park gekommen um den Fall zu vergessen, ein wenig Zeit mit Mudgie zu haben und einen dieser wundervollen Kaffees zu trinken aber er hatte nicht mit einer Begleitung gerechnet.

„Ich habe Technische Analyse und IT im Security Sektor studiert habe aber nebenbei in verschiedene Kurse zum Verhaltensanalytiker besucht da ich neugierig war.“ zuckte sie die schultern „Betty meinte du hast die Verhaltensanalyseeinheit gegründet. Stolze Leistung soetwas ins Leben zu rufen.“ anerkennend besah sie ihn sich noch einmal genau und ein wehleidiges lächeln erschien.

„Jason Gideon, Max Ryan und Ich haben uns in der Akademie kennen gelernt. Uns faszinierte dieser Teil und wir dachten es sei wichtig. Wir haben Jahre lang alles ausgearbeitet und Argumente gesucht bis wir den Selbstlauf gestartet haben und nun sind wir hier.“ sein lächeln erschien wieder und begeistert hörte sie seiner wunderbaren Stimme zu und aß nebenbei weiter. „Wie bist du darauf aufmerksam geworden?“

„Oh frag nicht.“ lachte sie und er sah sie abwartend an. „Ich kam von der illegalen Seite. Ich war Profihackerin während des Studiums und danach. Als ich mich zufällig in die Datenbank hackte bin ich aufgeflogen und sie haben mich festgenommen. Ich bekam ein Angebot und seitdem bin ich hier.“ grinste sie verschwörerisch und sah in seine weit aufgerissenen Augen.

„Sie haben eine Kriminelle eingestellt?“ fragte er und trank einen weiteren Schluck. Ihr kichern schien das beste von allen zu sein.

„Kriminell ja, aber seitdem clean. Sie merkten schnell das ich weitaus besser bin als alle anderen IT Spezialisten und so blieb ich und seitdem ist Penelope Garcia sehr gefragt auf den Gelände.“ als sie fertig war setzte sie sich bequemer hin und sah ihn abschätzend an.

„Das klingt nett. Ich sollte los und ein wenig ins Bett. Wir sind heute erst von einem Fall zurück. Es war schön dich zu sehen und vielleicht bis bald.“ sprach er als er aufstand. Penelope tat es ihm gleich da sie fertig war. Er sah nun ihre ganze Gestalt. Sie war trotz der hohen Schuhe ein wenig kleiner als er und dieses Kleid umspielte wunderbar ihre Kurven. Sie war bei weitem kein Model aber ihre Ausstrahlung übertraf sie alle.

„Oh, die Freude war auf meiner Seite. Ich komme mit raus, es wird Zeit nach Hause zu fahren.“ sprach sie, nahm ihre Handtasche und Seite an Seite verließen sie das Café bevor sie neben einen Orangefarbenen Cadillac Cabriolet stehen blieb.

„Dann, noch einen schönen Abend. Ich hatte schon lang nicht mehr eine so tolle Begleitung.“ sprach sie und schmiss ihre Tasche hinein.

„Das kann ich nur zurück geben. Pass auf dich auf, ich hoffe du hast es nicht weit.“

„Oh nein, 10 Minuten maximal. Ich wohne nicht weit vom Gelände. Also dann, auf wiedersehen.“ sagte sie, stieg ein und fuhr weg. Noch lang sah er ihr nach und schüttelte dann seinen Kopf.

„Komm Bossman wir machen uns auch auf den Weg.“ und schon verschwand auch er mit einem lächeln im Gesicht. Er wusste nicht wann er eine Frau auf eine andere Weise gesehen hatte als sie so schnell wie möglich einfach nur ins Bett zu bekommen oder zu heiraten. Er wollte sie Definitiv wieder sehen.
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