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Its Been a long, long time

KurzgeschichteRomance, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Captain America / Steven "Steve" Grant Rogers Winter Soldier / James Buchanan "Bucky" Barnes
25.11.2021
25.11.2021
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Ich wollte unbedingt mal eine Stucky FF schreiben und die Idee kam mir einfach so. Mir gehört leider nur die Idee der Umsetzung, aber nicht die Charaktere. Bei Falschangaben, könnt ihr mir gerne sagen was falsch ist oder was richtig wäre ^^ Rechtschreibfehler darf man geflissentlich ignorieren :D
Viel Spaß beim lesen!


I gave you all
https://www.youtube.com/watch?v=oLOvZwwUtic

Steve saß am Steuer dieses Hydra Flugzeuges. Niemand sonst war noch da. Johann Schmidt existierte nicht mehr, wurde vom Tesserakt verschluckt. Vernichtet mit den eigenen Waffen. Und doch hatte Steve angst. Angst vor dem was passieren würde. Unweigerlich und ohne das man etwas dagegen tun konnte. Er steuerte das Flugzeug nur noch notdürftig. Sie waren über den Wolken, er sah nicht viel. Sah nicht wo genau es hin ging. Die Bomben die in diesem Flugzeug waren, waren gefährlich und er wollte nicht das die Welt davon Schaden nimmt. Er wollte nicht das Bucky etwas geschah. Bucky, den er quasi gezwungen hatte, nicht mit auf diese Mission zu kommen. Der noch immer die Folgen der Gefangennahme verspürte. Er sagte es nicht, aber Steve sah es. Nicht umsonst war er sein bester Freund, nein, er war sein alles. Alles was an Familie übrig geblieben war. Alles was er an wahrer Freundschaft hatte und alles was er an liebe fühlen konnte. Bucky war alles für ihn. Steve sah auf die Anzeigen die dass Ziel der Bomben, des Fliegers, zeigte. New York City. Sein einstiges Zuhause. Seine Heimat. Die Geburtsstätte von Captain America. Irgendwas musste er unternehmen. Und als wäre es so gewollt, tauchten unter ihm die Eischollen auf. Kilometer weit, weiße, gefrorene Landschaft. Und er erkannte es. Gleichzeitig griff er nach dem Funk und versuchte jemanden zu erreichen.
"Hier ist Captain Rogers, kann mich jemand hören?" Dann vernahm er die leicht unklare stimme von Jim Morita.
"Captain Rogers wie ist deine..." Doch es brach ab und die stimme wurde ersetzt durch Peggys Stimme.
"Steve? Bist das du? Geht es dir gut?" Steve musste lächeln als er ihre Stimme hörte. "Schmidt ist tot"
"Was ist mit dem Flugzeug?
...
Kurz war nur rauschen zu hören.
"Das ist etwas komplizierter zu erklären"
"Wo ist Bucky?" Fragte er dann jedoch weil er wissen musste ob es ihm gut ging. Erneutes Rauschen und stille. "Ich bin hier Steve" Da hörte er seine Stimme und atmet erleichtert aus. Danach übernahm Peggy wieder und sie versuchten alles um das Flugzeug landen zu können, doch Steve wusste das es dafür bereits zu spät war. "Wir haben nicht genug Zeit, es ist zu schnell und bald über New York... ich lande es auf dem Wasser, dem Eis"
"Tue das nicht Steve.."
"Wenn ich es nicht tue, werden viele Menschen sterben Peggy, das ist meine Entscheidung.."
Steve sah auf die Landschaft die langsam unter ihm durch die Wolken bricht.
"Lass mich nochmal mit Bucky sprechen."
Kurz darauf konnte er seine Stimme wieder vernehmen und er lächelte. Das letzte was er hören würde war sein alles. "Steve..." Sagte der dunkelhaarige in den Funk und hoffte den jüngeren umstimmen zu können, auch wenn er bereits wusste, das es dafür zu spät war. Doch er wollte es versucht haben. "Du schuldest mir noch einen Tanz Steve!" Der blonde musste leicht lachen und schüttelt etwas den Kopf, in Anbetracht seiner jetzigen Situation und der Worte.
"Ich kann nicht Tanzen Buck."
"Dann bringe ich es dir bei, verlass mich nicht Stevie, nicht bevor das WIR nicht begonnen hat!"
Steve schloss die Augen und umklammert die Steuerung des Flugzeuges ein wenig mehr als eh schon.
"Du weißt das ich das nicht kann. Ein Leben für Tausende. Ein leben für viele. Aber ich werde immer bei dir sein Bucky. Ich bereue nichts. Nicht meine Gefühle und nicht meine Entscheidung."
Während er das sagte, drückte er die Steuereinheit nach vorne und steuerte auf die Eisschollen zu.
"Du bist alles was ich je wollte.. du bist mein Alles!"
Doch bevor Bucky noch etwas hätte antworten können, war nur doch das Rauschen zu hören. Bucky sah auf den Funk und starrte darauf. Spürte wie ihm die Tränen die Wange hinunter liefen. Spürte den Schmerz in sich aufsteigen, den wichtigsten Menschen in seinem Leben verloren zu haben. Doch er wusste, er wusste das Steve das nicht leichtfertig entschieden hatte. Wenn er gekonnt hätte, wäre er zu ihm zurück gekommen. Bucky stand auf und ging. Er ließ alle hinter sich, für den Moment.

Buckys Sicht

Es vergingen Tage, Wochen und Monate, wo sie Steve und das Flugzeug suchten. Sie hatten nicht viele Anhaltspunkte um den verbleib von Captain Rogers. Doch Bucky klammert sich an jedem einzelnen fetzen Informationen fest, als würde er jeden Moment ertrinken. Und ohne seinen besten Freund, ohne Steve, tat er das auch. Für ihn gab es nichts mehr auf der Welt, was ihn daran hinderte irgendwas dummes zu tun. Etwas leichtsinniges. Nur der Gedanke an Steves blick, den er ihm zuwerfen würde wenn er ihn jetzt sähe, der ließ ihn weiter machen. So lange bis er Steve gefunden hatte. Alle dachten der blonde wäre tot. Doch Buck konnte sich das nicht eingestehen, denn täte er das, dann würde er der Wahrheit ins Gesicht sehen müssen. Und dann müsste er einsehen das seine einzige Familie, seine einzige richtige Familie fort war. Und das war nichts was man einfach leichtfertig so hin nahm. Er kämpfte, so lange wie es ihm möglich war. Doch das ende kam schneller als er befürchtet hatte. Die suche wurde beendet, als Howard Stark den Tesserakt fand. Der dunkelhaarige wusste lange nicht was er tun sollte. Wie er ohne sein alles zurecht kommen sollte. Sie waren nie getrennt gewesen, hatten immer alles gemeinsam bestritten. Und als er in die Army ging, dachte er, das er dass alleine tun würde. Weil er wusste, weil er sah das Steve nicht für die Army gemacht war. Vom Kopf her, war er besser als jeder Soldat, nur der Körper spielte nicht mit. Doch auch da hatte er sich gehörig irren dürfen. Steve war am ende zu etwas großem geworden. Jemandem dem man folgen konnte. Bucky wusste das nur schon viel früher als alle anderen. Seit ihrer Kindheit war er dem jüngeren überall hin gefolgt und hatte ihn aus so manch brenzliger Situation geholt.

Bucky saß grübelnd in seiner kleinen Wohnung, dieselbe die er mit Steve bewohnt hatte, weil sie sich nur das leisten konnten. Noch immer lagen die Zeichensachen auf dem alten Tisch. Der kleine Kohlestummel lag daneben, als würde der Blond jeden Moment durch die Tür kommen und anfangen zu zeichnen. Mit Vorliebe hatte Steve ihn gezeichnet. In jeder Situation. Sei es schlafend auf dem alten Sofa, oder lesend auf dem Fensterbrett, welches eigentlich viel zu klein war. Und er hatte es immer wieder bewundert wie gut Steve war. Wäre der Krieg nicht gewesen, er hätte so viel aus sich machen können. Doch es war anders gekommen. Ein klopfen riss ihn aus den Gedanken. Riss ihn ins hier und jetzt. °Wer sollte hier klopfen?° Fragte er sich augenblicklich und ehe er sich es versah, sprang er auf. Sein Herz schlug schon viel zu schnell. Was wenn es Steve war? Wenn er zu ihm zurück gekommen war, sich aus dem Flugzeug gekämpft hatte? Bucky umschloss die Türklinke und riss die Tür förmlich auf. Doch die aufkommende Freude in seinen Augen erlosch augenblicklich. Peggy. Die Tür ließ er offen stehen und ging wieder zu dem Platz, wo er bis eben nachdenklich gesessen hatte. "Was willst du?" Fragte er etwas unwirsch, aber ihm war es egal. Er trauerte, er durfte das.
"Er hätte das nicht von dir gewollt James" Kam von der dunkelhaarigen Britin.
"Rede nicht von ihm als hättest du ihn lange gekannt, als wüsstest du was er gewollt hätte. Er hätte gewollt das er lebt. Er hätte ganz sicher nicht gewollt zu sterben.." Und doch hatte sie recht. Und genau das schmerzte so sehr. Wie sollte er denn weiter machen ohne ihn? Wie sollte er lachen wenn er Steve damit nicht glücklich machen konnte? Wenn er nie wieder in die strahlenden blauen Augen sehen konnte. Nie wieder eine neue Zeichnung sah oder die leckere Hühnersuppe - die er kochen konnte - schmecken würde? Es fühlte sich an wie ein verrat wenn er all das zu ließe. Doch Steve, sein Steve, hätte genau das gewollt. Und er fasste ein Entschluss. Ein Entschluss das leben zu führen was er mit Steve wollte, auch wenn sie es niemals gemeinsam bestreiten würden. Kurz fuhr sich Buck durch die zerzausten haare und rieb sich über das Gesicht. "Warum bist du hier Peggy?" Nun hob er den Blick zu der dunkelhaarigen Schönheit mit den Kirsch roten Lippen. "Arbeite für mich. Mit mir. Lass es etwas bedeuten was Steve für uns alle getan hat. Hilf mir das so etwas nie wieder passieren muss. Komm mit mir zu Shield. Wir könnten jemanden wie dich gebrauchen" Bot sie an und Buck seufzte tief auf. Kurz huschte ein lächeln über seine Lippen, als er auf die Zeichnung sah, die Steve angefangen hatte. Sie zeigte ihn, schlafend, mit einem aufgeklappten Buch auf der Brust. Ein Bein hing vom Sofa herunter und ein Arm war unter seinem Kopf. Man sah das es noch nicht fertig war. "Okay. Ich kann sofort anfangen." Peggy nickte und Bucky nahm das Bild, faltet es und ging dann ins Schlafzimmer wo er eine Tasche packte und dann verließ er die Wohnung. Doch bevor er die Tür schließt, erinnert er sich an all die schönen Zeiten, die Steve und er hier verbracht haben. An die Weihnachtsfeste ohne Tannenbaum weil das Geld fehlte. Geburtstage mit selbst gemachten Geschenken. Die Erkältungen und Verletzungen von Steve, weil er immer so stur war. Die Kälte weil sie kein Geld für Kohle hatten.  Seine scherze die Steve immer so zum lachen brachten das er vom Stuhl fiel. Die Wärme die er dabei verspürte. Er saugte all diese Erinnerungen tief in sich auf, ehe er die Tür schloss. Die Tür zu einem vergangenen Kapitel. Eine neue tat sich auf. Er half Peggy dabei S.H.I.E.L.D mit aufzubauen. Er wurde zu einem wichtigen teil der Geschichte. Doch es blieb immer bei der Arbeit. Er fand nie eine Frau fürs Leben, bekam keine Kinder und keine Enkelkinder. Doch er hatte einen Hund. Einen schönen Husky mit strahlend blauen Augen. Er nannte ihn Cap und jedes mal wenn er ihn ansah, erinnert er sich an seinen gefallenen freund. An sein alles.


Steves POV

Steve wachte blinzelnd auf. Es war hell. Die Luft roch frisch. Wind wehte durchs Zimmer und er setzte sich auf, stellte die Füße auf den Boden und er spürte das etwas nicht richtig war. Dieser Raum sah richtig aus, aber war falsch. Eine Frau kam hinein und sah ihn an.
"Guten Morgen, oder sollte ich guten Mittag sagen." Sie lächelte ihn freundlich an. Es war falsch.
"Wo bin ich?"
"Sie sind in einem Erholungszentrum in New York" Falsch.
Er sah sich um und es wirkte so echt. Die Geräusche und sie.
"Wo bin ich wirklich" Sein blick war skeptisch als er die junge Brünette Frau an sah.
"Ich fürchte ich verstehe nicht." Sie zeigte sich verwirrt und versuchte die Lüge aufrecht zu erhalten, wie man es ihr beigebracht hatte. Doch es war falsch.
Und das bewies ihm das Radio. Er blickte von ihr zum Radio und zurück.
"Das spiel. Es ist von Mai 1941. Ich weiß das weil ich dort war."
Das war der Moment in dem sie wusste, das er es wusste, das sie log. Das all das hier gelogen war. Und nur wenige Augenblicke später stieß er zwei schwarz gekleidete Männer, durch ein viel zu leicht durch zu brechende wand, und fand sich noch mehr Momente später auf dem Time Square wieder. Nur wusste er nicht das es der war. Alles war laut. Bunt, neu, anders. Nichts war so wie er es kannte. Es war als wenn man ihn in einen Science Fiction Film gepackt hätte und er wusste nicht wie man heraus kam. Wenige Augenblicke später erfuhr er auch wieso. Fast 70 Jahre waren vergangen und er erinnerte sich an Bucky. An ihre letzten Worte und daran das Bucky ihm zeigen wollte wie man Tanzt. Er schluckte und das Leben was er nun hatte, war so anders als das was er kannte.

Sich zurecht zu finden war am schwersten. Alles neu herauszufinden war schwierig. Die Luft war sauberer. Es gab Autos und Busse. Internet. Schawarma. Über das Internet erkundigte er sich was es alles so gab, was er verpasst hatte und was mit Bucky passiert war. Steve stand gerade auf dem Friedhof. Auf dem Grabstein stand James Buchanan Barnes. Und er war vor einem Jahr gestorben. In einem hohen alter. Er hatte weiter gemacht, so wie er es von ihm gewollt hätte. Doch es haftet auch etwas bitteres daran. Er hatte weiter gemacht, ohne ihn. Wie lange hatte er nach ihm gesucht? Hat er das überhaupt? Er hätte so gerne nochmal mit ihm gesprochen. Sanft strich er über den hellen marmorstein und schloss kurz die Augen. Dann ging er den Kiesweg entlang, um vom Friedhof herunter zu gehen. Alles war anders und sein Alles war tot. So musste sich Bucky gefühlt haben als sie dachten er sei gestorben. Doch der Trost, das Bucky alt geworden war, war okay.

Die Zeit, die Steve brauchte um sich an alles zu gewöhnen, war nicht so lange wie er gewollt hatte. Denn Nick Fury tauchte bei ihm auf. Er rekrutierte ihn für eine Sache. Die Avenger Initiative. Doch er blieb nicht der einzige. Zu ihm gesellte sich noch Black Widow, Natasha Romanoff. Der Hulk, Bruce Banner. Tony Stark, Iron man. Und ein Gott aus Asgard. Thor.
Doch nach ihrer ersten Mission, die Welt vor Thors Adoptivbruder zu retten, gestaltete sich schwieriger als gedacht. Denn dieser hatte Hilfe und manipulierte andere. Doch am ende waren sie noch einer mehr. Clint Barton. Hawkeye. Sie waren kein Team. Keines wie das Howling Commando. Aber sie waren stark und irgendwann, vielleicht, würden sie ein Team werden. Sie würden die Avengers werden. Und ohne es zu wollen, übernahm Captain America das Team. Es passierte fließend. Es war einfach so und es war okay. Steve hatte wieder eine Aufgabe, einen sinn. Er konnte Menschen retten und hatte andere Menschen an seiner Seite die irgendwie, wie er waren. Anders, aber doch ähnlich. Doch es änderte sich nie etwas daran, das er nicht in diese Zeit gehörte.

Es vergingen Jahre in denen sie Seite an Seite Kämpften. Wo sie näher zusammen rückten, sich kennenlernten, zusammen wohnten und ein Team wurden. Sie konnten einander blind vertrauen und Steve fühlte sich zum ersten mal seit langer zeit, wieder wohl. Er konnte nicht sagen das es sein Zuhause war. Das war nur bei Bucky, aber er konnte sagen das es ein Zuhause war. Eine neue Heimat die ihn aufnahm und ihm half zurecht zu kommen. Und er war ihnen dankbar, unendlich dankbar. Er konnte ihnen das nie richtig sagen. Die Feinde die sie bekämpften, wurden größer, mächtiger und gefährlicher. Er musste einfach stark sein, für sie. Einer musste es eben sein. Doch auch sie wuchsen. Immer mehr Leute schlossen sich den Avengers an. Sam Wilson. Falcon. Bucky hätte sich immer mit ihm in den Haaren gehabt. Er wusste nicht woher er das wusste, aber er konnte es spüren. Als wäre Bucky immer ein stiller Begleiter von ihm. Doch da waren noch War Machine, der beste freund von Tony Stark. Wanda. Oder auch Scarlet Witch genannt. Captain Marvel. Steven Strange und Scott Lang. Doch es gab noch so viele anderen Talente die mit ihnen zusammen arbeiteten. Mal mehr, mal weniger. Er war beeindruckt von den Menschen die versuchten die Welt vor dem bösen zu beschützen. Und doch hat es nicht gereicht sie vor Thanos zu beschützen. Thanos war ein Monster. Er tötete die halbe Bevölkerung und damit fast alle seine Freunde. Zurück blieb nur eine Handvoll Menschen. Menschen die ihre Familien und Freunde verloren haben.

Ab dem punkt wurden sie nicht mehr gebraucht. Sie waren überflüssig. Und Steve dachte einmal mehr an Bucky. Den Menschen, den er so sehr vermisste. Dem er nie was vormachen konnte. Der immer wusste wie es ihm wirklich ging. Der nie einen Hehl daraus gemacht hatte das sie Freunde waren. Sie waren unzertrennlich und Steve war ihm dankbar. Der schmerz über seinen Verlust saß tief und kam gerade jetzt mit einer Brutalität zurück, die er nicht für möglich gehalten hat. Einmal mehr wünschte er sich, nie Captain America geworden zu sein. Dann hätte er mit Bucky alt werden können. Sie hätten sich vielleicht irgendwann ein Haus leisten können. Vielleicht hätten sie sich irgendwann nicht mehr verstecken müssen. Steve erinnert sich mit erschreckender Genauigkeit an ihre Wohnung. Spürte noch die kalte Luft, weil sie sich selten Brennmaterial leisten konnten. Aber Bucky wollte immer das er Kohle zum zeichnen hatte. Noch ziemlich genau weiß er, was seine letzte Zeichnung werden sollte. Bucky wie er auf dem Sofa schlief mit einem Buch. Wie sehe er sich doch nach seiner nähe sehnte. Nach seinem lächeln, dem Schalk in seinen Augen und der Wärme seiner Umarmungen. Niemals hat er gedacht jemanden so sehr zu vermissen, dass sein ganzer Körper schmerzte. Zum ersten mal seit Jahren ließ er diesen schmerz zu, weil andere ihn auch verspürten und er nicht mehr stark sein muss. Sie alle hatten jemanden verloren. Nur hatte Steve, jemanden an die Zeit verloren, nicht an Thanos. Und das schmerzte nur noch mehr. Denn selbst wenn sie es schaffen sollten, durch einen glücklich Zufall, alle wieder zurück zu holen... Bucky war tot und er würde tot bleiben. Die Tatsache das er daran nichts ändern konnte, trieb ihn die Tränen in die Augen. Ließ ihn vor Erkenntnis erneut auf keuchen und er sackte auf die Knie. Es tat weh. Es tat so weh sein Alles zu verlieren, erneut, an die Erkenntnis.

Doch Scott Lang sollte ihr Lichtblick sein. Sollte ihnen Hoffnung aufzeigen. Er war tot geglaubt und nun wieder da. Sie wussten nicht wie es möglich war, doch die Zeit zeigte das sie glück hatten. Sie fanden einen weg an die Infinity Steine zu gelangen. Doch auch hier waren gefahren. Tony und er versagten in dem versuch den Tesserakt zu kriegen. Loki verschwand damit. So mussten sie ins Jahr 1961 zurück. Sie kamen an den Ort wo Steve ausgebildet wurde. Wo sein weg begann und nun war er wieder dort. Sie fanden einen weg, an mehr Pym Partikel zu gelangen und Tony suchte den Tesserakt. Gerade versteckte er sich vor ein paar Wachen, die ihm misstrauten, weil er ein fremder für sie war. Als Eindringling sahen. Steve befand sich in einem dunklen Büro. Ein Bild von ihm stand auf dem Schreibtisch. Ein Bild von sich, seinem alten ich. Dem ich vor Captain America. Als er durch die Scheibe blickte, die Blick geschützt war durch ein Rollo, da sah er Peggy. Und er lächelte. Sie war noch immer so Bildhübsch wie er sie in Erinnerung hatte. Wie er sie im Krankenhaus besucht hatte. Doch dann tauchte noch jemand auf und Steves Herz zog sich noch schmerzhafter zusammen. Aus dem Büro aus dem Peggy gekommen war, trat Bucky heraus. Seine Uniform saß perfekt und er sah gut aus. Er sah zufrieden aus. Steve wollte dort hinein gehen und Bucky an sich ziehen. Wollte ihm sagen das alles gut wird, das es ihm gut ging. Wollte ihn... Steve drückte einige Tränen fort und musste sich zusammen reißen als Bucky an die Scheibe trat und sich eine Akte nahm, um darin zu lesen. Steve atmet schwer durch den Mund. Hörte das Blut in seinen Ohren rauschen und spürte förmlich wie seine Hände zittern würden wenn er nun etwas halten würde. Sein Name lag auf seinen Lippen, doch er durfte sich nicht zeigen. Sonst würde er die Zeit verändern und alles was kam, alles was folgte. °Bucky!° Und ab dem Punkt beschloss er etwas. Er entschied etwas und er lächelte glücklich. War mit sich, für den Moment, im reinen.

Doch der Kampf aus diesem Büro zu gehen, ohne Bucky zu umarmen, zu berühren, zu spüren, war weitaus schwerer als erneut gegen Thanos zu kämpfen. Denn diesmal war das Wissen auf ihrer Seite. Sie wussten wie es schon mal geendet hatte und wie es nie wieder sein soll. Sie kämpften so hart für ihre Zukunft und es sollte belohnt werden. Sie gewannen, doch sie verloren auch. Sie verloren Tony. Tony starb für etwas großes. Er hat nicht nur an sich und sein Erfolg gedacht. Er hat an alle Menschen gedacht, die sie verloren haben. Und sie hielten ihn in ehren. Niemals würde jemand Tony Stark vergessen, sie würden dafür sorge tragen das dies niemals passieren würde. An dessen Trauerfeier waren alle Menschen da die Tony kannten und die einen teil in dessen Leben gespielt haben und sei es noch so kurz. Doch Steve dachte an Bucky. Wie so oft dachte er einfach nur an ihn. Hoffte das dieser auch Menschen hatte die an ihn gedacht haben als er starb, als er bereits gestorben war. Das er nicht alleine gewesen war. Doch der Wunsch, zu ihm zu kommen, war nun umso größer als zu dem Zeitpunkt, als er ihn dort im Büro gesehen hatte. Für ihn gab es hier nichts mehr zu tun. Natürlich, die Avengers waren auch seine Familie, aber sie würden es verstehen wenn er endlich ein Leben führen würde. Er hat immer alles gegeben. Alles für die Menschen. Doch er kam immer zu kurz. Aber jetzt, jetzt würde er endlich zu ihm zurück kehren. Er würde ihn endlich umarmen können, eine Zukunft mit ihm haben können.

Er stand auf der Plattform die ihn in die Vergangenheit bringen würde. Vor sich sah er Sam. Sam der zu einem guten Freund geworden war und den er vermissen würde. Doch er wusste, das Sam ein gutes Leben führen würde. Steve gehörte hier nie hin, gehört immer woanders hin und sein Herz war längst dort. War bei ihm. Nun würde er seinem Herzen folgen.

Nachdem er die Infinity Steine dorthin zurück gebracht hatte, wo sie hin gehörten, damit sie keine weitere zeit Linie erschaffen würden die alles ins Chaos stürzen könnte, nachdem er das getan hatte, suchte er Bucky. Es war nicht viel Zeit vergangen, seit er ins Eis gestürzt war. Seit er Bucky verlassen musste für das wohl vieler. Doch jetzt, jetzt war er ihm so nah wie lange nicht mehr. Und niemand hielt ihn auf. Hier gab es keine zweiten Steve Rogers. Alles war anders, ihnen stand alles bevor. Steves Herz schlug so unfassbar schnell in seiner Brust, als er vor dem Haus stand worin Bucky wohnte. Er wusste das Bucky nie jemanden gehabt hatte, das er immer alleine war, keine Beziehung einging. Es erleichtert ihn zu wissen das alles offen war. So trat er den kleinen Steinweg entlang. Sah den schönen Ahornbaum der im Vorgarten stand. Die Veranda war gepflegt und er konnte sich schon jetzt vorstellen, wie sie Abends hier sitzen würden und einfach reden. Beisammen sind und nichts sie wieder trennen könnte. Steve stieg die drei stufen hinauf und stand nun vor der Tür. Noch nie war er so nervös und aufgeregt gewesen, wie in diesem Moment. Er war so kurz davor Bucky von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Also klopfte er und wartet.

Buckys POV

Bucky dachte noch immer jeden Tag an ihn. Sah ihn in so vielen kleinen Gesten, sah ihn in jeder Zeichnung und spürte seine Anwesenheit beinahe Sekündlich. Es war, als wenn er immer bei ihm war. Körperlich, wie seelisch. Doch er wusste, er war nicht da. Die Hoffnung, auf seine Rückkehr, hatte er schon vor Zeiten aufgegeben. Doch er war nicht mehr traurig, nicht mehr so sehr. Er wusste, das es Steve dort besser ging wo auch immer er gerade war. Sachte lächelnd saß er an dem Frühstückstisch. Vor ihm stand noch ein Teller wo nur noch die Krümel davon zeugten das dort mal etwas drauf lag. Die Kaffeetasse war halb voll und in der Hand hielt er die Zeitung. Cap fing plötzlich an zu bellen und Bucky sah zu ihm. "Was ist los großer?" Erneut ein bellen und dann blieb er still. Es klopfte kurz darauf. Bucky erinnert sich sofort an den Moment, wo es an ihrer alten Wohnung geklopft hatte und Peggy vor der Tür stand. Wie sehr es ihm das Herz zerrissen hatte, nicht den Mann dort stehen zu sehen, für den er so viel empfand. Cap bellte erneut und riss Bucky somit aus seinen Gedanken. Es hatte geklopft. Die Zeitung faltet er grob zusammen und legt sie beiseite, ehe er zur Tür ging. Cap war an seiner Seite, als würde er jemanden erwarten den er sehnsüchtig vermisste. Bucky war immer wieder verwirrt von diesem Hund. Schmunzelnd zieht er also die Tür auf und schaute zu demjenigen der da geklopft hatte. Ihm entgleisten sämtliche Gesichtszüge. "Steve!?" Als er ihn sah, glaubte er zu Träumen. Langsam hob er eine Hand und legte sie an den Arm. Doch er spürte seine Wärme, seine Muskeln, seine Haut. Er konnte ihn tatsächlich spüren. Er war zurück gekommen. Ohne noch länger zu warten, schmiss er sich förmlich in dessen Arme. Wie lange wollte er das tun. Er hatte ihn so vermisst, er hatte nicht mehr an das hier geglaubt und doch war Stevie zu ihm zurück gekehrt. Nach schier endlosen Minuten die verstrichen, löste Bucky sich langsam von Steve und sieht ihn an. Es war immer noch, zweifelsfrei, sein Steve. "Du bist auch alles was ich je wollte und mein alles." Antwortet Bucky nun auf die letzten Worte und lächelt ein wenig dümmlich, manch einer würde dazu verliebt sagen. "Du schuldest mir noch einen Tanz" Sagte der blonde und Buck zieht ihn in das Haus. Danach ertönte Musik und Steve und Bucky tanzten. Arm in arm. Genossen den Moment der Zweisamkeit und der Innigkeit. Nie wieder würde man sie trennen können. "Du bist mein alles" Hauchte Steve Bucky in den Nacken und hörte dieselben Worte als Erwiderung des dunkelhaarigen.
 
 
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