Geschichte: Freie Arbeiten / Prosa / Erotik / Blind

 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Blind

von Lycandria
GeschichteRomance, Erotik / P18 / Het
25.11.2021
06.12.2021
19
45.614
17
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
25.11.2021 2.809
 
Endlich war es so weit, zwei Monate hatte ich mit angehaltenem Atem auf dir Rückmeldung von
R-Industries gewartet und nun stand ich doch tatsächlich vor diesem gigantischen Hochhaus aus dem unentwegten Menschen in Anzügen ein und ausströmten. Ich konnte mir nicht im Ansatz ausmalen wie viele Mitarbeiter und verschiedene Abteilungen diese Firma insgesamt hatte. Wiederholt trat ich an die große Glasfront und überprüfte mein Outfit. Der Hosenanzug schmiegte sich perfekt an meine weiblichen Rundungen, von denen ich zwar hier und da gerne weniger hätte, aber selbst ich musste zugeben das dieser schwarze Anzug mit der pfirsichfarbenen Bluse die meine helle Haut noch mal unterstrich fantastisch war. Die hohen Pumps brachten meine Füße zwar jetzt schon um aber wer den perfekten Eindruck hinterlassen wollte musste auch etwas Leid ertragen können. Ein letztes Mal fuhr ich über meinen festen Knoten und strich die kleinen braunen Härchen in meinem Nacken glatt.

Nach einem letzten tiefen Atemzug hob ich mein Kinn und betrat mit gestraften Schultern das große R-Building. Mir blieb vor erstaunen der Mund für einen Moment offenstehen. Alles war in einem Schwarz-Goldenen Marmor gehalten. So etwas Kunstvolles hatte ich bislang noch nie gesehen. Meine Augen glitten unentwegt von einer Ecke zur nächsten. Die Halle machte einen absolut Luxuriösen Eindruck. Die Kunstwerke an den Wänden, die Wand hohen Blumenvasen und die verschiedensten Skulpturen kämpften unerbittlich um die Aufmerksamkeit eines jeden Besuchers.

Vor Erstaunen wankend lief ich langsam an den Tresen, der Blonden Eisprinzessin, die mich bereits  von weitem skeptisch musterte, schenkte ich mein bestes Leck-mich-Lächeln, bis mir die Wangen schmerzten. „Hallo, mein Name ist Alexandra Chaise, ich habe um 14 Uhr einen Termin bei Mr. Miller.” Ich faltete geduldig meine Hände während die Eisprinzessin nur schweigsam auf ihre Tastatur einhakte. Nach einer gefühlten Ewigkeit nickte sie sichtlich widerstrebend und ich hörte ein Summendes Geräusch. „Gehen Sie durch die Glastür hier an der Seite und nehmen Sie diesen Besucher Ausweis mit, damit können Sie sich unbehelligt im Gebäude bewegen. Am Ende der Eingangshalle finden Sie die Fahrstühle. Etage 88.” Ich nahm das kleine Papier Schildchen an mich und befestigte es am unteren Rand meines Jacketts. Ich nickte ihr noch einmal zu, festigte meinen Griff um die dünne Mappe mit meinen Bewerbungsunterlagen und folgte ihren Anweisungen.

Mit einigen anderen Personen im Fahrstuhl eingezwängt glitt ich das Gebäude empor, die unterschwellige Musik des Fahrstuhls, sowie die leisen Gespräche der anderen lenkten meine aufgewühlten Gedanken wenigstens etwas ab. Umso höher der Aufzug glitt umso schneller raste mein Herz, ich durfte mir diese Möglichkeit einfach nicht vermasseln. In dieser Firma zu Arbeiten war wohl die größte Chance die ich je erhalten würde. Ab Etage 80 leerte sich der Fahrstuhl, bis kurz vor 88, nur noch ich allein darin stand. Ein leises Ping ließ mich doch zusammenzucken. Okay, es gibt kein Zurück mehr. Augen zu und durch.

Zuversichtlichen betrat ich die Lobby der Etage und sah mich erneut einer jungen Frau gegenüber, diese begrüßte mich jedoch bereits mit einem breiten Lächeln. „Oh Ms. Chaise, wir haben Sie schon erwartet. Es wird leider noch einen Moment dauern.” Sie erhob sich um mich sanft auf die kleine Couchlandschaft zu Verweisen. „Kann ich Ihnen etwas anbieten? Kaffee? Wasser?” Ich winkte nur mit einem zögerlichen Lächeln ab, legte meine Mappe auf meine Knie und faltete meine Hände fest ineinander. Musste man mich jetzt wirklich hier noch auf die Folter spannen? Mit angespannten Schultern sah ich der jungen Frau zu wie sie unbekümmert wieder an ihren Schreibtisch schlenderte, ihre Unbeschwertheit hätte ich gern.

Einige Minuten später öffnete sich eine Doppeltür hinter dem Empfangstresen und einige Männer und Frauen in Anzügen und Aktentaschen verließen hektisch den Raum in Richtung der Büros und der Fahrstühle. Zum Ende des Ansturms erschienen zwei Männer in ein Gespräch vertieft im Türrahmen. Der eine war Mr. Miller, diesen hatte ich schon einige Male in Pressemitteilungen der Firma gesehen. Groß, schlank, randlose Brille, braune gewellte Haare, ich war völlig auf ihn fixiert. Er hatte die perfekte Medienausstrahlung. Mit ihm würde ich also gleich reden. Ich beobachtete wie er extrem hektisch und wild gestikulierend auf den zweiten Mann einsprach. Nun wendete ich widerstrebend diesem meine Aufmerksamkeit zu und musste peinlichst darauf achten das mir nicht der Mund offen stehen blieb. Mr. Romero persönlich. Ich konnte es nicht fassen den Chef selbst heute noch zu Gesicht zu bekommen. Er war gute 1,85 groß, massiv gebaut, breite Schultern, schwarze zurückgekämmte Haare und einige Jahre älter als sein Gesprächspartner. Mr. Romero strahlte, während der Hektiker noch immer aufgebracht auf ihn einredete, vollkommene Ruhe aus. Kein Wunder, schließlich gehörte ihm der ganze Laden, da musste man wohl eine gewisse Souveränität an den Tag legen können.

Während er stirnrunzelnd noch immer dem Gespräch zu verfolgen schien, schloss er die Doppeltüren und ließ seinen Blick schweifen. Sein Blick blieb an mir hängen und sein Kopf neigte sich kaum merklich zur Seite. Graue, intensive Augen schienen Maß zu nehmen, meine Kehle zog sich zusammen und ich richtete mich instinktiv auf der Couch auf. Ich würde sicher nicht den Eindruck erwecken hier nur herumzulungern. Ich musste einfach einen guten Eindruck machen. Er schien meine Bemühungen zu bemerken den seine Mundwinkel zuckten für den Bruchteil einer Sekunde. Nachdem seine Augen meinen gesamten Körper mehrfach streiften blickte er mir Starr in die Augen und ich konnte schlicht nicht anders als seinen Blick zu erwidern. Zwischendurch nickte er seinem Gesprächspartner immer wieder zu, bevor er abrupt die Hand hob und das erste Mal etwas erwiderte. Aufgrund der Entfernung verstand ich zwar nicht worum es ging doch es beeindruckte mich trotzdem wie plötzlich alles um ihn verstummte. Nun entriss er sich unserem Blickkontakt, sagte noch etwas zu Mr. Miller und dann zu der jungen Frau am Tresen bevor er sich umdrehte und in den Flur verschwand. Mr. Miller fuhr sich für einen Moment aufgebracht durchs Haar doch dann lief auch er den Flur hinunter.

Einen kurzen Moment später stand die junge Sekretärin von ihrem Tresen auf und kam zu mir. „Ms. Chaise, entschuldigen Sie bitte die Verzögerung. Der heutige Tag ist etwas chaotisch aufgrund einiger Vorkommnissen. Sie können nun Ihren Termin wahrnehmen, den rechten Flur entlang, geradeaus, letzte Tür.” Ich erhob mich mit leicht wackligen Beinen und ergriff lächelnd ihre Hand. „Ich danke Ihnen.” Sie schien über die Gäste im ersten Moment überrascht, strahlte mich dann jedoch an und drückte meine Hand kurz aufmunternd, bevor sie wieder zu ihrem Tresen tänzelte. Ich sammelte mich noch einen Moment und lief dann den Flur entlang und auf die letzte Tür zu. Nun etwas beruhigter, war ich doch ziemlich zuversichtlich das ich das Gespräch meistern würde. Ich hatte mich Wochenlang auf dieses Bewerbungsgespräch vorbereitet, alle Eventualitäten ausgemerzt. Es musste schon einiges passieren das ich das nicht hinbekäme. Nach kurzem Anklopfen öffnete ich die Tür und trat ein. Ein kleiner in schwarz und weißem Marmor gefasster Vorraum umgab mich, die einzigen Möbelstücke darin war ein verwaister weißer Marmorschreibtisch, ein Lederstuhl und ein Dreiersofa an der gegenüberliegenden Wand. Die Glastür mir gegenüber stand offen und führte in einen weiteren Raum.
Ein riesiges Büro begrüßte mich mit poliertem dunklem Fließen, drei großen Glasfronten, rechts von der Tür befand sich eine größere cremefarbene Couchlandschaft mitsamt Tisch. Auf der linken Seite des Büros stand ein gigantischer schwarzer Marmorschreibtisch auf dem ordentlich Akten sowie diverse Schreibmaterialien und Blöcke organisiert da lagen, es wirkte beinahe penibel systematisch.
Ich versteinerte Augenblicklich zur Salzsäule. Das hinter dem Schreibtisch war nicht Mr. Miller!

Im nu war meine ganze Zuversicht zum Teufel. Warum stand ich den jetzt plötzlich dem Chef persönlich gegenüber? Wo war Mr. Miller? Er rührte sich nicht einen Millimeter vom Fleck, nur seine grauen Augen schienen nun etwas dunkler während sie erneut prüfend über meinen gesamten Körper glitten. Zittrig sog ich eine Ladung Luft in meine Lunge da ich doch tatsächlich das Atmen vergessen hatte. Erneut zuckten seine Mundwinkel, als er meine Unsicherheit wahrnahm. Da wurde mir erst klar, dass ich wohl schon geschlagene Minuten Wortlos in der offenen Tür stand. Ich drehte mich etwas zur Seite, schloss die Tür und trat mit gestraften Schultern und erhobenen Hauptes an seinen Schreibtisch. Ich könnte schwören das dies nicht nur 5 Meter waren, für mich schien es doch eher in Kilometern bemessen zu sein.

Unschlüssig was ich zuerst sagen sollte stand ich schweigend vor seinem Schreibtisch während er noch immer nichts sagte, er hatte mich die ganze Zeit nur unbewegt Beobachtet. Nach einer gefühlten Ewigkeit in der ich mich in seinem Blick wand erhob er sich schließlich um langsam um den Schreibtisch direkt auf mich zu zukommen. Zu behaupten meine Kniee wären weich geworden, wäre die Untertreibung des Jahrhunderts. Ich war mir nicht mal mehr sicher ob ich welche besaß. Um irgendwie die Kontrolle über die Situation zurück zu gewinnen zwang ich meinen Lippen ein strahlendes Lächeln auf und streckte ihm meine Hand entgegen. „Mr. Romero, es ist mir eine Ehre sie persönlich kennenzulernen...” Ich musste schlucken, meine gesamte Kehle fühlte sich völlig ausgetrocknet an. Wo war bloß die Frau mit den Getränken, wenn man sie brauchte? „...entschuldigen Sie. Ich bin etwas verwirrt, ich hatte einen Termin bei Mr. Miller, wurde jedoch zu Ihnen geschickt.” Noch immer hielt er meine Hand fest, nach kurzem Kontrollblick fiel mir auf das es sich etwas anders verhielt. Ich war diejenige die seine Hand umklammert hielt. Hektisch entzog ich ihm meine Hand und spürte bereits meine Wangen Glühen. Mein Blick wanderte Automatisch zu Boden um seinen Blick auszuweichen. Gott war wie peinlich! Was trieb ich den hier? Ich verhielt mich wie ein pubertierender Teenager! Tief durchatmend straffte ich die Schultern und erhob meinen Blick nur um zu sehen das erneut seine Mundwinkel zuckten. Oh Großartig, ich schien ihn durchweg bestens zu Amüsieren. Immerhin etwas.

Er trat Schmunzelnd hinter den Stuhl vor seinem Schreibtisch und wies mir mit einem Nicken zu das ich mich setzen sollte. Ich versuchte mich etwas entspannt zurückzulehnen was wiederum dazu führte das seine Fingerknöchel unbeabsichtigt meine beiden Schultern streiften. Augenblicklich richtete ich mich wieder Steif auf, was allerdings nur zur Folge hatte das seine großen Hände auf meine Schultern landeten und mich sanft zurückzogen. „Nervös, Ms. Chaise?” Ich musste ihn nicht sehen um die Belustigung aus seiner Stimme herauszuhören. Ich biss meine Zähne zusammen um ruhig weiter zu atmen und mich zu entspannen.  „Dazu gibt es keinen Grund.” Sprach er weiter. „Mein werter Kollege Mr. Miller hat leider heute noch einige Termine der dringlichen Art. Daher konnte er den Termin mit Ihnen nicht wahrnehmen.” Nun bewegte er sich mit leichtfüßigen Schritten wieder zurück um den Schreibtisch herum und lies sich geschmeidig auf seinem Sessel nieder. „Da es sowieso um die Position meiner Privaten Assistentin geht, wäre es doch sicher von Vorteil, wenn ich das Gespräch übernehme. Meinen Sie nicht auch? Damit können wir uns beide schon ein eindrückliches Bild verschaffen.”

Nun...dessen war ich mir nicht so sicher. Ich hätte am liebsten mit Mr. Miller oder dem Hausmeister über diese Position geredet. Romero persönlich gegenüberzusitzen war in diesem Moment für mich gleichbedeutend wie freiwillig in den Löwenkäfig zu steigen. Natürlich war mir klar das, wenn ich den Job bekäme, ich täglich mit ihm zusammenarbeiten würde. Aber ich hätte nicht gedacht ihn persönlich überzeugen zu müssen. Erneut kämpfte ich um die Kontrolle über mich selbst und lächelte ihn das erste Mal nicht ganz so erzwungen an. „Sicher Mr. Romero, das scheint mir tatsächlich nach einer perfekten Möglichkeit.” Erneut dieses Zucken um seinen Mundwinkel! Was fand er den so unfassbar Komisch an mir? Ich versuchte der Unsicherheit, die er damit in mir auslöste, nicht zu viel Fläche zu überlassen also übergab ich ihm schweigend meine mitgebrachte Mappe und faltete die Hände in meinem Schoß.

Er schob sich kurz etwas auf seinem Sessel vor und zog sein schwarzes Jackett aus, mit einer geschmeidigen Bewegung warf er ihn über seine eigene Rückenlehne und öffnete meine Mappe. Während er mit den Augen die Zeilen durchging öffnete er die silbern bestickte Weste und lockerte seine schwarze Krawatte. Als er endlich wieder von meiner Mappe aufsah ertappte er mich dabei wie ich fasziniert jeder seiner Bewegungen gefolgt war. Er blickte mir direkt in die Augen während er seine Manschettenknöpfe aus den Umschlägen nahm und die Ärmel seines weißen Hemdes bis an die Ellbogen Hochkrempelte. Bei diesem Anblick liefen meine Wangen wieder rot an, seine Hände machten einen großen, starken Eindruck. Ebenso wie die breiten Muskelstränge an seinem Unterarm. Unwillkürlich fragte ich mich wie fest diese Arme wohl zupacken konnten. Meine Lippen öffneten sich etwas und mein Blick sprang im selben Moment wieder zu seinem Gesicht hinauf als er meinen Mund für einen Moment musterte.

„Also Ms. Chaise...ihre Referenzen sprechen für sich. Diese sind ausgezeichnet. Sie haben vor ihrer Bewerbung bei uns etwas über 4 Jahre für Franklin&Cross gearbeitet. Eine wirklich tolle Firma aus dem Tec-Bereich mit der wir auch schon seit Jahren zusammenarbeiten. Wie ich ihren Unterlagen entnehmen konnte, haben Sie dort auch als persönliche Assistentin für Mr. Cross selbst gearbeitet. Dem entnehme ich das sie mit den täglichen Aufgaben die auf sie zukommen werden wohl bestens Vertraut sind. Allerdings muss ich Sie darauf hinweisen das ich, anders als ihre früheren Arbeitgeber, sehr oft auf Geschäftsreise bin, bei denen Sie mich begleiten müssen. Wäre das ein Problem für Sie?”
Seine tiefe, warme Stimme mit dem sanften Akzent hatte etwas hypnotisierendes und forderte meine vollkommene Aufmerksamkeit. Für einen Moment musste ich mich wachrütteln, er hatte mir doch eine Frage gestellt oder? „Ähm, ja. Also ich meine, nein. Das wäre kein Problem für mich. Ich bin ungebunden und wäre demnach völlig Flexibel für Sie einsetzbar.” Hörte sich das nur für meine Augen völlig zweideutig an? Sein schmunzeln verriet mir das er es wohl auch etwas zweideutig aufgenommen hatte.

Erneut breitete sich eine Röte auf meinen Wangen aus während meine Augen dem schwarzen Füller folgten den er unentwegt zwischen beiden Händen langsam drehte und immer wieder versonnen streichelte. Mir wurde unwillkürlich furchtbar heiß und meine Beine pressten sich aneinander. Wie sollte ich bloß täglich mit diesem Mann zusammenarbeiten, wenn er mich bei einem einfachen Gespräch schon dermaßen aus der Fassung brachte? Nervös begann ich am Saum meines Jacketts zu nesteln während mein Blick immer noch von seinen Fingern angezogen schien. Abrupt ließ er den Stift auf den harten Marmor fallen was meine Augen sofort wieder zu seinem Gesicht schrecken ließ. Verdammt! Hatte er noch etwas gesagt? War ich dermaßen Abgelenkt das ich es nicht mitbekam? Oh Gott ich hatte ihm nicht mehr zugehört! Ich spürte augenblicklich die Hitze die sich unwillkürlich in meinem ganzen Körper ausbreitete.

„Also, ich denke wir werden bestens miteinander auskommen Ms. Chaise. Was meinen Sie?”
„Ja, ja. Absolut!” Gut...meine Antwort war vielleicht etwas zu schnell und hektisch aus meinen Lippen gepurzelt aber es brachte mir wieder das bereits gewohnte Zucken um seine Mundwinkel ein. “Dann scheinen wir uns ja einig zu sein. Wir fangen am Montag an und sehen uns dann drei Wochen an wie...belastbar Sie sind. Dann sehen wir weiter. Einverstanden?” Mit diesen Worten stand er auf um mich zu verabschieden. Ruckartig erhob ich mich und ergriff seine hingestreckte Hand.
„Vielen Dank für diese Chance Mr. Romero. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.” Diesmal achtete ich penibel genau darauf, ihn so schnell es mir möglich war, auch wieder los zu lassen. Abermals ein Schmunzeln als Belohnung für meine Mühe. Er nickte mir noch einmal zu und ich drehte mich mit wackligem Schritt zur Tür um.

Ich war vielleicht noch drei Schritte von der Tür entfernt als plötzlich ein leises aber bestimmendes “Stopp” ertönte. Mir gefror das Blut in den Adern und ich blieb sofort angewurzelt stehen. Diese unwillkürliche Reaktion auf diesen Mann sollte mir vielleicht langsam zu denken geben doch mein Kopf war noch viel zu benebelt um auch nur einen klaren Gedanken fassen zu können. Ich wagte es nicht mal mich zu ihm umzudrehen. Plötzlich lief er auch schon um mich herum und baute sich in voller Größe vor mir auf. Seinem Körper plötzlich so nah zu sein löste Dinge in meinem Bauch und in der Leisten Gegend aus über die ich gar nicht genau nachdenken wollte. Er versperrte mir mit diesem massiven Körper damit den Fluchtweg aus dem Büro. Plötzlich klippte er mit einem festen Ruck den Besucherausweis von meinem Jackett ab und fasste in seine Hosentasche. Langsam zog er ein langes schwarzes Band heraus. Er öffnete einen Schnappverschluss aus Plastik und nickte zu dem roten länglichen Anhänger, dieser war nicht Größer als ein Feuerzeug. „Der ist mit einem Sensor versehen. Damit kommen Sie unten ins Gebäude ohne sich mit Blondie am Eingang herumschlagen zu müssen. Es wäre ja zu schade, wenn sie am ersten Tag deswegen schon zu spät kommen würden. Nicht wahr?” Mit den Worten legte er mir das Band um den Hals, sein Blick war fest in meinem verankert und einer seiner Mundwinkel hob sich zu einem kleinen schiefen grinsen, während er den Verschluss in meinem Nacken zuschnappen ließ. Klick
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast