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Its ikay when i am not okay

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
Travis Montgomery Victoria Hughes
23.11.2021
23.11.2021
1
523
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23.11.2021 523
 
Vics Sicht:

„Hughes?", rief Maya und sah sich fragend um, als sie den Umkleideraum betrat.

„Captain? Alles okay?", ich lugte hinter meinem Spind hervor. Ich war ein paar Minuten zu spät gekommen, aber auch nur weil Theo doch ein wenig weiter von Station 19 entfernt wohnte, als ich dachte.

„Vic wo ist Montgomery? Seid ihr zusammen hergekommen?"

„Nein. Wir sind nicht zusammen hergekommen. Ich habe nicht zu Hause geschlafen. Ist Travis noch nicht da?", ein ungutes Gefühl machte sich in mir breit. Normalerweise war mein bester Freund die Pünktlichkeit in Person. Es sah ihm nicht ähnlich zu spät zu kommen ohne Bescheid zu sagen.

„Ich versuch ihn nochmal zu erreichen. Komm in die Küche sobald du umgezogen bist okay", Maya lief mit ihrem Handy am Ohr Richtung Küche. Ich merkte, wie ich langsam feuchte Augen bekam. Nun schrieen die Vorwürfe in meinem Kopf. Ich hatte mich gar nicht mehr erkundigt, wie es mit Emmet ausgegangen war. Klar sie hatten zusammen getanzt, aber was genau er gesagt hatte, hatte ich Travis nicht gefragt, weil ich mit Theo beschäftigt war.

Als ich die Küche betrat, sah ich wie Maya immer noch versuchte Travis zu erreichen. Robert stand neben Andy an die Küchenzeile gelehnt. So wie es schien, war der Streit vorbei. Dean, Theo und Jack saßen am Tisch und Ben stand am Fenster.

„Morgen Leute", grüßte ich alle.

„Hey Vic. Weißt du etwa auch nicht wo Montgomery ist?", Ben sah mich fragend an. Ich schüttelte nur mit den Schultern und zog mein Handy aus der Hosentasche, um Travis anzurufen.

Travis Sicht:

Die Welt fühlte sich so schwer an. Heute Morgen, als ich aufstehen wollte überkamen mich die schlechten Gedanken. Ich hatte schon lange keine mehr gehabt. Das letzte mal vor 5 Jahren, als Michael starb. Damals fühlte ich mich monatelang so schlecht, dass ich nicht aus dem Bett kam, geschweige denn arbeiten konnte. Ich konnte tagelang nichts essen oder trinken. Vegetierte nur vor mich hin.

Heute vor 5 Jahren starb mein Mann. 5 ganze Jahre musste ich schon ohne ihn verbringen. Klar hatte ich jetzt Emmet, aber was da zwischen uns läuft ist immer noch nicht klar. Ich hatte ihm gestern gesagt, dass ich mir mehr als Freundschaft mit ihm wünschte, aber er hatte nicht dazu äußern wollen. Wir hatten auf dem Klo wie zwei frisch verliebte herumgeknutscht und ordentlich die Tanzfläche zusammen gerockt, aber die Nacht hatten wir dann doch getrennt verbracht. Es war mir alles so unangenehm und als ich in der Nacht die Erinnerungskiste mit den Sachen von Michael wieder hervorkramte und einen ungeöffneten Brief mit meinem Namen fand ging es los.

Auf einmal kamen wieder diese ganzen schlimmen Gedanken auf. Ich fühlte mich schlecht, weil ich mit Emmet richtig glücklich war und Michael sogar manchmal vergaß. Ich weiß, dass er nicht wollen würde, dass ich für immer allein blieb, aber mein redete mir erfolgreich ein, dass es so war.

Seitdem lag ich hier im Bett. Neben mir der Brief. Ungelesen. Lediglich aus dem Umschlag genommen. Bis vor kurzem hatte mein Telefon noch ständig geklingelt, aber mittlerweile hatte es den Geist aufgegeben. Glaube ich.
 
 
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