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Longing

von ReWeJuIs
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
18.11.2021
10.05.2022
21
67.206
82
Alle Kapitel
348 Reviews
Dieses Kapitel
14 Reviews
 
16.12.2021 3.172
 
Huhu!^^

Ja, diesmal hats etwas gedauert, aber ich war letztes WE auch gut eingespannt ab Freitag und ich dachte, ich geb euch noch ein bisschen mehr Zeit zum Lesen und kommentieren *grummel* Über 850 Aufrufe seit dem letzten Kapitel ... Maulig macht ihr mich, maulig! Und Postingfaul!
Dabei war ich so fleißig! Die nächsten vier Kapitel (VIER! 4!!!11!1) sind nämlich schon fertig! Aber ihr habt mich gar nicht lieb! T_T *insert dramatisches Rumgeheule*
Na gut. Immerhin ein paar liebe Menschis gabs ja doch, die mir die Zeit bis heute erhellt und mich glücklich gemacht! 1000x Danke an euch! Und ganz viel Liebe!
Oh, und danke für die neuen Sternchen! 27 sind es jetzt! <3  Und stolze 116 Favos! Willkommen x3

So, dann lass ich euch mal lesen. Viel Vergnügen dabei und ... schreibt mir am Ende! Ich werd nicht aufhören zu jammern. Ich hatte am 1.11. mein 10 jähriges Jubiläum auf der Seite und ich heule konsequent seit 10 Jahren wegen Kommis, von daher ... (Außer bei Tinder. Meine Tinderleser haben mich lieb und ich muss echt mal das nächste Kapitel posten)
Wo war ich? Ach ja: VIEL SPAß BEIM LESEN!  xDDD <3



4. Kapitel/ Toilettengespräche


Mittwoch, 17. Juni 2020
15:50 Uhr; Herrentoilette, zweite Tür links


Sasuke fühlte sich mit der Situation minimal überfordert. Seit fünf Minuten war er nun hier, mit samt seiner Tasche – natürlich! Er konnte schlecht mit dem verdammten Dildo ihn der Hand durch das leider immer noch recht volle Großraumbüro marschieren – und haderte mit sich selbst. Er saß auf dem geschlossenen Klodeckel in der Kabine, hatte inzwischen schon drei Mal überprüft, ob er die Tür auch wirklich abgeschlossen hatte, und dachte nach. Sein Problem war weniger, dass er Sorge hatte, den Dildo an Ort und Stelle zu bekommen. Nein. Er hatte sich von zu Hause Gleitgel mitgebracht, wobei er sich halbwegs sicher war, dass er es sogar ohne hinbekommen hätte, und er hatte außerdem noch nie Schwierigkeiten gehabt sich zu entspannen. Der Dildo hatte eine für ihn durchaus angenehme Größe.
Sein Problem war viel mehr … wie sollte er es mit dem Ding in sich drin und mit dem Wissen in seinem Kopf, was ihn in einer knappen halben Stunde erwarten würde, quer durch das Büro schaffen, ohne dass jeder seine Erregung sehen würde, die sich seit ein paar Minuten hartnäckig gegen seine Hose stemmte? Suigetsu war ohnehin schon misstrauisch gewesen, weil er seine Tasche mit zur Toilette genommen hatte. Hatte ihn lachend gefragt, ob er seine Tage hatte und dann darauf hingewiesen, dass Tampons hier ja schon seit Jahren kein Tabuthema mehr waren. Haha. Dafür hatte er von Temari direkt die verdiente Kopfnuss bekommen. Nur half das Sasuke leider kein Stück weiter.

15:53 Uhr; Langsam wird´s Zeit

Gut, genug gegrübelt! Sasuke lief die Zeit davon! Wenn er es nicht schaffte die richtige Bahn zu erwischen, steckte er in Schwierigkeiten, egal ob mit oder ohne Dildo und Erektion.
Er atmete noch einmal tief durch, holte das Sextoy aus der Tasche, sowie das Gleitgel, erhob sich und stellte alles auf dem Klodeckel ab. Einen Moment später hing seine Hose in den Kniekehlen und er versuchte, auf einem Bein hüpfend, einen Fuß aus Hosenbein und Schuh zu befreien, um ihn anschließend auf dem Klodeckel abzustellen. Das Gel war verdammt kalt an seinen Fingern und noch kälter, als es auf die heiße Haut zwischen seinen Pobacken traf.
Keuchend schnappte er nach Luft und verharrte einen Moment. War er auch wirklich alleine hier drin? Er hatte niemanden hereinkommen gehört, aber er war so sehr in Gedanken gewesen, dass er es möglicherweise auch nicht mitbekommen hatte, wenn jemand den Raum betreten hatte. Angespannt lauschte er noch ein paar Sekunden in die anhaltende Stille, dann entspannte er sich. Zumindest ein wenig.
„Na dann los“, flüsterte er sich leise selbst zu, leckte sich einmal über seine viel zu trockenen Lippen und dann – „Oh Gott …“ Zeitgleich mit dem Fremden in seinem Kopf führte er einen Finger in sich ein, spürte, wie sein warmer Körper ihn aufnahm, sich ganz weich um ihn schloss. Zu wenig. Der zweite Finger sandte ein freudiges Kribbeln durch seinen Körper und dann waren es auch schon drei, die sich mühelos in ihm bewegen ließen. Nein, das Gleitgel wäre nicht zwingend notwendig gewesen. Wahrscheinlich nicht einmal das Vordehnen.
Mit zitternden Fingern griff er nach dem wartenden Toy, fand den kleinen, unter einer dicken Schicht Gummi verborgenen Knopf und drückte ihn, bis er schwach zu leuchten begann. Ansonsten tat sich nichts. Keine Vibration und Sasuke spürte einen leisen Hauch von Enttäuschung durch seine Mitte huschen. Er schüttelte über sich selbst den Kopf. Sollte er nicht lieber froh sein, dass er noch ein paar Minuten zum Durchatmen hatte? „Was stimmt nur nicht mit mir“, fragte er sich leise schnaubend, führte dann den Dildo zwischen seine Beine und stellte sich vor –
„Sasuke? Bist du da?“ Mist. „Hey, bist du ins Klo gefallen? Hallo?“ Mistmistmist!
„Mein Gott, Suigetsu, was willst du?“ Zitterte seine Stimme? Er war sich nicht sicher, aber er hoffte nicht. Ein kurzer Blick auf seine Armbanduhr sagte Sasuke, dass ihm die Zeit langsam wirklich davonlief, wenn er es noch pünktlich zur Bahn schaffen wollte. Immerhin dämpfte Suigetsus Auftauchen seine Erektion ein wenig. Nicht wirklich nennenswert. Okay, als er das Toy an seinen Muskel drückte war er genauso hart wie zuvor. Gott im Himmel, was war kaputt mit seinem Körper?
„Ich hab mir Sorgen gemacht! Du bist nie so lang aufm Klo. Nicht mal zum Scheißen. Dachte, dir ist vielleicht der Darm geplatzt und du brauchst Hilfe.“ Weniger was er sagte, als viel mehr, wie er es sagte machte deutlich, dass Suigetsu nur aus einem einzigen Grund hier war: Um Sasuke auf die Nerven zu gehen.
„Herzlichen Dank, aber nein, mir geht es gut.“ Verzweifelt biss Sasuke sich auf die Unterlippe, erhöhte den Druck und betete innerlich zu allem was ihm einfiel, dass Suigetsu das leise Wimmern nicht gehört hatte, das den Dildo auf dem Weg in sein Innerstes begleitete. Sein Herz hämmerte gegen seine Brust, als wäre es ein Schlagbohrer, der sich durch meterdicken Stahl fräste. Oder sowas in der Richtung. Fühlte sich in jedem Fall nicht gesund an. Ganz im Gegensatz zu dem, was sich eine Etage tiefer abspielte. Das fühlte sich ganz fantastisch an und das fand auch Sasukes Erektion, die sich vollkommen unbeeindruckt von der Tatsache zeigte, dass Suigetsu nur einen Meter von ihm entfernt seine Blase leerte. Sasukes Finger zuckten in dem Verlangen sie zu berühren, den glänzenden Tropfen, der aus seiner Spitze quoll zu verreiben. Der Fremde würde es tun, ganz sicher. Ob er ihn wieder anfassen würde? Ob er diesmal weitergehen, und seine Hand in Sasukes Hose – Hektisch schlug er sich eine Hand über den Mund, krümmte sich, brauchte all seine Selbstbeherrschung jeden verräterischen Ton abzufangen.
„Machst du gleich Feierabend?“, fragte Suigetsu und Sasuke hörte das Ratschen seines Hosenstalls. Hoffnung und Erleichterung pulsierten in seiner Brust. Gleich! Gleich wäre er wieder allein! Im Idealfall, bevor er sich selbst erstickt hatte.
„Hmhm.“
„Ach perfekt, ich auch! Wir können zusammen fahren. Ich muss heute noch was erledigen, müssen in dieselbe Richtung.“ Alles in Sasuke erstarrte. Ihm wurde schwindlig. Suigetsu hatte nicht gerade … nein. Auf keinen Fall!
„Äh …“, brachte er mühsam heraus und spürte, wie ihm ein Schweißtropfen über die Schläfe lief. Er wischte ihn weg. Der nächste Rollte über seinen Nacken und in den Kragen seines Hemdes.
„Ich warte an deinem Platz auf dich, bis gleich!“ Und dann war Suigetsu auch schon weg.
Sasuke war sich nicht sicher, was er gerade empfand. Aber in jedem Fall war da ganz viel Verzweiflung und auch ein gewisser Schock. Und Hilflosigkeit. Was sollte er denn jetzt nur tun? Er konnte doch unmöglich mit Suigetsu in diese Bahn steigen! Der würde doch mitkriegen, wenn der Fremde wieder da war.
Sasukes Knie hatten sich in den letzten Sekunden in irgendetwas verwandelt, von dem er sich nicht sicher war, ob es ihn tragen konnte. Aber versuchen musste er es. Also schloss er die Augen, atmete ein paar Mal tief durch und zog sich an. Er hatte keine Ahnung, wie er das Problem lösen sollte, aber irgendetwas würde ihm schon einfallen.

16:05 Uhr; Blutdruck: Höchst bedenklich und auf Pudding läuft es sich schlecht

Sasuke konnte sein Glück kaum fassen. Seit er Hidan kannte, hatte Sasuke noch nie mehr als genervte Akzeptanz für ihn empfunden. Er war eben da und Sasuke musste das akzeptieren, ob er wollte oder nicht. Aber ab heute schuldete er ihm etwas. Wirklich. Er schwor sich, dass er Hidan zu dessen nächstem Geburtstag etwas schenken würde. Mindestens. Denn nur ihm und seiner grenzenlosen Dummheit hatte Sasuke es zu verdanken, dass er nun alleine aus dem Fahrstuhl hetzte und quer durch die Eingangshalle des großen Bürokomplexes jagte. Okay, und vielleicht der Tatsache, dass Suigetsu im Zweifel halt doch ein netter und vor allem hilfsbereiter Kerl war und sich, ohne zu meckern, von Sasuke verabschiedet hatte, um Hidan bei einer Fehlermeldung zu helfen, die – dem Himmel sei Dank – in dem Moment aufploppte, als sie gerade an Hidans Schreibtisch vorbeiliefen.
Irgendwie würde er sich auf jeden Fall erkenntlich zeigen. Nur konnte Sasuke sich darüber jetzt keine Gedanken machen, denn es galt die richtige Bahn zu erwischen.
Auch wenn die Zeit theoretisch reichen würde, war es ein ungeschriebenes Naturgesetzt, dass immer dann, wenn man es eilig hatte, alle um einen herum sich nur noch in Zeitlupe bewegten. Und an den ungünstigsten Orten ohne triftigen Grund einfach stehenblieben.
So, wie die alte Dame, die er fast mit der Eingangstür niederschlug, weil er nicht erwartet hatte, dass sie plötzlich anhalten und … was auch immer tun wollte. Was genau das war fand er nicht heraus. Halb zu Tode erschrocken taumelte die arme Frau rückwärts über den Gehweg, schlug nach ihm, als er ihr helfend die Hände entgegenstreckte und als er sich entschuldigte, begann sie einen flammenden Monolog über schwache Herzen und die Unverschämtheit junger Leute zu halten. Mehr als den ersten Satz hörte er nicht.
So schnell er konnte schlängelte er sich im Slalom durch die dahintrottende Menge und versuchte nach Kräften das Toy zu ignorieren, das sich bei jedem Schritt in ihm bewegte. Zumindest fühlte es sich so an.
Der Hauptbahnhof war voll. Immer wieder huschte Sasukes Blick zu den großen Uhren, während er sich zum richtigen Bahnsteig durchkämpfte. Er hatte noch vier Minuten. Das würde er schaffen, oder?
Er schaffte es. Zwei Minuten, bevor seine Bahn einfuhr, erreichte er die letzte große Treppe zum Gleis und zwang sich stehen zu bleiben. Durchzuatmen. Und sich umzusehen.
Sein Herz war kurz davor zu explodieren und seine Knie zitterten, hatten sich von Pudding zu cremeweichem Grießbrei weiterentwickelt und er war äußerst dankbar für das Treppengeländer, auf das er sich bei jeder Stufe schwer stützte.
Er schluckte trocken, ließ seinen Blick gezwungen langsam über die Menschen unten am Gleis schweifen. Ob er hier war? Ob er schon auf ihn wartete? Oder war der Fremde bereits im Zug und wartete, dass Sasuke hier zustieg?
Es war unmöglich. Viel zu viele Menschen standen dicht an dicht gedrängt auf dem Bahnsteig und Sasuke schluckte seine Enttäuschung herunter, strich sich den Schweiß von der verschwitzten Stirn und brachte die letzten Treppenstufen hinter sich.
Im Grunde war es auch egal. Hauptsache, der Fremde würde ihn finden. Langsam ging er über das Gleis weiter nach hinten, zu dem Abschnitt, in dem er auch schon gestern gewartet hatte. Noch einmal sah er sich verstohlen um, versuchte abzuschätzen, ob irgendjemand von den Umstehenden der Kerl von gestern sein konnte. Aber niemand beachtete ihn. Ein bisschen erleichterte ihn das auch, denn er entdeckte niemanden, von dem er sich wünschen würde angefasst zu werden. Vielleicht würde der Fremde auch erst bei der nächsten Station zusteigen? War es gestern so gewesen? Sasuke hatte keine Ahnung. Aber er war hier.
Genau zur richtigen Zeit und … vorbereitet. So, wie der Fremde es verlangt –
In diesem Moment aktivierte sich das Toy, begann zu vibrieren und Sasukes linkes Knie gab nach.
„Ach du Sch …“ Keuchend und taumelnd fand er sein Gleichgewicht, bevor er die Frau mit den drei Tüten, einen halben Meter weiter links, anrempelte.
Er war hier! Der Kerl war hier, zusammen mit ihm an Gleis!
Im Tunnel begann es zu rauschen. Der Zug fuhr ein und Sasuke war dankbar für den sanften Luftzug, der entstand, machte einen kleinen Schritt in Richtung Bahnsteigkante. Atmen. Er musste – „Fuck!“, ächzte er, als die Vibration sich verstärkte. Das Ding hatte mehrere Stufen! Natürlich! Hatten sie doch fast alle!
„Entschuldigung?“, wurde Sasuke genervt von der Seite angefahren und aus dem Weg geschoben. Er nahm es hin. Er war zu sehr damit beschäftigt nicht doch noch auf den Boden zu sinken. Der Zug rollte heran und hielt leise quietschend zwei Meter vor ihm. Die Türen öffneten sich, Menschen strömten aus dem Inneren der Bahn und dann wurde Sasuke nach vorne geschoben. Er ließ sich einfach treiben und hoffte, dass man ihm nicht ansah, was gerade in ihm vorging. Immerhin war es so eng, dass niemand auf seinen Schritt achtete. Sein Penis pochte und pulsierte, drängte mit Macht gegen seine Unterwäsche, aber Sasuke beherrschte sich, widerstand dem Drang, die Erektion in eine etwas bequemere Position zu schieben. Er schwitzte wie verrückt.
Oh Gott. Was, wenn der Fremde gleich wieder verschwinden würde, weil er nach Schweiß stank? Wenn er –
„Steig ein, Sasuke.“ Die Welt blieb stehen. Zumindest für einen ganz kleinen Moment. Sasuke hörte sein eigenes Blut in den Ohren rauschen und für einen Augenblick hatte er wirklich Angst zu ersticken, dann erinnerte er sich zum Glück wieder daran, wie man atmete. Er wagte es nicht sich umzudrehen, aber er war sich sicher, dass der Fremde direkt hinter ihm stand. Diese Stimme, wenn auch nur geflüstert, würde er überall wiedererkennen!
In angespanntem Schweigen betraten sie den Zug. Eine Hand legte sich auf Sasukes Hüfte, dirigierte ihn auf die andere Seite des Wagons und dann stand er wieder vor der Haltestange. Erleichtert klammerte er sich an das kühle Metall. Die Finger auf seiner Hüfte wanderten langsam höher und Sasuke wurde einmal mehr die Luft knapp, als der Fremde sich von hinten an ihn presste. Da war sie wieder. Die fremde Erektion, die sich an seinen Hintern drückte, in dem immer noch das Toy vibrierte. Ob er es spüren konnte?
Heißer Atem prallte gegen seinen Hals, jagte Gänsehaut über seinen gesamten Körper und Sasuke wartete atemlos ab, traute sich nicht sich zu bewegen, biss sich nur viel zu fest auf die Lippen, als die Vibration in seinem Inneren erneut zunahm. Stufe drei. Und gleich darauf Stufe vier. Wimmernd presste er sich gegen die Stange, den Blick starr zu Boden gerichtet, heftig um Atem ringend. Stufe Fünf. Seine Beine gaben nach, doch bevor er zu Boden sinken konnte, umfingen ihn starke Arme und hielten ihn aufrecht.
„Das macht dich richtig geil, oder?“ Sasuke konnte nicht antworten. Er wusste ganz genau, sollte er jetzt den Mund öffnen, würde nur ein viel zu lautes Stöhnen herauskommen und dann wüsste jeder in der Bahn Bescheid. Also biss er sich noch ein bisschen fester auf die Unterlippe und wagte ein schwaches Nicken. Warum sollte er auch lügen? Der Typ hinter ihm erfüllte ihm gerade seine geheimsten Sehnsüchte, wenn auch vermutlich ohne es zu wollen oder zu wissen. Völlig egal. Wenn er damit erreichte, dass der Typ weitermachte, würde er noch ganz andere Dinge zugeben. Zumindest, solange er dabei nicht sprechen musste. „Hast du es dir seit gestern selbst gemacht?“ Eine deutliche Drohung schwang in dieser einfachen Frage mit und Sasuke schüttelte hektisch den Kopf, froh, dass er nicht lügen musste. Er war sich nicht sicher, ob er es gekonnt hätte. Stufe sechs. Oder sieben? Er war sich nicht sicher, aber sein Becken zuckte nach vorne, drängte gegen die Haltestange. Nur ein bisschen Reibung, nur ein klein wenig Erleichterung, dann – „Wo willst du hin?“ Eine Hand wanderte tiefer, legte sich fest über Sasukes Schritt und drückte zu. Sasuke zischte, blinzelte hektisch. Bunte Punkte flimmerten vor seinen Augen und er war nicht sicher, wie lange er das noch aushalten würde, ohne entweder ohnmächtig oder wahnsinnig zu werden. Oder zu kommen. „Ich bin sehr zufrieden mit dir.“ Noch eine Stufe höher. Der Zug legte sich in eine Kurve, der Boden wackelte, oder waren das Sasukes Beine? „Ich zähle jetzt bis drei. Bei drei darfst du kommen. Verstanden?“ Sasuke hatte schon bei der Hälfte des Gesagten angefangen heftig zu nicken. Er spürte das Lächeln des Fremden in seinem Nacken. Es war da. Er spürte es. Und es machte ihn fast rastend vor Lust. „Also … aufgepasst. Eins …“ Unbarmherzig strichen die fremden Finger über seinen Schritt, drückten und rieben, trieben Sasuke immer weiter an eine Grenze, von der er nicht wusste, was dahinter lag.
„Zwei …“ Die Vibration in seinem Inneren nahm weiter zu, zwei, drei Stufen auf einmal, bis er das Gefühl hatte, er würde jeden Moment den Boden unter den Füßen verlieren. Heiße Blitze zuckten durch seinen Unterleib, ballten sich zu einem gleißenden Ball zusammen und Sasuke riss eine Hand von der Stange, schlug sie sich über den Mund. Gleich! Oh Gott, gle – „Drei.“
Sasuke kam. Schub um Schub entleerte er sich in seine Unterwäsche und erneut waren es fremde Hände, die ihn davor bewahrten mitten in der Bahn in die Knie zu gehen. Er zitterte am ganzen Körper, konnte nicht atmen, nicht denken … nichts. Er hing einfach nur in dem festen Griff des Fremden und wartete, dass es vorbei ging. Dass der dichte Nebel in seinem Kopf sich auflöste und die Kraft zurück in seine Beine kehrte.
Der Zug erreichte die nächste Station und die Türen öffneten sich. „Gut gemacht.“ Etwas weiches streifte seinen Nacken, dann verließen ihn die fremden Hände und Sasuke schaffte es gerade so stehen zu bleiben. Als sein Kopf wieder so klar war, dass er auf die Idee kam sich nach dem Fremden umzusehen, schlossen sich die Türen bereits und er wollte sich selbst dafür schlagen, dass er so ein Idiot war. Warum hatte er nichts gesagt? Er hätte … was hätte er?
Erst bei der nächsten Station bemerkte er, dass das Toy in ihm nicht mehr vibrierte. Diesmal stieg er nicht früher aus. Auch wenn er sich sicher war, dass diesmal definitiv nicht unbemerkt geblieben war, was sich hier abgespielt hatte. Er blieb wo er war, hielt den Blick gesenkt und hoffte und betete, dass er bis zu seiner Station kam, ohne von irgendjemandem angesprochen oder noch schöner, verhaftet zu werden. Aber das wäre übertrieben, oder? Immerhin hatte er seine Klamotten noch an. Und was in seiner Hose passierte, oder eher passiert war, ging niemanden etwas an.
Er würde hier stehenbleiben, bis zur richtigen Station, dann aussteigen und zusehen, dass er nach Hause und aus dieser widerlich verklebten Hose herauskam. Und dann würde er es sich in der Dusche nochmal machen. Oder vielleicht auch zweimal. Während er sich vorstellte, wie es sich angefühlt hätte, wenn die Hand des Fremden IN seiner Hose gewesen wäre, statt nur darüber.
Großer Gott, er war hoffnungslos gestört … Aber … immerhin gab es eine Person auf dieser Welt, die das gut fand, oder?
Die Frage war nur: Würde Sasuke ihn wiedertreffen? Er hoffte es. Alles andere wäre … unerträglich.
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