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Longing

von ReWeJuIs
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / MaleSlash
Naruto Uzumaki Sasuke Uchiha
18.11.2021
10.05.2022
21
67.206
86
Alle Kapitel
351 Reviews
Dieses Kapitel
11 Reviews
 
03.12.2021 2.323
 
Huhu, ihr Süßen! <3

Da bin ich wieder! Aktuell geht´s hier ganz schön flott, oder? Dabei hab ich das nächste Kapitel erst zu einem Drittel fertig, aber ... ich hab ja jetzt vor direkt weiter zu tippen, sobald ich dieses hier gepostet habe, also ... sollte ich nicht ins Hintertreffen geraten, oder? Motivation in Form von Kommis nehm ich btw immer x3 Auch morgen und übermorgen und JEDEN TAG FALLS DAS IRGENDWEM NOCH NICHT KLAR WAR!!!
Hihi. So. Nachdem das geklärt ist, wollte ich noch fix danke sagen :D
22 Empfehlungen und bereits 104 Favos! Oo Hui! (Ihr wollt nicht zufällig alle noch aufs Sternchen drücken? Hm? Hmmmm? x,DDD Ich bin gierig wie immer, ihr kennt das <3 )
Dicke fette und vor allem feuchte Schmatzer (Taschentücher auch, hier bitte) an meine wundervollen Kommischreiber! Ihr wisst einfach, wie ihr mich glücklich macht! Echt jetzt! T_T <3 <3 <3

Und weil ich so happy bin, halt ich jetzt die Klappe und lass euch lesen. Nett von mir, oder? xD
Habt ein wundervolles Wochenende und passt gut auf euch auf! :-*




3. Kapitel/ Ein bisschen Ablenkung


Dienstag, 16. Juni 2020
18:35 Uhr; Allgemeinzustand: Kritisch aber immerhin sauber


Als Itachi an der Tür klingelte, waren Sasukes Haare immer noch leicht feucht. Kein Wunder, denn er hatte sich unter der Dusche viel zu lange Zeit gelassen. Aus dem ursprünglichen Bedürfnis nach Sauberkeit – getrockneter Schweiß war etwas Furchtbares und er hatte das Gefühl gehabt zehn Kilometer gegen den Wind nach sexueller Frustration zu stinken – wurde ein wahrer Kampf zwischen ihm und der immer wieder aufflammenden Erregung. Natürlich hätte er sich einfach einen runterholen können. Niemand konnte ihm das verbieten, erst recht nicht irgendein dahergelaufener … verdammt sinnlicher … Himmel nochmal! Was stimmte nur nicht mit ihm?
Es klingelte erneut. Sasuke rückte seinen erwachenden Penis in der zum Glück sehr weiten Jogginghose zurecht und hoffte, dass aus dem sanften Kribbeln nicht mehr werden würde. Knurrend drückte er auf den Türöffner, stapfte in die Küche und holte ein Kühlpad aus dem Eisfach. Fuck, war das Zeug kalt! Aber höchst effizient!
„Sasuke?“, rief sein Bruder da auch schon aus dem Flur und Sasuke warf das Pad zurück in den Kühlschrank. Jetzt hatte er einen kleinen Wasserfleck vorne auf dem grauen Stoff. Fantastisch.
„Ich komm gleich. Setz dich schon mal ins Wohnzimmer. Willst du was trinken?“, fragte er, marschierte ins Schlafzimmer und zerrte eine frische Hose aus dem Schrank. Die war schwarz. Besser, fand er.
„Ja, danke. Ich nehme mir einfach etwas in der Küche?“, fragte Itachi zurück, während Sasuke sich umzog.
„Tu das.“ Er kam dazu, als sein Bruder sich gerade ein Glas mit Eiswürfeln aus dem im Kühlschrank integrierten Spender füllte. „Ich habe Ginger Ale, wenn du möchtest.“ Itachi überlegte einen Moment, nickte dann und wenig später saßen sie beide mit ihren vollen Gläsern auf Sasukes großer, bequemer Couch. Mit wenigen Handgriffen schaltete er den Fernseher an, öffnete Spotify und startete eine Playlist mit den letztjährigen Sommerhits. Als er sich schließlich entspannt nach hinten in die Polster lehnte, hatte er fast schon wieder vergessen, was ihn bis vor wenigen Minuten noch so aufgewühlt hatte. Fast.
„Also … wie war dein Tag?“ Itachis Blick über den Rand seines Glases hinweg ließ mehr vermuten als bloßes Interesse daran, wie Sasukes Tag bisher gewesen war. Und so sehr Sasuke es genoss sich mit Itachi zu unterhalten, sich ihm anzuvertrauen … auch seine Bruderliebe hatte Grenzen. Also beschloss er, dass es doch viel einfacher wäre, direkt auf den Punkt zu kommen.
„Wahrscheinlich besser als deiner, oder?“, stellte er eine erste Vermutung in den Raum und prompt zuckten Itachis Augenbrauen und eine verräterische Röte kroch über seinen Hals nach oben. Seine Ohren glühten binnen Sekunden wie zwei Leuchfackeln.
„Ahm … wahrscheinlich. Ich …“
„Geht es um … ihn?“ Noch eine Vermutung. Und so, wie Itachi unsicher in sein Glas starrte, hatte Sasuke wohl recht. „Was ist passiert?“
„Nichts! Also nicht wirklich … ich weiß nicht genau …“
Seufzend strich Sasuke sich ein paar Strähnen aus den Augen und schüttelte den Kopf. Seit fast einem Jahr war sein Bruder nun unglücklich – Sasukes Worte. Itachi behauptete, er wäre nicht unglücklich, solange er bei ihm war – in seinen Arbeitskollegen Deidara verliebt. Soweit Sasuke das mitbekommen hatte, hatte dieser auch Gefühle für Itachi, aber so wirklich voran kamen die beiden nicht.
„Na, entweder es ist etwas passiert oder eben nicht? Wie kannst du das denn nicht wissen?“ Bei Itachi konnte ‚nichts passiert‘ alles heißen von er hatte einen kleinen, aus dem Nest gefallenen Vogel gerettet bis im Hinterhof seiner Arbeitsstelle wurde eine alte Fliegerbombe gefunden. Sasuke selbst hatte in dieser Hinsicht, zumindest seiner Meinung nach, eine wesentlich realistischere Einschätzung. Denn das heute in der Bahn, würde definitiv unter etwas passiert laufen. Und jetzt sollte er das ganz schnell wieder aus seinem Kopf verbannen, denn sonst würde gleich wieder etwas passieren. In seiner Hose.
Also versuchte er sich auf Itachi zu konzentrieren, der unschlüssig das Gesicht verzog und mit den Schultern zuckte.
„Nun ja … wir haben uns geküsst.“
„Schon wieder?“ Das wäre nun das dritte Mal, wenn Sasuke das richtig auf dem Schirm hatte.
„Ja …“
„Aber das ist doch gut. Oder nicht?“ Itachi war ihm ein Rätsel. Schon immer gewesen. Aber Sasuke war froh, wenn er sich ihm anvertraute. Itachi machte seinen Kram lieber mit sich selbst aus, so wie Sasuke auch, aber manchmal … Nun, wahrscheinlich war dieser Deidara tatsächlich so speziell, dass sein Bruder sich allein nicht mehr zu helfen wusste?
„Doch, schon. Aber … Dann kam Kisame um die Ecke und Deidara hat mich weggestoßen und so getan, als wäre gar nichts passiert.“ Itachi sah dermaßen geknickt aus, dass Sasuke ihm eine Hand auf den Arm legte und ihn tröstend drückte.
„Klingt ja nicht so toll … Und warum redest du nicht einfach mal mit ihm? Und fragst ihn, was er von der ganzen Sache hält? Ich meine … drei Küsse sind ja nicht wenig.“ Sasuke war nicht gerade gut darin andere zu trösten, oder ihnen gute Ratschläge in Sachen Beziehung zu geben. Seine Letzte war inzwischen … über drei Jahre her. Und auch die war nicht gerade lang gewesen. Und im Grunde war es auch ein bisschen heuchlerisch von ihm seinem Bruder zu raten, seine Probleme mit Deidara einfach anzusprechen, denn Sasuke war selbst nicht gerade der große Redner in zwischenmenschlichen Dingen. Er war immer der Meinung gewesen entweder es passte, oder es passte eben nicht. So einfach war das. Zumindest, wenn es um ihn selbst ging. Wenn andere das Thema waren, war ihm schon bewusst, dass Kommunikation durchaus eine durchschlagende Wirkung zeigen konnte. Aber bei anderen war sowieso alles immer viel leichter als bei einem selbst.
Während er so in seinen Überlegungen abdriftete, versank Itachi seufzend zwischen den vielen großen Kissen auf seiner Couch.
„Ich verstehe ihn einfach nicht. Als wir neulich den Firmenausflug in diesen Escape-Room gemacht haben, klebte er förmlich an mir. Es lief so gut und als ich ihn dann gefragt habe, ob er nicht mal Lust hat ins Kino zu gehen, hat er Kisame auch mit eingeladen.“ Itachis Gesichtsausdruck war dermaßen irritiert, dass Sasuke sich beherrschen musste nicht zu lachen. „Versteh mich nicht falsch! Ich mag Kisame, und ich würde jederzeit mit ihm nach Feierabend etwas unternehmen, aber … doch nicht, wenn ich mit Deidara … wenn wir …“
„Wenn ihr ein Date habt?“
„Richtig!“
„Hat Deidara denn verstanden, dass du ein Date mit ihm haben willst?“
„… Ich dachte schon … aber offenbar nicht.“ Noch ein schweres Seufzen. „Und wenn er es verstanden hat, aber nicht möchte, könnte er das doch auch einfach sagen anstatt Kisame als Aufpasser mitzuschleppen. Was denkt er denn, was ich tun würde? Dass ich im Kino über ihn herfalle?“
Prompt musste Sasuke daran denken, wie es wäre, wenn der fremde Kerl vom Nachmittag ihn überfallen würde und sein Penis zuckte interessiert. Und bevor Sasuke den Film in seinem Kopf stoppen konnte, sah er die Szene vor sich. In sehr deutlichen Bildern. Er sah sich selbst, wie er da saß, bequem in den großen, weichen Sitz gelümmelt, und dann glitt sich plötzlich eine fremde Hand von hinten um seinen Hals, streichelte nach oben und legte sich bestimmt über seinen Mund. Er hörte die fremde Stimme direkt an seinem Ohr. „Kein Wort!“. Gänsehaut würde sich über ihm ausbreiten und er würde sich noch etwas tiefer in den Sitz drücken, würde folgsam nicken und dann würde die Hand tiefer gleiten, über seine Schultern, die Brust – „Sasuke?“
„Oh Gott, entschuldige, was hast du gesagt?“ Das Blut schoss Sasuke ins Gesicht und er war sich sicher, dass er im Dunkeln wahrscheinlich leuchten würde, so sehr brannte ihm vor Scham der Kopf. Und das nicht nur, weil er fürchtete, dass Itachi sein Kopfkino direkt von seiner Stirn ablesen konnte, sondern auch weil er just in diesem Moment bemerkte, dass er auf dem besten Weg war eine Erektion zu bekommen.
„Alles gut, du … geht´s dir gut?“
„Ja! Ja, ich bin nur … sorry, ich war kurz in Gedanken und … entschuldige. Was sagtest du eben?“ Statt zu antworten musterte Itachi ihn noch für einen Moment und Sasuke überlegte fieberhaft, wie er von sich selbst ablenken konnte, als sein Handy ihn mit einer eingehenden Nachricht auf WhatsApp rettete. Es lag auf dem Tisch und zog mit seinem Leuchten ihrer beider Aufmerksamkeit auf sich. Allerdings war die Erleichterung nur von kurzer Dauer. Nämlich genau bis zu dem Moment, als Sasuke den Absender der Nachricht sah. „Oh nein“, brummte er und verdrehte die Augen.
„Wer ist das?“ Neugierig beugte Itachi sich näher zu ihm. „Kiba? Ist das nicht der Typ, mit dem du dich ein paar Mal getroffen hast?“
„Ja. Zuletzt vor knapp zwei Wochen.“
Eigentlich hatte er gerade überhaupt keine Lust sich mit Kiba zu befassen, erst Recht nicht, während Itachi noch neben ihm saß, aber so war dieser immerhin abgelenkt und Sasuke konnte seinen Körper unter Kontrolle bekommen. Zum Glück war auch sein Penis nicht von der Aussicht begeistert wieder mit Kiba in Kontakt zu treten und machte es sich in seinem Schoß bequem. Immerhin etwas.
„Ich dachte ihr versteht euch?“
„Ja, tun wir auch. Irgendwie …“ Das war nicht mal gelogen. Kiba war ein netter Kerl, freundlich, höflich, ein bisschen laut, aber durchaus nicht uninteressant. Zumindest, was die Gespräche mit ihm betraf. Alles darüber hinaus war … eine absolute Verschwendung von Sasukes Lebenszeit.
„Aber?“, wollte Itachi natürlich wissen und Sasuke war eigentlich der Meinung, dass er die Nase seines Bruders nicht so tief unter seinen Bettlaken haben wollte, aber immerhin war ihm dieses Gespräch weit weniger peinlich als das, was heute Nachmittag vorgefallen war.
„Sagen wir es so: Ich habe mehr Spaß daran am Bahnhof ein- und ausfahrende Züge zu zählen, als Kiba zu küssen.“
„Oh. So schlimm?“
„Leider ja. Aber macht nichts. Es kann ja nicht immer gut laufen.“ Also ob es das bei ihm je täte. Zumindest in sexuellen Angelegenheiten. Ansonsten konnte er sich nicht beschweren. Und mal ehrlich, lieber war er noch die nächsten zwei Jahre Single, als so einen Affenstall an der Backe zu haben wie Itachi mit diesem Deidara.
Auf der anderen Seite … Das heute in der Bahn entschädigte ihn für so ziemlich alles, was in den letzten Jahren bei ihm im Bett schlecht gelaufen bis nicht existent gewesen war. Und morgen …
Morgen würde er den Fremden wiedertreffen. Ob Sasuke diesmal sein Gesicht sehen würde? Wollte er das überhaupt? War es nicht viel reizvoller einfach nur … zu tun, was dieser von ihm verlangte? Und was genau würde das sein? Würde diesmal jemand etwas mitbekommen, oder würde Sasuke erneut Glück haben? Andererseits wusste er gar nicht, ob das kurze Zwischenspiel heute in der Bahn tatsächlich unbemerkt geblieben war. Er hatte sich schließlich nicht umgesehen. Er hatte gar keinen Kopf für das gehabt, was um ihn herum passiert war, hatte sich nur auf den Mann hinter sich konzentrieren können, seiner Stimme lauschen, auf jede weitere Berührung lauern … und morgen würde es wieder passieren. Der Gedanke an den blauen Dildo in seiner Tasche trieb ihm erneut die Hitze ins Gesicht.
„Bist du sicher, dass es dir gut geht? Du glühst richtig“, riss Itachi ihn aus seinen Gedanken und Sasuke verfluchte sich selbst. Das war doch nicht auszuhalten!
„Nein, nein, ich bin nur … mir geht’s gut. Ehrlich!“ Ausweichend wedelte er mit dem Handy vor Itachis Gesicht. „Ich darf kurz, ja?“ Er musste sich beruhigen. Und zwar nicht nur für die nächsten drei Sekunden. Itachi nickte und Sasuke entsperrte sein Telefon, öffnete die App und las, was Kiba ihm geschrieben hatte.
Kiba_Tinder: Hey, hey, lange nichts von dir gelesen. Ich bin gerade an dem Starbucks vorbei, in dem wir letztes Mal waren und musste an dich denken. Wie geht´s dir? Hast du die Woche vielleicht Zeit und Lust was zu machen?
Genau das, was Sasuke befürchtet hatte und auch genau das was er brauchte, um sich abzuregen. Er musste sich ein bisschen dazu zwingen die Erinnerungen an Kiba und dessen Zunge in seinem Mund heraufzubeschwören, aber sie taten genau das, was Sasuke sich erhofft hatte: Sie legten seinen Penis erneut schlafen, bevor der sich in Gedanken an die fremde Hand von heute Nachmittag – Gott verdammt!
„Schade, dass das mit euch nicht funktioniert. Ich meine … vielleicht dauert es einfach ein bisschen? Vielleicht muss sich da erst noch was entwickeln? Manchmal funkt es eben nicht auf den ersten Blick.“ Oder auf den fünften, oder fünfzigsten, wie bei Deidara und ihm. Tze.
„Das bezweifle ich stark“, schnaubte Sasuke tippte in das Textfeld und überlegte, was er antworten sollte. Er konnte Kiba schlecht die Wahrheit sagen. Die wäre sicher höchst effektiv, aber auch unnötig grausam. Außerdem musste es ja gar nicht an Kiba liegen, dass Sasuke kein Interesse an ihm hatte. Zugegeben, Sasuke hatte eine Zeit lang fast geglaubt, dass seine Libido kaputt gegangen war, weil er ihr so lange nichts zu tun gegeben hatte, aber der heutige Nachmittag hatte gezeigt, dass bei ihm alles in Ordnung war. Nun, zumindest wenn man davon ausging, dass es in Ordnung war, davon scharf zu werden, wenn man in der vollbesetzten Bahn belästigt wurde. Und anders konnte man das beim besten Willen nicht bezeichnen.
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