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The Beast

von Ikari
Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Fantasy / P16 / Gen
17.11.2021
17.11.2021
1
2.728
 
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17.11.2021 2.728
 
Ein starker Wind wehte über die Dächer der kleinen Stadt Gilneas. Es war äußerst stürmisch, aber nicht untypisch für den Herbst. Fast schon peitschend prasselte der Regen gegen die teils zersplitterten Scheiben. Der Kampf gegen die Verlassenen ist bereits einige Monate her, doch die Spuren waren noch heute sichtbar. Es gab nicht mehr viele Bewohner, die sich eisern dagegen wehrten, nach Darnassus zu ziehen, immerhin war dies hier ihre Heimat.
„Wir sollten heute jagen, die Vorräte sind zur Neige gegangen.“, knurrte eine tiefe Stimme. Die Gestalt trat ans Fenster und legte die riesige Pranke an das Glas.
„Heute nicht.“, kam es knapp entgegen, von einer ebenso tiefen Stimme, allerdings war diese ganz anders und wirkte fast schon beruhigend. Da wirbelte der andere herum und wurde durch einen Blitz kurzzeitig erhellt. Pechschwarzes Fell, rote glühende Augen und eingerissene Ohren. Dieser Worgen wirkte furchterregend und bedrohlich, sodass man sich niemals wünschen würde, Streit mit ihm zu haben.
„Du Narr! Wir brauchen Nahrung! Wir haben seit vier Tagen nichts mehr gegessen!!“, brüllte dieser den Sitzenden an und ballte seine riesige Pranke zur Faust.
Da stand der andere Worgen auf, ein gleißender Blitz erhellte erneut das Szenario. Weißes Fell, lange Ohren und strahlend grüne Augen wie Smaragde. Die zwei Wesen konnten nicht unterschiedlicher sein, doch verband sie beide etwas Starkes. Ihr Blut.
„Ich weiß, Bruder... aber sieh hinaus. Es ist Irrsinn jetzt zu jagen, wir würden unsere Kräfte unnötig verschwenden und nichts erlegen. Morgen wird es sicherlich besser.“, erklärte Iku ruhig und trat ein Schritt vor.
Der schwarze Worgen schnaubte und knurrte erneut.
„Ich kann es nicht mehr hören, Iku!
Sei geduldig. Warte ab. Bald wird es besser. LÜGEN!!“
„Na gut, Kurok. Kompromiss. Wir schauen uns in der Nahe Umgebung um, ist hier nichts, warten wir auf morgen.“
Es war seine Natur, Streit aus dem Weg zu gehen und jeden zufriedenzustellen, auch wenn Iku wusste, dass es bei seinem Bruder mehr als schwer war.
„In Ordnung.“, grollte dieser und öffnete die Tür. Quietschend schwang sie auf und der Sturm trug die Nässe, direkt in das kleine verfallene Haus, in dem die Brüder hausten.

Iku wäre damals mit ihrem König Graumähne nach Darnassus, doch leider war der Ältere anderer Meinung. Er hasste Nachelfen, er hasste Menschen, im Prinzip hasste er alles und jeden, außer Iku. Der weiße Worgen konnte ihn einfach nicht alleine lassen, seine Bindung an das letzte überlebende Familienmitglied war zu groß. Die Eltern, sowie ihre kleine Schwester, waren damals beim Kampf umgekommen, an dem Sylvanas Windläufer ganz vorne mit gemischt hatte.
„Los!“, befahl der Ältere und sprintete in den Sturm hinaus. Seufzend tat es ihm Iku gleich und so liefen sie durch die Gassen. Zerstörte Fässer und Kisten machten ihre Jagd zum Hürdenlauf, doch weit und breit war kein Reh, Hase oder sonstiges Beutetier.
„Wir sollten umkehren!!“, rief der Jüngere durch den wütenden Wind und verlangsamte sein Tempo, doch Kurok hatte einen ganz anderen Plan im Kopf. Er hetzte weiter eine breite Straße entlang, dann blieb er plötzlich stehen, stellte sich auf und schnupperte.
„Riechst du das?“
Iku blieb stehen, machte es seinem älteren Bruder gleich.
„Blut.“
„Richtig.“, ein breites Grinsen zierte die mit langen Zähnen besetzte Schnauze. Wo es nach Blut roch, musste es etwas Lebendes oder Totes geben, also schloss Iku die Augen und konzentrierte sich.
Wie ein wabernder blauer Nebel, sah er vor seinem inneren Auge eine Spur. Sein Instinkt schaltete sich ein und der weiße Worgen sprintete um die Ecke und hinein in das kleine Haus, welches ebenso heruntergekommen wie alles andere war.

Drinnen war der Geruch viel intensiver und Iku schnüffelte sich bis zu einer kleine Kammer hinter der zerstörten Küche vor, in der wohl früher Kochzutaten gelagert wurden. Er spürte, dass Kurok direkt hinter ihm war, als er die Tür öffnete und sich innerlich auf einen Angriff vorbereitete, allerdings die Spannung sofort aus seinen Muskeln floss, als er erkannte, dass vor ihnen ein kleines Mädchen weinend in einer Ecke saß. Die grünen Augen musterten das Kind aufmerksam. Der Jüngere erkannte ein aufgeschlagenes Knie, wahrscheinlich hingefallen. Die Statur des Mädchens war hager und sie schien auch nicht mehr lange durchzuhalten, so dürr wie sie war.
„Aus dem Weg!“, knurrte plötzlich Kurok und schob seinen Bruder grob zur Seite. Doch noch bevor die Pranke heruntersauste, packte Iku den Anderen und zog ihn rechtzeitig zurück.
„Hey! Was soll das werden?!“, fragte der Jüngere entsetzt und sah seinen Bruder ernst an.
„Was wohl! Ich wollte unser Fressen erlegen!“, blaffte dieser zurück. Iku konnte nicht glauben, was er da gehört hatte. Drehte sein Bruder nun komplett durch?!
„Es ist ein kleines Mädchen!“
„Na und?! Es würde eh bald drauf gehen! Sie es dir an! Scheinbar wollte schon etwas Anderes unser Fressen klauen, worauf es geflüchtet und gestürzt ist. Und jetzt lass mich es beenden.“
Doch dieses mal rammten sich Krallen in das schwarze Fell und hielten ihn fest.
„Was. Soll. Das?“, raunzte Kurok und die rotglühenden Augen spießten den Jüngeren allein durch einen Blick auf.
„Wir finden was Anderes. Oder willst du wirklich das Biest sein, für das uns alle halten?“, erneut probierte es Iku vernünftig und für einen Moment dachte er auch, es hätte funktioniert, doch Kurok war nur näher gekommen und hatte sich ein wenig heruntergebeugt, um seinem Bruder etwas mitzuteilen.

„Wir sind Bestien. Da wirst du niemals etwas ändern können. Jeder wird dich fürchten, viele meiden. Es gibt kein glückliches Leben für uns, kapier das endlich du einfältiger Trottel.“, dann drehte sich der schwarze Worgen um und sprang auf das Mädchen zu. Es ging alles so schnell, dass Iku nicht wirklich realisierte was gerade passierte. Kurok hatte das Kind zu Boden gerissen und verbiss sich in der Halsbeuge, ein markerschütternder Schrei holte den Jüngeren ins hier und jetzt. Blitzschnell sprang der kleinere Worgen auf seinen Bruder und krallte sich fest in den breiten dunklen Rücken. Der Angriff genügte zum Glück, sodass dieser von dem Mädchen abließ und herumwirbelte. Kurok war viel größer und stärker als Iku, und mit einem Mal flog er durch den Raum und knallte gegen die Wand. Hustend landete der Weiße auf dem staubigen Boden, rappelte sich auf und schüttelte sein zerzausten Pelz.
„Was fällt dir ein?!“, Kurok kam bedrohlich näher, so nahe, dass Iku nach oben blicken musste, um die hasserfüllten Augen seines Bruders zu sehen.
„Was... fällt... dir... EIN?!“, und beim letzten Wort sauste eine Klaue durch Iku’s Gesicht. Es dauerte nur wenige Sekunden und dieser jaulte schmerzerfüllt auf, fiel dabei zu Boden und hielt sich seine Pranken ins Gesicht. Ein unglaublicher Schmerz durchzuckte seinen Körper.
„Das geschieht dir recht! Wie kannst du es wagen?!“, doch diese Worte erreichten Iku nur noch dumpf. Das Blut lief über sein Gesicht, verklebten das weiße Fell und tränkten es in rot. Erst als der Jüngere seinen Bruder ansehen wollte, verstand er was geschehen war.
Er hatte soeben sein Augenlicht verloren. Ein tiefer Riss führte von der Stirn, über das rechte Auge, hinab bis zur Wange.
Wir sind Bestien.
Die Worte hallten wie ein Mantra in Iku‘s Kopf wieder. Er schüttelte diesen, verdrängte so die leichte Benommenheit und dann ließ er sich fallen. Er ließ sich vollkommen von der Bestie leiten.
Mit einem gezielten Sprung landete der erste Krallenhieb über der Brust seines Bruders, ein weiter Sprung, ein weiterer Hieb und der Rücken war zerfetzt. Schwarze Fellbüschel zierten den staubigen Raum. Und dann setzte Iku zum letzten Sprung an. Was sein Bruder an Größe und Kraft hatte, machte der Jüngere mit Flinkheit und Schläue weg.
Mit dem nächsten Blitz, blitzten auch die scharfen Krallen auf, die soeben eine Kehle aufgeschlitzt hatten. Iku landete hinter seinem Bruder und richtete sich auf, die Bestie war gestillt, doch was blieb, war ein Alptraum.
Kurok umfasste mit seinen Pranken seinen Hals, versuchte so die Blutung zu stoppen, doch kurz darauf sackte er schon zusammen. Iku war wieder er selbst, eilte zu dem schwarzen Worgen und kniete vor ihm. Doch kein Wort schaffte es über seine Lippen. Keine Entschuldigung und auch kein Vorwurf. Einzig der hilflose Blick aus den roten Augen, die mehr und mehr erloschen, brannte sich in seinen Kopf ein.
„Siehst... du... ... ich.... recht...“, dann wurde es still.


Es war ein schöner warmer Frühlingsmorgen, als der weiße Worgen erwachte. Iku war ein Langschläfer geworden. Er hatte auch kein Interesse viel Kontakt mit den Nachtelfen hier zu haben. Zwar war der Worgen stets freundlich, aber viel reden tat er nie.
Sein Plan zu seinem Volk nach Darnassus zu ziehen, hatte er nun umgesetzt. Es gab nichts mehr, was ihn in Gilneas hielt. Der Verlust seines Bruders vor einem halben Jahr saß noch tief. Gerade an regnerischen Tagen schmerzte es sehr und ließen Bilder auftauchen, die er am liebsten aus seinem Gedächtnis bannen würde. Sein rechtes Auge konnte nicht mehr gerettet werden, aber durch sein ausgezeichneten Geruchssinn, war ein Auge ausreichend. Eine tiefe und lange Narbe zierten die blinde Iris und erinnerte an eine Tat, die Iku bis heute bereute.

Es war viel passiert, als er hier antraf. Das Mädchen hatte überlebt, wurde, nachdem Iku es mitgebracht hatte, weiter nach Sturmwind gebracht und lebte nun dort im Waisenhaus. Er selbst war unter die Druiden gegangen. Die Natur und Tiere verstehen war ihm wichtiger denn je geworden. Selten wurde er sogar von Fandral Hirschhaupt oder Malfurion Sturmgrimm, der Oberhaupt der Nachtelfen und Erzdruiden, trainiert. Nach dem Tod seines Bruders hatte er sein Worgenleben aufgegeben. Er wollte sich nicht mehr so sehen, deswegen sah er nun äußerlich wie ein normaler Mensch aus. Es war einzig eine Maske und sollten das Böse in ihm verschleiern. Er war braun gebrannt, hatte  schwarze Haare, die er zu Dreadlocks wachsen ließ. Eine Erinnerung an Kurok.
Nie mehr wollte er die Bestie heraus lassen. Zu groß war die Angst, dass er jemand Geliebtes verlieren würde, weil sie nicht zähmbar war. Und so blieb er in dieser schwachen humanoiden Form.

Jahre vergingen und Iku schaffte es, die Erzdruiden Prüfung abzulegen. Heute war der Tag gekommen, dass er nach Sturmwind segeln konnte, endlich auf Reise gehen würde, um mehr Wissen über die Flora und Fauna zu erhalten.
Es war eine angenehme Überfahrt und auch in der Hauptstadt wurde er herzlich empfangen. In seinen Träumen fragte er sich oft, ob es Schicksal war. Musste das alles passieren, damit er glücklich werden konnte? Malfurion hatte ihn fiel gelehrt. Vom inneren Einklang und Frieden mit sich finden.

Heute Mittag würde sich der schwarzhaarige Mensch, mit dem grünen Auge, die Gegend ansehen. Vor allem der Elwynn Wald solle schön sein, so machte sich der Druide also auf den Weg in das benachbarte Dorf Goldhain. Bis abends hatte Iku die frische Luft im Wald genossen. Auch einige Hasen und Rehe hatten sich zu ihm gesellt, während er dem Rascheln der Bäume lauschte. Mittlerweile ging schon die Sonne unter und ganz andere Klänge erfüllten den Wald. In der Taverne, ganz in der Nähe, hörte man Musik, lachen und alles deutete auf eine ausgelassene Stimmung hin. Neugierig stand Iku auf und marschierte in die Richtung, aus der die Musik drang. Er trug ein schlichtes weißes Leinenhemd, bei dem die obersten Knöpfe offen waren. Eine schwarze einfache Hose und Sandalen komplettierten sein Bild. Es waren normale Klamotten eines Menschen, wie sie auch in Sturmwind getragen wurde, eine gute Tarnung.
Dann sah er die Häuser vor sich und eigentlich wollte er stoppen und umkehren, so viele Menschen, Zwerge, Gnome und was es so gab, waren nicht seins. Wirklich unterhalten konnte er sich nur mit der Natur, aber dennoch lockte etwas den Worgen zur Taverne, zu neugierig war der Druide. Auch seine Einstellung zum Schicksal hatte sich so stark geändert, dass er seinen Beinen freien Lauf ließ. Wie durch Magie führten sie den jungen Mann mit wenigen Schritte zum Eingang des gut gefüllten Hauses. Was würde ihn bloß erwarten?


Das Kennenlernen


Schon die ganzen letzte Abende saß Iku an dem kleinen See neben der Burg Sturmwind und dachte nach. Er hatte tatsächlich jemand Interessantes in der Taverne kennengelernt. Ihr Name war Rei und sie war eine bildhübsche und vor allem große Draeneidame. Es fühlte sich komisch an, einen Kopf kleiner zu sein, aber damit musste Iku leben, wenn er das Geheimnis erst einmal wahren wollte.
Sie hatten sich gut unterhalten, nachdem Iku ihr aus einer unangenehmen Situation geholfen hatte. Es schien, als wollte sie gar nicht dort sein, deswegen hatte der Druide vorgeschlagen, an die frische Luft zu gehen.
Nun grübelte er erneut darüber, wann er seine wahre Gestalt offenbaren sollte. Sie wurden nach Val’sharah berufen, die nächste Mission erwartete ihn und sieben andere Helden. Es würde in die Schattenlande gehen, eine Welt jenseits von allem, was ihm bekannt war. Spätestens im Kampf, würde sie über seine wahre Natur herausfinden, aber so wollte er sich eben nicht offenbaren. Irgendwann musste er die Gelegenheit nutzen und sie erneut zur Seite nehmen und es ihr zeigen.

So war er am nächsten morgen sehr früh nach Dalaran gereist. Auf ein Reittier war Iku nicht angewiesen und so sprang er von Krasus Landeplatz hinab und verwandelte sich in eine riesige Eule. Fast schneeweiß und mit funkelten Federspitzen. So ließ er sich vom Wind treiben, schnurrstracks nach Val’sharah. Sein Meister Malfurion hatte oft von diesem magischen Ort erzählt, er und sein verräterischer Bruder waren dort aufgewachsen. Nun würde er endlich einige Tage dort verbringen. Ein großer Wunsch war natürlich sich die Traumlichtung einmal anzusehen. Sie soll wunderschön sein und einzig Druiden waren dort erlaubt. Langsam wurde es um Iku dunkler, die Bäume wuchsen deutlich höher und auch die Atmosphäre veränderte sich schlagartig. Es war deutlich ruhiger und alles wirkte so viel friedlicher als in Azsuna. Und so setzte die große Eule zum Sturzflug an und landete auf dem kleinen Weg zum Dorf Lorlathil, wo sich alle Champions einfinden sollten.
Natürlich war es besser, seine Verbündete zu kennen, aber Iku war kein großer Redner und schwieg lieber. Das Ganze würden auf jeden Fall interessant werden. Die zwei Nachtelfen, die er beim Treffen gesehen hatte, waren Dämonenjäger. Noch nie zuvor hatte er so welche wirklich gesehen. Der Leerenelf schien ein Mönch zu sein, wobei die Kombination bei dem Druiden für ein kurzes Schnauben sorgte. Dann war da noch ein anderer Draenei, seines Zeichens Jäger, der schon einige Blicke zu Rei geworfen hatte.
Iku gab es nicht gerne zu, aber dies passte ihm gar nicht. Natürlich hatte er keinerlei Anspruch auf die hübsche Draeneidame, aber es fuchste ihn dennoch. An sich schien der Kerl ein recht netter Geselle zu sein, aber wie es wirklich wahr, würde sich bald zeigen.
Dann hatte er noch einen Leerenelf entdeckt, schien von der Robe her ein Priester zu sein, aber sicher war sich der Worgen nicht. Und zu guter Letzt hatte er einen anderen Druiden entdeckt, Nachtelfe. Sie schien ganz anders zu sein, als er und wirkte fast schon bösartig, so finster wie sie drein geschaut hatte. Ihre Narbe lies darauf schließen, dass sie ein Opfer des Attentats auf Darnassus war. Somit verband sie beide auf jeden Fall der Zorn auf Sylvanas.

Gemächlich schritt Iku auf den Brunnen in der Mitte des Dorfes zu, er schien der Erste zu sein. Eine Nachtelfe kam aufgeregt auf ihn zu gelaufen.
„Ah! Du musst einer der Champions sein, die hier die Tage verbringen, richtig?!“, fragte sie mit einem strahlenden Lächeln und wippte mit ihren Füßen vor und zurück.
„Ja.“, kam es knapp vom Druiden und er nickte. Einige seiner Dreadlocks waren über die Schulter gefallen, was Iku direkt korrigierte. Eine seiner vielen Macken, die ihn bei dem Gedanken unbewusst seufzen ließ.
„Ooooh es tut mir leid, wenn ich dich verärgert habe! Es ist meine Art offen und für einige... aufgedreht herüberzukommen. Ich halte mich zurück! Versprochen!“
Die arme Nachtelfe war ganz durch den Wind, was der Iku gar nicht wollte, also legte er schnell seine Hand auf ihre Schulter und schüttelte mit einem leichten Lächeln den Kopf.
„Nein nein, ich habe gerade an etwas anderes gedacht, du bist an nichts schuld. Bleib bitte so wie du bist.“, und mit neuer Euphorie sprang die junge Frau hoch und lief dann los. Mit einer Hand wedelnd stand sie dann vor einem kleinen Baumhaus.
„Komm! Hier ist eins der Häuser, die ihr bewohnen könnt. Komm schon!“
Irgendwie war es ja niedlich, aber im Angesicht der Tatsache, warum sie hier waren, wurde Iku’s Stimmung direkt wieder gedämpft.
„Ich komme ab hier alleine zurecht, danke.“, mit einem kurzen Nicken trat er ins Haus, um sich sein Schlafplatz für die nächsten Nächte auszusuchen.
 
 
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