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Remember Me

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Fantasy / P16 / Het
Damon Salvatore Elena Gilbert Elijah Mikaelson Niklaus "Klaus" Mikaelson OC (Own Character) Stefan Salvatore
12.11.2021
29.12.2021
8
13.248
2
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2 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
12.11.2021 1.550
 
„Manches Gehörte oder Erlebte rückt erst Jahre später wieder in unser Bewusstsein und gibt uns einen Impuls, der unser Leben in eine andere Richtung driften lässt.“ - Tom Borg

Der Wind, der durch das Fenster meines Autos fegte, sorgte dafür, dass meine Haare mir die Sicht versperrten. Es roch genau wie damals. Eine Mischung aus Benzin- und Blumengeruch, klingt absolut absurd, aber ich mochte es. „Und da bin ich wieder“, murmelte ich vor mich hin, während ich die leergefegten Straßen durchquerte. Mystic Falls war einst mein zu Hause, ich lebte damals hier mit meinen Eltern und meinen zwei Brüdern. Es war 1864, das letzte Mal, dass ich diesen Ort besuchte. Was mich hier her bewegt hat? Nun ja, ich bin schon gut rum gekommen in den letzten 100 Jahren, in denen ich mich damit abgefunden habe, dass mein Einzig wirklich guter Freund, der gute alte Bourbon ist. Meine Blicke weiteten sich, als ich das Schild „Willkommen in Mystic Falls“ las. „Oh Mutter, ich hoffe dein Geist verschont mich“, in einer kleinen Nebenstraße angekommen, stieg ich aus meinem Auto aus und sah mich um. Nichts sah mehr so aus, wie es einmal war. Gar nicht mal schlecht, um ehrlich zu sein, hat es mich hier damals gelangweilt. Ich zuckte entzückt mit den Schultern und wendete mich meinem Gepäck zu, welches ich in meinem Hotel Zimmer verstaute. „Miss Salvatore, wir haben für Sie die Beste Suite der Stadt reserviert. Sie werden entzückt sein.“, die leider viel zu freundliche Rezeptzionistin begleitete mich hoch in die Suite, um mir etwas über diese kleine geheimnisvolle Stadt zu berichten. „Miss, ich bin nicht das erste Mal hier. Vielen Dank für Ihre Mühe. Die Suite entspricht ganz meinen Vorstellungen, ich melde mich bei Ihnen, wenn ich etwas Wünsche“, ich knallte ihr die Tür vor der Nase zu. War ich zu frech? Ich konnte dieses nette Getue einfach nicht ab, nur weil ich vielleicht ein paar Scheine mehr zur Verfügung habe, als andere. Nun ja, die Suite ist nahezu perfekt. Die Einrichtung ist sehr edel, erinnerte mich ein wenig an die damaligen Zeiten. Ich musste schmunzeln. Erschöpft von dem heutigen Tag schmiss ich mich grinsend auf das Bett. Mein Handy vibrierte. „Toni, keine Angst. Meine High Heils leben noch, ich bin noch nicht in Mitleid versunken und gegessen habe ich auch keinen. Mir geht es also gut.“, grinsend nahm ich das Telefonat an. „Das mit dem Essen soll ich dir wirklich glauben? Muss ich mich sicher keine Sorgen machen?“, wir mussten beide lachen. Toni, eigentlich Antonia, ist meine längste Freundin. „Es kotzt mich jetzt schon an hier zu sein. Wieso wollte ich nochmal herkommen?“, meine Beine bewegten sich Richtung Fenster, an das ich mich anlehnte. „Ich kenne hier nicht mal jemanden. Momentmal, wo bist du überhaupt?“, fragte ich entsetzt. Sie hätte mich doch begleiten können? „Süße, ich bin nicht ohne Grund damals aus Mystic Falls geflohen. Wüsste nicht, was ich da soll. Ich verstehe ja nicht mal, weshalb du dort bist. Verstehe mich nicht falsch, aber ich muss auflegen, vielleicht komme ich dich ja besuchen. Wer weiß, wer weiß“, mit diesem Satz beendete sie das Gespräch. Antonia und ich kannten uns schon seit unserer Geburt. Wir waren immer beste Freundinnen, sogar unsere Eltern waren sehr eng miteinander verbunden. So nannten wir es jeden Falls damals. Wahrscheinlich ist sie die einzige Person, die die nette Seite an mir kennenlernen durfte. Ich musste von meinen eigenen Gedanken anfangen zu lachen, echt traurig. Um mir meinen Tag zu versüssen, entschloss ich mir eine Bar zu suchen, in der ich mir einen Bourbon besorgen konnte. „Du siehst gut aus, wie immer“, zwinkerte ich mir selbst in meinem Spiegel zu. Ja, manchmal kann ich ein wenig selbstverliebt sein, aber ich bin nur ehrlich. Ich finde, dass ich eine sehr attraktive Frau bin. Kein Wunder, meine Mutter war eine bildschöne Frau. Ich kniff meine Augenbrauen zusammen und blickte auf den Namen dieser Bar, „Mystic Grill. Oh Gott, ein schlimmerer Name hätte denen echt nicht einfallen können.“ Wie dem auch sei, ich betrat die Bar und begab mich zur Bar hin. „Ein Bourbon bitte, den besten den ihr habt.“, bat ich den Kellner hinter der Theke. „Zuerst hätte ich gerne einmal deinen Ausweis, Kleine“, konterte er. Ich saß auf einem der Barhocker, ein Bein überschlug das Andere. Ich drehte mich grinsend zu ihm, „Hast du mich gerade „Kleine“ genannt? Hör mal zu, Kleiner, ich bin mit einer Wahrscheinlichkeit von 100% älter als du jemals sein wirst.“, ich zog den Kellner an seinen Kragen zu mir und sah ihn tief in seine Augen, „Du wirst mir jetzt die besten Flasche Bourbon geben, die ihr habt. Und weil ich so eine attraktive Frau bin, schenkst du mir die.“ Schneller als gedacht, bekam ich die beste Flasche, die er wohl hatte. „Hier Miss, die geht aufs Haus!“, grinste er völlig unwissend. Ich nickte ihm einfach nur zu.

// Enzos Sicht //

Damon bestellte mich in den Grill. Er uns seine Machtspiele, wenn es darum geht, das Herz seiner Liebsten zu gewinnen. „Einen doppelten Whiskey bitte, ohne Eis.“, ich setzte mich auf den leerstehenden Hocker vor mir. „Wirklich? Ohne Eis?“, fragte Matt, oder wie ich ihn nenne Hilfskellner, genervt. „Wenn du nicht mein Drink werden willst, würde ich vorsichtig sein. Kein guter Tag heute.“, mein Blick wandte sich von dem Hilfskellner ab. „Wen haben wir denn da?“, murmelte ich grinsend vor mich hin, während ich einen Schluck von diesem köstlichen Whiskey probierte. „Lange bräunlich gelockte Haare, bläuliche Augen und eine wirklich sehr schöne Haut“, grinsend machte ich mich auf den Weg zu dieser Schönheit. „Kann ich dir irgendwie helfen, du wirkst so, wie soll ich es ausdrücken, verloren?“, ich gewährte mir einen erneuten Schluck. Ihr Gesicht drehte sich zu mir. Eine wahnsinnige Ausstrahlung hat diese unbekannte Schönheit. „Ernsthaft? Ich wirke verloren? Was besseres hättest du dir nicht ausdenken können?“, konterte sie aggressiv zurück. „Temperament hast du jeden Falls. Und Geschmack anscheinend auch“, ich zeigte auf die halbleere Falsche Bourbon. „Hör zu, ich bin nicht hier, um mich mit Männern wie dir rumzuschlagen. Also vergiss es und such die eine Frau mit der du deine Spiele spielen kannst.“, sie zog ihre Augenbrauen hoch und wendete sich von mir ab. „Männer wie ich stehen auf so freche ungezogene Dinger wie dich, Kleines“, mein leichtes Grinsen blieb bestehen. Ich konnte es nicht löse, es war zu amüsant. „Kleines? Sag mal, sehe ich irgendwie aus als müsste man mich so nennen?“ Sie kam mir gefährlich nah. „Ich sag dir mal was, Kleiner. Zieh Leine und geh mir verdammt nochmal nicht auf meine Nerven. Das könnte unschön für dich enden, also verpiss dich“, ihre Augen funkelten vor Zorn. Ich konnte mir mein Lachen nicht verkneifen, als sie einen äußerst dramatischen Abgang vorführte. „Wir haben ein Problem, Enzo. Und wenn ich Problem meine, meine ich eine globale Krise.“, Damon setzte sich neben mich und bestellte einen doppelten Whiskey. „Ich bin ganz Ohr, Damon.“ Seine Augen schlossen sich als er von seinem Glas probierte. „Sheriff Forbes kam auf mich zu und .. Nun ja, jemand hatte Hunger. Nur diesmal war nicht ich es. Das bedeutet“ Ich unterbrach Damon mit seinem letzten Gedanken. „Das bedeutet, wir sind nicht alleine. Stefan?“, Damon lachte abwertend. „Stefan? Mein Bruder lässt Leichen nicht einfach liegen. Er zerfetzt sie bis sein schlechtes Gewissen „Hallo“ ruft. Auf keinen Fall. Warum guckst du so als hätte man einen Bär vor dir abgeknallt?“, ich musste an die Lady vorhin denken. Ein kleines schmunzeln machte sich bemerkbar. „Ich hatte vorhin eine durchaus nette Unterhaltung mit einer sehr reizvollen Dame. Sie scheint neu hier zu sein und“ Damon unterbrach mich entsetzt. „Sie ist neu hier und darauf kommst du erst jetzt? Hallo? Eins und Eins ergibt zwei. Wir haben neue Gesellschaft, Enzo.“, Damon exte das Glas leer und verschwand. „Ist heute Tag der dramatischen Abgänge? Habe ich irgendwas verpasst?“, kopfschüttelnd wendete ich mich meiner Vorliebe für diesen Whiskey an.

// Leonores Sicht //

Dieser Kotzbrocken von Mann hat mir jetzt noch gefehlt. Wutentbrannt ging ich über den Parkplatz auf den Hinterhof des Grills. „Wenigstens bist du mir treu geblieben“, der gute alte Bourbon. Ich saß mich auf die Kante des Bürgersteigs und genoss die Ruhe. Auch, wenn es nur von kurzer Dauer war. „Hey, kann ich dir irgendwie helfen?“, eine männliche Stimme kam näher auf mich zu. Genervt durchfuhr ich meine Haare und stand lachend auf. „Weißt du, du bist glaube ich der dritte Mann, der mich heute echt nervt. Und weißt du, was ich mit nervenden Männern wie dir mache?“ Gesicht an Gesicht, so nah standen wir uns. Mein Finger strich an seinem Gesicht entlang. „Zu Schade um dieses hübsche Gesicht, aber ich habe heute noch nichts gegessen und ich bin sehr, wirklich sehr hungrig.“, ich drückte ihn in die hinterste Ecke an eine Wand und sah ihm Tief in seine blauen Augen. „Du schreist nicht und bleibst ganz locker. Ich will nur ein wenig mit dir spielen.“, meine Lippen berührten seinen Hals, den ich vorerst sanft küsste. Seine Pulsader pochte, es war wie Musik in meinen Ohren. Ich schloß meine Augen und wollte ihn gerade beißen, als eine unbekannte Macht mich von ihm wegstoßet. „Motus!“, hörte ich eine Stimme sagen. Ich schrie auf, die Schmerzen fühlte ich schon lange nicht mehr. „Tera Mora Fantas, quo incantis!“, das waren die letzten Worte, die ich hören konnte. Danach war alles Schwarz.
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