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Absolution

von Kisune
GeschichteFamilie, Freundschaft / P12 / Mix
Hunter B-15 Kid Loki Loki Mobius M. Mobius OC (Own Character)
11.11.2021
02.12.2021
4
13.479
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25.11.2021 3.557
 
„Loki… ich bekomme keine Luft…“, gedämpft hört Loki Mobius. „Was zum… entschuldige!“ Erschrocken springt Loki förmlich vom Bett auf, wodurch er mehr oder weniger aus diesem fällt. Er ist völlig verfangen in seiner Bettdecke. In der Nacht muss Loki sich so gewälzt haben, sodass er regelrecht über Mobius gekrabbelt ist. Bis eben lag er mit seinem Oberkörper auf diesem, nur Mobius hat auf dem Bauch geschlafen und durch Loki wurde  sein Gesicht in das Kopfkissen gedrückt. „Bitte verzeih, Mobius. Ich weiß nicht was in mich gefahren ist… ich… es tut mir leid“, stottert Loki. Sein Gesicht ist ganz rot und er kann Mobius nicht ansehen.
„Schon gut, Loki. Ich glaub… wir brauchten alle einfach nur eine Menge Schlaf… und nach dem was wir erlebt haben, ist es kein Wunder, dass du unruhig geschlafen hast. Wenigstens hast du überhaupt geschlafen. Und es freut mich, dass du mir so sehr vertraust, dass du deinen Schutz fallen lässt“, Mobius lächelt auf Loki hinab.
„Danke…“, murmelt Loki nur und weicht seinem Blick weiter aus. Es ist ihm einfach zu peinlich. „Wie spät ist es überhaupt?“ Versucht Loki das Thema zu wechseln. Mobius setzt sich vollends auf und blickt auf seine Armbanduhr. „Mein Gott, wir haben schon 12 Uhr!“ Wie auf Kommando knurrt Mobius Magen. „Lass uns nach unten gehen und etwas essen. Ich bin gespannt, was dieser Tag bringt.“ Gut gelaunt schwingt Mobius sich aus dem Bett. Loki sitzt noch immer auf dem Boden. Mobius steht vor ihm und reicht ihm eine Hand, die Loki nach kurzem Zögern annimmt. „Lass uns uns waschen und den Tag angehen!“ Der ehemalige TVA Agent ist voller Tatendrang.

Nach dem beide Männer im Bad waren und nun frische Kleidung tragen, gehen sie gemeinsam nach unten. Dort, an einem Küchentisch, sitzen schon alle anderen. Hunter unterhält sich angeregt mit Walküre, während Fandral und KidLoki Brötchen essen und schweigen. Croki sitzt neben dem Tisch, vor ihm mehrere Fische auf einem Teller für ihn.
„Guten Morgen, ihr beide. Freut mich das ihr auch mal aufsteht.“ Begrüßt Hunter sie und Walküre lacht. „Guten Morgen. Tja, was soll ich sagen, wir benötigten beide wohl eine Menge Schlaf.“ Mobius setzt sich neben Hunter und Loki an das Kopfende gegenüber Walküre.
„Jetzt wo alle da sind, kann ich euch allen die neuesten Nachrichten überbringen. Ich hatte Hunter gerade von SHIELD erzählt, beziehungsweise, nun SWORD, auch wenn SHIELD noch immer innerhalb existiert. Ich glaube zumindest, dass es so ist. Ich verstehe deren ganzen Änderungen nicht gänzlich. Naja egal. Auf jeden Fall habe ich mit Nick Fury telefoniert. Er will euch alle nach New York bringen und dort… mit euch sprechen“, sie verzieht etwas das Gesicht.
Loki springt von seinem Sitz auf. „Das geht nicht!“ Er ist außer sich. Mobius merkt sogar, dass Loki minimal am Zittern ist. Seine Hände verraten ihn, da seine zu Fäusten geballten Hände leicht zittern. „Loki, beruhig dich. Ich habe ihm die Situation erklärt. Also, dass ihr nicht aus dieser Zeit seid und so. Er will wissen, was die TVA ist, warum sie tat, was sie tat und was es sich mit dem Hintermann auf sich hat. Ihr sollt ihm erklären, was es nun für diesen Zeitstrahl bedeutet, dass nun die Zeitstrahlen getrennt wurden. Er will eure Geschichte hören.“ Walküre ist ganz ruhig und blickt Loki schon fast gelangweilt an.
„Du sagtest, wir seien hier in Sicherheit…“ KidLoki schaut sie vorwurfsvoll an. „Das seid ihr auch. Ich… ich lasse nicht zu, dass Nick euch einfach hinter Gitter wirft. Ihr drei, oder“ Sie blickt Croki an „Ihr vier, seid Asen. Mein Volk. Und das beschütze ich. Aber ich muss an ganz New Asgard denken. Und deshalb muss ich mit Nick kooperieren. Er will wissen, was nun eventuell auf uns zu kommt. Ich bitte euch. Kooperiert mit ihm. Und wenn das alles vorbei ist, könnt ihr hier leben, wenn ihr wollt. Auch ihr beiden. Ihr gehört alle zusammen.“ Sie blickt Hunter und Mobius an.
„Eure Heimat wurde euch genommen, sowie uns. Wir müssen einander helfen. Aber wenn es stimmt, was ihr erzählt habt und dieser… Eroberer wirklich kommt, müssen wir alles wissen. Wir werden die Avengers erneut brauchen.“
Loki schluckt. Er weiß, was dies bedeutet. Thor wird benötigt. „Hast du Thor schon erreicht? Du wolltest ihm doch von mir, oder besser uns, erzählen“, fragt Loki geschlagen und setzt sich wieder hin. „Ich habe ihm erzählt das etwas passiert ist, und er sobald es möglich ist, zur Erde kommen soll. Aber ich sagte ihm nicht, das gleich drei Lokis auf ihn warten.“ Walküre schiebt ihm den Korb mit den Brötchen zu. „Jetzt esst erst einmal. Danach könnt ihr euch New Asgard ansehen. Nur bitte. Loki und… Loki. Es wäre nett, wenn ihr euer Aussehen ändern könntet. Der Loki unserer Zeit ist tot und ich will den Bewohnern es schonend beibringen, das zwei nun hier rumlaufen. Viele haben ihre Liebsten verloren, als auch Loki starb. Ich will keine Unruhen.“ Sie blickt traurig aus dem Fenster.
„Das verstehe ich. Ich denke dran, falls ich rausgehen sollte.“ Loki blickt zu KidLoki. Das Kind sah ihm sehr ähnlich wie er eben als Teenager aussah. Falls noch einige ältere Asen da sein sollten, könnten sie sich an ihn erinnern. „Gut, ich denke auch dran“, nickt der jüngere Loki.

Nach dem Frühstück gehen Fandral, Croki und KidLoki etwas durch das Dorf spazieren, genauso wie Loki und Mobius. Hunter bleibt bei Walküre. Sie wollte mehr über SHIELD und generell diese Welt wissen.
„Ich mag starke Frauen. Ich habe das Gefühl, dass du diese Truppe noch das ein oder andere Mal retten wirst. Mobius ist… so nett?“ Fragt Walküre mehr als eine Feststellung, als sie sich gemeinsam auf die Terrasse setzten. Hunter lacht.
„Ja, er hat ein weiches Herz. Sonst wäre Loki jetzt wohl nicht mehr am Leben. Aber er ist auch stark und verdammt schlau. Er war einer der Besten bei der TVA. Nur ist er auch ein Regelbrecher. Eine wahre Nervensäge“, lacht Hunter und öffnet eine Cola Dose. Sie sitzen jeder in einem Schaukelstuhl. Als Walküre ihr Haus mit den Stühlen das erste Mal sah, dachte sie, sie würde dort niemals wie eine alte Dame sitzen. Aber eigentlich war es sehr entspannend und sie hatte eine wunderbare Aussicht auf das Dorf. Oft kamen Bewohner zu ihr, wenn sie dasaß und redeten mit ihr. Es war wirklich schön, wenn sie so darüber nachdenkt.
„Hmm… Er würde einen guten Agenten machen bei SHIELD. Regelbrecher und mutig. Sehr passend. Aber sag mir, was kannst du mir über die Kinder erzählen? Muss schrecklich gewesen sein in der Leere, von dem was ihr erzählt habt.“ Walküre öffnet ebenfalls ihre Dose. Gerne hätte sie einen Drink, aber sie hält ihren Alkoholkonsum so niedrig wie nur möglich. Hin und wieder, so wie gestern Abend erlaubt sie sich etwas, aber eine ihrer aufgestellten Regeln beinhalten, dass sie nicht vor 19 Uhr trinkt.
„Ja, ich war nur kurz dort, als wir geflohen sind. Diese Kinder müssen einiges erlebt und gesehen habe, wenn sie so lange überlebt haben. Der kleine Loki, er war tatsächlich eine Art Anführer für eine kleine Gruppe von Lokis. Er hat als einziger Thor getötet und war angelblich als erster Loki dort.“ Hunter blickt in die Ferne.
„Ja, das hatte er mir gestern Abend noch erzählt. Er war kurz raus gegangen. War wohl alles etwas viel für ihn. Weißt du, wie er es geschafft hat? Also das er Thor… getötet hat? Er meinte zu mir, dass es ein Unfall war.“ Walküre blickt sie fragend an. „Nein, ich habe seine Akte nicht gelesen. Mobius könnte es wissen, er ist ein Experte für Lokis. Hat die meisten Fälle bearbeitet. Und Fandral… Wir haben sie erst spät aufgegabelt. Ich hatte noch nicht die Gelegenheit mit ihr richtig zu reden. Sie hängt sehr an dem Kleinen. Aber ist das nicht verständlich? Sie haben nur einander noch. Aber…“ beginnt Hunter.
„Aber sie muss lernen nicht ihr leben, um ihn aufzubauen. Sie muss ihn nicht mehr beschützen. An seiner Seite kämpfen, okay, aber nicht nur für sein Leben allein“, beendet Walküre Hunters Satz. Hunter nickt.
Von weitem sehen sie die beiden Kinder und das Krokodil. Einige andere Kinder haben sich um die drei versammelt und betrachten den tierischen Loki interessiert.
KidLoki hat sein Aussehen nur wenig verändert. Er hat nun blondes Haar, braune Augen und Sommersprossen. Zusammen mit dem blauen Sweat Pulli und einer blauen Jeans, reicht es, um nicht direkt als ein junger Loki erkannt zu werden. „Vielleicht können die beiden hier nun wie normale Teenager aufwachsen…“, überlegt Hunter. „Tz, das glaub ich nicht. Sie sind Aliens auf der Erde und im Visier von SHIELD. Normal gibt es nicht mehr.“ Wortlos stoßen die beiden Frauen ihre Dosen aneinander.

„Loki, sprich mit mir. Ich sehe doch, dass es dir nicht gut geht.“ Mobius legt ihm eine Hand auf die Schulter. Es war seltsam für Mobius, Loki verändert zu sehen. Er hatte blondes Haar, braune Augen und eine gebräunte Haut. Dazu war er nun kleiner als Mobius. Seine Nase etwas krumm und viel breiter… Nein, Mobius freute sich schon regelrecht darauf, wenn Loki wieder er selbst war.
Gemeinsam haben sie das Auto in das Dorf geschoben und Benzin besorgt. Anschließend haben sie begonnen, das Auto zu putzen. Loki versteht nicht warum, aber Mobius scheint das Fahrzeug ans Herz gewachsen zu sein. Loki lässt seinen Lappen sinken und blickt langsam zu Mobius.
„Ich… ich… ach…“, er wendet sich ab und geht ein paar Schritte hin und her. Mobius drängt ihn nicht, blickt ihn nur abwartend an. Dann bleibt Loki stehen und wendet sich wieder Mobius zu. „Ich mache mir Sorgen. Nick Fury… SHIELD allgemein. Wir waren nicht gerade Freunde. Das letzte Mal als ich sie gesehen habe, habe ich versucht diesen Planeten einzunehmen. Und… Walküre hat Thor gerufen. Ich bin nicht bereit… ich… ich kann nicht, Mobius.“
Loki setzt sich an das Auto gelehnt auf den Boden. Das sein Shirt nun feucht wird, stört ihn nicht. Mobius blickt ihn erst etwas unschlüssig an, setzt sich dann aber leicht ächzend neben ihn. „Loki… für die hier ist eine Menge Zeit vergangen. Denk an, das was Walküre gesagt hat. Für die meisten hier ist Loki ein Held. Als es darauf ankam, kämpfte und starb er für dieses Volk. Für sein Volk. SHIELD kann dich nicht für etwas bestrafen, das du hier nicht begangen hast. Deren Loki ist tot. Du bist ein anderer. Natürlich… du hast auch New York angegriffen, aber dafür wurdest du schon bestraft.“ Mobius legt Loki seine Hand aufs Knie.
„Und das mit Thor… ich bin bei dir. Du musst ihn nicht treffen, wenn du es wirklich nicht willst. Aber wenn du ihn triffst, bin ich bei dir. Aber… ich finde, du solltest ihn treffen. Für dein Seelenheil ist es wichtig. Glaub mir. Nutz die Chance, alles wieder gut zu machen. Und denk dran: Ich bin an deiner Seite, wenn du mich brauchst.“ Er streicht Loki über das Knie und steht dann erneut ächzend auf.
„Und jetzt hilf diesem alten Mann dabei, sein Auto wieder zum Laufen zu bringen.“ Er hält Loki seine Hand hin, die Loki diesmal sofort annimmt. Mit einer geschmeidigen Bewegung steht Loki auf und auf einmal sind sie sich sehr nah. Loki sieht in Mobius blauen Augen und kurzzeitig ist es, als würden alle Sorgen von ihm abfallen und nur sie beiden wären wichtig. Kurz blickt Loki auf Mobius Lippen. Loki müsste sich nur etwas vorbeugen… es wäre so einfach diese kurze Distanz zu überwinden…
Doch so schnell wie der Moment kommt, geht er wieder. Mobius tritt mehrere Schritte zurück und streicht sich über den Nacken. Loki meint, einen leichten Rot-Schimmer auf seinen Wangen zu sehen. Nervös hüstelt Mobius und umrundet das Auto. Loki schüttelt einmal leicht den Kopf, um wieder  klar zu werden.
„Warum willst du das Auto überhaupt reparieren?“ Versucht Loki wieder zu einem normalen Thema zu kommen. Er muss dringend die Gedanken an Mobius Lippen loswerden. Er wendet sich Mobius zu, der gerade versucht, die Pizza vom Dach des Autos zu bekommen. „Ich weiß nicht. Irgendwie… mag ich es. Es hat mich zu dir gebracht, oder nicht? Ich habe… besondere Erinnerungen mit diesem Auto…“ Loki ist sich nicht sicher, aber er glaubt erneut einen leichten Rot-Schimmer auf Mobius Wangen zu sehen. Loki lächelt in sich hinein. Mobius so zu sehen und zu hören, weshalb ihm das Auto so wichtig ist… es macht ihn unbeschreiblich glücklich. Und ja, er kann Mobius verstehen. Irgendwie war das Auto besonders. Es hatte sie wieder zueinander geführt.

Am Abend, alle sind wieder im Haus, erzählt Mobius voller Stolz, dass das Auto, soweit wieder einsatzbereit ist. „Was, um Himmelswillen, ist so besonders an diesem Auto? Es ist alt und rostig!“ Hunter zeigt mit ihrer Gabel auf Mobius. Walküre hat extra für die Gruppe etwas Besonderes kochen lassen, eine Vorsuppe und ein halbes gebratenes Schwein. Sie wollte mal, wie es Loki nannte, „Asgardische Gastfreundschaft“, demonstrieren.
„Wie soll ich sagen… es ist halt besonders. Es hat uns in der Leere den Hintern gerettet.“ Mobius zuckt mit den Schultern. „Hmpf. Wenn du meinst.“ Hunter lässt lieber das Thema fallen. Sie wusste das Mobius gerne mal an Sachen hängt, das sah man immer, wenn er heimlich etwas aus einem Zeitstrahl mitnahm.
„Was habt ihr beide heute eigentlich den ganzen Tag gemacht?“ Wechselt Mobius das Thema und wendet sich an die Teenager. „Wir waren unten am Meer. Es war wirklich schön. Und ich glaub Croki gefiel es auch.“ Fandral zeigt auf das Krokodil, das friedlich am Feuer im Kamin lag und schlief. „Ich hoffe wirklich, dass es okay für euch beide war, dass ihr eure Gestalt etwas geändert habt?“ Walküre blickt die beiden menschlichen Lokis an. Beide zucken nur mit den Schultern, was die anderen zum Schmunzeln bringt. Sie waren nun mal beide Lokis.
Plötzlich klopft es an der Tür. Alle halten in ihren Bewegungen inne, bis Walküre aufsteht und zur Tür geht, um diese zu öffnen. „Oh, ihr Leute lasst auch nichts anbrennen.“ Hören die anderen Walküre den Unbekannten grüßen. Wenig später sehen sie wer es ist. Ein dunkelhäutiger Mann mit Augenklappe betritt das Esszimmer. „Nick Fury. Ihr seid echt verdammt schnell, hätte ich nicht für Midgardier erwartet.“ Begrüßt Loki ihn. „Und ich dachte dich sehe ich nie wieder. Da haben wir uns wohl beide geirrt.“ Loki und er starren sich ohne eine Bewegung an.
„Jungs, bitte…“, Walküre setzt sich wieder. „Nick, das sind Hunter, Mobius, Fandral, Loki und Croki. Loki kennst du ja schon.“ Vage zeigt sie auf alle einmal bei der Vorstellung. „Ich hab ja schon einiges erlebt und gesehen, aber zwei Lokis…“, Croki, der durch das Klingeln wach geworden ist, knurrt einmal von seinem Platz aus. „Drei Lokis… das ist einfach gruselig. Ihr kommt alle mit nach New York. Ich will das ihr mir alles erzählt. Jedes Detail will ich wissen. Dann wird entschieden, wie es mit euch weiter geht. Immerhin ist einer von euch ein verurteilter Terrorist“, sein Auge ruht auf Loki, der angespannt sitzt.
„Bei allem Respekt, hier ist Loki kein verurteilter Verbrecher.“ Mobius steht auf tritt vor Fury und verschränkt seine Arme vor der Brust. Herausfordernd blickt er ihn an. „Der Loki dieses Zeitstrahls ist tot. Zuvor wurde er bestraft und sogar rehabilitiert. Zumindest für die Asen. Für euch war er vom Tisch. Der Zeitstrahl dieses Lokis existiert nicht mehr, De facto seine Taten somit auch nicht mehr. Somit ist er ein freier Mann. Man kann ihn nicht für die Taten eines anderen belangen. Wobei dieser andere sogar seine Strafe erhalten hatte.“ Mobius dreht sich zu den anderen, wobei er die Arme so ausbreitet, wie es Loki oft macht. Alle am Tisch müssen schmunzeln.
„Irre ich mich, oder, habe ich recht, eure Majestät?“ Wendet Mobius sich an Walküre. „Nein, du hast recht. Loki wurde in Asgard bestraft und rehabilitiert. Er opferte sich für sein Volk. Sein Name steht mit den anderen auf einem Gedenkstein, bei den gefallenen Helden. Dem zufolge…“, Walküre zuckt mit ihren Schultern.
Fury seufzt laut, wobei Loki schwören könnte, dass Fury dabei „Noch so einer.“ murmelt. „Ich habe nicht vor irgendwen in ein Gefängnis zu werfen. Ihr werdet verhört. Ich will alles über die neueste Bedrohung hören. Ihr seid die Experten. Ich benötige eure Informationen und eurer Fachwissen. Außerdem seid ihr… multiuniversale Flüchtlinge. Ihr müsst registriert werden. Alles benötigt seine Ordnung. Ich erwarte euch  morgen bereit zum Abflug um 16 Uhr.“ Damit verlässt er das Haus. „Götter… ich hasse ihn…“, murmelt Loki im selben Moment als Hunter „Ein wahrer Sonnenschein.“ murmelt.

Am nächsten Tag sind die TVA Flüchtlinge noch immer in New Asgard. Eigentlich sind alle bereit abzufliegen, wäre da nicht die Diskussion zwischen Mobius und Fury darüber, ob Mobius sein Auto mitnehmen darf oder nicht. „Hören Sie, das Auto wird nicht mitgenommen!“ Knurrt Fury. „Und Sie hören mir zu. Sie werden einen Weg finden es nach New York zu bringen. Sonst bleiben wir hier!“ Wieder führen die beiden ein Starrwettbewerb. „Bei den Göttern… wir kommen hier nie weg“, murmelt Fandral. „In der Leere wäre ich jetzt echt lieber als mit den beiden…“, murmelt KidLoki. Die Kinder sitzen auf der Wiese vor dem Flugzeug. Croki sitzt zwischen ihnen und wird von Fandral am Kopf gestreichelt.
Hunter platzt nun der Kragen. Sie stapft zu den beiden. „Hört mir jetzt zu, ihr Beiden. Mobius, dein Auto können wir vielleicht jetzt nicht mitnehmen, aber Walküre kann darauf aufpassen, bis Mr. Fury etwas organisiert hat, um es zu uns zu bringen. Mr. Fury, Sie machen dies möglich, dieses Auto ist so das was für uns einem Zuhause am nächsten kommt! Wir haben buchstäblich alles verloren: unsere Habseligkeiten, unser Zuhause und selbst unsere Freunde und Familien! Also geben Sie ihm sein verdammtes Auto!“ Hunter blickt ihn herausfordernd an. „Na gut. Wir lassen es nachliefern. Einverstanden?“ Mobius wechselt einen Blick mit Hunter. „Einverstanden.“ „Endlich!“ Kommt es von den beiden Lokis und Fandral. Croki knurrt zustimmend.
Walküre, die bis eben neben Loki stand, wendet sich einmal an alle. „Dann fliegt ihr jetzt? Ich passe gut auf das Auto auf. Keine Sorge. Dem passiert nichts. Macht es gut. Und vergesst nicht: Ihr seid Asen. Hier wird immer ein Platz für euch sein. Passt auf euch auf.“ Die Kleine Gruppe nickt und steigt in das Flugzeug. Alle steigen in das Flugzeug, aber Loki kann noch sehen wie Mobius am Auto stehen bleibt und einmal wehmütig über die Motorhaube streicht. Loki lächelt. Das Auto ist tatsächlich irgendwie wie ihr Zuhause. Hoffentlich bekommt Mobius es schnell zurück.


Der Flug mit dem speziellen SCHILD-Flugzeugen dauert zwar, aber nicht so lang, wie wenn sie ein normales Flugzeug genommen hätten. Trotzdem ist die Anspannung förmlich greifbar. Niemand weiß, was auf sie zu kommt. Leise unterhalten sich Hunter und Mobius, während KidLoki und Fandral eingeschlafen sind. Sie sind ausgestreckt jeweils in einer Sitzreihe, leichte Decken sind über ihnen ausgebreitet. Croki ist unter KidLokis Sitzen eingerollt, beobachtet aber seine Umgebung wachsam.
„Hat Thor Sie kontaktiert?“ Fragt Loki leise Fury. Dieser schweigt kurz, dann schüttelt er den Kopf. „Ich habe schon eine Weile nichts von ihm gehört. Nach Thanos ist er zusammen mit den Guardians of the Galaxy gegangen. Er braucht wohl Abstand von der Erde. Hat zu viel hier verloren.“ Gedankenverloren nickt Loki.
„Was haben Sie mit uns vor?“ Wendet nun Mobius ein. Loki, Hunter und Mobius blicken ihn erwartend an. „Ich weiß es noch nicht genau. Irgendwas habt ihr losgetreten. Die Welt, ist mal wieder in Gefahr und wir müssen verstehen, was da auf uns zu kommt.“ „Genau genommen war es Sylvie…“, murmelt Hunter, was ihr einen bösen Blick von Mobius beschert, der dann mitleidig Loki anblickt.
„Wie dem auch sei. Wenn ihr alles wisst, was geschieht dann mit uns?“ Fragt Mobius. Fury breitet die Arme aus. „Ich weiß es noch nicht. Aber… ich kann mir vorstellen, dass wir eine Abteilung bezüglich dieser… Zeitstrahlen benötigen. Ihr drei würdet gut da reinpassen, da ihr Wissen aus erster Hand habt.“ Fury zieht eine Augenbraue hoch und ein Anflug eines Grinsens ist zu sehen. „Ist das gerade ein Jobangebot?“ Fragt Mobius belustigt. „Nenn es wie du willst. Fakt ist, wir benötigen euer Wissen und müssen uns für den bevorstehenden Kampf bereit machen. Warum nicht die Ressourcen nutzen, die wir haben?“ Mobius nickt langsam.
„Was wird aus den beiden? Die haben genug erlebt für zwei oder drei Leben“, Loki zeigt auf die beiden schlafenden Teenager. „Hmm… sie sollten vielleicht in die Schule. Das Leben hier kennenlernen.“ Fury kratzt sich am Kopf. „Ich bin nicht gut mit Kindern… Aber ich kenne einen anderen Teenager Helden, der auch noch zur Schule geht,“ „Sie wollen einen Prinzen in eine Schule für Sterbliche schicken?“ Loki muss lachen. „Loki… er hat recht. Wir sind nun hier. Die beiden haben eine annähernd normale Kindheit verdient. Dazu gehört es, in die Schule zu gehen“, wendet Mobius ein.
„Pff… ich wurde auch zuhause unterrichtet, warum geht das mit denen nicht?“ Hunter schnaubt. „Weil dein Heimunterricht dich ja zu so einer charmanten Person gemacht hat…“ Fury seufzt. „Wir diskutieren das wann anders aus. Aber ich bleibe dabei: die beiden sollten eine Schule besuchen und dort lernen unter Menschen zu sein. Und vielleicht verhindert dies, dass er so wird wie du.“ Damit zeigt er auf Loki. Loki und Mobius blicken ihn beide bitter an, während Hunter mit den Augen rollt. „Wir werden erst einmal sehen die Verhöre abwarten. Dann entscheiden wir, wie es mit euch allen weiter geht. Vielleicht muss ich euch ja doch alle in ein Gefängnis stecken.“ Damit steht Fury auf und geht ins Cockpit.
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