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Regenbogenmontage

SammlungFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / Het
Chifuyu Matsuno OC (Own Character)
08.11.2021
06.12.2021
17
7.090
7
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Dieses Kapitel
3 Reviews
 
25.11.2021 504
 
Hello – ein kleiner, feiner Oneshot für zwischendurch. Have fun!





~ Montag, 25.01.2010 ~



Der Friedhof heute Nachmittag war ganz vom Schnee bedeckt. Der Winter hat die ganze Stadt fest im Griff. Deshalb haben sie sich entschieden, auf dem Heimweg ein paar Nudeln zum Mitnehmen zu kaufen und die in Kozumes Studentenbude zu futtern.

Das kleine Wohnheimzimmer ist sehr gemütlich. Sie wohnt inzwischen vier Monate hier, seit sie ihr Lehramtsstudium begonnen hat. Eigentlich hätte sie auch noch zu Hause wohnen bleiben können, aber sie hatte das Gefühl, dass es Zeit für einen Tapetenwechsel wäre.

Sie hat noch nicht oft Besuch hier gehabt, ihre ehemaligen Klassenkameraden und Freundinnen sind nun alle selbst mit ihrem Studium beschäftigt. Es ist schön, heute Abend Gesellschaft zu haben.

Selbst, wenn diese Gesellschaft leise vor sich hin schnarcht.

Kozume seufzt und schmunzelt, während die Credits über den Bildschirm ihres Laptops laufen. Er hat den Film ausgesucht, er wollte ihn unbedingt sehen. Avatar – Aufbruch nach Pandora. Dann ist er nach knapp der Hälfte eingepennt.

Was soll sie jetzt machen? Sie kann nicht einmal den Laptop ausschalten. Sie kann sich nicht bewegen, ohne ihn aufzuwecken. Weil sein Kopf schwer auf ihrer Schulter liegt. Ein paar blonde Strähnen kitzeln ihre Wange. Er schnarcht, ruhig und regelmäßig.

„Chi-chan“, flüstert sie vorsichtig in die Stille – es hilft nichts, sie muss ihn wohl oder übel aufwecken. „Chi-chan?“

„Hm?“, er blinzelt verschlafen und hebt den Kopf. „Wasn los? Was’is mit dem Hubschrauber?“

„Den hast du verpasst, du Schlafmütze“, zieht sie ihn auf und versucht zu ignorieren, wie süß er mit seinen verstrubbelten Haaren aussieht. „Mach mal eine 90-Grad-Drehung in die Horizontale, dann kannst du weiterschlafen.“

„Seit wann studierst du Mathe?“, gähnt Chifuyu müde und kuschelt sich nun der Länge nach ins schmale Bett. Keine Sekunde später schnarcht er wieder.

Unschlüssig sitzt Kozume auf der Kante und betrachtet ihn. Wo soll sie selbst schlafen? Ihr Herz klopft plötzlich ganz schnell. Er hat noch nie bei ihr übernachtet. Sie haben noch nie zusammen in einem Bett geschlafen.

Vorsichtig, möglichst ohne ein Geräusch zu machen, steht sie auf, um den Laptop auszuschalten. Rasch schlüpft sie in ihren Pyjama und bleibt wieder vor dem Bett stehen. Chifuyu ist wie eine Katze – er nimmt den Raum ein, den man ihm zur Verfügung stellt.

Sie atmet tief durch. Sei kein Schisser, Kozume, hört sie Keisukes Stimme in ihrem Kopf, Du bist zwanzig Jahre alt, es ist okay, dass ein Kerl in deinem Bett liegt. Außerdem - es ist Chifuyu. Der beißt nicht. Meistens, jedenfalls.

„Rutsch rüber“, flüstert sie nachdrücklich und versucht, den Jungen etwas nach hinten an die Wand zu schieben. Er murrt im Schlaf, macht aber ein bisschen Platz. Das Herz klopft ihr bis zum Hals.

Sie kuschelt sich an Chifuyu – anders geht es gar nicht in diesem schmalen Bett – und entspannt sich ein wenig. Irgendwie schafft sie es, die Bettdecke über sie beide zu ziehen, dann schließt sie die Augen. „Gute Nacht“, murmelt sie müde gegen Chifuyus Brust.

„Naaacht“, brummt Chifuyu in ihr Haar.
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