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Was nun?

KurzgeschichteRomance, Fantasy / P18 / Het
Aro Caius Marcus OC (Own Character)
07.11.2021
05.12.2021
5
7.780
5
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.11.2021 1.501
 
Hallöchen

ich freue mich so sehr über die Kommentare.
Ich bin ein Mensch, der sich sehr schnell ablenken lässt und Geschichten auch vergisst weiter zu schreiben. Aber wenn ich positive Kommentare lese, dann setze ich mich immer wieder dran :)
Also danke fürs "In-den-Arsch-treten".

Hoffe es gefällt

Viel Spaß

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Ich konnte nicht anders, als ihn nur anzustarren. Er kicherte etwas, denn es war offensichtlich, dass meine Räder im Gehirn auf Hochtouren waren. Natürlich konnte ich nicht leugnen, dass dieser Mann vor mir etwas ausstrahlte, was mich magisch zu ihm hinzog. Aber man sollte wirklich in so einer Situation sein Gehirn zunächst einschalten. Ich schaute mich im Raum nochmals um und versuchte nicht umzukippen auf dem einen Schuh. Da ich keinen Gleichgewichtsinn besaß, war dies nicht so einfach wie gedacht, aber ich wollte meine Rest-Würde noch behalten. Ich ging alles durch was eben gerade geschehen war. Zusammenfassend sagte der Mann vor mir, dass ich seine Gefährtin sei und dass sie keine Menschen waren, lag auch auf der Hand. Ich rieb mir die Schläfe und versuchte den Geruch, der mich umgab zu verdrängen. Wieso auch immer, aber der Geruch von Blut stach mir immer wie Säure in die Nase. Viele meinten es würde nach nichts riechen, aber meine Nase fand das anders, weswegen mir bei dieser Menge an Blut in diesem Raum schlecht wurde.
„Darf ich annehmen, dass ihr nicht menschlich seid?“, fragte ich zögernd, wobei ich die Antwort wusste.
Aro grinste mich breit an.
„Das stimmt“, gab er knapp von sich.
„Und wenn sie Gefährtin sagen… meinen sie so etwas wie Seelenverwandte?“
Eigentlich stellte ich die Fragen nur zur Bestätigung. Ich hatte genug Romane geschrieben, um zu wissen was es bedeutete. Zur Hölle. Seelenverwandte waren das Hauptthema in meinen Büchern und ich hatte hunderte Enden in der Hinsicht geschrieben. Aber das einem das selbst passierte, war einfach nur absurd. Ich war hier doch nur zur Vertretung einer Freundin und nun war ich umgeben von, wie ich annahm, Vampiren. Und offenbar nicht irgendwelche Vampire, so wie die umher stehenden Personen Aro anschauten und respektierten, war er wohl eine große Nummer. Noch kitschiger und klischeehafter hätte ich in meinen eigenen Büchern die Situation nicht schreiben können.
„Bruder. Die Wachen wollen hier aufräumen. Könntest du das Gespräch in einen anderen Raum verlegen?“, kam wieder diese gereizte Stimme von links, die mich schon die ganze Zeit nervte.
Der Mann war eindeutig ungeduldig und etwas Implosiv. Aro wollte gerade antworten, da hob ich meine Hand um ihn zu unterbrechen und drehte mich das erste Mal zu besagter Person.
„Verzeihung, wenn ich den Verkehr hier aufhalte. Aber ist ihnen nicht in den Sinn gekommen, dass es etwas viel ist für jemanden, der vor einigen Sekunden dachte, dass er sterben wird?“, fauchte ich ihn eher an, als das ich ruhig war.
Ich hatte ebenfalls eine sehr kurze Zündschnur und der Mann schaffte es, nur mit seiner Stimme, da ich ihn noch nicht angeblickt hatte, sie um einiges zu kürzen. Da ich sichtlich von seiner Unhöflichkeit genervt war und nun doch wissen wollte, wie dieser Mann aussah, drehte ich meinen Kopf zu ihm. Doch was ich dort erblickte war etwas, was ich nicht erwartet hätte. Er war schlank und etwa gleich groß wie Aro. Sein Gesicht war sogar noch markanter, als das von Aro und erinnerte mich irgendwie an einen gemeißelten David. Ob sie wohl aus dieser Zeit stammten, kam mir durch den Kopf, da ich sie irgendwie in dieser Hinsicht verglich. Er hatte zudem weiß-blonde Haare, die glatt bis zu seinem Kinn gingen und eine noch hellere Haut als Aro und die gleichen rubinroten Augen. In dem Moment, in dem ich ihm in seine Augen schaute, war wieder dieser stechenden Schmerz in meiner Brust und ich griff mir abermals dort hin.
„F*ck“, sagte ich nur, als ich bemerkte, wie sich seine Augen weiteten und sein Kiefer anspannte.
So fest wie er ihn zusammenpresste, wäre ein menschlicher Kiefer sicher schon zerbrochen. Aro, der sich zu seinem Bruder gedreht hatte, bemerkte dies auch und hob fragend eine Augenbraue, doch ehe er etwas sagen konnte, war dieser in Lichtgeschwindigkeit zu uns gerannt und stand direkt vor mir. So dicht, dass ich dem Atem anhielt.
„Das kann nicht sein“, fauchte er nun und ich unterband den Drang die Augen zu rollen.
„Interessant“, war die dritte Stimme zu hören.
Da ich so von Aro abgelenkt war und nun auch von dem blonden Kerl von mir, hatte ich mir wirklich kaum die Mühe gemacht die andere Personen anzuschauen, eben auch die dritte Person, die von seinem Thron sprach. Aber um ihn konnte ich mich gerade auch nicht kümmern, da ein rotäugiger, blonder Kerl vor mir wütend stand, so als ob ich ihm sein Lieblingsspielzeug geklaut hätte.
„Ich bin auch nicht davon begeistert“, fauchte ich zurück, als ich es wieder schaffte zu atmen.
Anders als Aro, der mich irgendwie neugierig machte und etwas beruhigte, machte Caius mich wütend und ich wollte mich mit ihm streiten. Aro schien etwas länger zu brauchen, um die Situation zu realisieren und griff dann nach Caius Hand, wie er auch zuvor meine genommen hatte. Seine Augen wurden etwas verschleiert und ich fragte mich, ob das noch so etwas Übernatürliches war. Meine Neugierde war aktiviert worden und damit wollte ich unbedingt zu einem passenderen Moment, nicht von Leichen umgeben, darüber reden und befriedigt werden.
„Wie überraschend“, gluckste Aro fröhlich, als er Caius Hand los ließ.
Sofort als dies geschah, ging dieser einige Schritte von mir zurück.
„Eher lästig“, grummelte Caius, ließ mich aber nicht aus den Augen.
Ich verschränkte die Arme und schaute ihn einfach wütend an. So wie er reagierte und Aro, konnte es nur heißen, dass auch er mein Gefährte war, was ich lästig fand. Er schien wie ich stur zu sein, was nur Probleme verursachen würde.
„Wir sollten vielleicht Mina etwas Zeit zum nachdenken geben und die Räumlichkeiten wechseln“, sagte der dritte Mann und nun schaute ich ihn auch an.
Ein Fehler! Abermals schmerzte es in meiner Brust.
„Wirklich?“, wisperte ich, eher erschrocken, als erfreut und der Mann blieb überrascht stehen, der mittlerweile auch aufgestanden war und zu uns laufen wollte.
Er war größer als seine Brüder, hatte braunes, schulterlanges Haar und eine weiße, durchscheinende, fast papierene Haut. Sein Blick sprach tausend Bände, wo er zuvor noch kühl, gelangweilt und traurig wirkte.
„Nie hätte ich zu träumen gewagt…“, begann er, wurde aber unterbrochen von Aro der laut auflachte und in seine Hände klatschte.
„Marcus, Caius, wir haben wohl einen ganz besonderen Menschen hier.“
Caius schnaufte nur verachtend, während Marcus zu Eis gefroren war. Ich selbst war eine Fülle an Emotionen und Gefühlen. Wut, Überraschung, Freude, Angst, Misstrauen und vieles mehr. Doch dann viel mir der Grund wieder ein, wieso ich hier gelandet war. Erica! Und das wollte ich jetzt zuerst klären, bevor ich mich mit der aktuellen Situation und anscheinend drei Vampiren, die irgendwie mit mir verlinkt waren auseinander setzen musste. Da meine Grazie eh hinüber war, kickte ich den noch, an meinen Füßen hängenden, Schuh weg und stand komplett in Strümpfen vor den Männern.
„Einen Moment bitte“, brachte ich zwischen meinen Zähne hervor, drehte ihnen meinen Rücken zu und kramte nach meinem Handy.
Dieses hatte ich, zu meinem Glück, in meine Rocktasche gesteckt und kramte es nun hervor. Ich hatte mich für die Emotion entschieden, die gerade am meisten Druck ablassen musste. Wut. Wut auf Erica die mich, mehr oder weniger, umbringen lassen wollte. Sofort tippte ich wutentbrannt die Nummer von Erica an. Mailbox.
„ERICA MARIA ROSSI. HAST DU EINE AHNUNG IN WAS FÜR EINER SCHEIßE ICH STECKE!!!“, brüllte ich regelrecht in den Hörer und ließ meiner Wut damit freien Lauf.
Dass alle umher stehenden zusammenzuckten, als ich in den Hörer schrie, ignorierte ich gekonnt.
„Wieso hast du das gemacht? Ich bin so wütend auf dich. Wenn du mir je wieder unter die Augen tritts, dann kratze ich dir diese aus!“, damit legte ich auf und ballte meine Hände zu Fäusten.
Ich konnte förmlich die Blicke spüren, die sich in meinen Rücken bohrten. Natürlich hatten sie alles mitgehört. Jeder im Umkreis von einer Meile hätte das gekonnt, ohne ein sensibles Gehör zu haben. Ich nahm einen tiefen Atemzug und drehte mich dann wieder um. Zu meiner Überraschung standen die drei Männer nur einen Meter vor mir. Sie waren mir offenbar gefolgt, als ich wütend durch den Raum gestapft war, während ich telefoniert hatte. Eine Angewohnheit von mir, die mir viele Kilometer beim Telefonieren eingebracht hatte. Vor Überraschung, von ihrer Nähe, quiekte ich kurz auf und sprang etwas zurück. Da ich tollpatschig war, rutschte ich natürlich, durch meine nassen Strümpfe etwas. Sofort umschlossen sich Aros Hände um mein Handgelenk um mir Halt zu geben. Als ich wieder gerade stand, schlug ich seine Hände etwas weg.
„Sie scheint ängstlich zu sein“, murmelte der blonde Kerl, der mich immer noch abwertend anguckte.
Marcus schien eher besorgt zu sein und Aro einfach nur wie ein neugieriges Kind.
„Also. Wo ist dieser andere Raum von dem wir sprachen? Mir wird schlecht bei dem ganzen Blut.“
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