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The Guest

von Eisteufel
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
07.11.2021
06.01.2022
19
34.298
11
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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20.11.2021 2.575
 
Kapitel 8
Flirten



Alex drückte sich die Sonnenbrille ein wenig tiefer auf den Nasenrücken. Der azurblaue Pool reflektierte das Licht der Sonne und ließ Alex trotz der getönten Gläser die Augen zusammenkneifen. Dennoch ließ er interessiert seinen Blick schweifen – vorbei an üppigen Palmen, über die mit strahlendweißen Auflagen ausstaffierten Liegen, hin zum Panoramablick auf das Meer. Er nickte zufrieden.

Ja, hier ließ es sich aushalten. Und ein Blick zum Pool genügte ihm, um zu wissen, dass er dort nicht nach fünf Zügen nähere Bekanntschaft mit dem Beckenrand schließen würde.

Der helle Betonboden war heiß unter seinen Fußsohlen, eilig machte er es sich daher auf einer der vielen Liegen bequem. Sie war ein wenig zu kurz für seine langen Beine – aber es würde schon gehen. Er war überrascht, es war angenehm leer. Lediglich ein Pärchen loungte träge auf der anderen Seite des Pools. Ansonsten waren sämtliche Liegen verwaist. Er tat es mit einem lapidaren Schulterzucken ab und öffnete seinen Reiseführer an der markierten Stelle.

Lindos wurde im 11. Jahrhundert vor Christus an der Ostküste der Insel Rhodos gegründet. Die Akropolis von Lindos, wenn auch nur noch in Ruinen erhalten, ist eine der-

„Ich habe Ihnen einen Kaffee mitgebracht.“

Alex ließ irritiert sein Buch in seinen Schoß sinken und wollte der Servicekraft soeben entgegnen, dass wohl ein Missverständnis vorliegen müsse, denn er habe keinen Kaffee bestellt, doch blieben ihm die Worte im Hals stecken. Mit einem breiten Grinsen auf dem zur Hälfte von einer überdimensionierten Sonnenbrille versteckten Gesicht, hatte ihm eine junge Frau eine dampfende Tasse auf den kleinen Beistelltisch neben seiner Liege gestellt. Noch immer steif lächelnd, machte sie es sich auch schon unversehens auf der Liege neben ihm bequem.

Alex sah sie über den Rand seiner Sonnenbrille hinweg an.

Das war ja wirklich mehr als plump, dachte er sich, als sein Augenmerk auf ihren scharlachroten Bikini fiel. Und es gab nun wirklich mehr als genug Liegen zur Auswahl.

„Bedaure, ich bin kein großer Kaffeetrinker“, wiegelte Alex kurz angebunden ab und schob sich die Sonnenbrille wieder tief ins Gesicht. Das war ganz offensichtlich nicht die Art von Antwort gewesen, mit der die junge Dame gerechnet hatte.

„Wie schade. Ich dachte, ich tue Ihnen etwas Gutes“, säuselte sie und aus dem Augenwinkel heraus konnte Alex erkennen, wie sie begann, sich auf der Liege zu räkeln. Er verdrehte die Augen hinter den polarisierten Gläsern und konnte spüren, wie ihre Blicke an ihm klebten.

„Bei der Wärme wäre etwas Kaltes vielleicht passender gewesen“, entgegnete er desinteressiert und versuchte die Stelle wiederzufinden, an der sie ihn aus seiner Konzentration herausgerissen hatte. Sie schwieg einen Moment lang.

„Was lesen Sie?“, fragte sie mit hoher Stimme und schielte neugierig auf den Einband des Buches. „Einen Reiseführer?“, Alex nickte langsam. Die junge Frau warf sich die langen Haare über die Schulter.

„Ich war schon zig Mal auf Rhodos, wenn Sie wünschen, kann ich Sie an die schönsten Orte führen“, lächelte sie, zog die Sonnenbrille soweit herab, dass sie ihre Augen entblößte und zwinkerte ihm verschwörerisch zu. „Rhodos Altstadt, Faliraki…“

Die üblichen Touristenfallen. Alex gab es leise seufzend auf, jetzt noch die Muße zu finden, sich über die Akropolis von Lindos zu informieren. Er wollte grade das Buch sinken lassen, als die Dame sich auf ihrer Liege aufrichtete und irritiert den Blick umherschweifen ließ.

„Hören Sie das auch?“, fragte sie verwundert und sah sich weiterhin suchend um. „Dieses Piepen?“

Alex horchte. Sie hatte recht. In das leise Rauschen des Meeres und das Rascheln des Windes in den Palmzweigen mischte sich ein zwar leises, aber durchaus penetrantes Geräusch.

„Ich höre es auch. Also haben Sie schon einmal keinen Tinnitus“, stellte Alex trocken fest und fuhr bei der Reaktion auf diesen einfach nur daher gesagten Satz erschrocken zusammen. Die Dame brach in schallendes, viel zu hohes Gelächter aus, das ihren ganzen Körper zum Erzittern brachte. Alex hatte einen Moment lang Bedenken, dass das dünne, lediglich an drei Bändchen haltende Bikinioberteil ihre Brüste im Zaum halten konnte.

„Sie sind so witzig“, gluckste sie und tat, als würde sie sich eine Lachträne aus dem Augenwinkel wischen. Nun vollends bedient von diesem affigen Theater, ließ Alex lautstark sein Buch zuschnappen.

Eilig zerrte er sich die Sonnenbrille vom Gesicht, vermied jedoch tunlichst jeglichen Augenkontakt.

„Entschuldigen Sie mich bitte, ich wollte noch eine Runde schwimmen gehen.“ Er hatte die Worte noch nicht ganz ausgesprochen, da war er auch schon aufgestanden und ließ die verwirrt dreinschauende Dame zurück. Hektisch strich sich Alex die noch feuchten Haare aus dem Gesicht. Mit schnellen Schritten ging er herüber Richtung Pool und sprang kopfüber in das erfreulich kühle Wasser. Es jagte ihm eine Gänsehaut über den Rücken, doch war es ein angenehmes Gefühl. Und er hoffte inständig, als er wieder auftauchte und begann, zügig seine Bahnen zu ziehen, dass ihm die rote Gefahr nicht in den Pool folgen würde. Ein schneller Seitenblick beruhigte ihn allerdings. Sie zog es dann doch vor an Land auf ihrer Liege zu loungen.

Gott sei Dank, das hätte er sich keine weitere Minute antun können.

Alex genoss die Ruhe beim Schwimmen, das schwappende Geräusch des Wassers und das seltsame Piepen, das sich die Dame tatsächlich nicht eingebildet hatte, war dankenswerter Weise auch erstorben. Er drückte sich zum wiederholten Male kraftvoll an der Beckenwand ab, als sein Blick auf das kleine weiße Häuschen an der Schmalseite des Pools fiel. Daher hatte sie also den Kaffee gehabt. Ein Café.

Alex überlegte eine Bahn lang, entschloss sich dann aber dafür, dass er sich nach dem Tag wirklich etwas kaltes, vorzugsweise alkoholisches zu Trinken verdient hatte und zog sich mit einem beherzten Ruck an den Metallgriffen der Treppe aus dem Pool.

Kaum hatte er das kühlende Nass verlassen, brannte die Sonne auch schon wieder erbarmungslos auf seinen nackten Rücken herab und ließ ihn umso eiliger den schattigen Unterstand ansteuern.

Was er dort erblickte, ließ ihn einen Moment lang an seinem Verstand zweifeln.

Das durfte doch nicht wahr sein!

Alex war, als habe man ihn wieder hinterrücks in den Pool gestoßen. Er blinzelte einige Male und wischte sich mit einer schnellen Bewegung die nassen Haare aus den Augen. Vielleicht hatte er sich ja lediglich verguckt. Doch je näher er dem kleinen Café kam, desto deutlicher wurde, dass er sich in keinerlei Weise geirrt hatte. Hinter dem Tresen stand ganz eindeutig und unverkennbar Sotirios.

Stutzig hob Alex die rechte Hand.

Der Junge grüßte zurück, indem er ebenfalls die Hand hob, sie allerdings schon wenige Sekunden später, wie vom Donner gerührt, wieder sinken ließ.

Es war wirklich Sotirios.

Was zur Hölle tat der Junge hier?

„Sie hätte ich um ehrlich zu sein am allerwenigsten hier erwartet.“ Alex konnte die Verwunderung in seiner Stimme nicht übertünchen. Fassungslos ließ er seinen Blick über den jungen Kellner gleiten. Immerhin hatte er wieder Farbe im Gesicht und sah alles in allem nicht mehr aus wie der Tod. Trotzdem…

Eine Antwort erwartend, stützte Alex seine Ellenbogen auf dem Tresen ab, sein Blick lastete noch immer auf Sotirios, der im ersten Augenblick befangen, dann jedoch echauffiert wirkte.

„Dasselbe könnte ich von Ihnen sagen“, entgegnete Sotirios spitz, würdigte ihn jedoch keines Blickes.

Alex sah ihn verdattert an.

„Sie sind überrascht mich am Pool anzutreffen?“

Er kam nicht umhin zu schmunzeln.

„Sehe ich so verdammt unsportlich aus?“, hakte er leise lachend nach und stemmte die freie Hand herausfordernd in die Hüfte.

Die blassen Wangen zierte ein feuerroter Schimmer und auch, wenn es nur aus dem Augenwinkel heraus geschah, so entging Alex doch nicht, wie der Blick des Kellners einmal an seinem nackten Oberkörper entlangfuhr.

Er musste sich ein wissendes Grinsen verkneifen.

Na, sieh mal einer an. So ganz ungerührt blieb der Junge dann doch nicht.

Ein Ruck schien durch Sotirios zu gehen, als er sich selbst bei seiner Musterung ertappte und hektisch die Arme in die Höhe hob.

„Nein, oh Gott… Gott nein… so meinte ich das nicht.“

Alex legte nachdenklich den Kopf schief. Wenn er sich Sotirios‘ peinlich berührte Reaktion ansah, dann lag er mit seiner Vermutung vielleicht wirklich richtig. Sotirios ließ indes den Blick sinken und begann die Gläser vor sich zu arrangieren, obwohl sie bereits vorher ordentlich in Reih und Glied gestanden hatten.

Herrje, war der Junge schüchtern.

Alex wollte grade etwas erwidern, als Sotirios ihm zuvorkam.

„Aber Sie haben doch einen Privatpool“, flüsterte er und verrückte weiterhin leise klirrend die Gläser. Von dieser Aussage mehr als verwundert, kam Alex nicht umhin, die Augenbrauen fragend in die Höhe zu ziehen.

„Woher wissen-“

„Ihre Zimmernummer“, unterbrach Sotirios ihn und die Gläser klirrten erneut, diesmal lauter. „Die 550er Suiten haben alle Privatpools.“

Er sah ihn noch immer nicht an, während er die Worte aussprach, daher konnte sich Alex das breite Grinsen erlauben, das sich seiner Mundwinkel bemächtigte.

Sotirios hatte sich also seine Zimmernummer gemerkt.

„Sie haben ein gutes Gedächtnis, das muss ich Ihnen lassen.“

„Berufskrankheit“, seufzte Sotirios leise und ließ es mit dem Arrangement der Gläser endlich gut sein. Er warf ihm einen prüfenden Seitenblick unter dunklen Locken hinweg zu. Alex nickte bedächtig.

„Sie haben recht, so ein Privatpool ist in der Tat eine ganz nette Angelegenheit. Allerdings ist er mir viel zu klein. Richtige Bahnen ziehen kann man darin nicht.“

„Aber man hat seine Ruhe. Wenn ich einen Privatpool hätte, ich würde dort gar nicht mehr herauskommen.“

Der Blick des Jungen glitt herüber zum Pool. Alex tat es ihm gleich und er verstand augenblicklich, worauf er hinauswollte. Die Dame im roten Bikini schielte nicht grade unauffällig zu ihnen herüber. Schnell wandte Alex ihr wieder den Rücken zu.

„Da haben Sie definitiv recht. Meine Güte, Ihnen entgeht aber auch nichts“, lachte Alex angespannt, denn etwas anderes, als die Aussicht, erneut von der Dame angesprochen zu werden, beschäftigte seine Gehirnwindungen.

Privatpool, mh?

Und Sotirios würde überhaupt nicht mehr herauskommen, wenn…

Er blickte ihn verwundert von der Seite her an als langsam der Groschen fiel.

Flirtete Sotirios grade mit ihm?

Unweigerlich drückte Alex seinen Unterkörper näher gegen das Holz des Tresens.

War das eine subtile Aufforderung?

„Möchten Sie etwas trinken?“, riss ihn Sotirios aus seinen stummen Überlegungen und hielt fragend eines der Gläser in die Höhe, welches er zuvor mit so viel Eifer bis zur Perfektion platziert hatte. Nachdenklich, von der aufkeimenden Erkenntnis noch immer völlig aus dem Konzept, nickte Alex und ließ seinen Blick über die Tafel mit dem Getränkeaushang schweifen. Er liebäugelte tatsächlich mit einem der verlockend beschriebenen Cocktails, doch schon schwappten die Erinnerungen an glasig-blaue Augen und das Geräusch zerbrechenden Porzellans zurück in seinen Geist und nahmen alles darin in Beschlag.

„Bevor ich Sie darum bitte, mir einen komplizierten Cocktail zu mixen: geht es Ihnen besser?“, hakte er gedehnt nach und warf Sotirios einen skeptischen Seitenblick zu. Dieser nickte heftig, dass die dunklen Locken nur so flogen.

„Ja, viel besser. Und es tut mir sehr leid, Sie bei Ihrem Frühstück gestört zu haben und vielen Dank für Ihre Hilfe, das wäre wirklich nicht nötig gewesen.“

Alex schlug überrascht die Augen auf. So viel hatte er zusammenhängend ja noch nie mit ihm gesprochen.

Und dann war es solch ein Unsinn.

Was dachte sich der Junge denn? Dass er ihm böse war, dass er vor ihm einen Kreislaufkollaps hatte? Er schnaubte hörbar durch die Nase und versuchte sich seine aufkeimende Wut auf das Hotelmanagement nicht allzu sehr anmerken zu lassen.

„Bringt man euch das in der Hotelfachschule so bei?“, fragte er barscher als beabsichtigt. „Sich zu entschuldigen, wenn es einem offensichtlich nicht gut geht?“

Sotirios sah ihn an, als habe er ihm soeben vorgeschlagen, mit ihm zusammen auf den Mond zu fliegen. Mit einigen Sekunden Verzögerung, regte er sich wieder und wirkte aufgescheuchter und verschreckter denn je:

„Nein… doch ja, aber… ich wollte… wollte Sie in keinerlei Weise damit behelligen…“ Sotirios‘ Stimme schnappte am Ende des Satzes beinah über, was Alex ein resigniertes Seufzen entlockte. Abwartend verschränkte er auf die Arme auf dem Tresen und versuchte seine Worte mit so viel Bedacht, wie möglich zu wählen:

„Wenn es dich beruhigt: ich habe mich in keinerlei Weise behelligt gefühlt“, entgegnete er in deutlich sanfterem Tonfall.

Sotirios ruckte kaum merklich mit dem Kinn, seine hochgezogenen Schultern entspannten sich etwas.

Herrje… was war es nur, das der Junge an sich hatte, dass er ihn gerne aufzog?, fragte er sich im Stillen, als er betont flapsig nachsetzte:

„Die Sache mit dem Trinkgeld hingegen hat mich zutiefst verletzt.“

Die blauen Augen wurden groß und erneut riss sein Gegenüber die Hände hoch. So schnell, und so abrupt, dass er beinah eines der Gläser mit seinen Manschetten umgestoßen hätte.

„Ich… nein… ich wollte Sie wirklich in keinerlei Weise…“

Wenn Alex neben ihm gestanden hätte, hätte er ihm einfach spielerisch den Arm um die Schultern gelegt. So konnte er leider nur milde lächeln. Man konnte ihn in der Tat herrlich foppen.

„Ich wollte nicht unhöflich-“

Sotirios verstummte wie ausgeknipst, als er sein Zwinkern bemerkte.

„Kann es sein, dass man dich wunderbar hopsnehmen kann?“, grinste Alex verschmitzt und stützte sein Kinn auf seine Faust auf, derweil jede Regung auf dem geröteten Gesicht beobachtend. Sotirios schien wirklich keine Ahnung zu haben, wie er auf andere Menschen… nein, wie er auf ihn wirkte.

Der gelockte Kopf schoss sichtlich beschämt zur Seite und fokussierte etwas, das sich hinter Alex befand. Er musste sich gar nicht erst danach umdrehen, seine düsteren Befürchtungen, wer oder was sich ihnen dort näherte, wurden bestätigt, als sein Buch und seine Sonnenbrille von einer Hand mit feuerroten Kunstnägeln auf dem Tresen platziert wurden.

„Sie haben Ihre Sonnenbrille und Ihr Buch vergessen“, flötete auch schon die Dame im roten Bikini und schob sich nonchalant in sein Blickfeld.

„Oh, vielen Dank“, rang er sich krampfhaft um Haltung bemüht ab. „Das wäre wirklich nicht nötig gewesen.“

Wirklich nicht.

Alex merkte, wie sein Lächeln immer schiefer und angestrengter wurde. Das änderte sich auch nicht, als die Frau die viel zu große Sonnenbrille abnahm und ihn interessiert aus großen, braunen Augen zu mustern begann.

„Wünscht die Dame etwas zu trinken?“, durchbrach Sotirios‘ Stimme die eingetretene Stille und brachte sie dazu, in ihrer Musterung einen Moment lang innezuhalten. Alex hätte Sotirios in diesem Moment um den Hals fallen können.

„Nein, danke. Der Kaffee schmeckte nach Spülwasser“, entgegnete sie kühl. Sie hielt es nicht einmal für angemessen, Sotirios bei diesen Worten anzusehen. In stummer Aufforderung blickte dieser über ihre Schulter hinweg zu Alex herüber und hielt eines der leeren Cocktailgläser fragend in die Höhe.

Na, das nannte er mal eine Steilvorlage.

„Wenn Sie sagen, dass der Kaffee nach Spülwasser schmeckt, werde ich mir wohl auch keinen holen. Wenn Sie mich bitte entschuldigen würden.“

So schnell, dass sie gar keinen Einwand mehr formulieren konnte, griff Alex nach seiner Sonnenbrille und dem Reiseführer und machte auf dem Absatz kehrt.

Diese Probleme hatte man in einem Privatpool definitiv nicht, da hatte Sotirios schon recht und-

Wie versteinert hielt Alex mitten in der Bewegung inne.

Privatpool!

Er drehte sich noch einmal zum Café um, von dem aus ihm sowohl Sotirios als auch die junge Dame hinterhergeschaut hatten. Sie lächelte ihn an, Sotirios zog verwundert die Augenbrauen in die Höhe.

„Bedienst du heute Abend wieder im Philoxena Restaurant, Sotirios?“, fragte er und freute sich in diesem Moment wie ein dummer Schuljunge. Sotirios schien einen Augenblick lang angestrengt zu überlegen, rang sich dann aber zu einem schüchternen Lächeln durch, welches Alex umgehend in den Unterleib schoss.

„Nein, heute Abend habe ich Room Service“, rief er ihm zu. Alex nickte anerkennend und schob sich die Sonnenbrille auf die Nase.

„Ist wahrscheinlich besser für meine Garderobe“, entgegnete er grinsend und wandte sich endgültig zum Gehen.

Wie gut, dass er für sein Vorhaben keinerlei Garderobe brauchen würde.
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