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Alte Liebe, neues Glück

von Maria R
GeschichteDrama, Romance / P16 / Gen
OC (Own Character) Paul Richter Stephan Sindera
06.11.2021
06.12.2021
8
13.451
4
Alle Kapitel
12 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.11.2021 1.895
 
Danke für eure Kommentare und schön das ich einige von euch zum Lachen bringen konnte :):) jetzt gehts weiter



Stephan stand dicht hinter Paul, sodass Dieser den Atem seines Kollegen im Nacken spüren konnte, was Er zufrieden zur Kenntnis nahm. Während Paul ihn wieder mal tadelte „Stephan…Du hauchst Mir maximal in den Nacken! Lass das.“ „Ich mach doch gar nichts.“ mit einem unschuldig schuldbewussten Lächeln stupste Stephan ihm mit der Nase in den Nacken, woraufhin der Jüngere aufstand und Abstand nahm „Das ist sexuelle Belästigung, am Arbeitsplatz.“ das Paul nicht sehr überzeugend wirkte, wurde Ihm selbst schon klar als Er den Satz noch nicht mal zu Ende gesprochen hatte. Doch Stephan dachte gar nicht daran, sondern lächelte nur fordernd und kam direkt wieder näher „Ach ja? Das hörte sich heute Nacht aber anders an….und da warst du nüchtern.“  Verdammt wie recht Stephan nur hatte…jetzt hatten sie mittlerweile schon drei mal miteinander geschlafen und jedes Mal hatte Paul sich geschworen das es nicht mehr wieder passierte. Doch aus irgendeinem Grund konnte der junge Polizist seinem Ex Freund nicht fern bleiben…es war wie ein Magnet von dem Paul immer wieder angezogen wurde. Und diesmal hatte Er nicht mal die Möglichkeit zu kontern, schließlich war Paul es der in der letzten Nacht seine Finger nicht bei sich lassen konnte „Das war…..“ „Ein versehen?! Ich weis schon….wie die letzten Male auch. Aber keine Panik, ich fand es auch sehr schön.“ immer wieder schwankte Pauls Blick auf Stephans Lippen und er wusste es durfte nicht sein, aber er konnte einfach nichts gegen diese Anziehung tun. Also kam es wie so oft und Ihre Lippen trafen aufeinander.
Stephan hatte seine Hände an Pauls Hüfte gelegt und dieser schlang seine Arme um Stephans Hals. Immer wieder trafen sich ihre Lippen und tauschten einen leidenschaftlichen Kuss aus.

Als Sie sich lösten lehnte der Größere seine Stirn gegen die seines Kollegen „Paul…wir wissen doch beide was Wir für einander fühlen. Warum machen Wir es uns so schwer?“ Ja, warum eigentlich? Paul wusste durchaus was er für Stephan empfand…aber er war einfach immer noch zu verletzt. Ab und zu mit ihm zu schlafen war ok, auch wenn er sich gespielt zu sehr darüber aufregte, aber an sich störte ihn das nicht. Aber eine Beziehung mit seinem Ex einzugehen…. Dazu war Paul noch nicht bereit, dazu war das Vertrauen in sein Gegenüber noch zu sehr zerrüttet „Es ist einfach nicht richtig, es darf nicht sein. Es darf nicht schon wieder jemand verletzt werden.“ schweren Herzens löste sich Paul von Stephan, strich ihm nochmal sanft über die Wange und lies Ihn alleine im Büro zurück.

Paul hätte sich selbst ins Gesicht schlagen können, warum war er nur so schwach gegenüber Stephan? Warum konnte Er Ihn nicht einfach vergessen und warum konnte Stephan nicht einfach Abstand zu Ihm halten? Tausende Fragen worauf der junge Polizist keine Antworten hatte, was Ihn noch mehr räderte. Scheinbar hatte Pauls Oma recht, als sie sagte: Die erste große Liebe vergisst man nicht, Sie bleibt für immer in deinem Herzen. Denn man vergisst nie den Menschen, der einem gezeigt hat wie Sich liebe anfühlt.
In seinen Gedanken verloren, merkte Paul gar nicht das Martin auf Ihn zu kam, erst als dieser Ihn leicht gegen die Schulter stieß sah Paul überrascht auf „Hey Träumer, alles klar?“ „Ja, entschuldige…ich hab grad kurz nachgedacht. Müssen Wir los?“ „Möchtest du drüber reden?“ „Das ist lieb von dir aber…Ich denke erstmal nicht. War jetzt auch nicht so schlimm, alles gut.“ wirklich zufrieden wirkte sein Kollege mit der Antwort nicht, aber Paul würde schon kommen wenn er etwas brauchte „Na gut und ja…wir müssen los. Einsatz in einem Bordell, der Betreiber soll minderjährige Mädels beschäftigen.“ „Wie ich sowas hasse.“ Augen verdrehend und seufzend holte Paul seine Jacke und folgte seinem Kollegen zum Auto. Einsätze mit Kinder und Minderjährigen gingen allen Kollegen immer sehr nah, aber vor allem wenn es um Prostitution ging…da wusste man nie was man erlebte und was auf einen zu kam. Das konnte alles oder nichts sein.

Gerade als die beiden Polizisten das Bordell betreten wollten, sah Paul aus dem Augenwinkel eine junge Frau aus einem Nebeneingang rennen und weg laufen „Was wird das denn?! Geh rein Martin, ich schau nach der Kleinen.“ und schon war Paul los gerannt, während sich sein Kollege ins Innere begab. Ein paar Stufen führten in einen unteren Bereich, der in rotem Licht getaucht war und wo mehrere Frauen an einer Bar saßen -die allerdings deutlich Ü20 waren- und ein Mann der hinter der Bar stand. Durch sein Auftreten und seinem Erscheinungsbild zu urteilen, handelte es sich hier wohl um den Besitzer. Der Kerl war recht bullig, schwer tätowiert, hatte einen weisen Anzug an und eine übergroße Goldkette um den Hals. Ein Bordellbesitzer wie aus dem Buch „Die Polizei….Ja was verschafft mir denn diese Ehre?“ Er machte auf übertrieben freundlich, aber niemand war erfreut darüber wenn die Polizei in den eigenen Laden spazierte…das war auch Martin bewusst. Aber wollte jetzt keine Eskalation, nicht wo Er hier nun alleine stand  „Ach…Wir wollten uns nur mal umsehen und umhören. Ob alles sauber läuft, es Schwierigkeiten gibt oder jemand Hilfestellung braucht. Schließlich kennt Ja hier jeder jeden oder nicht?!“ „Ach wie nett, man macht sich Sorgen um uns…Ich brauch keine Hilfe, Ich Klär meine Dinge alleine.“ „Das glaube ich Ihnen sofort. Aber vielleicht haben Sie ja was gehört…“ „Ach ja…was denn?“ Martin schien Ihn neugierig gemacht zu haben, was für den Polizisten ein mehr als gutes Zeichen war „Hier in der Umgebung sollen junge Mädchen arbeiten…Minderjährige.“ immer noch unbeeindruckt trocknete der Besitzer seine Gläser weiter ab und schenkte Martin keine Sekunde einen Blick, während Er unberührt mit den Schultern zuckte „Selbst wenn…nicht mein Problem.“ wie Martin sowas hasste, und ja…da konnte dem sonst so routinierten Polizisten auch mal die Hutschnur gehen „Pass mal auf du Clown, wenn Ich Bock dazu hab dann mach Ich dir den Laden hier dicht. Ich weis ja nicht aber…haben die Mädels hier alle Ihre Papiere? Gesundheitszeugnis? Wann waren die denn das letzte mal bei ner Blutuntersuchungen? Bestimmt schon ne Weile her oder? Das Gesundheitsamt interessiert sich sicherlich brennend dafür.“ scheinbar hatten die Worte Wirkung, denn sofort hob der Angesprochene seine Arme beschwichtigend nach oben und schien sogar kooperieren zu wollen „Is ja gut, is ja gut sei doch nicht so empfindlich. Also ehrlich….ich hab nichts gehört. Natürlich gibt es immer mal wieder Gerüchte, aber die lösen sich dann in Luft auf. Ein Beispiel: hier, meine Luna…“ der Besitzer deutete nach außen rechts, auf eine schwarzhaarige junge Frau die gerade an ihrem Sektglas nippte „Neulich war ihr kleine Schwester vor der Tür gestanden. Die Eltern sind gestorben vor einigen Jahren und die Beiden haben nur noch mich. Luna hat länger gearbeitet und die Kleine kam nicht alleine zu Hause rein. Hab ich Luna natürlich sofort mit ihr nach Hause geschickt…bin ja ein anständiger Chef mit großem Herz…“ „Ja ja…der große Samariter.“ „Genau, wir verstehen uns. Auf jeden Fall, kam direkt ein Typ auf mich zu seit wann Ich Kinder beschäftige. Verstehst du?! So schnell entstehen Gerüchte, nicht alles glauben was man hört mein Freund.“ das konnte er dem Weihnachtsmann erzählen, aber sicher nicht Martin. Aber für heute würde Er diese Geschichte so stehen lassen, wobei auch er wusste dass wenn da was waren dran wäre…eine Sache musste der Polizist dann doch noch prüfen „Wie alt ist denn deine Schwester Luna?“ „Gestern 18 geworden.“ war ja klar…was sonst „Na gut…sie wissen ja wo sie uns finden wenn Ihnen noch was einfällt.“ „Natürlich Herr Wachtmeister, natürlich.“

Als Martin draußen war musste er erstmal tief durch atmen. Noch länger und ihm wäre da drinnen der Kragen geplatzt und auch Paul kam abgekämpft zurück zum Auto „Hey jung…wo warst du denn? Kannst mich doch nicht mit so einem Schmierlappen alleine lassen.“ „Sorry, aber die Kleine…ich muss dringend weniger essen.“ „Paul, Paul…dir laufen die Mädels jetzt schon davon?! Wo soll das nur hin führen.“ so lange Martin noch Scherzen konnte, konnte es ja nicht so schlimm sein. Wobei Paul wohl nicht ganz unrecht damit hatte, dass er etwas für seine Kondition tun sollte. Zumindest so ab und an mal „Und bei dir?“ „Frag nicht, natürlich weis niemand irgendwas und das was man sieht sind ganz böse Missverständnisse die sich dann auflösen indem die Mädels kurzfristig 18 werden. Zum kotzen.“ „Also nichts….scheisse. Na komm, wir fahren zu Wache zurück, vielleicht gibt es was über das Mädel.“ „Ich dachte die wäre dir davon gelaufen?“ „Ja ist sie auch, aber sie hat Ihren Ausweis verloren.“ mit einem zufrieden Lächeln und einem Schulterklopfen stieg Martin ins Auto „Herr Richter, gute Arbeit…wirklich gute Arbeit“

Auf der Wache hatte sich der Vorfall natürlich bereits wie ein Lauffeuer verbreitet und jeder wusste darüber Bescheid das Paul eine Minderjährige davon gelaufen war.
Etwas geknickt saß Paul im Büro und gab die Daten auf dem Ausweis in den PC ein, Er hoffte so zumindest ein bisschen was über das Mädchen in Erfahrung zu bringen. Doch lange währte die Ruhe nicht, denn schon kurz darauf ging die Tür auf und Stephan kam rein. Der hatte Ihm gerade noch gefehlt…als hätte Paul nicht gerade genug um die Ohren und trotzdem blieb Ihm dessen besorgter Blick nicht verborgen. Stephan setzte sich neben seinen Kollegen und griff sanft nach seiner Hand „Paul…was ist passiert?“ „Was soll passiert sein?….“ Paul zog die Hand weg und stand wütend auf, um wie ein Tiger im Käfig auf und ab zu laufen „Mir ist eine Minderjährige weg gelaufen, weil Ich zu fett bin um hinterher zu kommen.“ mittlerweile stand der Jüngere am Fenster und blickte auf die Straße raus. Auch Stephan erhob sich von seinem Stuhl und hatte sich dicht hinter seinen Kollegen gestellt und ihm einen sanften Kuss in den Nacken platziert, woraufhin dieser genussvoll die Augen schloss „Tust du mir einen Gefallen und hörst auf so einen Blödsinn zu reden. Du weist selbst wie die Jugend von heute drauf ist….und auch Mir ist schonmal ein Kind weg gelaufen. Das hat nicht immer was mit einem selbst zu tun, vor allem nicht wenn Ich Martin höre der sagt: Dass die Kleine locker zehn Meter Vorsprung hatte. Dann muss sie sich nur noch auskennen und Zack…weg. Und das weist du auch…du bist grad einfach nur wütend -was ich verstehen kann- aber hör bitte auf dich selbst schlecht zu machen. Ich find dich so wie du bist ziemlich toll.“
Die Worte waren Balsam für Pauls an dieser Stelle geschunden Seele und er wagte es sogar sich zu seinem Ex Freund um zu drehen. Erst jetzt bemerkte Paul wie nah sie sich standen, aber lies das erstmal unkommentiert…vielleicht würde es auch Stephan nicht auffallen „Ja….wahrscheinlich hast du recht.“ „Hab ich“ einen Moment sahen sie sich einfach nur stumm an, ehe Stephan seine Hand in Puls Nacken legte und Ihn zu sich zog „Komm her“ um Ihn daraufhin zärtlich zu küssen, was Paul ohne zu zögern erwiderte. Immer noch führte er einen inneren Kampf mit sich und immer noch war Er sich so unsicher mit Stephan…aber er tat Ihm so gut, der Kollege gab Ihm diese Liebe und Aufmerksamkeit die Paul gerade so sehr brauchte…aber die Angst wieder auf die Nase zu fallen…
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