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Wo die Liebe hinfällt

Kurzbeschreibung
OneshotDrama, Liebesgeschichte / P12 / Het
Kento Nanami Satoru Gojo
06.11.2021
06.11.2021
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Da sitzt er.

Der Mann, der dir dein Herz gestohlen hat, ohne zu wissen, dass er es getan hat. Kento sitzt auf einem Sessel, hält seine Tasse in der Hand und liest ein Buch, dass auf seinen Oberschenkel ruht.

Es kostet dich sehr viel Überwindung nicht einfach zu ihn zugehen, um ihn zu berühren, oder ihm einfach zu sagen, was du für ihn fühlst.

Wie er wohl darauf reagieren würde?

"Danke, dass du für mich Gefühle hast, (D/N), aber ich mag niemanden, oder hege Gefühle für jemand." Ja, du könntest dir in der Tat vorstellen, dass er so etwas von sich gegeben könnte.

»Nanami, altes Haus!«, hörst du deinen Bruder sagen und ehe du dich verstehst, betritt dieser das Zimmer.

Natürlich ignoriert Kento Satoru, wie könnte es denn anders sein? Er hat öfters gesagt, dass er deinen Bruder für seine Fähigkeit schätzt, aber dennoch nicht respektiert. Insgeheim weißt du aber, dass das nicht stimmt, sonst würde er vermutlich nicht zulassen, dass Satoru ihn manchmal einfach mit sich nimmt, oder den Arm um ihn legt.

»Was möchtest du, Gojo?«, hakt der Blondhaarige nach und schaut kurz auf, aber dadurch, dass er seine Brille trägt, kannst du kein einzigen Blick auf seine braunen Augen werfen.

»Ich soll euch beiden ausrichten, dass ihr auf eine kleine Mission gehen sollt. Es ist ein Fluchgeist der Sondergefahrenstufe aufgetaucht«, erzählt der Weißhaarige.

»Etwa ein Finger von Sukuna?«, willst du von deinen älteren Bruder wissen.

»Wohl möglich. Ich kann euch allerdings Itadori nicht mitgeben, weil wir schon mit einer anderen Mission vertraut wurden. Ihr müsst das alleine machen. Hier ist die Adresse«, meint er und geht auf Kento zu, um ihn ein Zettel auf das Buch zu legen.

Ihr zwei geht alleine auf eine Mission. Nur Nanami und du? Diese Erkenntnis lässt dein Herz höher schlagen und du hoffst, dass ihr euch später dadurch näher kommen werdet.

Nanami nimmt den Zettel in die Hand und betrachtet diesen kurz, während Satoru ihm den Rücken zukehrt und das Zimmer verlässt.

»Gehen wir, (D/N). Ich will das ganze schnell und ordentlich hinter mich bringen«, befiehlt er und schließt sein Buch, bevor er aufsteht.

»Wir treffen uns gleich draußen. Ich muss nochmal kurz weg«, erklärt er dir und verlässt, wie Satoru zuvor schnell das Zimmer, ohne auf eine Antwort deinerseits zu warten.

Lustlos stehst du von deinen Platz auf und verlässt das Zimmer, um nach draußen zu gehen, dabei holst du dein Handy raus, um deinen Bruder eine Nachricht zukommen zu lassen.

Du: Sagtest du mir gestern nicht, dass die Sondergefahrenstufe der Fluchgeister nach gelassen hätte, seitdem Yuji schon einige Finger weggefuttert hat?

Satoru hat deine Nachricht gelesen, ohne darauf zu antworten und ist einfach offline gegangen.

»Arsch.«

Du rollst mit deinen (A/F) Augen und tippst schon die nächste Nachricht in dein Handy.

Du: Das hat noch ein Nachspiel, Bruderherz;).

Draußen angekommen steckst du dein Handy weg und wartest auf deinen Kollegen, damit ihr losgehen könnt.

•••

Satoru hat euch einfach die Adresse von einem Hotel gegeben, wo angeblich sich der Fluchgeist befinden soll, allerdings hat sich herausgestellt, dass ein Zimmer für euch gebucht wurde.

Dein Bruder hatte sich ein einziges Mal bei dir gemeldet und zwar nur, um dir zu sagen, dass der Fluchgeist sich wohl nur nachts gegen  zeigen soll, darum solltet ihr dort übernachten.

Auf deine anderen Nachrichten ist er nicht eingegangen und auch nicht, als du ihm gefragt hast, warum nur ein Zimmer mit ein Doppelbett gebucht wurde. Er weiß doch gar nicht, dass du ein Auge auf Nanami geworfen hast, eigentlich.

Kento hatte sich dazu entschlossen duschen zu gehen, umso die Zeit etwas zu vertreiben, bis ihr eurer Mission nachgehen könnt. Du hingegen liegst auf diesen riesigen kuscheligen Bett und lässt dein Kopf über die Bettkante baumeln.

Ihr zwei habt noch nicht mal geklärt, wer wo schläft, sofern ihr schlafen gehen solltet. Du wirst Kento  darauf ansprechen, sobald er aus den Badezimmer heraus kommt, aber irgendwie reizt dich schon irgendwie die Vorstellung einen Blick in das Badezimmer zu werfen.

Er ist nackt und irgendwie würde es dich schon interessieren, was er unter seinen Anzug versteckt. Als hätte er deine Gedanken gelesen, hörst du, wie die Badezimmer aufgeht und Nanami in Boxhershorts hinaus tretet.

»Ich habe keine Ahnung, was Satoru damit bezwecken wollte, dass wir uns ein Zimmer nehmen. Beziehungsweise er uns eins bucht, aber wir sollten uns noch ein bisschen ausruhen, bevor wir den Fluchgeist austreiben«, meint er, ohne eine Miene zu verziehen.

»Und was genau soll das für uns heißen? Wir haben nur ein Bett«, willst du von ihm wissen und betest innerlich dafür, dass er sagt, dass es ihm nichts aussmacht, mit dir in einen Bett zu schlafen.

Innerlich schwebst du schon auf Wolke sieben und kannst dir ein kleines Lächeln nicht verkneifen.

Los, sag es, Nanami!

Dein Blick wandert von seinem Gesicht zu seiner trainierten Brust  hinunter, die sich eindeutig sehen lassen kann. Langsam lässt du deinen Blick weiter nach unten wandern, bis du auf seine Bauchmuskeln stößt und eine feine V-Line entdeckst, die in seiner Boxershorts verschwindet.

Himmel!

Wenn dieser Mann wirklich neben dir schlafen solltest, wacht er neben einer verbluteten Leiche auf.

»(D/N). Hörst du mir überhaupt zu?«, reißt dich Kento aus deinen Gedanken heraus und du schaust ihm in seine Augen

»Ähm, was hast du gesagt? Sorry, ich war in Gedanken versunken«, entschuldigst du dich bei ihm.

Kento stöhnt genervt auf und kommt auf dich zu, aber bevor er doch vollkommen reicht hat, setzt du dich schnell auf und fährst mit deiner Hand durch deine (H/F) Haare.

»Dein Kopf ist ganz rot. Ich habe außerdem gesagt, dass wir uns abwechseln können mit den schlafe-«, erzählt er dir, aber du unterbrichst ihn einfach.

»Wir können auch zusammen im Bett schlafen. Ich meine, dass das mich nicht stört, weil ich weiß, dass du ein anständiger Mann bist«, sagst du mit geröteten Wangen.

Für einen kurzen Augenblick herrscht Stille zwischen euch und Nanami scheint nicht auf deinen Vorschlag eingehen zu wollen, zumindest hast du das Gefühl, bis er seinen Mund öffnet.

»Rutsch auf deine Seite, bitte.«

Kaum hat er das ausgesprochen, öffnest du deinen Mund, aber schließt ihn sogleich wieder, stattdessen tust du, was der ältere gesagt hat und rutschst auf deine Bettseite.

Der Blondhaarige hebt die Bettdecke hoch und legt sich auf das Bett. »Leg du dich am besten auch hin. Wir wollen ja nicht, dass einer von uns unkonzentriert später sein wird.«

»Ich sehe das genauso, wie du.« Nachdem du ihm recht gegeben jast, schlüpfst auch du unter eure Bettdecke  und wie aus dem Nichts, spürst du seine Hand an deiner Hand.

Es mag eine flüchtige Berührung sein, weil ihr in einem Bett schlafen werdet, aber du könntest gerade nicht glücklicher sein, als jetzt.

Plötzlich fängt dein Handy an zu klingeln, dass neben dir auf den Nachtdchrank liegt und du greifst nach diesem.

Bruderherz.

Du atmtest hörbar aus, bevor du den Anruf entgegen nimmst und hörst tatsächlich eine Frage von ihm, mit der du nicht gerechnet hättest. »Und hat meine süße kleine Schwester schon Nanami geküsst?«, bohrt er fröhlich nach.

»Satoru! Ich kann das gerade nicht beantworten.«

»Dafür gibt es nur eine Möglichkeit und zwar, dass er in deiner Nähe sein muss, was?«, fragt er und lacht nebenbei.

»Ich werde gleich mit dir reden, wenn ich das Zimmer verlassen habe, Bruderherz.«

»Warte, wenn Gojo anruft, dann hat das sicher auch etwas mit der Mission zutun. Bleib hier«, mischt sich der Blondhaarige ein, als er sieht, dass du aufstehen willst.

Du hingegen stehst trotzdem auf, oder versuchst es, denn womit du ganz sicher nicht gerechnet hättest, ist das, dass sich Nanami über dich Rollen würde, damit du nicht aufstehen kannst.

Natürlich stützt er seine links und rechts neben deinen Kopf ab, damit sein Gewicht dich nicht komplett erdrückt.

»Kento.«

»Ach, ja, bevor ich es vergesse, Schwesterlein. Die Mission gibt es nicht und ich wünsche euch eine gute Nacht. Du solltest überlegen, was du Kento sagst. Es liegt an dir, was du aus dieser Nacht machen kannst «, teilt dir Satori mit, bevor er auflegt.

Kento nimmt dein Handy aus deiner Hand, in der Hoffnung, dass er noch Satoru sprechen kann. »Er hat aufgelegt.«

»Hat er irgendwas gesagt wegen der Mission?«, willst er wissen, während er dich sehr intensiv ansieht.

»Nein, er hatte bestimmt langweile, oder so.«

»Verstehe, tut mir leid, dass ich dich gerade so überfallen habe, dabei hast du noch vor kurzem gesagt, dass ich sowas nicht tun würde und anständig sei«, entschuldigt er sich bei dir und fährt sich mit einer Hand durch das blonde Haar.

Als er die Anstalt macht wieder herunter von dir geheb zu wollen, richtet du dich mit klopfenden Herzen etwas auf und schlingst deine Arme um ihn.

»(D/N)?«, fragt Kento, der eindeutig verwirrt klingt.

»Tut mir leid. Es kam gerade so über mich, dich umarmen zu wollen«, nuschelst du.

»Schon gut, bei dir ist das etwas anderes, außerdem hat mich schon lange niemand mehr so umarmt.« Er wider kurz deine Umarmung, bevor er diese beendet, aber nicht die Anstalt macht, von dir zurück zu weichen.

"Es liegt an dir, was du aus dieser Nacht  machen kannst." Die Worte deines Bruders schwirren dir noch immer in deinen Kopf herum und du fasst all deinen Mut zusammen, den du aufbringen kannst. Er bewegt sich langsam von dir herunter, aber dadurch, dass du dich vorgelehnt hast, treffen sich für einen kurzen Moment eure Lippen.

Kento hat sich wieder neben dir hingelegt, aber so, dass er in dein Gesicht schauen kann. »Ähm...also...der Kuss eben...«, stottert du herum.

»Er war ausversehen, oder?«, will er wissen.

»Nein, er war vollkommen beabsichtigt.«

»Der Kuss war schön. Auch wenn er kurz war, aber wir sollten uns jetzt wirklich ausruhen, damit wir fit für den Fluchgeist sind«, sagt er monoton.

Du rutschst langsam näher an Kento heran, was ihn dir Stirn runzelte lässt, aber er lässt dich machen, was du willst. »Weißt du, mein Bruder hat uns vielleicht verarscht. Er hat es mir ergeben gesagt«, gestehst du ihm.

»Er hat was geta-?«, will er verärgert fragen, aber du lässt ihn nicht ausreden, sondern drückst ihm einen längeren und intensivieren Kuss auf den Mund.

Satoru wird dir das schon verzeihen, dass du ihn verraten hast, aber du willst nun mal nicht Kento anlügen, weil du es dir nicht ihm verscherzen möchtest.

Jetzt zählt nämlich nur noch er und du, was morgen ist, kann euch momentan egal sein und dein Bruder wird die Standpauke von Nanami schon überstehen, da bist du dir ganz sicher.
 
 
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