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Melodie des Chaos

Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P12 / Gen
05.11.2021
05.11.2021
1
1.200
10
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4 Reviews
Dieses Kapitel
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05.11.2021 1.200
 
Ein kleines Geschenk für Leena. ❤

***



Eisige Kälte umgab Elias. Es war still in der Ruine von Morias Tempel. Nur seine Schritte knirschten auf dem Schnee. Hier hatte alles angefangen und hier sollte auch alles ende.
Sein Blick wanderte in den Himmel, an dem sich die Aurora Magica entlangschlängelte. Es war ein wunderschöner und hypnotisierender Anblick, auch wenn er nichts Gutes bedeutete.
Die grünen Lichter läuteten das Ende ein. Elias schüttelte seinen Kopf und fokussierte seinen Blick wieder auf den Altar, der vor ihm lag.
Die Magie wurde immer instabiler und lange würde es nicht mehr dauern, bis der Nexus in sich zusammenbricht und die Welten ineinander stürzen.
Bedächtig schritt Elias die Stufen zum Altar und näherte sich dem Ovum. Ein Lächeln huschte ihm über die Lippen. Es rief seinen Namen, er konnte es hören.
Da war es, das Ovum Van Kaos, das mächtiges magische Artefakt. Sein Bruder wäre stolz auf ihn. Er würde das zu Ende bringen, woran Ares zugrunde ging.
„Ich mach das nur für dich. Für eine bessere Welt, Bruder“, flüstere Elias leise. Für einen Augenblick betrachtete Elias das wunderschöne Ovum.
Behutsam legte Elias seine Hände um das Ei. Zufriedenheit und Energie durchströmten seinen Körper. Er würde das Gleichgewicht wiederherstellen.
Jetzt benötigte er nur noch den Gesang einer Meerjungfrau, um die Magie im Ovum kontrollieren zu können.
„Lass das Ei liegen, Hexerich.“ Ertönte es.
Elias’ Mundwinkel zuckten leicht. Sein Schatten war endlich aus seinem Versteck gekommen. „Was ist, wenn ich das Ei trotzdem mitnehme?“, erwiderte Elias ruhig.
„Dann schieße ich!“
Elias ließ von dem blauen Ei ab und dreht sich mit einem Grinsen um. Der Mensch, mit dem er noch vor einigen Wochen nach einer Lösung gesucht hatte, stand nur wenige Meter von Elias entfernt und richtete seine Waffe auf ihn.
„Ihr Menschen seid so herrlich naiv. Jarik, du glaubst, du könntest etwas gegen mich ausrichten?“
„Du bist keine Gefahr für mich, außerdem kann ich es nicht zulassen, dass du die Menschheit ins Verderben stürzt.“ Jarik war entschlossen. Er würde Elias töten, wenn es nötig wäre, auch wenn der Auftrag lautet, den Hexerich lebendig mit dem Ovum in die Basis zu bringen.
Elias nahm einen tiefen Atemzug bevor er sprach. „Ich stürzte sie nicht ins Verderben. Der Inhalt des Ovums verhindert, dass unsere Welten zusammenbrechen, auch wenn es bedeutet, beide dauerhaft zu verbinden.“
„Ich mein es ernst. Lass das Ei liegen und geh zurück.“
Kopf schüttelnd dreht Elias sich zu dem Ovum und nahm es in die Hände eher sich wieder zu Jarik drehte. „Und jetzt geh mir aus dem Weg oder ich muss dir wehtun.“ Elias fixierte Jariks blau-graue Augen. Ein Klicken war zu hören. Elias fing zu lachen an. „Oh, du hast einen Bannkreis aus Runen um uns gezogen, um meine Magie zu blockieren. Du bist gar nicht so dumm wie ich dachte und doch spielst du mit dem Gedanken mich zu erschießen. Ich hoffe, dir ist bewusst, fällt das Ovum auf den Boden und zerbricht, entlädt sich schlagartig die gesamte Chaosmagie, oder? Und glaub mir, die Sache geht dann für niemanden gut aus. Zudem ihr niemanden mehr habt, der das Weltenchaos verhindern kann.“
„Du lügst.“ Jarik konnte und wollte nicht glauben, dass sich der Untergang der Zivilisation, in diesem Ei, befand. Es war gegen jede Logik.
Elias runzelte die Stirn. „So tu ich das? Kannst du damit leben, am Untergang der Welt schuld zu sein?“
„Deine Psychospielchen ziehen bei mir nicht.“
Elias seufzte. „Na gut, wenn du es so willst.“
Mit Vorsicht legte er das Ei zurück auf den Altar. Gerade, als er es absetzte, bemerkt Elias die schwarze Verfärbung seiner Finger. Das Chaos war in ihn übergegangen, jetzt gab es kein Zurück mehr. Elias schluckte, griff nach seinem Schwert und zog es aus der Scheide, als er plötzlich einen roten Punkt auf seiner Brust bemerkte. Mit einem neutralen Blick sah er zu Jarik. „Ernsthaft? Du kannst dich nicht einmal mir allein stellen? Ihr müsst echt alle Angst vor mir haben.“
„Wir müssen sichergehen, dass die Macht des Ovums nicht entfesselt wird.“
Elias’ Blick fiel auf eine Person, die auf einem Vorsprung in der Felsenwand lag. „Sag deiner Freundin, sie soll ihren roten Punkt von mir mehr, dann gebe ich dir das Ei, ihr könnt es ohnehin nicht nutzen.“
„Nur um das klarzustellen, sie ist nicht meine Freundin.“ Jarik hob seine Hand und der Punkt verschwand von Elias Brust. „Und jetzt reich mir das Ovum.“ Elias warf sein Schwert auf den Boden, griff um sich herum und nahm das Ei.
Langsam stieg er die Stufen hinab, das Ei stets Jarik entgegengestreckt. „Nimm es dir.“ Ohne Elias aus den Augen zulassen, steckte Jarik seine Waffe zurück in das Holster. Er wusste, dass es ein Trick sein musste. Innerlich spielte er alle möglichen Szenarien durch.
Jarik streckte seine Hand aus und wollte nach dem Ei greifen. Doch dann stürmte Elias los, presst das Ei an sich und takelte Jarik mit seiner Schulter um. Beide knallten mit einem dumpfen Schlag auf den Boden. Elias ließ das Ei los, welches davonrollte.
Beide Männer rangelnden am Boden um die Oberhand. Während Elias versuchte, Jarik die Luft abzudrücken, versuchte Jarik wieder an seine Waffe und mit der anderen Hand an Elias Augen zu kommen.
Ein Schuss ertönte. Elias war für eine Sekunde unaufmerksam und ließ von Jarik ab, als ein stechender Schmerz seinen Körper durchzog. Sein Atem stockte.
Elias sah an sich hinab. „Nicht schon wieder“, presste er hervor und rollte sich von Jarik, auf die Seite. Er zog den silbernen Dolch aus seinem Bauch. Er wollte aufstehen, doch er konnte nicht, sein Körper weigerte sich.
„Du Mistkerl“, keuchte Elias. Das Silber hatte seinen Körper in eine Starre versetzt. Jarik rappelte sich auf und rannte los. Er griff nach dem Ei, welches zum Glück unversehrt geblieben war. Ein Laut der Erleichterung entglitt Jarik. Er wusste ganz genau, welches Chaos, dieses Ei über die Menschheit bringen würde. Sein Blick wanderte zu Elias, der seine Hand auf die Wunde presste.

„Cut! Das war großartig!“, ertönte es und mit einem Schlag wurde das Set von Melodie des Chaos hell erleuchtet. Jarik ging zu Elias und half ihm auf. „Sechzig Minuten Pause und dann geht es mit Leonie, Ellis und Blossom an Set zwei weiter. Alle, die an den Nachdrehs beteiligt sind, finden sich PÜNKLICH dort ein.“
Die Regisseurin ging auf ihre beiden Hauptdarsteller mit einem Grinsen zu. „Jungs, ihr seid klasse! Ich habe noch nie nach nur vier Takes eine finale Szene abgedreht. Ihr könnt stolz auf euch sein. Ich sag euch, dieses Serienfinale wird der Hammer und dann, ist es auch noch ein Crossover!“ Sie hob die Daumen, als sie an den Jungs vorbeilief.
„Und ich sterbe mal wieder“, stieß Elias genervt aus. Jarik klopfte seinen Kollegen auf die Schulter. „Du bist eben der Kenny von Melodie des Chaos. Komm mal ans Set von UNSF-Europe, da stirbt ständig jemand. Die Namen meiner Schauspielkollegen merke ich mir schon gar nicht mehr. Eigentlich warte ich die ganze Zeit, dass es mich mal erwischt.“ Elias lachte. „Ich hoffe, du stirbst dramatischer als ich.“


A/N: Jarik gehört Leena und ist aus der Geschichte  Anders als gedacht.
Schaut doch mal bei ihr vorbei, wenn ihr spannende Militärgeschichte mit Suspens und Romanceanteil mögt.
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