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Flüsterton

von lila-lida
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Romance / P16 / MaleSlash
Jungkook V
04.11.2021
13.05.2022
41
92.877
46
Alle Kapitel
374 Reviews
Dieses Kapitel
9 Reviews
 
 
13.05.2022 2.936
 
Hallo ihr Lieben,

ich dachte, der Epilog steht, warum soll ich euch jetzt noch ewig warten lassen. Freitag, der 13. ist doch sicher genau das richtige Datum für ein Update, finde ich. Oder? :D

Also, hier sind wir am Ende angekommen. Als ich angefangen habe hochzuladen, hätte ich niemals gedacht, dass ich so viele Leute mit Flüsterton erreichen würde und ich bin so happy über eure Worte, Gedanken, Nachrichten, Kritiken und euer Mitfiebern.

Wenn ich dieses Kapitel hochlade, hat Flüsterton 365 Reviews, 38 Sternchen, 30.634 Views (WHAT?), 116 Favouriteneinträge, 47 Lesezeichen und befindet sich in 10 Offline-Bibliotheken. Ihr seid der Wahnsinn. Ich habe so viele Stunden mit Tae und Kookie verbracht beim Schreiben, aber mir ist beim Ansehen der Zahlen bewusst geworden, dass ihr das auch getan habt. Dass ihr auch viele Stunden mit den beiden zugebracht hat und ich kann gar nicht sagen, wie happy mich das macht.

Und das wäre ohne ENEM gar nicht passiert, die mich immer wieder angeschubst hat, dass ich Flüsterton doch hochladen soll, obwohl ich mich nicht so recht getraut habe. Danke nochmal an dieser Stelle dafür :)

Und ich bin auch so dankbar für die Gespräche, die ich durch Flüsterton führen durfte, über Kontakte die entstanden sind. Es war mir ein Fest mit euch.

Ein Fest, das mit diesem Kapitel (erstmal) zu Ende geht. Derzeit ist keine neue Story in Planung, aber folgt mir gern, wenn es etwas neues gibt, lade ich es bestimmt hoch. Leider kann ich aber momentan nicht mit einer großen Ankündigung um die Ecke kommen ;(

Noch ein Wort zum Epilog. Das ist nicht der ursprüngliche Epilog, den ich hatte, als ich die Story früher beenden wollte. Dieser spielte in New York als sie wegen der UN dort waren. Ich habe immer wieder viele Gedanken zum Epilog gehabt, immer wieder wenn etwas passiert ist, in LA, in LAs Vegas, in Seoul dachte ich, und DAS wird der Epilog. Als ich ihn dann geschrieben habe, ging es auf einmal im letzten Teil in eine Richtung die ich zuerst gar nicht auf dem Schirm hatte, die mir aber gefallen hat, weil sie den Kreis zum Prolog schließt. :)

Ich hoffe der Epilog gefällt euch und ich kann euch eins sagen: ich werde euch furchtbar vermissen.

Macht's gut. Bis bald.
Borahae :)

Lida




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~*~


Epilog


~*~




Jungkook

Ich sitze auf dem Boden, gegen mein Hotelbett gelehnt. Die Tür meines Zimmers ist offen und Tae sitzt mir gegenüber, allerdings einige Meter von mir entfernt im Flur. Möglichst weit von mir weg und ich hasse es.

Aber bei meiner Ankunft in den USA bin ich positiv auf Corona getestet worden und deswegen dürfen die anderen Member nicht zu mir. Selbst Tae nicht.

Natürlich will ich ihn nicht anstecken, aber Tae hatte schon Corona und währenddessen habe ich mich überhaupt nicht an die Regeln von Big Hit gehalten. Haben sie mir gesagt, ich darf nicht zu Tae? Ja sicher haben sie das.

Bin ich trotzdem jeden Tag bei ihm gewesen und habe ihn festgehalten? Auf jeden Fall.

Aber das war zuhause in Korea in unseren eigenen vier Wänden. Jetzt sind wir aber umgeben von Staff und Managern. Und es geht auf die Grammys zu. Ich komme höchstwahrscheinlich einen Tag vor den Grammys aus meiner Isolationshaft, aber wenn Tae sich anstecken würde, wären die Grammys für ihn gelaufen.

Das will ich auf keinen Fall riskieren.

Also ist das hier unsere einzige Möglichkeit miteinander von Angesicht zu Angesicht zu reden. Indem ich hier vor meinem Bett sitze und Tae dort drüben auf dem Boden des Hotelflurs.

Und immer wieder rennt Staff an uns vorbei oder die anderen Member.

Ich kann mir wirklich schönere Situationen vorstellen.

„Du fehlst so sehr bei den Proben“, sagt Tae, während er den Kopf gegen die Wand lehnt und die Füße anzieht. „Du und Hobi-Hyung. Zu viert funktionieren wir einfach nicht.“

Zu viert. Ja, denn Hobi sitzt noch in Korea fest und ist Corona-positiv. Jin ist an der Hand operiert worden und darf nicht performen. Und ich hocke in diesem Hotelzimmer und tanze mir allein die Seele aus dem Leib.

Wir haben so lange für die Grammys geprobt und jetzt ist alles so unsicher. Die Grammys haben uns eigentlich für Donnerstag einen Termin für die Generalprobe gegeben, aber bis dahin bin ich noch nicht aus der Quarantäne und Hobi noch nicht in Las Vegas. Big Hit arbeitet gerade daran, dass wir eine Chance bekommen, später zu proben.

Wir gehen mit unserer Choreografie ein hohes Risiko ein. Dass uns eine Woche Probezeit fehlt, ist schon schlimm genug, aber wenn wir nicht vor Ort proben können, weiß ich nicht, wie das alles noch werden soll. Dann müssen wir unseren Auftritt vielleicht doch noch canceln.

Ich wünschte, dass Tae mich jetzt im Arm halten könnte. Ich würde mich gern an ihn kuscheln.

„Ich wünschte, du wärst hier drin bei mir“, sage ich und es nervt mich, dass ich so laut reden muss, damit er mich da drüben überhaupt hören kann. Ich will flüstern, es ihm ins Ohr sagen. Eine Verletzlichkeit zwischen uns beiden, nicht bestimmt für den Staff oder die anderen Member.

Selbst wenn der Staff immer so tut, als hätten sie keine Ohren und schweigend und schnell an uns vorbeilaufen, sie hören uns ja dennoch. Sollten sie aber nicht, geht sie überhaupt nichts an.

„Ich wäre auch gern bei dir“, sagt Tae und sieht mich bedauernd an. „Ich würde dich gern festhalten.“

„Ja“, schmolle ich und schiebe die Unterlippe vor.

„Dich streicheln.“

Ich nicke.

„Vielleicht auch ein bisschen mehr machen.“

„Tae!“ Ich verstecke mein hochrotes Gesicht in meinen Armen. Es muss doch niemand hören, was wir für Dinge machen, wenn wir allein sind. Das geht niemanden was an.

Tae blickt sich kurz um. Den Flur hinauf und wieder hinab. „Ich würde so gern da weiter machen, wo wir Samstag aufgehört haben.“

Samstag aufgehört haben. Samstag.

Wir waren in meiner Wohnung und haben die Zeit miteinander mehr als genossen. Ich hatte nie gedacht, dass Sex etwas wäre, das mir jemals so sehr gefallen würde.

Taes Nähe, Taes Berührungen bedeuten mir alles. Sie beruhigen mich nach einem anstrengenden Tag und sie machen mich völlig wahnsinnig, auf eine ganz aufregende Art.

„Wenn dich jemand hört“, murre ich, aber Tae grinst daraufhin nur. Er liebt es, wenn ich rot werde.

Jetzt krabbelt er über den Boden und kommt meiner Tür näher, bleibt im Türrahmen hocken, immer noch sicher zwei Meter von mir entfernt, dennoch reagiere ich sofort und rutsche hinauf auf das Bett.

Abstand zu ihm, Abstand.

„Was sollen sie hören?“, flüstert Tae. Laut genug, dass ich jedes Wort höre. „Wie sehr du dich gehen lassen kannst, wenn ich die Kontrolle übernehme?“, fragt er und leckt sich über die Lippen. „Sollen sie nicht wissen, wie laut du meinen Namen stöhnst, wenn ich dich nehme?“, fragt er und ich seufze. Tae hat mich gelehrt, wie sehr ich auf Worte allein reagieren kann. Er braucht nicht viel, um mich zu erregen, weil er genau weiß, was er sagen oder tun muss.

Nichts anderes kann mich erregen, er allein scheint meine Lust in seinen Händen zu tragen. Erotische Filme, nackte Männerkörper. Nichts hat eine Wirkung auf mich, nur Tae.

„Sollen sie nicht wissen“, fragt Tae weiter und seine Stimme wird eine Nuance tiefer, „wie wild du werden kannst, wenn du mich nimmst? Willst du nicht, dass jemand weiß, dass du überhaupt nicht unschuldig bist?“

Alles in mir kribbelt. Ich will Taes Worten weiter zuhören, mich in ihnen verlieren. Alles tun, was er sagt, damit ich am Ende die Erlösung bekomme und gleichzeitig will ich, dass er aufhört, bevor dieses Spiel entdeckt wird.

„Taehyung-ah …“

Er dreht sich um, als Yoongi im Korridor aufgetaucht ist. „Wir fahren gleich los zur nächsten Probe.“

Tae nickt daraufhin, bevor er sich mir wieder zuwendet.

„Denk an mich, solange ich weg bin“, flüstert er und zwinkert mir zu, bevor er einfach aufsteht und verschwindet.



~*~




Taehyung

Ich tigere von Jungkooks Zimmer auf und ab, schon seit einer gefühlten Ewigkeit. Wie lange kann so ein dummer Corona-Test denn bitte dauern?

Doch endlich öffnet sich die Tür. Diese Amerikanerin, die aussieht, als würde sie zu einer Marsmission aufbrechen, scheint unter ihrer Schutzausrüstung zu lächeln. Sicher bin ich mir aber nicht, da ich lediglich ihre Augen sehen kann.

Und sie sagt auch nichts. Sie geht einfach.

Ganz toll.

Aber da sehe ich Jungkook im Türrahmen auftauchen.

„Und?“, frage ich, aber er schaut so ernst, dass mir das Herz in die Hose rutscht. Wie soll unsere Performance ohne ihn funktionieren? Und ich will auch gar nicht zu den Grammys ohne ihn. Wie schrecklich wäre das, wenn wir einen Grammy bekommen und er ist nicht dabei?

Doch meine Gedanken verpuffen, als ich sein Grinsen bemerke. „Super negativ“, erklärt er.

„Endlich!“, stoße ich erleichtert aus und jetzt hält mich nichts mehr. Ich stürme in sein Zimmer, schlinge beide Arme um seinen Nacken und küsse ihn. Küsse ihn. Gott, ich küsse ihn um die verlorene Zeit wieder gut zu machen.

Seit wir zusammen sind, ist kein einziger Tag vergangen, ohne, dass wir uns nicht geküsst hätten. Selbst als ich positiv gewesen bin, hat Jungkook sich davon nicht abschrecken lassen.

Die letzten Tage waren die pure Folter.

Und jetzt, ihn so nah bei mir zu haben, ihn endlich wieder zu spüren, seine Lippen auf meinen zu fühlen und sein Geschmack.

Endlich.

„Tae“, flüstert Jungkook, während seine Händen sich um meine Hüften legen, er mich näher an sich zieht. Er küsst mich, als wollte er mir die ganze Sehnsucht der letzten Tage beweisen. „Ich hab dich so vermisst.“

Aus seinen großen, runden Augen sieht er mich an und ich streichle ihm durch die Haare. „Ich dich auch, Jagiya.“

„Heute Nacht bleibst du bei mir, oder?“

„Versprochen.“

Ich werde ihn überhaupt nicht mehr loslassen. Ich habe viel zu lange auf seine Nähe verzichten müssen. War allein in Las Vegas unterwegs, bin nicht mit Jimin, Namjoon und Jimin auf ein Silk-Sonic-Konzert gegangen, weil ich meinen Kookie dabei haben wollte. Dafür holen wir das heute Abend alles nach, das habe ich ihm versprochen.

„Ich liebe dich“, flüstert Jungkook, als er mich wieder umarmt. Er kann genauso wenig die Finger von mir lassen, wie ich von ihm und es tut so gut, seine Berührungen endlich wieder zu bekommen. Ich habe sie so sehr vermisst. Seine zufälligen Berührungen, wenn wir im Trainingsraum sind. Seine Küsse, sobald eine Tür hinter uns zugefallen ist.

„Ich liebe dich mehr.“

„Kann gar nicht sein.“ Er schmunzelt und tritt die Tür zu, schiebt mich dagegen. Unser Kuss wird intensiver, verzweifelter.

Wie habe ich jemals ohne diesen Mann an meiner Seite leben können? Wie habe ich es jemals ausgehalten, nicht von ihm geküsst zu werden? Wie konnte ich ohne seine Hände auf meinem Körper leben?

Wir sind schon fast ein Jahr zusammen, aber es ist noch immer so aufregend wie am Abend unseres ersten Kusses. Und ich will definitiv nicht, dass des irgendwann aufhört, aufregend zu sein.

Ich will es nicht als selbstverständlich erachten, dass er sich von allen Menschen auf der Welt mich ausgesucht hat.

Ich will dieses Kribbeln behalten, das immer noch da ist, wenn er mich küsst.

„Jagiya.“

„Nicht reden.“ Er küsst meinen Hals. „Wir haben so viel geredet und zu wenig … andere Dinge getan.“

Mit einem Ruck stoße ich mich von der Tür ab und erkämpfe mir die Oberhand. Die ich nur habe, weil Jungkook überrascht ist, aber das ist mir egal. Ich schiebe ihn zum Bett, schubse ihn darauf und krieche direkt über ihn.

Andere Dinge will er. Andere Dinge kann er haben.



~*~




Taehyung

„Kookie, du hast zu viel getrunken“, sage ich und dirigiere ihn vor mir her. So hatte ich mir das Ende des Grammyabends eigentlich nicht vorgestellt.

Gut, in meinen Träumen haben wir den Grammy bekommen, waren der Act des Abends (zumindest das waren wir tatsächlich, glaube ich) und am Ende würden Jungkook und ich den Sex unseres Lebens haben.

Aber nein, wir haben keinen Grammy bekommen, sind mal wieder für die Einschaltquoten von ARMY ausgenutzt worden und so richtig begeistert war man bei den Grammys auch nicht, dass wir nicht an der After-Show-Party teilnehmen wollten.

Wir sind zurück ins Hotel gefahren und haben das gemacht, was wir immer machen, ob wir nun gewinnen oder verlieren, wir haben ein Vlive gestartet.

Nach besagten Vlive, das uns alle zumindest ein bisschen aufgemuntert hat, musste Jungkook aber unbedingt noch weitertrinken und jetzt ist er in einem ähnlichen Gemütszustand wie vor zwei Jahren, als er nach der Party mit seiner 97 Line nach Hause gekommen ist.

Ich fürchte, den atemberaubenden Sex kann ich genauso von der Liste streichen, wie den Grammy. An diesen Punkt wäre es wohl wahrscheinlicher, wenn die Academy höchstpersönlich vorbei kommt, uns erklärt es wäre ein Irrtum und uns doch noch einen Grammy überreicht.

„Ich hab fast gar nix getrunken“, erklärt er. Ich lehne ihn gegen die Tür und ignoriere sein Geplapper. Irgendwie muss ich ihn wohl noch aus diesen Klamotten bekommen. Doch er möchte heute Abend nicht so hilfreich sein, denn kaum dass ich ihm über die Wange streichle, lehnt er sich gleich gegen mich. Ich lege einen Arm um ihn.

„TaeTae.“

„Ja.“ Ich ziehe ihn langsam zu mir, weil er offensichtlich gerade meine Nähe sucht. Jungkook kann sehr anhänglich sein, aber wenn er betrunken ist, noch ein bisschen mehr.

„Ich …“, setzt Jungkook an, da klingelt sein Handy.

Unwillig murrt er und weil er so unbeholfen ist, fische ich es aus seiner Hosentasche. „Es ist Dong-min“, erkläre ich und nehme den Videoanruf an.

„Hey Chingu“, sagt er und dann weiten sich seine Augen überrascht, als er merkt, dass er gar nicht Jungkook vor sich hat. „Taehyung-Hyung … alles okay?“

„Ja, alles super.“ Ich möchte wirklich ein ernstes Gesicht machen, aber mit Jungkook, der das Gesicht in meine Halsbeuge schmiegt und an mir schnuppert, ist das wirklich nicht so einfach.

„Oh, ich sehe schon. Ich störe beim Feiern?“, fragt Dong-min.

„Es gibt nix zu feiern“, knurrt Jungkook da. „Kein Grammy, kein gar nix.“

„Na, das würde ich so nicht sagen. Das Internet flippt aus wegen eurem Auftritt. Das solltet ihr euch morgen mal anschauen. Ihr habt vielleicht den Preis nicht, aber die ganze Aufmerksamkeit.“ Dong-min strahlt uns beide an, aber er weiß wohl auch, dass das heute ein schwacher Trost ist.

„Kannst du morgen nochmal anrufen?“, frage ich den besten Freund meines Freundes. „Ich muss Kookie ins Bett verfrachten, fürchte ich. Er ist ein bisschen hinüber.“

„Sieht mir auch so aus. Da werden Erinnerungen aus 2020 wach.“

Die ich gar nicht haben will, denke ich, aber ich verkneife mir den Kommentar und verabschiede Dong-min. Kookies Handy werfe ich auf das Bett, bevor ich ihn wieder gegen die Tür lehne.

Als ich vor ihm auf die Knie gehe, um ihm die Schuhe auszuziehen, fühle ich mich allerdings unwillkürlich erneut an diesen Abend in 2020 erinnert.

Kaum sind die Schuhe ausgezogen und ich bin wieder aufgestanden, lässt Jungkook sich wieder gegen mich fallen.

„Tae?“ Seine Finger krallen sich in mein Oberteil, während er sich an mich schmiegt. „Mir ist schwindelig.“

„Ich weiß, Jagiya. Ich bringe dich ins Bett, okay?“

„Mhm.“

Jungkook lässt sich von mir führen und recht schnell habe ich ihn auf dem Bett abgesetzt. Aus treuen Augen sieht er zu mir hoch, die schwarzen Haare ein bisschen zerwuschelt. Er sieht hinreißend aus.

Er lässt sich nach hinten sinken und bleibt mit ausgebreiteten Armen auf dem Bett liegen.

„Kookie?“

„Hm.“

Ich glaube nicht, dass ich mit viel Kooperation rechnen kann, aber ich kann ihn doch auch nicht in im Anzug hier liegen lassen.

„Komm schon. Du musst aus den Klamotten raus.“

Ein unwilliges Brummen folgt.

Ich klapse ihm leicht gegen den Oberschenkel. „Die Hose runter. Das Oberteil aus.“

Natürlich bekomme ich keine Reaktion, außer ein gemurmeltes „Mach du, machst du ja sonst auch.“

Da er da nicht ganz unrecht hat, gebe ich mich geschlagen. Ich öffne seine Hose und greife in den Bund, ziehe sie ihm von den Beinen.

Unter der Hose zum Vorschein kommen schwarze Calvin-Klein-Retropants, die ich schon häufig an ihm gesehen habe. Die ich ihm schon häufig ausgezogen habe.

Normalerweise widme ich mich gern und ausgiebig seinem Bauch und seinen Oberschenkeln. Küsse sie, streichle sie. Es macht ihn verrückt, wenn ich die Innenseite seiner Oberschenkel berühre und küsse, aber heute Nacht werden wir wohl beide nicht in den Genuss dieses Vergnügens kommen.

Also kümmere ich mich darum, sein Hemd auszuziehen. Das Aufknöpfen des Hemdes ist dabei weit weniger ein Problem, als ihn schließlich aus den Ärmeln zu bekommen. Jungkook beweist sich nicht gerade als besonders kooperativ.

Es ist heiß hier in Las Vegas, er hat jede Nacht nackt neben mir geschlafen, deswegen ziehe ich ihm gar nicht erst irgendwelche Schlafklamotten an, versuche ihn nur, unter die Bettdecke zu bekommen.

Aus halb geöffneten Augen sieht er mir dabei zu, wie ich mich ausziehe.

Normalerweise ist diese Art von Moment erotischer. Ich kann dann die Lust in seinen Augen sehen, aber heute ist da nichts als Müdigkeit.

Eigentlich müssten wir wohl auch beide unter die Dusche, aber das muss wohl bis morgen warten.

Ich krieche zu Jungkook unter die dünne Decke und sofort wälzt er sich herum, liegt halb auf, halb neben mir und er sieht mich einfach nur an.

Ich halte seinen Blick. Ich liebe ihn so sehr. Wie könnte ich jemals genug davon bekommen, ihn zu küssen?

Und dann plötzlich geht ein Ruck durch seinen Körper, er beugt sich zu mir und dann sind seine Lippen auf meinen.

Überrascht keuche ich. Es ist feucht und unkoordiniert. Es schmeckt fürchterlich nach Alkohol. Aber es ist Jungkook. Und deswegen ist es perfekt.





ENDE






Freitag, 13. Mai 2022
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