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Roberts Lieblingsfest

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Bibi Blocksberg Dr. Eichhorn
31.10.2021
25.11.2021
6
10.476
3
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25.11.2021 1.115
 
Ihr wollt wissen, wie es mit den beiden weiter geht? Nun, die beiden führen bis zum Frühjahr eine sehr harmonische Fernbeziehung. Sie sehen sich so ist es möglich ist und telefonieren und schreiben täglich miteinander. Als Bibi ihren Osterurlaub dann in Falkenstein verbringt, bittet Robert sie schließlich bei ihm einzuziehen. Es passt alles perfekt, denn Bibi findet fast sofort eine tolle neue Stelle in Rotenbrunn und so zieht sie wenige Wochen später überglücklich bei Robert ein.

Genau ein Jahr nach dem sie beiden ein Paar geworden sind, stehen Bibi und Robert wieder beim Martinsfest und lächeln sich verliebt an. Als der Martinsumzug den dunklen Park erreicht, lässt Robert sich mit Bibi zurückfallen. Er dirigiert sie zu einer Bank, die unter einem großen Baum steht. Dort setzt er sich mit ihr hin. "Was machen wir hier?" fragt Bibi ihren Freund neugierig, während sie sich an ihn kuschelt. "Ich dachte wir genießen die romantische Stimmung." sagt er. "Die romantische Stimmung zieht da aber gerade mit den bunten Laternen der Kinder davon. Gleich sitzen wir hier nämlich im dunklen und ich weiß nicht, wie romantisch es dann noch ist, wenn wir uns nicht Mal mehr sehen können." erwidert Bibi amüsiert. "Dann sollten wir einfach für etwas Licht sorgen." meint Robert geheimnisvoll. Dann steht er auf, zieht ein Feuerzeug aus der Hosentasche und zündet ein kleines Windlicht an, das neben der Bank steht. Staunend sieht Bibi zu, wie Robert noch mehr Teelichter in Gläsern entzündet, die rund um die Bank herum, verteilt stehen. Sie hätte die unauffälligen Gläser hier in der Dunkelheit überhaupt nicht gefunden, aber Robert scheint ganz genau zu wissen, wo sie stehen. Als die Falkensteiner mit ihren Laternen nicht mehr zu sehen sind, sitzt Bibi jedenfalls nicht im dunklen. Die ganze Umgebung wird dezent von zart flackerndem Licht beleuchtet. Jetzt tritt Robert wieder zu Bibi, doch er nimmt nicht neben ihr auf der Bank Platz, sondern bleibt vor ihr stehen und zieht sie ebenfalls auf die Beine. Liebevoll umarmt er sie, wobei er langsam keine Küsse auf ihrer Wange verteilt. Bibi genießt es. Robert hat sie schon das ein oder andere Mal während des vergangenen Jahres mit romantischen Gesten überrascht. Einmal hat er zum Beispiel Fackeln in seinen Garten aufgestellt, ein anderes Mal die Badewanne eingelassen und Rosenblätter auf dem Wasser für sie verstreut, oder er hat ihr ihr Lieblingsessen gekocht, dass sie dann ganz romantisch im Kerzenschein gegessen haben. "Ein Jahr. Unglaublich!" murmelt Robert gerade, während er sie liebevoll näher an sich zieht. "Ein ganz wundervolle Jahr." meint Bibi. Robert nickt, löst sich ein Stück von ihr und schaut ihr tief in die Augen. "Bibi Blocksberg, das letzte Jahr war, wie du gerade gesagt hast, einfach wundervoll. Ich kann mir mein Leben ohne dich gar nicht mehr vorstellen und das will ich auch überhaupt nicht nicht. Und deshalb..." an dieser Stelle holt Robert tief Luft und geht vor ihr auf die Knie bevor er wieder spricht. "... möchte ich dich bitten, dass du meine Frau wirst. Bibi, willst du mich heiraten?" fragt Robert atemlos und offensichtlich sehr nervös. Bibi schaut ihn einen Moment lang ganz verblüfft an, doch dann nickt sie wild und zieht ihn dabei auf die Beine. "Ja! ja! Klar will ich das!" ruft sie schließlich enthusiastisch und fällt ihm um den Hals. Glücklich lächelnd legt Robert seine Arme um sie und drückt sie fest an sich. Dann lässt er Bibi los, kramt erneut in seiner Hosentasche und holt dieses Mal eine dunkelblaue Schatulle heraus. Er öffnet die Schatulle und hält sie Bibi so hin, dass sie den hübschen, schlichten Ring sehen kann. "Dann darf ich dir den also anstecken?" will er lächelnd wissen. Bibi kann nur nicken, so sprachlos ist sie gerade. Sprachlos, aber sehr glücklich.

Glücklich ist sie auch im nächsten Herbst, als es dann tatsächlich so weit ist und die beiden heiraten. Sie haben sich für ein kleines persönliches Fest mit Freunden und Familie entschieden. Susanne Martin hat ihnen dafür nur zu gerne die Scheune des Martinshofes zur Verfügung gestellt. Die fleißigen Helfer Tina, Alex, Holger, Susanne und Christian haben alles wunderschön mit Kerzen, Lichterketten und dem ersten bunten Herbstlaub dekoriert. Tina hat es sich nicht nehmen lassen und hat mit einem Stanzer unzählige kleine Herzen aus Laub gemacht und diese als Streudeko zwischen den Blättern auf den Tischen rund um die Kerzen in ihren Gläsern verteilt. Alles sieht romantisch, gemütlich und sehr persönlich aus. Auch die Rede der Standesbeamtin war äußerst ansprechend gewesen.

Mittlerweile haben alle vom Buffet  gegessen und die Hochzeitstorte wurde auch schon angeschnitten. Fehlt eigentlich nur noch der Hochzeitstanz. Und für genau den nehmen Robert und Bibi gerade Aufstellung. Robert zieht seine Frau in seine Arme und bewegt sich mit ihr im Takt des langsamen Walzers. "Weißt du eigentlich, wie glücklich ich mit dir bin?" fragt er sie dabei leise. "Wenn du auch nur annähernd so glücklich bist wie ich gerade, dann habe ich in etwa eine Ahnung davon." antwortet Bibi schmunzelnd. Sie hat das Gefühl, bei Robert voll und ganz angekommen zu sein. Endlich ist Falkenstein ihr Zuhause, sie hat hier gute Freunde, ihre Wahlfamilie und den besten Mann an ihrer Seite, den sie sich wünschen könnte.

Was gibt es sonst noch zu sagen? Die beiden leben glücklich und zufrieden zusammen. Natürlich streiten sie sich auch Mal oder ärgern sich über den anderen, aber sie raufen sich immer wieder zusammen. An ihrem Hochzeitstag Unternehmen sie jedes Jahr einen langen Spaziergang durch den Falkensteiner Forst und sammeln dabei immer besonders schöne Herbstblätter. Bibi hat damit begonnen jedes Jahr das schönste mit einem Datum zu versehen und alle an einer Schnur an der Wand am Kopfende ihres Bettes aufzuhängen. Ganz in der Mitte hängt das Blatt mit dem Herz, das Robert ihr bei ihrem ersten gemeinsamen Spaziergang geschenkt hat.

Außerdem gehen die beiden jedes Jahr aufs neue zum Sankt Martinsfest. Bisher waren sie nur einmal nicht dabei, seit sie zusammengekommen sind. Und dieses eine Mal, zwei Jahre nach ihrer Hochzeit, hatten sie auch einen wirklich guten Grund nicht hin zu gehen, denn sie waren zu dem Zeitpunkt im Krankenhaus auf der Geburtsstation um ihren gemeinsamen Sohn auf die Welt zu bringen. Am späten Abend des 11.11. wurde er schließlich geboren. Sie haben beschlossen ihm Moritz zu nennen und weil Sankt Martin nun Mal inzwischen ihr gemeinsames Lieblingsfest ist und er genau an diesem zur Welt kam haben sie ihm den Zweitnamen Martin gegeben. Nun geht es etwas trubeliger zu im Hause Eichhorn, vor allem je älter Moritz Martin wird, aber der Liebe der beiden tut das keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil.
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