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Nur diese eine Nacht - Miss Streichholz und Mister Benzin

von MarieSol
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P18 / Het
OC (Own Character) Riku Rajamaa
27.10.2021
19.11.2021
11
10.789
7
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29.10.2021 955
 
Die Stimme an ihrem Ohr lies ihr eine angenehme Gänsehaut über den Körper laufen „So fühlt sich dann wohl das Spiel mit dem Feuer an…“ murmelte der Mann so nah, dass sie seinen leichten Drei-Tage-Bart spürte. Beide bewegten sich im Takt der Musik weiter und Marie legte ihre rechte Hand auf seine, die noch immer auf ihrem Becken ruhte. Sie griff mit ihrer linken Hand über ihre Schulter und legte diese in seinen Nacken „Fragt sich nur, ob du das Benzin oder das Streichholz bist…“ entgegnete sie während er seine linke Hand auf ihren Bauch schob. So tanzen beide versunken in ihrer eigenen Welt bis die letzten Takte des Songs schließlich verklungen waren. Marie klopfte sanft mit ihrem Ringfinger auf Männerhand an ihrem Becken und ließ ihre Ringe aneinander klirren „Wir spielen wohl beide mit dem Feuer…“ raunte sie ihm zu während sie sich langsam in seinen Armen umdrehte. „Scheint so…“ entgegnete er und konnte den Blick nicht von ihrem Augen nehmen. Erneut setzte leise Musik ein: ein lateinamerikanisches Stück, langsam, voller Sehnsucht aber auch voller Leidenschaft. Der Mann legte ihre Arme um seinen Hals und begann wieder sich im Takt zur Musik zu bewegen während seine Hände von ihren Hüften auf ihren Rücken glitten „Tanz mit mir! Und sag jetzt nicht, du könntest es nicht. Ich hab dich das ganze Konzert über beobachtet. Du wirst eins mit der Musik, egal welche Art… also werde bitte jetzt eins mit mir.“ flehte er sie schon fast an „… und der Musik“ ergänzte er noch schnell ‚Diese eisblauen Augen bringen mich ganz aus dem Konzept… was tu ich hier eigentlich?‘ fragte er sich. Marie konnte nicht wiederstehen, zu sehr vermisste sie es einfach zu tanzen und so ließ sie sich von ihm mit in den Song ziehen. ‚Was tu ich hier… was tut er mit mir?‘ doch diesen Gedanken schob sie schnell beiseite, das Gefühl einfach frei atmen zu können war zu wertvoll und das wollte sie noch etwas länger auskosten.

Der helle Blitz einer Kamera riss die beiden regelrecht auseinander. Der Braunhaarige sah sich um, erkannte jedoch niemanden. „Ich kümmere mich drum“ sagte einer der Techniker, der bisher abgebaut hatte und lief los. Marie wollte gehen, als er wieder nach ihrer Hand griff und sie zurückhielt. „Nicht weglaufen, wir haben nur getanzt. Wenn das Bild im Netz landen sollte, wird man nichts erkennen, es ist hier viel zu dunkel. Mach dir keine Sorgen. Deshalb verbrennen wir uns nicht die Finger… Miss Streichholz“ lächelte er sie an. „Dein Wort in Gottes Ohr, Mr. Benzin. Ich heiße Marie.“ Ihr Blick ging zu ihrer Hand, die er noch immer festhielt. „Freut mich, ich bin Riku. Und ich würde vorschlagen, wir suchen uns ein anderes Plätzchen, bevor … naja, wir tatsächlich noch im Internet auf allen Plattformen landen.“ schon lief er los und zog Marie einfach mit sich. ‚Bevor wir uns tatsächlich noch gewaltig die Finger verbrennen, wäre wohl passender… seit wann mach ich so was? Diese Zeiten waren doch schon verdammt lang her…‘ wunderte sich Riku über sich selbst. Er ging mit ihr in den Bereich, in dem die Garderoben der Künstler untergebracht waren. Hier war die Musik immer noch deutlich zu hören, aber hier kamen nur die rein, die hier wirklich rein sollten.

Wieder schlang er seine Arme um ihren Körper und wiegte sie zum Takt der Musik. Von allein schloss auch Marie ihre Arme um ihn und ihr Kopf verabschiedete sich langsam aber sicher. Nach einem weiteren Lied war sie wirklich vollkommen im Genussmodus angelangt. Die streichelnden Hände auf ihrem Rücken und der warme Körper an ihrem ließen das wohlige Gefühl in jeden noch so kleinen Winkel ihres Verstands kriechen und setzten ihn so schachmatt. Ihr Herz schlug schneller und das Atmen wurde zunehmend schwerer. Riku verlangte es einiges an Beherrschung ab, sie nicht hier und jetzt zu küssen. Doch sein Mund machte sich auf eine andere Art und Weise selbstständig „Verbring die Nacht mit mir… nur diese eine Nacht, danach musst du mich nie wieder sehen…“ Die Worte waren ausgesprochen, noch bevor er es verhindern konnte. ‚Was tu ich? Bin ich bescheuert? Verdammt, warum will ich das mit aller Macht?‘ Marie wich einen Schritt zurück, ihr Hirn setzte mit voller Wucht wieder ein. „Riku, wir beide sind nicht allein. Wir…“ setzte sie an „Nein, sind wir nicht, wäre aber bei uns beiden alles okay, stünden wir jetzt auch nicht hier…“ da hatte er wohl recht, aber rechtfertigte das irgendetwas? Erteilte ein erlittener Betrug einem die Erlaubnis, es selbst zu tun? Gab jahrelanges Leiden und Streiten einem das Recht sich zu nehmen, was im Moment guttat? Worte, die zu Waffen wurden und Narben hinterlassen hatten, half da ein Pflaster dieser Art überhaupt? Gedanken wie diese jagten sich gegenseitig durch die Köpfe der beiden. Marie war absolut zerrissen: Die Loyalität ihrer Familie gegenüber, der ständige kräftezehrende Kampf um jede Kleinigkeit, der Verlust ihrer selbst, und dann stand da dieser Adonis von einem Mann und machte möglich, dass sich ihre Lungen mit neuer Luft füllten. Riku spürte ihren Kampf, er focht denselben mit sich aus. Er wusste, dass sie sich nicht einfach und schnell aus ihren jeweiligen Arrangements lösen konnten und dies ihre einzige kleine Flucht sein würde. Den lauten Schrei nach purem Leben verspürten sie beide tief im Inneren, schon viel zu lange hatten sie ihn ignoriert.

Riku ging wieder einen Schritt auf Marie zu, zog sie wieder in seine Arme und murmelte „Nur diese einen Nacht, bitte, danach musst du mich nie wieder sehen…“ er strich sanft mit seiner Nasenspitze an ihrem Hals hinunter. ‚Wie gut sie riecht…‘ brannte sich in sein Hirn ein ‚Ich brauch diese Frau.‘ „Bitte Marie… Was sagst du?“





…ich schleiche mich an dieser Stelle raus und wünsche euch ein schönes Wochenende…
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