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Blitzlichtgewitter

von MsSophie
Kurzbeschreibung
GeschichteRomance / P18 / Het
OC (Own Character) Tom Hiddleston
26.10.2021
17.05.2022
18
26.674
4
Alle Kapitel
8 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
26.10.2021 1.076
 
Hallo miteinander!
Vier Jahre ist es her, dass die ersten Kapitel dieser Story entstanden. Mittlerweile habe ich sie überarbeitet und teilweise ergänzt. Sogar ein zufriedenstellendes Ende habe ich zustande gebracht, so dass ich die ganze Geschichte nun noch einmal hochladen kann. :D
Ich wünsche also viel Spaß beim Lesen!
- Sophie
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Es war Donnerstagnachmittag als Kate und ich endlich die letzten Kartons auspackten.
Seit fast vier Monaten waren wir so gut wie jeden Tag damit beschäftigt die geräumige Wohnung im Norden Londons einzurichten, die wir zukünftig als Studio nutzen wollten.
Zugegebenermaßen lag sie nicht besonders zentral, noch dazu im ersten Stock eines herkömmlichen Wohnhauses. Doch uns hatte die 3-Zimmer-Wohnung schon bei der ersten Besichtigung begeistert. Außerdem träumten Kate und ich schon seit unserer Studienzeit von einem eigenen Fotostudio. Dass sich dieser Traum in unseren Mittzwanzigern erfüllt und wir noch dazu passende Räumlichkeiten fanden, hatten wir nicht erwartet.
Umso glücklicher waren wir, als wir im letzten Herbst die perfekte Wohnung entdeckten.
Zu Beginn zweifelten wir daran, ob wir schon bereit für ein eigenes Unternehmen waren. In den letzten Jahren hatten wir uns zwar einen recht stabilen Kundenkreis aufgebaut, dennoch waren wir unsicher, ob uns dieser das Überleben garantieren könnte.
Schlussendlich war es dann doch eine Bauchentscheidung, sodass im Oktober schon der Vertrag unterschrieben wurde. Danach stand dem Einzug nichts mehr im Weg.

Mittlerweile war es Anfang Januar und endlich hatten wir alles so eingerichtet, wie es uns gefiel.
Die schon vorhandene Küche beließen wir so, wie sie war. Lediglich ein Wasserkocher, eine Kaffeemaschine und ein Tisch mit zwei Stühlen gesellten sich dazu.
Im Zimmer daneben richtete sich Kate ein. In ihre zwei neuen Kommoden quetschte sie allerhand Zeug - von Pinseln, über Make-up in allen Hauttönen, bis hin zu jedem mattierenden Puder, dass es momentan zu kaufen gab.
Das angrenzende Zimmer wurde zu meinem Reich. Ich hatte genug Platz für eine Couch, die ausgezogen auch zum Doppelbett umfunktioniert werden konnte.
Meinen Schreibtisch, samt Laptop und Drucker, positionierte ich an der gegenüberliegenden Wand, ebenso wie meine Reflektoren und zahlreichen Lampen.
In einem kleinen Regal neben der Tür fanden sich meine Kamera und einige Lektüre wieder.
Eine fast durchgängige Glaswand mit Durchgang zur Terrasse zog sich an der Seite zur Straße entlang. So war es zwar teilweise etwas laut im Studio, dafür hatte ich die Möglichkeit mit wunderbar natürlichem Licht zu arbeiten. Soweit die Sonne denn mal schien.
Der Raum am Ende des Flurs wurde als Abstellkammer beziehungsweise Lager für alle möglichen Requisiten umfunktioniert. Inzwischen war der Raum allerdings so vollgestellt, dass weder Kate noch ich genau wussten, welche Schätze darin verborgen lagen.
Der größte Vorteil unseres Studios war allerdings das Bad. Wenn wir doch mal eine Nachtschicht einlegten, um ein zeitaufwendigeres Projekt fertigzustellen, konnten wir uns am nächsten Morgen unter der Dusche den Schlaf aus den Augen waschen.

Schlussendlich hatten wir unheimliches Glück diese Wohnung gefunden zu haben und freuten uns schon auf den ersten richtigen Arbeitstag.
Doch zuerst stand die phänomenale Einweihungsparty an! Immerhin mussten wir unseren Einzug auch gebührend feiern.
Eingeladen waren jedoch nicht zahlreiche Gäste, sondern lediglich unser bester Freund und größter Fan – David!
Mit billigem Sekt aus dem Supermarkt stießen wir an. Dazu gab es Kates berühmte "Mousse au Chocolat"-Cupcakes.
Wirklich viel Zeit zum Feiern blieb uns nicht, immerhin standen auch noch einige Termine an. Deswegen kippten Kate und ich den Alkohol praktisch in einem Zug runter.
„Ladys! Ich bitte euch! Dieser Fussel ist zwar schrecklich, trotzdem müsst ihr ihn mit Stil genießen.“, rügte uns David.
Davon wenig beeindruckt, verputzte Kate genüsslich einen ihrer Cupcakes und machte sich danach auf in ihr Reich.
„Claire, hast du schon die Kleiderstangen rausgestellt?“, fragte sie beiläufig.
Mir fiel ein, dass ich das tatsächlich vergessen hatte, sodass ich etwas ertappt antwortete: „Das hab‘ ich noch nicht!“
Sogleich holte ich die beiden Kleiderstangen aus unserem provisorischen Lager und rollte sie in mein Studiozimmer. Immerhin sollten die Kleider unseres nächsten Kunden nicht auf dem Boden liegen.
Somit konnte ich einen Punkt mehr von meiner imaginären To-Do-Liste streichen.

Nachdem auch David sein Glas geleert hatte und sich mehr als über emotional von Kate und mir verabschiedete, konnte ich mich darauf konzentrieren das Shooting weiter vorzubereiten.
Stativ und Kamera wurden aufgebaut; Tageslichtlampen und Reflektoren in die richtige Position gebracht. Hier und da noch ein paar nützliche Requisiten aus unserer „Rümpelkammer“ hervorgekramt.
Eine Weile später war alles an seinem Platz, sodass ich die Zeit bis zur ersten Fotosession noch für einen kurzen Ausflug zu meinem Lieblingsrestaurant nutzen konnte.

Bewaffnet mit meinem Mantel, Schlüssel und Mobiltelefon war ich schon fast aus der Tür, als Kate mir noch hinterherrief: „Nimm lieber einen Schirm mit!“
Doch die Tür fiel schon ins Schloss und anstatt umzukehren, machte ich mich auf zur U-Bahn.
Wie immer waren die Straßen um diese Zeit mit Menschen überfüllt, dennoch freute ich mich schon auf mein Mittagessen. Ich stieg aus und ging die letzten Meter zu Fuß.
Angekommen am Restaurant öffnete ich grinsend die Tür.
„Hey Michael!“, begrüßte ich freudig meinen Lieblingskellner.
„Hi Claire! Dasselbe wie immer?“, fragte er.
Ich nickte zustimmend und stellte mich erwartungsvoll an die Bar. Michael schenkte mir ein Lächeln und fragte mich nach meinem Tag.
Ich erzählte ihm vom Studio und er beglückwünschte mich überschwänglich. Einige Minuten später reichte er mir Kates und mein Mittagessen über den Tresen.
Michael wünschte mir einen guten Appetit und ich bedankte mich. Wie immer ließ ich ihm ein großzügiges Trinkgeld zurück.
„Bis dann Michael!“, verabschiedete ich mich und Michael tat es mir gleich.
Ich drehte mich vom Tresen weg und fand mich prompt in den Armen eines Fremden wieder.

„Tut mir leid! Ich hab‘ Sie wohl nicht gesehen.“, entschuldigte ich mich sofort.
Der Fremde lachte nur: „Schon in Ordnung! Ich hätte mich vielleicht nicht direkt hinter Sie stellen sollen.“
„Das wäre wohl eine gute Idee gewesen!“, stimmte ich ihm zu.
Kurz grinsten wir uns einfach nur an.
Mir fiel seine Brille auf, hinter der mich blaue Augen anstrahlten, bevor ich mich aus meiner kurzen Starre löste.
„Die Arbeit ruft!“, scherzte ich mit einem Blick auf meine Armbanduhr.
„Entschuldigung, ich wollte Sie nicht aufhalten.“, räumte er ein.
Der Unbekannte trat zur Seite und ich schob mich an ihm vorbei. An der Tür angekommen, drehte ich mich noch einmal zu ihm.
„Einen schönen Tag noch, ähm, Mister…?“
„Tom! Einfach nur Tom!“, beendete er meinen Satz.
„Dann wünsche ich noch einen wunderschönen Tag, Mister Tom. Einfach nur Tom!“.
Ich zwinkerte ihm zu und verließ grinsend das Restaurant.
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