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Sinner in Secret

von Chiyoku
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
24.10.2021
04.12.2021
22
52.911
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Dieses Kapitel
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25.11.2021 3.117
 
Baby, nimm mich mit zu diesem Gefühl. Ich bin dein Sünder im Verborgenen, wenn die Lichter ausgehen.


Ein wohliges Schnurren entflieht meiner Kehle, als ich von einem federweichen Gefühl und warmer Luft an meinem Hals geweckt werde. So schön wurde ich schon seit einer halben Ewigkeit nicht mehr geweckt…

»Du bist wach«, bemerkt Taylor leise, sein Atem kitzelt an meinem Ohr.

»Ja, aber bloß nicht aufhören«, nuschle ich zufrieden und recke ihm fordernd meinen Hals entgegen.

Er gluckst und küsst sanft meine Halsbeuge, während sein Arm, der um meine Hüfte liegt, mich fester an ihn drückt. »Hast du gut geschlafen?«

»Mhm… Sehr gut«, antworte ich lächelnd. Ich streichle mit unruhig klopfendem Herzen seinen Unterarm und zwirble leicht seine Armhaare um meine Fingerkuppen. »Und du?«

»Noch nie besser«, raunt er und knabbert vorsichtig an meiner Ohrmuschel. Mich durchzieht eine Gänsehaut am ganzen Körper, selbst an Stellen, an denen ich nicht mal geahnt habe, dass man sie dort bekommen kann.

Da es mir ein wenig unfair vorkommt, dass nur ich diese Zärtlichkeiten erhalte, greife ich nach hinten und kraule Taylor durch das weiche, schwarze Haar, wofür ich ein genießerisches Seufzen ernte.

»Ich will nie mehr aufstehen«, brumme ich und erschaudere erneut, als er nun seine Zungenspitze träge an meinem Ohr entlanggleiten lässt. Ich muss mich allmählich wirklich konzentrieren, dass mein Blut an Ort und Stelle bleibt, und nicht in tiefere Regionen wandert.

»Das lässt sich sicherlich einrichten…« Taylors Beine schlängeln sich um meine Waden und ziehen mich näher zu sich. Obwohl ich schon direkt an ihm klebe, könnte es ruhig noch ein wenig mehr sein.

Seine Lippen flüstern irgendwelche unverständlichen Worte auf meine Haut, bis zum Ansatz meiner Schulter, an der er von meinem Nachthemd gestoppt wird.  Vorsichtig schiebt er das dünne Stück Stoff beiseite, um den Weg aus liebevollen Küssen fortzuführen.

Mir wird langsam unsäglich heiß und es kostet mich einiges an Mühe, meinen Atem ruhig zu halten, um mich nicht zu verraten. Ich weiß nicht, welche Magie er benutzt, dass er mich so schnell von null auf hundert bringen kann, aber jedes Mal, wenn seine Lippen, oder vor allem seine Zunge, auf meine Haut treffen, echot das ausgelöste Kribbeln in meinen Lenden.

»Du beginnst zu zappeln… Willst du doch aufstehen?«, fragt Taylor sanft.

Ich schüttle den Kopf, atme tief ein und drehe mich, durch sein Beingefängnis ziemlich umständlich, zu ihm um. »Denkst du, dass mich das kalt lässt, was du da treibst?«, sage ich heiser und beiße mir auf die Unterlippe, bevor ich meine Erektion an seinen Oberschenkel drücke.

Er zuckt kaum merklich zusammen und ich kann regelrecht dabei zusehen, wie ihm seine Gesichtszüge entgleisen. »Entschuldige«, entgegnet er hastig, in seinen Wangen leuchtet es zart rosa, als er schüchtern den Kopf senkt.

Verdutzt starre ich auf den rosa Fleck in seinem Gesicht. Seit wann wird Taylor denn rot?! Und seit wann ist er schüchtern?! »Ist dir das unangenehm?«, will ich vorsichtig wissen und ziehe mich sicherheitshalber von ihm zurück.

»Nein… Ganz und gar nicht. Ich habe nur nicht damit gerechnet«, murmelt er, wagt es jedoch noch immer nicht, mich anzusehen. »Mich hat das natürlich auch nicht kalt gelassen.«

»Aber?«, hake ich nach und beginne wieder damit, durch seine Haare zu kraulen.

»Aber vielleicht solltest du wissen, dass ich absolut keine sexuelle Erfahrung besitze.«

Nun ist es an meinen Gesichtszügen, die mir ins Nichts entgleiten. »Hä?«, mache ich nur entgeistert. Nicht, weil ich es als Problem sehe, dass er mit einunddreißig noch immer Jungfrau ist, eher weil er, selbst objektiv gesehen, ein unglaublich attraktiver Mann ist und es für mich nicht vorstellbar ist, dass die Frauen nicht bei ihm Schlange gestanden sind, um mit ihm in die Kiste zu hüpfen.

»Muss ich das wirklich wiederholen?«, murrt Taylor und linst verstohlen zu mir hoch.

»Nein… Ich bin nur… überrascht«, gebe ich zu.

Er räuspert sich verlegen. »Nun, wie du weißt, war ich eine lange Zeit im Krieg und auch, wenn nach einer siegreichen Schlacht ausgiebig gefeiert wurde und dort einige bereitwillige Frauen unterwegs waren, ist es nicht dazu gekommen. Mich haben Frauenkörper noch nie interessiert. Da wurde mir schnell klar, dass ich das andere Ufer besuche. Und da ich das aus offensichtlichen Gründen nicht öffentlich machen kann, hat es sich nie ergeben.«

»Das macht Sinn… Aber du musst doch das Bedürfnis gehabt haben, es auszuprobieren. Egal, ob jetzt mit einer Frau oder einem Mann?«

»Bis jetzt nicht wirklich… Generell habe ich mich von Liebesbeziehungen distanziert, nicht unbedingt, weil es verboten ist, sondern weil ich keine Zeit dafür gehabt habe«, erklärt Taylor nun etwas selbstsicherer. »Wenn du es ganz genau wissen willst… Du warst sogar mein erster Kuss. Den ich übrigens ganz und gar nicht bereue.«

Ich versuche den unpassenden Stolz zu ignorieren, der mir in der Brust anschwillt, kann mir das Grinsen jedoch nicht verkneifen. »Dafür kannst du es aber ziemlich gut.«

»Das liegt daran, dass ich es mir, seit deinem lebhaften Traum ununterbrochen vorgestellt habe«, säuselt er lächelnd und streichelt mir über die Wange. »Du hast übrigens meinen Namen genannt.«

Mein Gesicht könnte plötzlich mit der selben Hitze der brennenden Fackel mithalten. »Hättest du den letzten Teil nicht für dich behalten können?«, jammere ich beschämt und verstecke mich hinter meinen Händen.

Taylor lacht amüsiert, zieht mir die Hände vom Gesicht und verschränkt sie in seinen. »Willst du mir erzählen, was genau du geträumt hast?«

»Willst du den Ersten wissen, oder die Unzähligen danach?«, frage ich und grinse schief, obwohl mir gar nicht wohl dabei ist, ihm meine durchweg versauten Träume zu erzählen. Etwas anderes scheint in meiner Traumwelt nicht zu existieren, solange es mit ihm zu tun hat.

Auch er grinst schief, wobei es bei ihm wohl weitaus verführerischer aussieht. »Mich würde schon sehr interessieren, was du an jenem Morgen geträumt hast. Fürs Erste zumindest.«

Ich stoße erleichtert die Luft zwischen den Zähnen aus, denn das war noch einer der harmloseren. »Naja…«, sage ich und werde auf einmal so nervös, dass mir die Handflächen schwitzen. »Eigentlich ist nicht sonderlich viel passiert… Du hast mich nur gestreichelt, am Bauch.« Ich würde am liebsten im Erdboden versinken, was Taylor höchst zu belustigen scheint, denn seine Mundwinkel beben unkontrolliert. »Und meinen Hals geküsst… Ich habe mir… Um Himmels Willen!«, rüge ich mich selbst, genervt von meinem Gedruckse und klatsche mir zweimal gegen die Wange, damit ich mich wieder einkriege. »Ich habe mir gewünscht, dass du mich dort berührst, aber das hast du nicht. Und dann wollte ich, dass du mich wenigstens küsst.«

»Ein sehr züchtiger Traum dafür, dass er so eine Reaktion bei dir ausgelöst hat«, schmunzelt er belustigt. »Da habe ich mir ein wenig mehr erhofft.«

»Reicht wohl ganz offenbar schon aus«, grummle ich, da ich etwas mehr Zuspruch für meine Überwindung erwartet habe.

»Dann erzähl mir doch deinen heißesten Traum, vielleicht überzeugt der mich mehr«, säuselt Taylor frech.

»Willst du mich umbringen? Ich hab ja den schon kaum über die Lippen gebracht!«

In seinen bernsteinfarbenen Augen flackert etwas Herausforderndes auf. »Dann zeig es mir.«

»Zeigen?«, wiederhole ich hauchend und klemme instinktiv die Beine zusammen, als sich ein unerwarteter, kribbelnder Schwall dazwischen entlädt. Der Adamsapfel vibriert wie verrückt in meinem Kehlkopf und ich verfalle in regelrechter Schnappatmung, als ich darüber nachdenke, diesen Tagtraum tatsächlich Realität werden lassen zu können…

„Wenn du es nicht aussprechen kannst, dann ist es sicherlich einfacher, wenn du es mir zeigst… Wir sind ohnehin schon Sündiger, Kätzchen…«

Ich kämpfe gegen meinen blockierten Schluckreflex an, um mir eine kräftigere Stimme zu verleihen, verliere den Kampf jedoch. »Komm mit«, krächze ich und rutsche, mit ihm an der Hand, von meinem Bett.

Irgendwie fühle ich mich, als würde ich neben mir stehen, als ich ihn in den Waschraum führe und vor der Wanne stehen bleibe. Diese Situation kommt mir so surreal vor, wie ein gefälschtes Déjà-Vu. Und doch zittere ich vor Aufregung, wenn auch ein wenig vor Angst. Es ist zwar nichts so Außergewöhnliches, was ich mir da vorgestellt habe, aber vielleicht ist es ihm schon zu viel… Es wundert mich, dass ich mehr Angst davor habe, dass es ihm nicht gefallen könnte, als vor meinem ersten sexuellen Kontakt mit einem Mann. Darüber mache ich mir irgendwie überhaupt keine Sorgen, im Gegenteil, ich freue mich darauf.

»Wir brauchen warmes Wasser…«, erkläre ich heiser und lösche die Fackeln, bis auf eine, da es in meinem Traum nur spärliches Licht gab.

Taylor entfacht ein kleines Feuer mit der übriggebliebenen Fackel und stellt zwei große Eimer auf die Feuerstellen. »Und was machen wir, solange wir warten?«, fragt er, mit einem spitzbübischen Grinsen auf den Lippen.

Ich hole Mut suchend Luft und trete auf ihn zu. Seine Augen funkeln mich gegen das schwache Licht der Fackeln an, leicht erwartungsvoll… aber auch erregt. Die plötzliche sexuelle Spannung legt sich wie ein angenehm schwerer, geradezu greifbarer Schleier um uns herum. Ich lecke mir intuitiv über die Lippen, bevor ich mich auf die Zehenspitzen stelle, sein Gesicht in meine Hände nehme und ihn liebevoll küsse.

Sofort beginnen meine Ohren zu Klingeln von all dem rauschenden Blut, welches mein wummerndes Herz durch mich hindurchspült und meinen Puls gefühlt verzehnfacht. Kaum bringt er unsere Zungen ins Spiel, wandelt sich der zuvor so liebliche Kuss in einen ungestüm stürmischen, der mich fast das Gleichgewicht verlieren lässt.

Taylors Hände finden meinen Nacken und meinen Rücken und er presst mich fest an sich, sodass ich, durch die störenden Stoffe, seine Härte an meinem Bauch spüren kann. Meine Beine drohen für einen kleinen Moment nachzugeben, von der Welle der Lust, die mir in den Unterleib fährt.

Ich bin davon ausgegangen, dass er sich zaghaft vorantasten will, wie es so üblich ist, wenn man etwas Neues kennenlernt. Umso überraschter bin ich, wie geschickt und zielgenau er mir das Nachthemd aufreißt. Die Knöpfe klackern dumpf zu Boden, genau wie die Stofffetzen, die er mir wie ein wildes Tier vom Körper reißt. Und genau diese wilde Seite in ihm macht mich mehr an, als es wahrscheinlich sollte.

Da ich ohnehin unfähig im Umgang mit Knöpfen bin, tue ich es ihm gleich. Ich berühre gierig und dennoch erkundend die befreite, unebene Haut an seinem Rücken. Ich komme nicht umhin, das asymmetrische Muster dieser unzähligen Narben nachzufahren.

Er bebt leicht unter diesen Berührungen, beißt mir sanft in die Unterlippe und die Haut, die nicht von Narben gezeichnet ist, stellt sich prickelnd unter meinen Fingerspitzen auf. Ich seufze tief, als auch seine Hände ihre Wege an meinen Seiten entlangwandern, viel zärtlicher, als er mir das Hemd vom Leib gerissen hat. Sie stoppen kurz vor dem Bund meiner Hose, bevor er seine Finger in den Saum gräbt und sie langsam nach unten schiebt.

Widerwillig den Kuss lösend, folgt Taylor meiner Hose, bis er vor mir und meiner prallen Erektion in der Hocke sitzt. Mir entweicht ein heiseres Stöhnen von diesem unglaublich sinnlichen Bild, welches sich vor mir bietet.

Seine lustverschleierten Augen glühen mich regelrecht von unten herauf an, auf seinen Wangen breitet sich vor Erregung ein zauberhaftes Rosa aus und seine rotgeschwollenen Lippen stoßen schwer seinen Atem ein und aus. Ich fräse mir diesen Anblick tief in das Hirn, um ihn nie mehr zu vergessen.

»Das Wasser ist denke ich soweit…«, sagt er mit rauer Stimme und streicht begehrend an meinen zitternden Beinen entlang, bis er wieder auf Augenhöhe ist.

Ich bin nicht mehr fähig, irgendetwas zu sagen, weswegen ich nur nicke und mich in das, im Vergleich zu meinem brennenden Körper, eiskalte Keramik der Wanne setze. Taylor gießt mir vorsichtig das angenehm temperierte Wasser über die Füße, bis es sanfte Wellen unter meiner Brust schlägt. Ich sinke ein wenig tiefer in das Wasser, sodass ich halb in der Wanne liege.

»Du bist so unglaublich schön…«, wispert Taylor ehrfürchtig und betrachtet mich, mit lüsternem Blick von Kopf bis Fuß, bevor er wehmütig seufzend eine Phiole öffnet und die grüne Flüssigkeit über mich gießt, die sofort kleine Schaumbläschen bildet. Ich lächle ihn leicht schüchtern an. »Was passiert als Nächstes?«

»Du ziehst dich aus und kommst zu mir.« Meine Stimme ist nicht mehr, als ein rauchiges Kratzen.

Wie gebannt beobachte ich ihn dabei, wie er sich aus seiner Hose schält, sodass ich wieder das Atmen vergesse. Ein heftiges Ziehen schießt mir durch den Schwanz, lässt ihn freudig hüpfen, als er nackt vor mir steht. Es müsste mich beschämen, wie ungeniert ich auf seine Körpermitte glotze, doch ich kann einfach nicht wegsehen. Während mein Penis eine leichte Biegung macht, steht seiner kerzengerade von seinem Körper ab. Er ist ein wenig größer, als meiner, und deutlich dicker. Die kleinen Adern scheinen wild zu pulsieren und seine rosafarbene Eichel glänzt köstlich feucht, dass ich mir erneut über die Lippen lecke. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals etwas Schöneres gesehen habe, als diesen Mann, wie Gott ihn schuf.

Ich halte ihm meine Hand hin, um ihm zu gebärden, dass er endlich zu mir kommen soll. Taylor folgt meiner stummen Bitte und steigt zu mir in die Wanne. „Leg dich auf mich…«, wispere ich, was eher wie ein Flehen klingt, als nach einer Aufforderung.

Er umschließt mein Gesicht mit den Händen und beugt sich zwischen meine Beine. Kurz bevor seine Lippen meine berühren, keuchen wir beide laut auf, als sich unsere Erektionen aneinanderschmiegen. Am liebsten würde ich unter dieser gigantischen, heißkalten Welle an tiefer Begierde schmelzen, die mir jäh durch den Körper spült. Es fühlt sich so neu an, nicht, weil er ein Mann ist, sondern weil ich noch nie eine solche Lust empfunden habe. Jeder Muskel in mir zittert, meine Haut schreit laut nach seinen Händen und mein Herz scheint kein Blut mehr, sondern Feuer durch meine Venen zu pumpen.

Taylors Lippen drücken sich gierig auf meine, während seine Hand angenehm fest in meine Haare greift. Ein animalisches Grollen ertönt aus seiner Brust, als er sich langsam an mich reibt, was in meiner Überempfindlichkeit schon fast genug wäre, um mich zum Höhepunkt zu bringen.

»Berühr mich«, bettle ich atemlos, woraufhin sich ein wölfisches Grinsen auf seinem Gesicht ausbreitet. Seine Hand wandert anbetend über meinen Oberkörper, hinterlässt eine brennende Spur, die nicht einmal das Wasser löschen kann. Quälend langsam streichen seine Finger über meine Brust, zu meiner bebenden Bauchdecke, bis er meinen Bauchnabel umzeichnet und endlich das ungeduldig zuckende Fleisch mit seiner Hand umschließt.

Ich bäume mich unter der Berührung auf, die sich tausendmal besser anfühlt, als in meinem Tagtraum, und stöhne zischend. Wie in Trance ziehe ich seine andere Hand aus meinen Haaren und lege sie mir fest auf den Mund. Mit vor Lust verschwommenem Blick sehe ich zu ihm auf. Seine Augen verdunkeln sich, sodass sie fast schwarz wirken. Ich grinse zufrieden, als ich feststelle, dass es ihm genauso gefällt, wie mir.

»Von so etwas träumt unser süßer Prinz also?«, raunt Taylor so tief, dass es in meiner Brust vibriert. »Dabei mag ich die Laute, die du machst…«

Mein Stöhnen wird prompt von seiner Handfläche verschluckt, als er seinen Schwanz zwischen meinen und seiner Hand schiebt. Ich bin nur noch eine ganz kurze Lunte, die nicht mehr viel benötigt, um endgültig zu explodieren. Meine Beine verselbstständigen sich, klammern sich unkontrolliert um seine Hüfte und lassen wieder los, während er mit dunklem Brummen, in perfektem Tempo unsere Vorhaut auf und ab bewegt.

Ich bemerke nicht mehr, wie mir die Kontrolle über mich selbst allmählich aus den Händen fließt und die reine Ekstase mein Handeln übernimmt. Mein Unterleib stößt sich hart seiner Hand entgegen, während sich meine Finger in seinen Rücken krallen, um ihn mehr anzutreiben. Langsam spüre ich den letzten Druck aufkommen, der die sehnlich erwartete Erlösung ankündigt. Mein Atem peitscht hastiger, abgehackter gegen seine Hand und ich drücke meinen Rücken durch, doch kurz bevor ich den höchsten Punkt erreiche, hält seine Handbewegung abrupt an. Ich wimmere gequält und winde mich unter ihm, versuche mich erneut seiner Hand entgegenzudrücken, doch sein Gewicht auf mir verhindert es.

»Was ist los, Kätzchen?«, wispert Taylor in einem unschuldigen Ton, der eigentlich absolut nicht unschuldig klingt.

Ich piepse flehend und schlinge meine Beine, zur Unterstreichung meiner fehlenden Worte, um ihn, bevor ich näher an ihn heranrücke.

Er grinst diabolisch. »Du musst mir schon klar und deutlich sagen, was du von mir willst…« Seine Hand drückt sich fester auf meinen Mund.

Dieses kleine Machtspiel macht mich so unglaublich an, dass mein Körper heftig zu Beben beginnt und meine Körpertemperatur gefühlt kurz vor dem Siedepunkt steht. Ich versuche vergebens, gegen seine Hand zu sprechen. Nicht sonderlich bemüht, zerre ich an seinem Handgelenk, um mich verständlich zu machen, doch gebe schnell auf, da sie sich keinen Millimeter rührt.

Taylor lächelt schief und reibt sich furchtbar langsam an meinen Schwanz, was mich dennoch erleichtert seufzen lässt. »Ist es das, wonach du verlangst?«, raunt er und beugt sich zu meinem Hals, um sanft hineinzubeißen. »Willst du mehr?«

Ich nicke eifrig, woraufhin erneut ein dunkles Grollen von ihm ertönt und er sich schneller an mir bewegt. Es dauert keine Minute, bis ich meine Zähne in seine Handfläche und meine Finger in seine Schultern versenke, und urplötzlich bunte Farben vor meinem inneren Auge herumblitzen, bevor mich der erlösende Orgasmus in unfassbarer Intensität überrollt.

Vollkommen weg von der Realität, bekomme ich nur am Rande mit, wie Taylor unter hellem Stöhnen sein Sperma über mich verteilt, das kurz darauf vom Wasser weggeschwemmt wird. Er sackt schwer atmend auf mir zusammen und ich vergrabe mein glühend heißes Gesicht in seiner Schulter, die von meinen Fingernägeln regelrecht malträtiert wurde.

Ich gluckse zufrieden über mein Werk, küsse dennoch entschuldigend über die knallrote Stelle an seiner Haut. »Ganz schön wild für eine Jungfrau«, bemerke ich amüsiert, als ich allmählich wieder einen regulierten Herzschlag bekomme und meine Körpertemperatur sinkt.

Taylor lacht leise an meinem Hals. »Ganz schön unterwürfig für einen zukünftigen König.«

Erleichtert stoße ich die Luft aus, denn ich bin fast schon davon ausgegangen, dass er mich wieder abblockt, jetzt, wo wir die allerletzte Grenze mit einem riesigen Sprung überschritten haben. »Irgendwie muss man das ja kompensieren. Das nächste Mal darfst du mich gerne länger hinhalten.«

»Das nächste Mal habe ich auch sicherlich mehr eigenes Durchhaltevermögen«, grinst er und hebt den Kopf, um mich aus seinen glühenden Bernsteinen anzufunkeln. »Aber damit bringst du mich auf dumme Gedanken…«

Ich lächle ihn mit herausfordernd erhobener Braue an und lege meine Hand auf seine Wange. »Oder vielleicht genau auf die Richtigen.«

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Vielen lieben Dank für die 2 neuen Herzchen ♥
Ich hoffe, dass das Kapitel nicht zu sehr zum Fremdschämen ist, bin etwas eingerostet, was Lemon angeht. Spaß es zu schreiben, hat es aber auf jeden Fall gemacht! Langsam, aber sicher kommen wir auch in dem Erotik-Genre an. :)

Kleiner Edit: Leider ist meine Laptoptastatur kaputt, weswegen ich auf unbestimmte Zeit kein neues Kapitel hochladen kann - es nervt mich selbst, aber was will man machen. Denke in 1-2 Wochen bin ich wieder da :)


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Kapiteltitel:

Carly Rae Jepsen - Run Away With Me
(Das Lied ist die Grundinspiration dieser Geschichte :))
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