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XVI - Die Zukunft, die ich mir wünsche

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Gen
Emma Norman Ray
22.10.2021
25.06.2022
33
81.652
3
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19.03.2022 2.353
 
~ XIX ~


oder auch


~ Duft ~


~ ~ ~


„Waaah! W-was war das?!“

„Ein Ast.“ Oliver seufzte auf. „Und zwar der gleiche Ast, auf den du vor einer Viertelstunde schon mal getreten bist, Nat! Kein Grund, auszuflippen.“

„Entschuldigung.“ Der rothaarige Junge kratzte sich verlegen an der Wange. „Ich passe ab jetzt besser auf, ganz sicher.“

Augenrollend schlich Oliver weiter. Er wusste, er sollte nicht so angefressen sein. Seine neuen Bekannten aus Grace Field waren eine tolle Gruppe, noch dazu um Lichtjahre cleverer als einer seiner Freunde. Nur… man merkte, dass sie keinerlei Erfahrung im Umgang mit unbekanntem Terrain hatten. Kaum eine Woche waren sie auf der Flucht gewesen und hatten seitdem einen Großteil ihrer Zeit im Schutzraum verbracht. Kein Wunder, dass sie sich unterwegs wie Trampeltiere benahmen.

Oliver kletterte über eine Baumwurzel, die zweimal so hoch und bestimmt fünfmal so breit war wie er selbst, und verschaffte sich einen Überblick. Hinter ihm liefen neben Nat auch Chris, Yvette und Anna den Weg entlang, den er bereits eingeschlagen hatte. Bewaffnet mit Pfeil und Bogen sahen sie sich immer wieder um, hochkonzentriert, denn wer wusste schon, ob ein wildes Monster in der Nähe auf sie lauerte.

Nun, Oliver wusste es. Weder nahm er die Präsenz der Bestien wahr noch hatte er in den letzten Stunden Fußspuren oder Hinterlassenschaften dieser Kreaturen entdeckt. Sie hatten Glück. Auf ihrem heutigen Ausflug in den Wald würden sie wohl nur gewöhnliche Beute erlegen und Vorräte sammeln.
Schnaufend kletterten die Kinder zu dem jungen Mann auf die Baumwurzel; Yvette nahm erst einmal einen Schluck aus ihrem Wasserschlauch und reichte ihn dann Chris.

„Sieht aus, als könnten wir heute ohne Probleme ins Tal“, sagte Oliver und zeigte auf die Waldsenke, die übersät war von Farnen, Pilzen und vielerlei anderem Gewächs. Auch wenn die frühe Septembersonne auf sie herabgebrannt hatte auf ihrem Weg hierher, war es im Wald überraschend kühl. Große, fluoreszierende Insekten schwirrten durch die feuchte Luft, ohne sich für die Kinder zu interessieren, ganz zu schweigen von den schwebenden, quallenartigen Wesen, die an ihnen vorbeizogen. Hätte Oliver es nicht besser gewusst, er hätte gewettet, sie wären irgendwo unter Wasser gelandet.

„Denk daran, keine Pilze mit Lamellen zu nehmen, sondern nur mit Schwämmchen an der Unterseite, und nicht alle von einer Stelle. Auch wenn es nicht so aussieht, könnte uns jederzeit jemand auf der Lauer liegen.“

„Dahinten gibt es Waldmeister“, meinte Chris und streckte einen Finger in die Richtung aus, „wir können doch daraus wieder mal Limonade machen.“

„Und ich bräuchte Heilkräuter für Minervas Wundsalbe. Bei unserem letzten Ausflug sind hier einige gewachsen.“

„Gut. Wir teilen uns auf, niemand geht alleine. Wir bleiben in der Senke, flink und unauffällig“, Oliver tätschelte Chris‘ Kopf, „passt aufeinander auf, ja?“

„Aber was ist mit dir?“, fragte Nat. „Wir sind jetzt nur zu fünft. Wo steckt Yugo?“

„Er wollte hinten am Bach fischen gehen“, erklärte Oliver und rieb sich genervt seine Nasenwurzel. Es stimmte, der Alte hätte eigentlich bei ihnen bleiben sollen, doch er hatte es schon vor einer geraumen Weile vorgezogen, Oliver die ganze Verantwortung für den heutigen Ausflug alleine aufzudrücken. Typisch Yugo eben. „Macht euch keine Sorgen. Ich komme schon klar. Es geht doch nur ums Pilze sammeln.“ Beschwichtigend lächelnd schnappte Oliver sich sein Gewehr und sprintete den Abhang herab, mitten hinein ins Getümmel.

Während Nat und Chris sich am Waldmeister zu schaffen machten, pflückten Anna und Yvette fleißig Blumen mit hellgelben und weißen Blüten. Indessen hielt Oliver nach Beute Ausschau. Ein Hase, ein Fasan, vielleicht sogar Rotwild. Um an die sechzig Leute zu füttern, brauchten sie eine erfolgreiche Jagd.

Noch während Oliver sich duckte, als er einen Hasen ins Visier nahem, überlief ihm ein Schauer. Er, der Jäger, der harmlosen Häschen auflauerte… bis vor einigen Monaten hatte er selbst noch in der Rolle des Tiers gesteckt. Im Goldy Pond hatte er nie für sein Essen jagen müssen, war ihnen doch alles wie auf dem Silbertablett präsentiert worden. Es war definitiv einfacher gewesen, als sich selbst um seine Versorgung kümmern zu müssen. Andererseits hätte auch jeder Tag sein letzter sein können, ganz egal wie viele Haken er den Monstern hätte schlagen wollen.

Er schoss und traf den Hasen genau ins Auge; tödlich, doch quallos. Als Oliver sich nach seiner Beute bückte zischte er auf und hielt sich seine schmerzende linke Seite. Die Wunde, die Bayon ihm zugefügt hatte, war längst verheilt und vernarbt. Nicht tödlich, doch noch immer qualvoll.

Eine laue Brise wehte durch die Senke und fuhr durch Olivers schlohweißes Haar. Gerade wollte er weiter Ausschau nach Beute halten, als er es roch – Monster. Kein Zweifel, dieser eigentümliche, lederne Geruch war ihm einmal zu oft unter die Nase gekommen, als dass er ihn nicht wiedererkennen würde.

Ohne in Panik zu verfallen nahm er hinter einem der mächtigen Bäume eine geschützte Position ein. Links, rechts, selbst über ihm – kein Dämon weit und breit. Hatte er sich etwa geirrt? Nein, ganz sicher, dieser Gestank stammte von einem dieser Ungeheuer.
Er pfiff eine kurze Tonfolge und nur wenige Minuten später sah er seine neuen Freunde ebenfalls hinter Bäumen in Deckung gehen; sogleich erwiderten sie sein Warnsignal mit derselben Tonfolge.
Gut, sie behielten Ruhe, die beiden älteren Teenager hatten sogar bereits Pfeil und Bogen gezückt. Zwar waren sie noch unerfahren, was die direkte Konfrontation mit ihren Feinden anging, aber im letzten halben Jahr hatten sie dennoch viel von den Kindern aus dem Goldy Pond gelernt.
Zumindest eine Weile würden sie sich wehren können, sollte der Ernstfall eintreten, und in der Zwischenzeit hätte Oliver die Monster sowieso längst im Visier seines Gewehrs.

Totenstille herrschte in der Senke, selbst das Zwitschern der Vögel schien verstummt zu sein. Oliver war hochkonzentriert. Zwar spürte er keine Bodenerschütterungen von wilden Dämonen unter seinen Füßen noch den Blutdurst humanoider Menschenfresser, doch ihr Geruch ging ihm einfach nicht aus der Nase… Er bemerkte, wie seine Gefährten durch Büsche und über Baumwurzeln hinweg zu ihm schlichen, leiser als er es zu hoffen gewagt hatte. Bald hatten sie ihn erreicht, schienen ebenso verwirrt wie er von der gesamten Situation zu sein und drängten sich hinter Oliver.

„Monster sind in der Nähe. Ich rieche sie“, bedeutete er ihnen mit Morsezeichen; die anderen nickten verstehend. Plötzlich spürte Oliver, wie sich ihnen etwas näherte, nicht allzu schnell, aber nichtsdestotrotz zügig. Besonders groß konnte das Monster nicht sein, entsprechend der Erschütterungen und es kam von-

„Hey.“ Oliver hatte sich gerade umdrehen wollen, als er einen Stoß auf den Kopf bekam und ächzend in die Knie ging. Mit tränenden Augen sah er auf und erblickte Yugo, der ihm anscheinend gerade eins mit dem Gewehrknauf übergezogen hatte. Der Erwachsene wirkte selbst ein wenig überrascht von der Intensität seines Schlages. „Ups“, sagte er leichthin, „sorry, das war wohl ein wenig zu doll.“

„Yugo, duck dich, hier sind Monster!“, flüsterte Nat aufgeregt und versuchte ihn zu sich zu Boden zu ziehen, allerdings vergeblich.

„Quatsch, hier sind keine Monster“, erwiderte Yugo lauter als es der Situation angemessen war, sein Gewehr zurück an den Rucksack hängend. „Wie kommt ihr auf die Schnapsidee?“

„Wie kommst du darauf, mir eine überzuziehen?“ Oliver erhob sich grummelnd, noch immer nach der Beule tastend die er garantiert bald haben würde.

„Weiß nicht. Du standest gerade so in Gedanken versunken rum, da überkam es mich einfach.“

„Ich war nicht in Gedanken versunken, ich habe nach Monstern Ausschau gehalten! Irgendwo in der Nähe müssen welche sein.“

„Nochmal, hier gibt‘s keine Menschenfresser“, wiederholte Yugo und pustete genervt eine gelockte Haarsträhne aus seiner Stirn. Mittlerweile hatte sich der Rest der Gruppe zu ihnen gesellt. „Weit und breit habe ich keine gesehen. Die Luft ist rein.“

„Seltsam“, murmelte Oliver. „Ich hätte schwören können, ich hätte den Gestank der Dämonen wahrgenommen.“

„Gestank?“ Der Mann überlegte einen Augenblick, dann stöhnte er verstehend auf. „Ach so! Kommt mal mit.“ Yugo lief einige Schritte in das Innere des Waldes; die Kinder sahen einander verunsichert an, zuckten dann aber mit den Schultern und folgten ihm durch Farne und Sträucher hindurch.
Schließlich blieb die Gruppe vor mehreren krautigen Gewächsen stehen und Yugo stupste eines der ledrigen, braunen Blütenblätter an, das aus einem geschwungenem Stiel herausragte. Sogleich staubten Pollen daraus hervor und Oliver schlug sich überrascht die Hand vor die Nase. Eine Gänsehaut zog über seinen Rücken, roch das Zeug immerhin genauso wie die Monster im Goldy Pond.

„Da habt ihr euren Menschenfresser“, sagte Yugo und trat einen Schritt von der Pflanze zurück. „Das Gewächs stinkt genauso wie die Viecher, wahrscheinlich, um Insekten und Tiere fernzuhalten. Ich denke, der Wind stand ungünstig und hat die Pollen zu euch rübergeweht.“

„Oha!“ Yvette packte einen kleinen Notizblock samt Stift aus ihrem Rucksack aus und begann die Pflanze zu skizzieren. Innerhalb einer Minute hatte das Mädchen ihre neueste Entdeckung detailgetreu nachgezeichnet. „Jetzt fehlt nur noch der Name… Yugo, wie heißt denn die Pflanze?“

„Keine Ahnung. Sie wächst zwar überall hier in der Gegend, aber da sie keine Früchte trägt, hab ich mich nie näher damit beschäftigt.“

„Ich glaube, das ist „Caracca chaentieri“, meinte Anna nachdenklich, als sie mit der Hand über eines der großen Blätter strich. „Oder auch „Gemeiner Teufelswurz“ genannt. Die Pflanze selbst ist nicht giftig, kann in Kombination mit bestimmten Nahrungsmitteln wie Früchten oder sogar Trinkwasser zu einer stark abführenden Reaktion des Körpers führen.“ Die anderen starrten das Mädchen perplex an. Sie seufzte lediglich auf. „Zu starkem Durchfall.“

„Eww.“ Alle schüttelte es; Yvette schrieb den Namen neben ihre Zeichnung samt dem Hinweis Nicht verzehren!.

„So viel dazu.“ Yugo klopfte sich die Hände an der Hose ab und starrte dann hinauf zum Himmel; mittlerweile stand die Sonne in einem Winkel, der ihm verriet, dass es früher Nachmittag geworden war. „Habt ihr gefunden, wonach ihr gesucht habt?“

„Also wir haben tonnenweise Waldmeister gepflückt!“, Chris zückte eine der tiefgrünen Blätter aus seinem Beutel und präsentierte es stolz, „damit können wir genug Limonade für den ganzen Schutzraum machen.“

„Ich habe einige der Heilpflanzen mitsamt den Wurzeln ausgegraben. Vielleicht können wir sie im Garten anpflanzen und heranziehen, während im Winter nichts wächst“, sagte Anna ihrerseits.

„Und du, Oliver?“

Oliver hatte der Gruppe nur mit einem halben Ohr zugehört, lag seine Aufmerksamkeit doch weiterhin allein auf dem Teufelswurz. Er hockte sich davor und zerrieb einige der ockerfarbenen Pollen zwischen seinen Fingerspitzen und roch dann daran. Wirklich erstaunlich, der Geruch.

„Hey, was hast du denn?“ Yugo ging neben ihm in die Knie und musterte den Jungen eingehend. Fast schon fürchtete er, Oliver eine Gehirnerschütterung mit seinem kleinem Spaß von eben verpasst zu haben. Da drehte er sich zu dem Erwachsenem um.

„Ich habe mir überlegt, ob dieses Kraut uns nicht womöglich nützlich sein könnte“, sagte Oliver mit einer tiefen Stirnfalte zwischen den Brauen.

„Inwiefern nützlich?“

„Zack und die anderen sind auf der Suche nach dem richtigen Tempel samt goldenem Wasser in den Osten gezogen, obwohl dort weniger Stätten lokalisiert waren als im Westen. Hauptsächlich deswegen, weil im Westen zu viele Dämonensiedlungen liegen und das Risiko, entdeckt zu werden, wesentlich höher ist.“ Der Teenager brach einen Stiel des Teufelswurz ab und schüttelte ihn leicht; mit seiner freien Hand fing er herausfallende Pollen auf und streckte sie seinen Gefährten entgegen. „Mal angenommen, die Expeditionsgruppe findet nichts im Osten und geht in den Westen… dann wäre es doch gut, wenn sie sich als Monster tarnen könnten, mit Masken und Gewändern.“

„Ah, ich verstehe!“ Yugo klatschte eine Hand in die andere. „Du meinst, neben Masken und Kostümen sollten sie auch-“

„Genau, wie die Dämonen riechen. Sie könnten sich mit den Pollen einreiben. Immerhin ist der Geruch ziemlich intensiv.“

„Oder wir machen eine Creme daraus“, schlug Anna vor, die selbiges bereits mit den Heilkräutern aus dem Wald zustande gebracht hatte. „Besser wäre sogar ein Parfüm, meint ihr nicht?“

„Worauf warten wir dann?“, Yugo zog ein Taschenmesser aus seinem Rucksack und begann, einzelne Blüten des Teufelswurz abzuschneiden, „Schaut mal nach, ob hier in der Gegend noch mehr von dem Gewächs herumsteht. Je mehr, desto besser.“

Gesagt, getan. Eifrig sammelten die Kinder und Jugendlichen das stark riechende Kraut zusammen, separat verpackt von ihren restlichen Errungenschaften, damit der Geruch nicht auf sie abfärbte.
Als sie genug beisammen hatten wanderten sie im Entenmarsch zurück in den Schutzraum, Chris, wie immer voller Tatendrang vorneweg, und Oliver sowie Yugo als Letzte, sie nach hinten absichernd.

„Wir sollten demnächst auch Holz sammeln, um Masken daraus zu sammeln“, sagte Oliver, als sie gerade den Wald hinter sich gelassen hatten. „Und färbende Materialien wie Beeren oder Früchte für die Verkleidungen. Gillian kennt sich ein wenig damit aus. Das nächste Mal sollte sie auf jeden Fall mitkommen.“

„Lucas hat recht gehabt.“ Yugo schenkte ihm ein seltenes, aufrichtiges Lächeln. „Solange du dabei bist, brauchen wir uns keinen Kopf zu machen. Du bist ein Anführer, wie er im Buche steht. Wenn wir mal nicht mehr sein sollten, können wir dir ganz getrost die ganze Bande anvertrauen.“

Oliver wusste nicht, was er darauf entgegnen sollte und blickte stattdessen perplex zu Boden. Die meiste Zeit über war Yugo und seine gesamte Art ein einziges Rätsel für ihn; ein nur noch größeres Rätsel war, wie Lucas so gut mit ihm klarkam und sich kein bisschen am vorlauten, allzu coolen Gebaren seines Freundes störte. Natürlich vertraute Oliver Yugo, trotz allem, was zwischen ihm und den Grace Field-Kindern zu Beginn ihrer ungewöhnlichen Freundschaft passiert war, nur… er konnte zu ihm einfach nicht die gleiche unerschütterliche Bindung aufbauen, wie er es zu Lucas getan hatte, zu seinen Gefährten aus dem Goldy Pond oder Emmas Familie. Womöglich lag es einfach daran, dass er in Lucas bereits eine Vaterfigur gefunden hatte und sein Herz sich weigerte, nach dem Verrat seiner einst geliebten Lehrerin jemals wieder einem Erwachsenen zu vertrauen…
Doch in diesem Moment fühlte Oliver sich Yugo stärker verbunden als je zuvor, ausgelöst nur durch ein einfaches Kompliment.

„Red‘ keinen Unsinn.“ Oliver zupfte an seiner roten Haarsträhne, wie immer, wenn er verlegen war „Emma hat mir erzählt, du hättest ihr versprochen, gemeinsam mit ihr in die Welt der Menschen zu gehen. Du und Lucas könnt gar nicht davor sterben.“

„Unfälle passieren. Nicht, dass ich es drauf anlege...“

„Ihr zwei seid doch wie Unkraut“, erstmals lachte Oliver Yugo ohne jegliche Bedenken an, ohne Zurückhaltung, „unverwüstlich und nicht klein zu kriegen. So schnell werden wir euch schon nicht los, hoffe ich.“
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