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XVI - Die Zukunft, die ich mir wünsche

Kurzbeschreibung
GeschichteFamilie, Freundschaft / P16 / Gen
Emma Norman Ray
22.10.2021
25.06.2022
33
81.652
3
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05.03.2022 2.509
 
~ XVII ~


oder auch


~ Wiegenlied ~


~ ~ ~


Wohlig entspannt seufzte Emma auf und ließ sich tiefer hinein in die Wanne sinken, ins warme, nach Blüten duftende Wasser. Es kam ihr vor wie eine halbe Ewigkeit, seit sie sich einmal nur Zeit für sich allein genommen hatte, seitdem Minerva auf der Welt war. Nicht, dass sie ihre Kleine nicht liebhatte und es genoss, sie um sich zu haben, aber… irgendwann war auch mal gut. Die anderen im Schutzraum verhätschelten Minerva ebenso gerne wie sie selbst, doch das ständige Füttern, Wickeln, Einschläfern blieb nun einmal an ihr hängen. Emma hatte von vornherein damit gerechnet und war ja auch selbst schuld daran. Trotzdem, manchmal war sie erleichtert, auch mal nur für sich allein sein zu dürfen.

Nicht zu lange allerdings. Ehe das Wasser in der Wanne überhaupt die Chance bekommen hatte kalt zu werden, kletterte sie auch schon wieder heraus und zog sich an. Eine knappe Woche war mittlerweile seit der Geburt vergangen, aber ihr Körper fühlte sich noch lange nicht wieder so fit wie vor ihrer Schwangerschaft an. Es ärgerte Emma, dass sie im schlimmsten Fall ihren Freunden momentan eher ein Klotz am Bein statt eine wirkliche Hilfe sein konnte. Der Feind lauerte jederzeit auf sie und würde wohl keine Rücksicht auf ihren neuerlichen Umstand nehmen.
Andererseits sagte sie sich, hatte sie erst vor kurzem ein kleines Menschlein aus sich herausgepresst. Wunder von ihrem geschundenem Körper zu erwarten, war wahrscheinlich noch zu viel verlangt.

In Gedanken versunken ging Emma zurück in ihr Zimmer, ein Handtuch über ihre Schultern geschwungen, tropften ihre Haarspitzen immerhin noch beträchtlich. Momentan schlief sie mit Minerva weiterhin im Krankenzimmer; die anderen Schlafkammern und Räume waren zu unruhig für das Baby. Außerdem fanden es nur die wenigsten amüsant, mehrfach in der Nacht wegen eines leeren Magens oder einer nassen Windel geweckt zu werden.

Emma wollte gerade die Tür zum Zimmer öffnen, da bemerkte sie zwei Dinge. Erstens, das Türblatt stand einen Spalt offen. Und wichtiger, eine Stimme drang aus dem Zimmer heraus auf den Flur, summend, eine langsame, melancholische Melodie.

Ein kalter Schauer lief dem Mädchen über den Rücken. Eine eisige, bedrückende Januarnacht, das Geräusch ihrer Krücken, als sie den Weg zur Bibliothek entlang gehumpelt war, kein Licht, das ihr beigestanden hätte und ebenjene Stimme, ebenjene Melodie…

Ohne ein Geräusch zu verursachen stupste Emma die Tür ein Stückchen weiter auf, lugte ins Zimmer hinein. Sie schreckte auf, als sie Ray erblickte, der von ihr abgewandt stand und Minerva in seinen Armen trug, während ihr schlafendes Gesicht auf seiner Schulter ruhte. Tatsächlich… Ray sang, nein, vielmehr summte er ein Lied, das Emma zuvor nur ein einziges Mal vernommen hatte: Unmittelbar vor dem Augenblick, an dem er das Streichholz und sein Leben weggeworfen hatte.

Just in diesem Moment drehte Ray sich um; als er Emma hinter der Tür spähen sah zuckte er vor Schreck zusammen. Sein Gesicht verlor jegliche Farbe. „E-Emma!“, stammelte er, hatte er offensichtlich nicht damit gerechnet, dass ihm jemand dermaßen auflauern würde. Er war von wilden Monstern angegriffen oder von Yugo mehrfach bedroht worden und hatte doch nie so zu Tode erschrocken ausgesehen wie in diesem Moment. „Wie lange… wie lange stehst du da schon?!“

„Erst ganz kurz.“ Sie trat zu Ray, legte eine Hand auf Minervas Köpfchen, die selig an ihrer Faust nuckelnd weiterschlief.

„Sie ist aufgewacht und hat geweint“, sagte der Junge tonlos und legte das Baby zurück in das Bett, welches sie zusammen an Emmas geschoben hatten. Als Minerva sich nicht weiter rührte drehte er Emma den Rücken zu. „Ich gehe jetzt...“

„Warte, bitte. Habe ich etwas falsch gemacht? Ich wollte nicht lauschen, wirklich nicht.“ Selbstverständlich entging Emma keinesfalls, wie emotional aufgewühlt ihr bester Freund war. Sie verstand nur nicht, aus welchem Grund. Als er nichts dazu sagte, meinte sie: „Dieses Lied… du hast es auch gesungen, kurz bevor du dich...“

Ray seufzte auf; mit seinen hängenden Schultern und den Haaren, die ihm strähnig ins Gesicht fielen, erinnerte er sie schmerzhaft an die unmittelbaren Monate nach Normans Tod. Wie geschlagen sah er aus, als wolle er sich vor etwas verbergen, das ihm nicht nur zutiefst zuwider war, sondern auch unfassbare Angst in ihm schürte.

„Es ist… war ein Wiegenlied.“ Rays Stimme war so brüchig, dass Emma näher an ihn herantreten musste, um ihn verstehen zu können. Sein Blick, abwesend und leer, lag allein auf Minerva. Seine Hände krallten sich in den Stoff seines Hemdes, als er sagte: „Mama hat es immer für mich gesungen.“

Emma setzte sich neben Minerva, darauf bedacht, sie nicht zu wecken. Vorsichtig platzierte sie die große Plüscheule neben dem Kind. „Tatsächlich?“ Sie wusste sehr wohl um Rays besondere Beziehung zu Mama, wenn man es auf diese Weise formulieren wollte. Die beiden hatten sich jahrelang ausgenutzt, waren in einer Abhängigkeit aneinandergebunden gewesen, die in Rays Tod hätte enden sollen… dass er trotz allem auch gute Erinnerungen an Mama hatte…

„Ich erinnere mich nicht daran, dass sie das Lied einmal in meinem Beisein gesungen hätte.“ Sie lächelte ihn an. „Es ist ein sehr schönes Lied.“

Ray aber lächelte nicht. Langsam hob er den Kopf, sein Gesicht wie versteinert sah er Emma an und dann schnell wieder weg. Zitternd atmete er aus. „Sie hat...“

„Ist alles in Ordnung?“ Das Mädchen stand wieder auf, wollte zu ihm gehen, doch er erhob die Hand, bedeutete ihr zu warten. „Ray…?“

„Sie hat… Mama hat es nur für mich gesungen. Nur ihr ausdrucksloses Wiegenlied...“

Für einige Herzschläge lang waren da nur diese Worte; dann verstand Emma. Sie schlug die Hände vor den Mund und ihre Augen fixierten Ray, nur noch Ray, als es in ihrem Kopf Klick machte. Seine Erinnerungen… das Lied, das er noch vor seiner Geburt vernommen hatte… Mama…

Herr im Himmel, Mama…

Emma fand irgendwann die Kraft sich zu rühren, nahm Ray in den Arm, der stocksteif in ihrer Umarmung verharrte. Es war, als hätte ihr jemand sämtliche Luft aus den Lungen gepresst, wie sie vergeblich versuchte, ihre Beherrschung wiederzufinden.

„Ray… oh Ray, warum hast du nicht...“ Emma drückte ihr Gesicht in seine Halsbeuge, in die pechschwarze Tinte hinein, die Zähne so fest aufeinanderbeißend, dass sie glaubte, sie würden jeden Moment zersplittern.

„Es tut mir leid.“ Ein Wispern nur an ihrem Ohr und zwei zitternde Hände, die sich in ihren Rücken krallten. „Es tut mir leid. Es tut mir leid...“

Emma schob ihn von sich; noch während sie sein Gesicht packte, liefen die ersten Tränen über seine Wangen. Ray versuchte sie zu verbergen, aber Emma ließ ihn nicht los, sah ihn stattdessen unnachgiebig an. „Wofür entschuldigst du dich, du Dummkopf?“, schluchzte sie, die dunklen Haarsträhnen aus seiner Stirn streichend. „Warum nur hast du nichts gesagt? Norman und ich, wir hätten doch… wir hätten dich vor ihr beschützt! Wir hätten nie zugelassen, dass sie dir so wehtut, du Dummkopf!“

„Das hast du schon gesagt“, Ray lachte schwach auf, wischte mit dem Handballen verräterische Spuren hinfort.

„Ich kann es nicht oft genug sagen! Wirklich, warum hast du nicht-“

„Es hätte nichts geändert.“ Ihn so verzweifelt lächeln zu sehen tat Emma fast schon körperlich weh, wie er ihre Hand nahm und sich auf die Bettkante setzte. Sein dunkler Pony war wieder an Ort und Stelle, verbarg jegliche Emotion, die an die Oberfläche hätte herausbrechen können. „Es hat keinen für sie gemacht. Und für mich auch nicht. Sie war der Schäfer und ich der Hund… nein, wohl eher der Metzger und das Lamm.“ Ein kehliges, freudloses Kichern war alles, was er von sich gab.

„Aber Norman und ich...“

„… brauchten es nicht zu wissen. Ich wollte sterben, für euch. Ich wollte, dass ihr mich als euren Freund in Erinnerung behaltet und nicht als Missgeburt dieses Dämons.“

„Ray!“

„Jetzt ist es sowieso schon zu spät.“ Ray streckte die Beine aus, sah zur Zimmerdecke, überall hin, nur nicht zu Emma. Er brachte es wohl nicht über sich. „Ich weiß, dass du mich jetzt hassen musst. Würde ich nicht existieren, hätte sie euch niemals all diese furchtbaren Dinge antun können. Norman wäre jetzt noch bei euch… deine Tochter hätte jetzt noch einen Vater. Alles nur wegen mir… es tut mir leid. So, so leid.“

„Dummkopf.“ Emma zog ihn abermals an sich heran; zu gerne hätte sie ihn angeschrien für diese schwachsinnigen Vorstellungen, ihm eine Ohrfeige gegeben und aus dem Zimmer geschmissen, hochkant. Allein Minerva hielt sie davon ab. „Wieso sollten wir dich hassen? Wie könnten wir? Norman und ich haben dich so unglaublich lieb. Du bist unser bester Freund. Es ist doch gar nicht deine Schuld.“

„Aber ich-“

„Nicht deine Schuld. Hast du mich verstanden, Ray? Es ist nicht deine Schuld.“ Sanft fuhr sie durch sein stufiges, wildes Haar. „In einer Sache muss ich dir allerdings recht geben.“

„… und die wäre?“

Emma strahlte ihn an. „Es ändert nichts, wie du sagtest. Rein gar nichts. Du wirst für mich immer nur Ray bleiben, mein rücksichtsvoller, sarkastischer, morgenmuffeliger-“

„Ist das überhaupt ein Wort?“

„… allerbester Freund auf der ganzen weiten Welt. Verstanden?“ Ray zögerte einen Moment lang und Emma befürchtete schon, sie müsse ihm wirklich eine verpassen, um etwas Verstand in ihn hineinzuprügeln. Da nickte er schwach.

„Okay.“

Emma klopfte ihm auf die Schulter. „Wenn du Redebedarf hast, oder Minerva etwas vorsingen möchtest, ich – wir sind immer für dich da. Vergiss das nicht.“

„Könntest du es erst einmal für dich behalten?“, bat er kleinlaut, während seine Daumen nervös gegeneinander klopften. „Dass du es so locker aufnimmst ist… toll, aber die anderen...“

„Es ist dein Geheimnis. Entschuldige, dass ich gelauscht habe und es so herausfand. Es geht niemanden außer dich etwas an, versprochen.“

„Danke, Emma.“ Der Junge wirkte noch immer aufgewühlt, wie er sich durchs Haar fuhr, doch zumindest nicht mehr so eingeschüchtert wie noch wenige Minuten zuvor. Wie sollte er auch nicht, nach allem, was geschehen war?

„Hör mal, wir hatten noch gar keine Gelegenheit, uns richtig zu unterhalten“, wechselte Emma das Thema, als wäre nichts passiert, Rays Seelenheil zuliebe. „Du sagtest, ihr hättet in Cuvitidala Hinweise gefunden? Erzähl mir mehr davon.“

„Es… waren eher weniger Hinweise“, Ray strich sich eine widerspenstige Haarsträhne hinters Ohr, „als vielmehr… ich kann es schlecht beschreiben. Wir müssen nach einem Tempel suchen mit goldenem Wasser, so wie damals im Goldy Pond. Nach etwas, das mit Tag und Nacht zu tun hat, glaube ich.“

Emmas Augen weiteten sich. „Ein Tempel… goldenes Wasser, Tag und Nacht…?“

Ihr Gegenüber nickte. „Du wirst mich für verrückt erklären, aber in Cuvitidala selbst gab es nichts als einen ganzen Haufen alter Steine“, erklärte er. „Doch dort hatte ich so etwas wie… eine Vision...“

„Ein Traum.“ Ray horchte auf, musterte Emma neugierig, die auf einmal ganz blass geworden war.

„Hey, was ist los, Emma?“

„Nicht nur einen Tempel und goldenes Wasser… hast du auch einen Drachen gesehen? Bilder aus der Vergangenheit und-“

„- ein mysteriöses Monsterwesen“, sagten beide gleichzeitig. Fassungslosigkeit war in ihre Gesichter geschrieben, als sie einander wie zwei Fremde musterten.

„Woher weißt du denn davon?!“

„Ich habe diese Bilder im Traum gesehen, vor einigen Wochen. Ich hatte mich gerade hingelegt und da fing es an… erst habe ich nur verschiedene Orte und Leute gesehen, den Tempel, einen Drachen und ich denke, die Vergangenheit. Und dann… es. Ein Monster.“

„Was ist danach passiert?“

„Das Monster hat mit mir gesprochen.“

„Es hat sich mit dir unterhalten?“, rief Ray verblüfft.

„Mmh. Ich konnte zwar nicht antworten, aber es sagte, ich solle zu ihm kommen. Durch den Eingang, und dann… würden wir zusammen spielen.“ Emma nestelte abwesend an ihrem Amulett herum. „Mit dem Eingang meinte es bestimmt die Sieben Mauern. Vielleicht befindet er sich bei einem der Tempel mit dem goldenen Wasser. Zumindest wäre das doch möglich, oder, Ray?“

„W-was? Ja, vielleicht.“

„Hast du mir überhaupt zugehört?“

Der Junge stöhnte frustriert auf, raufte sich das Haar, bis es noch unordentlicher geworden war als zuvor. „Ich verstehe das nicht!“, ließ er verärgert verlauten. „Erst diese Vision, dann meinst du, du hättest sie ebenfalls gehabt, und jetzt ist es doch wieder anders! Ich glaube, ich fange an zu spinnen!“

Emma streichelte Minervas Händchen, die ob Rays Ausbruch angefangen hatte zu quengeln; bald schon war sie wieder eingeschlafen. „Was meinst du, dein Traum wäre anders gewesen?“

„Ich… das Monster hat nicht das Gleiche zu mir gesagt wie zu dir, sondern...“

„Sondern?“

Ray zögerte einen Augenblick lang, dann schüttelte er den Kopf. „Nicht so wichtig. Bedeutsamer ist, weshalb sind wir diesem Wesen begegnet, und nur wir zwei? Keiner aus der Gruppe hatte ebenfalls eine Vision, und du warst hier, meilenweit von Cuvitidala entfernt. Wie ist das nur möglich?“

Keiner der Jugendlichen hatte eine Antwort darauf, hatten sie bislang auch nie nach einer gesucht. Bis jetzt war es Ray stets äußerst merkwürdig vorgekommen, was mit seinem Verstand in Cuvitidala passiert war, und Emma hatte ihren Traum immer nur als Produkt ihrer Fantasie abgetan. Zu bedeutend, um ihn zu vergessen, aber auch zu rätselhaft, um sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen.

„Glaubst du, es könnte etwas mit Mujikas Medaillon zu tun haben?“, fragte Emma nach einer schweigsamen Weile. „Immerhin gab sie es mir im gleichen Atemzug, als sie mir riet, nach den Sieben Mauern zu suchen.“

„Das dachte ich mir auch schon. Cuvitidala hatte sogar die gleiche Form wie die Kette.“ Ray nahm sie in die Hand, tippte leicht mit dem Zeigefinger gegen den Edelstein. „Kurz bevor ich diese Vision hatte, ist das Medaillon plötzlich kochend heiß geworden und hat mich förmlich zu Boden gezogen, so unglaublich es auch klingt. Aber wie konntest du dann diesen Traum haben, wenn ich die Kette bei mir trug?“

„Womöglich, weil ich sie schon vorher immer mit mir hatte?“ An Rays Nasenspitze war anzusehen, dass er mit den Ergebnissen ihres Gespräches alles andere als zufrieden war. Er war nun einmal ein Mensch der Logik, des Wissens und des Realistischen. Unglaubwürdige Abstrakta wie Träume oder Visionen passten nicht in sein Weltbild. Selbst, wenn er derjenige gewesen war, dem es widerfahren war.

„Eigentlich ist das doch jetzt auch unwichtig. Wir sollten lieber darüber nachdenken, was wir nun mit den Hinweisen tun sollten“, schlug Emma vor.

Ihr Freund brummte zustimmend. „Ich habe die Kinder angewiesen, nach Hinweisen in der Bibliothek zu suchen. Sie durchforsten gerade alle Bücher, in denen etwas über das goldene Wasser steht.“

„Wir sollten außerdem auf den Karten nach Tempeln Ausschau halten. Wenn wir unsere Eindrücke miteinander vergleichen, finden wir bestimmt etwas heraus.“

„Gute Idee. Ich sage gleich dem Rechercheteam Bescheid.“ Ray erhob sich vom Bett und ging zur Tür. Die Klinke bereits in der Hand haltend blieb er noch einmal stehen und drehte sich zu Emma um. „Wir werden bestimmt bald aufbrechen. Du weißt, dass ich dich liebend gern an meiner Seite wüsste, aber...“

„… aber mein Platz ist hier.“ Emma lächelte, wenngleich den Schatten ihres sonstigen Strahlens. „Momentan braucht Minerva mich mehr als jeder andere. Solange kann und werde ich nicht mitkommen können, auch wenn ich es wirklich wollte. Das ist mir jetzt bewusst geworden.“

„Gut. Wie gesagt, ich gehe in die Bibliothek, falls du mich brauchst.“

„Ray.“ Emma stellte sich zu ihm, um ihn nochmals zu umarmen. „Du kannst dich immer auf mich verlassen, egal weswegen. Okay?“

Sie spürte, wie seine Hände sich in ihren Rücken gruben.

„… ich weiß.“
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