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MDU Gruppe 16: Neues Leben

Kurzbeschreibung
KurzgeschichteDrama, Familie / P16 / Mix
Alexander "Alec" Lightwood Clarissa "Clary" Fray Isabelle "Izzy" Lightwood Jace Wayland / Jonathan Christopher Herondale Magnus Bane
22.10.2021
22.10.2021
7
8.757
1
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Dieses Kapitel
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22.10.2021 1.466
 
Disclaimer: Wir kennen keinen der vorkommenden Prominenten persönlich, haben keinerlei Rechte an ihnen oder an sonst irgendwas, das mit ihnen zusammenhängt, und selbstverständlich verdienen wir mit dieser Geschichte kein Geld. Was es hier zu lesen gibt, ist Fiktion und basiert demzufolge auch nicht auf irgendwelchen realen Ereignissen.

English Version: This is purely fictional. We do not own anyone – too much trouble to feed. If you got here by googling yourself please we urge you go back now!

A/N: Es handelt sich bei dieser Geschichte um ein Gemeinschaftsprojekt der Autoren Iralenya, anna88, ladyfangirl, Sira-la, Liana-Medea, Kingsman und Wabaruma.

Das Projekt zu dieser Geschichte ist im Forum zu finden und heißt Meine, deine, unsere Fanfiction.

Dieses Projekt funktioniert wie folgt:
Autor 1 schreibt Kapitel 1.
Autor 2 liest Kapitel 1 und schreibt dann Kapitel 2.
Autor 3 liest Kapitel 2 und schreibt Kapitel 3.
Autor 4 liest Kapitel 3 und schreibt Kapitel 4 und immer so weiter.
Jeder Autor kennt also nur das eine einzige Kapitel des Autors, der vor ihm an der Reihe war und wird ein Kapitel schreiben, dass zwar zu dem Kapitel passt, das er gelesen hat, aber nicht unbedingt zum sonstigen Rest der Geschichte.


Da an dieser Geschichte sieben verschiedene Autoren zu gleichen Teilen mitgewirkt haben, bitten wir, dies beim Reviewen zu berücksichtigen und jedem Autor bzw. zu jedem Kapitel wenigstens ein kurzes Feedback zu hinterlassen.
Vielen Dank.






MDU Gruppe 16: Neues Leben



Kapitel 1




„Willkommen im Idris, willkommen an dem Ort deiner Wurzeln!“
Leise vor sich her murmelnd, ging Jocelyn in dem Raum auf und ab. Seit sie erfahren hatte, dass der Rat sie nach Idris schickte, weil das Vertrauen, das man ihr hier entgegenbrachte, sich gegen Null summierte, fühlte sie sich so unruhig und eingesperrt wie ein Tiger im Zoo. Jocelyn ballte ihre Hände zu Fäusten. Sie wusste, wieso Aldertree das verfügt hatte. Einst hatte sie nicht nur Valentine geliebt, sie hatte auch den Rat auf eigene Faust hintergangen. Und nicht nur das … Sie wusste, dass sie dem Rat auch keine vollständige Loyalität schwören konnte, nicht, wenn das hieß, dass sie gegen ihre Kinder vorgehen musste, dass sie Jonathan und Clarissa ausliefern musste. Ihre Tochter ahnte es noch nicht, doch der Rat misstraute ihr noch mehr, wartete nur noch auf die Gelegenheit, ihr an den Kragen gehen zu können, und so sehr es Jocelyn widerstrebte, wusste sie doch, dass Aldertree und seine Lakaien zu mächtig waren, als dass Alec und Isabelle Clary beschützen könnten. Jocelyn blieb abrupt stehen, atmete schwer und trat dann zu dem Fenster. Ihre Füße fühlten sich dabei an, als lägen sie in den gleichen Ketten, in denen man Jace abgeführt hatte. Ihr schossen die Tränen in die Augen, als sie an ihren wunderbaren Sohn dachte. So lange hatte sie ihn nicht gesehen, so lange hatte sie um ihr kleines Baby getrauert und jetzt hatte sie keine Chance, all das wieder gut zu machen. Jace war ihr erneut geraubt worden, dieses Mal jedoch nicht von seinem Vater. Dieses Mal hatten ihn die Menschen in Ketten gelegt, denen er vertraut hatte, die Seite an Seite mit ihm gestanden hatten. Frustriert schrie Jocelyn auf. Es war ihr egal, wer das hören konnte und es war ihr noch egaler, was der- oder diejenige davon halten würde. Das war doch sowieso ein verlorenes Spiel. Sie vertraute dem Rat nicht und der Rat traute ihr nicht über den Weg. Es wäre eine klassische Pattsituation, doch Jocelyn konnte sich nicht geschlagen geben, nicht, wenn die wahren Opfer dieses Wahnsinns ihre Kinder waren. Sie wusste, dass es ein Fehler gewesen war, Clary die Erinnerungen zu nehmen, doch gleichzeitig wusste sie auch, dass sie es immer und immer wieder tun würde. Achtzehn Jahre lang hatte sie ihre wunderschöne, wunderbare, sanfte Tochter schützen können. Und das würde sie nun auch tun, wenn auch auf eine andere Weise.


~~~*~~~


Clary schwirrte der Kopf. Ihr wurde schlecht und sie stützte sich auf dem Waschbecken ab. So viel war in den letzten Tagen passiert. Erst war Alec fast gestorben, dann hatte der Rat beschlossen, Jace bestrafen zu müssen (und der Idiot hatte es klaglos angenommen) und jetzt wollte Aldertree ihr auch noch ihre Mutter rauben? War das denn zu fassen? Doch das war nicht alles, das musste sie sich in diesem Moment eingestehen. Ihr ging es schon seit Wochen nicht gut. Jeden Morgen erwachte sie mit pochenden Kopfschmerzen und einem Magen, der aus welchen Gründen auch immer beschlossen hatte, dass es doch ein toller Start in den Tag war, wenn er sich erst einmal umdrehte und sie für viel zu wertvolle Minuten vor dem Klo auf den Boden fesselte.
„Oh …“, flüsterte sie plötzlich überrascht, als ihr Blick auf ihr Handy fiel, das sie auf die Ablage abgelegt hatte. Clary spürte, wie sie kreidebleich wurde. Schnell presste sie sich die Hand vor den Mund, doch es half nichts und so beugte sie sich schnell nach vorne und erbrach ihr Essen in dem Waschbecken. Sie spürte die Tränen über ihre Wangen strömen, als sich das Puzzle in ihrem Kopf zusammensetzte.


~~~*~~~


„Clary?“
Erschrocken eilte Jocelyn durch den Raum und kniete sich auf den kalten Boden. Ihre Tochter saß in sich zusammengesunken und zitterte schlimmer als Espenlaub. Es brach Jocelyn das Herz, gleichzeitig spürte sie heißen Zorn in sich aufsteigen. Zorn auf den- oder diejenigen, die ihr Mädchen so verstört hatten.
„Clary?“, wiederholte sie noch einmal, als Clarissa nicht reagierte. Zögerlich legte Jocelyn ihre Hand auf die Schulter ihrer Tochter. Sie hatte sich das Beben nicht eingebildet und ihre Ohren spielten ihr auch keinen Streich. Clarissa weinte. Doch wieso? Was war passiert. Da sie spürte, dass sie momentan keine Antworten bekommen würde, zog Jocelyn ihre Zweitgeborene in die Arme. Clary ließ sich fallen, auch wenn Jocelyn spürte, dass sie sich zunächst hatte sträuben wollen.


~~~*~~~


Clary hatte jegliches Zeitgefühl verloren. Sie konnte nicht sagen, wie lange sie in den Armen ihrer Mutter lag und weinte. Ihre Augen brannten, doch es kamen immer neue Tränen, selbst dann, als sie dachte, dass sie langsam nichts mehr hatte, was sie noch ausweinen konnte. Doch scheinbar kannte sie ihren Körper nicht gut genug und es gab genug Vorrat an der salzigen Flüssigkeit, die sich Tränen schimpfte. Ihr war immer noch schlecht, auch wenn sie nicht mehr auf dem kalten Boden hockten. Irgendwann hatte ihre Mutter sie dazu überredet, aufzustehen und in ihr Zimmer zu gehen. Zum Glück waren sie niemandem auf den Gängen begegnet. Die anderen Shadowhunter waren entweder unterwegs oder in den Gemeinschaftsräumen oder in ihren Zimmern.
Oder inhaftiert …
Der Gedanke schnürte ihr die Kehle zu. Sie klammerte sich an das Hemd ihrer Mutter, vergrub ihr Gesicht wieder in dem roten Stoff.
„Clary, rede mit mir …“
Sie wusste, dass ihre Mutter recht hatte. Sie musste mit jemanden reden. Sie brauchte Hilfe. Und wer konnte ihr besser helfen, als die Frau, die einst das Gleiche durchgemacht hatte?
„Mum … ich … ich …“
Clarissa schnappte nach Luft, ehe sie sich dazu zwang, innezuhalten. Sie löste sich von ihrer Mutter und stand auf. Ihre Beine zitterten, doch sie knickten nicht ein und Clary ging vorsichtig zum Fenster, sah in den abendlichen Himmel hinaus, ehe sie sich umdrehte. Ihre Mutter saß noch immer auf dem Bett, sagte nichts und sah sie nur besorgt an. Clary atmete wieder tief durch.
„Ich glaube, ich bin schwanger, Mum …“
Sie hörte Jocelyn nach Luft schnappen und sah niedergeschlagen zu Boden.
„Du …“, begann ihre Mutter, ehe sie stoppte und sich scheinbar für andere Worte entschied, als sie ursprünglich fragen wollte. „Und der Vater …“
„… ist Jace“, unterbrach Clarissa sie flüsternd und brach wieder weinend zusammen, als die Erkenntnis sie abermals übermannte. Sie war schwanger. Von Jace. Von ihrem eigenen Bruder …


~~~*~~~


„Oh, Clary“, flüsterte Jocelyn und wiegte das zitternde Bündel in ihren Armen. Sie war selbst geschockt von der Neuigkeit, doch sie musste einen kühlen Kopf bewahren, das wusste sie. Clarissa traf keine Schuld. Sie hatte Jace nicht als ihren Bruder gekannt, sie hatte nichts von der Wahrheit gewusst … Jocelyn wusste, dass die wahren Schuldigen dieser Tragödie nicht Clarissa und Jonathan waren, sondern sie und Valentine. Und sie musste ihre Tochter beschützen, egal wie hoch der Preis auch immer sein würde. Sie würde ihn zahlen. Immer und immer wieder!
„Clarissa, jetzt hör mir gut zu! Wir schaffen es!“
Sie legte sanft einen Finger auf die bebenden Lippen ihrer Tochter, bedeutete ihr so, nichts zu sagen.
„Der Rat schickt mich nach Idris und ich werde dich mitnehmen! Von dort aus werden wir eine Lösung finden, nicht nur für hier, sondern auch für Jace!“
Ihre Stimme blieb ernst und fest und ihr Blick spiegelte ihre Zuversicht wieder, auch wenn es schwer war, zuversichtlich zu bleiben. Doch sie würde kämpfen. Für ihre Tochter. Für ihren Sohn. Und auch für ihr Enkelkind, das am Allerwenigsten für das ganze Chaos konnte.




***
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