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Hinter Gittern

von Nicole49
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor, Freundschaft / P16 / Gen
Chester Bennington David "Phoenix" Farrell OC (Own Character)
20.10.2021
08.05.2022
29
72.610
5
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20.10.2021 2.367
 
Hallo Ihr Lieben. Ich habe mich mal wieder an einer neuen Fanfiction versucht und hoffe sie gefällt Euch. Ich werde versuchen regelmäßig einmal die Woche zu posten. Doch seit nicht böse wenn ich die Termine arbeitstechnisch nicht immer einhalten kann.
Mein bevorzugter Tag ist Sonntag.
Doch jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim lesen.

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London, Donnerstag, 15. Juli 2010, Urteilsverkündung

„Er heben sie sich“
Sowohl die beiden Angeklagten Chester Bennington und David Farrell als auch die beiden Anwälte und die Staatsanwaltschaft erhoben sich von ihren Plätzen und warteten bis der Richter seinen Platz eingenommen hatte.
„Mr. Bennington, Mr. Farrell, sie sind beide keine unbeschrieben Blätter vor dem Gesetz“ begann Richter Moore.
David und Chester sahen sich kurz an. Beiden schoss das gleiche durch den Kopf.
Das würde übel für sie enden!
„Sie werden jeweils zu Zwölf Monaten Haft verurteilt, die sofort anzutreten ist. Die Strafe ist nicht zur Bewährung auszusetzen, da sie beide keinen britischen Staatsbürger sind. Sie werden ihre Strafe im Wandsworth Gefängnis absitzen“
Zwölf Monate!
Verdammte Scheiße. Und alles wegen so ein paar Pisser die unbedingt Streit anfangen wollten.
„Na wunderbar“ brummte David.
„Im Weiteren ordne ich eine Antiaggressionstherapie für sie beide an. Abzuleisten ebenfalls während ihrem Zwölfmonatigem Aufenthalt!“ fügte der Richter noch hinzu und Chaz warf David einen warnenden Blick zu.
Richter Moore erhob sich und zwei Officer kamen auf die beiden jungen Männer zu.
„Daddy!“ hörte Chaz seinen Sohn und seufzte leise. Das würde eine schwierige Zeit für seine beiden Jungs werden.
„Jamie, bleib hier“ rief Lee Bennington, doch der Fünfjährige hörte nicht. Er schlüpfte an dem Gerichtsdiener vorbei und lief auf seinen Vater zu.
Chaz ging in die Hocke und hob den quirligen fünfjährigen trotz bereits angelegten Handschellen hoch.
„Baby, hör auf deinen Großvater“ sagte er sanft.
Lee hatte den vierjährigen auf dem Arm und sah den Gerichtsdiener entschuldigend an.
„Wann kommst du wieder?“ fragte Jamie, als auch schon ein Officer zu ihm trat.
„Dauert ein Weilchen. Euer Großvater kümmert sich so lange um Euch“
„In Ordnung Daddy“ Jamie umarmte seinen Vater und Chaz zerriss es das Herz, doch er ließ sich nichts anmerken.
„Geh zu Dad, der spendiert Euch sicherlich ein Eis!“ forderte Chaz ihn auf und stellte ihn auf den Boden.
Lee Bennington nahm den fünfjährigen an die Hand der gleich drauf los plapperte und Chaz machte eine eindeutige Geste zur Tür.
Lee nickte schweigend und machte sich sofort auf den Weg.
Chaz nickte dem Officer kurz zu und ließ sich dann problemlos zum Gefängniswagen bringen.
Schweigend stiegen beide hinten ein, zusätzlich ein Officer aus dem Gefängnis.
„Alles OK?“ fragte David, während Chaz nachdenklich auf die Gitter starrte.
„Was? Ja ja, keine Bange. Ich hoffe nur das Dad noch mal vorbeikommt, bevor sie zurückfliegen“ Chaz seufzte.
„Glaubst du wirklich Lee fliegt mit den Jungs zurück?“ David sah ihn überrascht an.
„Sicher. Er hat ja auch noch einen Job. Außerdem, was sollte er hier? Er ist nur wegen den Jungs mitgeflogen und weil er London mal sehen wollte“ antwortete Chaz.
„Sorry das ich dich da reingezogen habe“ David seufzte.
„Hast du nicht. War meine eigene Entscheidung“ sagte er schlicht.
„Is aber jetzt schon das zweite Mal“ brummte er und Chaz lachte leise.
„Weil du vom Ärger angezogen wirst wie die Motte vom Licht. Und du lässt nichts aus. Du bist und bleibst ein Raufbold. Das war schon in der Schule so“
David grinste und zuckte schweigend mit den Schultern, während Chaz nur die Augen verdrehte und den Kopf schüttelte.
In Wandsworth angekommen, stiegen sie aus und der Officer brachte sie hinein. Durch eine geschwungene Holztür die Treppe hinunter und einen langen Gang entlang.
Sie kamen in einen kleinen stickigen Raum und wurden bereits von einem Mann Mitte vierzig erwartet.
Kurz geschnittenes Haar und eine recht durchtrainierte Figur wie Chester schätzte. Er sah sich ein bisschen um und hinter einer Gitterwand standen jede Menge Regale mit Kleidung und Wäsche.
Chaz seufzte lautlos. Jetzt musste er erstmal auf seine eigenen Klamotten verzichten. Die Gefängniskleidung schien blau zu sein. Blau und die Shirts grau oder weiß.
Nicht unbedingt seine Farbe.
Der Beamte öffnete ihnen die Handschellen und automatisch griffen beide nach ihren Handgelenken, warteten aber geduldig ab. Sie kannten beide diese Prozedur und wussten das es besser war von Anfang an unauffällig zu bleiben.
„Ich bin Direktor Barnes“ stellte der ältere sich vor und sowohl Chaz als auch David hatten dies bereits erwartet.
„Ich mache ihnen hier und jetzt eine Ansage und ich hoffe sie halten sich daran. Sobald sie umgezogen sind und durch die Leibesvisitation sind, werden sie hier behandelt wie jeder andere auch. Verhalten sie sich unauffällig, dann kommen sie hier auch unbeschadet wieder raus“ er nickte Chaz und David zu.
„Sie gehören ihnen, Turner. Benötigen sie Unterstützung?“
„Nein“ erwiderte der Vollzugsbeamte schlicht. Er hatte beide sowohl während der Verhandlung als auch bei der Herfahrt beobachtet und war sich sicher, dass sie keine Probleme machen würden.
„Eure Sachen hier rein. Zumindest was ihr noch bei Euch habt“ befahl ein weiterer Beamter und stellte jedem ein Kästchen hin.
Sie leerten ihre Taschen und packten den Schmuck dazu.
„Pearcing?“ fragte Chaz und der Beamte nickte.
Seufzend nahm Chaz das Lippenpearcing raus, säuberte es und packte es dazu. Dann bekamen beide einen Korb mit Wäsche und Kleidung und jetzt kam der unangenehmste Teil.
Officer Scott begleitete Turner zur Leibesvisitation, bevor sie sich dann anziehen konnten.
„Ihr beide macht das auch nicht zum ersten Mal mit!“ sagte Turner trocken.
„Tja, was soll ich sagen!“ meinte David konnte sich ein Grinsen aber nicht verkneifen.
„Du bist und bleibst ein Unruhestifter!“ brummte Chaz, musste aber selbst lachen, während er sich wieder anzog.
Turner und Scott gingen vor und Chaz und David folgten.
„Aufnahmezelle?“ fragte Scott und Chaz rümpfe die Nase.
„Die beiden kennen sich aus. Ich würde sagen gleich auf Station. Ungewöhnlich aber alles andere ist unnötig“ kam eine Stimme von hinten.
„Geht klar Chef“ antwortete Turner und Scott schüttelte den Kopf.
„Irgendwann hat Gates dich mal an den Eiern“ brummte er als der wieder verschwunden war.
Turner musterte ihn kurz, dann zuckte er die Schultern und ging weiter.

Auf der Station angekommen blieben sie vor zwei Zellen stehen.
„Wer von Euch ist Bennington?“ fragte Scott
„Ich“
„Gut. Du da rein und du direkt daneben“ befahl er und Chaz nickte schlicht.
Am Tisch in seiner Zelle saß ein junger Mann, er ungefähr in seinem Alter sein musste und als dieser die Bewegung bemerkte sah er auf und grinste.
„Chaz?“ fragte er und Chaz schüttelte den Kopf.
„Alex? Wie kommst du denn hier her?“ wollte Chaz wissen und sie begrüßten sich wie alte Freunde.
„Du weißt doch wie das nach einem Konzert ist“ grinste er und Chaz lachte leise.
„Wem sagst du das“ seufzte der.
„Na, ihr beiden scheint euch schon mal zu vertragen“ meinte Turner trocken und sah zu Scott und David.
David hatte nicht ganz so viel Glück. Als er seine Zelle betrat, zog der junge Mann die Knie an und begann zu zittern.
David verdrehte die Augen. So gefährlich sah er nun wirklich nicht aus.
Er besah ihn sich genauer. Er hatte ein Veilchen, das am Abheilen war und David sah zu missmutig zu Scott.
„Echt jetzt? Seh ich aus wie ein Babysitter?“ brummte er und hörte Chester lachen.
„Baby, sei lieb zu ihm“
„Alex?“ David legte seine Sachen auf seine Bett und schaute um die Ecke der Zelle. Ein breites Grinsen erschien auf seinem Gesicht.
Scott sah zu Turner und der zuckte mit den Schultern.
David begrüßte Alex und Chaz seufzte leise.
„Noch so ein Unruhestifter“
„Hey“ Alex stieß ihm den Ellenbogen in die Seite.
„Ich bin kein Unruhestifter“
„Gut, dann eben Raufbold“ konterte Chaz und Alex brummte etwas.
„Nun hör auf zu schmollen und führe uns mal ein bisschen rum“ forderte David ihn auf.
Alex grinste.
„Na los, komm mit Adam“ forderte er den Jungen in der Zelle auf, doch ein Blick auf David und Chester und er schüttelte den Kopf.
„Dave, du machst dem kleinen Angst!“ meinte Alex kopfschüttelnd.
„Is doch nicht meine Schuld!“ antwortete er schulterzuckend.
„Los kommt, gehen wir raus“ schlug Alex vor. „Die Betten könnt ihr später machen.“
Chaz und David nickten und folgten Alex raus auf den Hof und zu einer Bank in der Nähe eines der Wachhabenden.
„Ok, klär uns mal ein bisschen auf“ meinte Chaz und Alex wusste genau was er meinte. Er war seinem Blick gefolgt.
Chaz musterte die verschiedenen Grüppchen genau, ebenso wie David.
„Von denen solltet ihr euch fernhalten. Das sind Edward Shaw und Lucas Pearson. Die regeln hier so ziemlich alles und werden sich sicherlich auf Euch stürzen. Denn ihr passt zu ihnen, vor allem Dave. Er ist genauso ein Schrank wie Pearson. Doch die sind auch die gefährlichsten hier. Shaw und Pearson sind die Köpfe, Hayes, Cooper, Wood, Doyle und Watson ihre Handlanger. Also fürs grobe und die machen alles. Der Kleine bei dir auf der Zelle hat letzte Woche einiges einstecken müssen. Die verticken hier auch so ziemlich alles. Drogen, Alkohol und leider auch Sex. Sie schnappen sich meist die neuen und sorgen dafür, dass sie gefügig werden, also passt auf Euch auf. Außer aber ihr gehört zu ihnen, dann habt ihr freie Fahrt für alles was ihr tut. Shaw und Pearson haben einiges im Köpfchen, der Rest ist nicht gerade helle.
Die vier da drüben sind friedlich, halten sich aus allem raus. Erwischen sie allerdings jemand beim Dealen mischen sie ihn auf. Der große ist Jayden Black. Er sieht zwar hager aus, rammt dich aber ungespitzt in den Boden. Der rechts neben ihm ist Jack Carter, davor sind Harvey Brown und Rory Parker. Die vier haben auch Adam geholfen, sonst hätte Shaw ihn an den Eiern gehabt. Ihr wisst was ich meine. Kriegt einer der vier davon was mit bricht hier die Hölle aus.
Die drei dort sind Toby Jones, Charly Bennett und Riley Scott. Die sind in Ordnung. Passen auch ein bisschen auf Adam auf“ klärte Alex sie auf.
„Was hat der Kleine angestellt, das er hier ist?“ wollte David wissen. „Und wie lange ist er schon hier?“
„Adam? Knapp zwei Wochen. Er hat mit siebzehn das Auto seines Vaters geklaut und ist volltrunken durch London gefahren, nachdem sein Alter ihn verprügelt hat. Er hat jede Menge Blechschaden angerichtet. Der Einzige, der bei seiner Fahrt verletzt wurde, war er selbst. Sah so aus als wollte er sich umbringen“ erwiderte Alex und Chaz schnaubte leise.
„He Chazzy, ich weiß, wie du darüber denkst. Doch der Kleine ist ok. Er ist megamäßig eingeschüchtert. Der hat einfach nur Schiss, kommt kaum aus seiner Zelle raus, außer zum Essen“ meinte Alex und stand auf.
„Gibt gleich Abendbrot“
Chaz nickte knapp und rauschte an Alex vorbei.
Alex wollte was sagen, doch David hielt ihn auf.
„Lass ihn. Du weißt was mit seiner Frau passiert ist“ erwiderte Dave.
„Dafür kann der Kleine aber nichts“ konterte Alex.
„Nein, natürlich nicht. Doch Chaz hat in der Nacht nicht nur seine Frau verloren, sondern auch fast seine Jungs. Isaac war erst drei Wochen alt, als der Wagen von so einem betrunkenen Schwein gerammt wurde. Tali hats nicht überlebt und die Jungs beinahe auch nicht, hätte man sie nicht Stunden später gefunden“ sagte David. „Seine Jungs sind sein ein und alles“ fügte er hinzu und folgte David zurück ins Gebäude.
Turner hatte in ihrer Nähe gestanden und David zugehört. Er hatte die beiden Jungs ja im Gericht gesehen.
Nachdenklich folgte er den beiden.
Im Gebäude stand Chaz an die Wand gelehnt und wartete auf die beiden.
Außerdem hatte er noch keine Ahnung, wo er lang musste.
„Sorry Alex, doch auf betrunkene Autofahrer reagiere ich allergisch“ versuchte er sich zu entschuldigen.
„Schon ok. Ich versteh dich ja“ gab Alex zu.
„Du hast gesagt es sah wie Suizidversuch aus?“ Alex nickte.
„Was macht der Kleine dann hier?“ wollte Chaz wissen.
„Frag mich nicht. Fehler im System?“
David schnaubte und Chaz schwieg.
Im Speisesaal reihten sie sich hinter den Gefangenen ein, nahmen sich ein Tablett und holten sich ihr Abendessen ab, was gelinde gesagt recht mager ausfiel.
Chaz sah David an und rümpfte kurz die Nase.
„Ich glaub ich muss morgen zum Kiosk“ brummte er und David nickte.
„Ich komm mit“
„Los kommt, setzten wir uns zu Adam. Bevor die die Meute ihn belagert“ forderte Alex sie auf und Chaz und David nickten.
Adam begann erneut zu zittern als er sah das David und die anderen auf seinen Tisch zukamen und am liebsten wäre er aufgesprungen und davongerannt.
„Man, ich beiß dich schon nicht!“ brummte David und setzte sich neben ihn. Alex und Chaz setzten sich den beiden gegenüber.
„Die beiden sind in Ordnung Kleiner. Die tun dir nichts“ seufzte Alex.
„Igitt!“ entfuhr es Chaz als er einen Schluck Tee getrunken hatte.
„Bahh, wer macht da Zucker rein?“ zischte David und spuckte den Tee angeekelt in die Tasse zurück.
Alex verdrehte die Augen, schwieg aber lieber.
Missmutig begannen sie ihr Abendbrot zu essen, als Edward Shaw und Lucas Pearson auf ihren Tisch zusteuerten.
„Ärger im Anmarsch“ murmelte Alex und Chaz und David sahen kurz auf und warfen sich einen kurzen Blick zu.
Gleichzeitig rutschen sie weiter zum Anfang ihres Tisches.
„Besetzt“ sagte David und sowohl Pearson als auch Edwards zischten leise, gingen aber sofort weiter.
„Die werden euch bei der nächsten Gelegenheit aufmischen. Dürfen wir uns zu Euch setzen?“
Chaz sah den Mann an und versuchte sich an seinen Namen zu erinnern, doch Alex hatte ihnen so viele heute genannt, dass er sich nicht sicher war, doch er rückte sofort wieder zu Alex auf, ebenso wie David zu Adam.
„Das sind Charly und Riley, ich bin Toby“ stellte er sie vor.
„Ihr seid David und Chester“ meinte Riley und Chaz nickte und sah zu wie die Jungs sich setzten. Sie waren etwa im Alter von ihm selbst David und Alex.
„Ich mag Eure Musik“ wandte Toby sich an Chester. „Aber Riley steht nicht drauf“ grinste er und Riley zeigte Toby den Mittelfinger.
Die Jungs lachten auf.
„Nehmt Euch vor Shaw und Pearson in Acht. Ihr habt sie eben bloßgestellt. Das lassen die nicht auf sich sitzen“ war das erste was Charly dazu sagte.
„Lass sie kommen“ erwiderte David schlicht.
„Genau“ meinte Alex grinsend und Chaz verdrehte die Augen.
„Unruhestifter und Raufbolde, sag ich doch“ konterte er und die beiden lächelten schweigend.
 
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